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Zweidimensionale Semantik

*** Shopping-Tipp: Zweidimensionale Semantik

Unter '''zweidimensionale Semantik''' (auch 2-D Semantik) versteht man eine besondere Spielart von Überlegungen über den Zusammenhang von Vorstellbarkeit, Notwendigkeit und Möglichkeit innerhalb der Sprachphilosophie. Die '''Kernfragen''' der 2-D Semantik lauten: Ist es ''vorstellbar'', dass unsere Welt auch anders beschaffen sein könnte? Wenn ja, impliziert diese Vorstellbarkeit auch die ''Möglichkeit'', dass unsere Welt anders beschaffen sein könnte? In den Mittelpunkt der aktuellen Diskussion sind 2-D Semantiken durch die Philosophie des Geistes von David Chalmers gerückt, welcher diese Semantiken zu nutzen versucht, um den Materialismus zu widerlegen. Dies geschieht weitgehend dadurch, dass mit Hilfe des Konzeptes möglicher Welten der inhaltlichen Bestimmung von Ausdrücken zwei Arten von Intensionen zugeschrieben und damit die in weiten Kreisen angenommene Notwendigkeit der Naturgesetze in Zweifel gezogen wird. Um die 2-D Semantiken und ihre weitreichenden Folgen verstehen zu können, ist es unumgänglich, sich mit den philosophischen Wurzeln vertraut zu machen, die insbesondere bei Immanuel Kant, Gottlob Frege, Rudolf Carnap und Saul Aaron Kripke zu finden sind.

Philosophische Wurzeln
Weshalb ist die 2-D Semantik von Interesse? Sie ist der allerneueste Akt in einem Drama, das von drei zentralen Begriffen der Philosophie handelt: „Bedeutung“, „Vernunft“ und „Modallogik Modalität“. Grundsätzlich wird dabei versucht, den Inhalt des Begriffs Bedeutung dadurch näher zu bestimmen, dass er an den Gegebenheiten möglicher Welten und dem rationalen Begriff des a priori gemessen wird. Als erstes verknüpfte Immanuel Kant Vernunft und Modalität, indem er vorschlug, dass das, was notwendig ist, auch a priori (vor aller Erfahrung) wissbar sei, und umgekehrt. Zweitens verknüpfte Gottlob Frege Vernunft und Bedeutung, indem er einen Aspekt der Bedeutung (den Über Sinn und Bedeutung Sinn) einführte. Nach Frege ist die "Bedeutung" (der Begriffsumfang, später auch Extension genannt) der Begriffe "Morgenstern" und "Abendstern" die selbe, da sie sich beide auf denselben Gegenstand beziehen, der "Sinn" (Begriffsinhalt, später auch Intension genannt) beider Begriffe aber ist verschieden und wesentlich an kognitive Signifikanz und damit an die Vernunft gebunden. Drittens verknüpfte Rudolf Carnap Bedeutung und Modalität, indem er einen Aspekt der Bedeutung (die Intension) einführte, der konstitutiv an Möglichkeit und Notwendigkeit gebunden ist. Carnaps Vorschlag war als eine Art Rechtfertigung von Freges Vorschlag gedacht. Freges Begriff des "Sinns" ist etwas schwammig, aber Carnaps Begriff der Intension als Funktion von Möglichkeiten in Extensionen (vgl. u.) ist klarer definiert. Und unter Voraussetzung der Kantischen Verknüpfung von Vernunft und Modalität folgt, dass Intensionen viele der Eigenschaften der Fregeschen Sinne haben. Im Endeffekt kann Carnaps Zusammenhang zwischen Bedeutung und Modalität gemeinsam mit Kants Zusammenhang zwischen Modalität und Vernunft so interpretiert werden, dass er einen Fregeschen Zusammenhang zwischen Bedeutung und Vernunft bildet. Das Ergebnis war nach Chalmers ein goldenes Dreieck konstitutiver Verknüpfungen zwischen '''Bedeutung''', '''Vernunft''' und '''Modalität'''. Die Intension eines Begriffs ist dabei bestimmt durch mögliche Welten, auf die er sich bezieht, und das rationale Kriterium des a priori einer kognitiv insignifikanten Aussage (vgl. u.). Einige Jahre später entwickelte der Logiker Saul Aaron Kripke ein folgenschweres Argument gegen den Kantischen Zusammenhang zwischen a priori Apriorizität und Notwendigkeit, und durchtrennte damit den Zusammenhang zwischen Vernunft und Modalität. Carnaps Verbindung zwischen Bedeutung und Modalität blieb zwar intakt, aber Kripke unterstützte keinen Fregeschen Zusammenhang zwischen Bedeutung und Vernunft. Damit wurde das goldene Dreieck zum Wanken gebracht, weil Bedeutung und Modalität von der Vernunft getrennt wurden. Die 2-D Semantik hat zum Ziel, dieses goldene Dreieck wieder herzustellen. Während sie die von Kripke herrührenden Aspekte von Bedeutung und Modalität berücksichtigt, verspricht sie, weitere Aspekte von Bedeutung und Modalität zu explizieren, die enger an den rationalen Bereich gebunden sind. Insbesondere versucht sie, den Raum an Möglichkeiten anders zu betrachten und auf dieser Basis einen Begriff von Bedeutung zu errichten. Damit kann man erneut einen Aspekt der Bedeutung in den Griff bekommen, der konstitutiv mit der Vernunft verknüpft ist. Bislang war diese Wiederherstellung unvollständig. Es wurden viele verschiedene Arten des Verständnisses der 2-D Semantik vorgeschlagen, und viele davon stellen das Dreieck bestenfalls teilweise wieder her. Es ist umstritten, ob die 2-D Semantik das Dreieck überhaupt jemals wieder vollständig herzustellen vermag. Um nachzuvollziehen, ob dies möglich ist, müssen wir die Grundlagen der 2-D Semantik und die vielen verschiedenen Arten ihres Verständnisses untersuchen.

Frege, Carnap und Kripke
Image:Gottlob Frege.jpg thumb|200px|Gottlob Frege Die Betrachtung des detaillierteren Hintergrunds dieser Gedanken beginnt mit Frege, der behauptete, dass ein Ausdruck einer Sprache stets einen Bezugsgegenstand hat bzw. das, was in der Philosophie als '''Extension''' gilt. Die Extension eines singulärer Terminus singulären Terminus ist ein Individuum: Zum Beispiel ist die Extension des Namens ‘Hesperus’ der Planet Venus, und die Extension der Kennzeichnung ‘der Lehrer von Aristoteles’ ist Platon. Die Extension eines generellen Terminus ist eine Klasse; die Extension eines Satzes ist sein Wahrheitswert. Frege hat darauf hingewiesen, dass die Extension eines Ausdrucks im Allgemeinen nicht seine kognitive Signifikanz bestimmt (= die Rolle, die er für Denken und Wissen spielt). Zum Beispiel haben ‘Hesperus’ (der Name, der für den Abendstern verwendet wird) und ‘Phosphorus’ (der Name, der für den Morgenstern verwendet wird) denselben Bezugsgegenstand aber unterschiedliche kognitive Signifikanz, was durch die Tatsache belegt wird, dass ‘Hesperus ist Hesperus’ kognitiv trivial ist, während ‘Hesperus ist Phosphorus’ nicht trivial ist. Dasselbe gilt für viele andere Ausdruckspaare: z.B. für ‘Wasser’ und ‘H2O’, oder für ‘ich’ (von mir verwendet) und ‘x’. In jedem Paar sind die Elemente ko-extensional (= sie haben dieselbe Extension), sie sind aber kognitiv und rational verschieden. Frege behauptete, dass Bedeutung konstitutiv an kognitive Signifikanz gebunden ist, sodass zwei Ausdrücke mit unterschiedliche kognitiver Signifikanz auch unterschiedliche Bedeutung haben. Daraus folgt, dass zur Bedeutung mehr gehören muss als die Extension. Frege postulierte einen zweiten Aspekt der Bedeutung: den Sinn. Wenn zwei Ausdrücke kognitiv unterschieden sind, haben sie verschiedene Sinne. Zum Beispiel impliziert die Nicht-Trivialität von ‘Hesperus ist Phosphorus’, dass – obwohl sie dieselbe Extension haben –, ‘Hesperus’ und ‘Phosphorus’ unterschiedliche Sinne haben. Allgemein formuliert lautet die Idee folgendermaßen: '''Fregesche These: Zwei Ausdrücke ‘A’ und ‘B’ haben genau dann denselben Sinn, wenn ‘A == B’ nicht kognitiv signifikant ist.''' Dabei handelt es sich bei ‘A == B’ um eine Behauptung, die genau dann wahr ist, wenn ‘A’ und ‘B’ dieselbe Extension haben. Wenn es sich bei ‘A’ und ‘B’ um singuläre Termini handelt, wird dies die Identitätsaussage ‘A=B’ sein, wenn es sich bei ‘A’ und ‘B’ um Sätze handelt, wird dies das materiale Konditional ‘A gdw. B’ (gdw. = A gilt dann und nur dann, wenn B. Siehe auch Logische Äquivalenz) sein, etc.. Was die kognitive Signifikanz anbelangt, so kann man als erste Annäherung sagen, dass eine Behauptung nicht kognitiv signifikant ist, wenn sie von einem rationalen Wesen trivialerweise gewusst werden kann. Somit kann diese Charakterisierung des Sinns so aufgefasst werden, dass sie eine erste Brücke zwischen Bedeutung und Vernunft bereitstellt. Die Idee, dass Ausdrücke Sinne haben, ist attraktiv, allerdings sind Sinne begrifflich schwer fassbar. Was genau ist ein Sinn? Was genau ist kognitive Signifikanz? Wie analysiert man Bedeutungen in einem über Extensionen hinausgehenden Maße? Mitte des 20. Jahrhunderts hatten eine Reihe von Philosophen, insbesondere Carnap, eine Einsicht: Wir können die Begriffe von Möglichkeit und Notwendigkeit zu Hilfe nehmen, um Bedeutung besser zu verstehen, und insbesondere, um Sinn besser zu verstehen. Die Welt könnte auf viele mögliche Weisen beschaffen sein - und wir können die Sprache verwenden, um diese Möglichkeiten zu beschreiben. Ein Ausdruck kann auf den wirklichen Zustand der Welt angewandt werden, was zu einer wirklichen Extension führt, oder er kann auf alternative mögliche Weltzustände angewandt werden, was zu alternativen möglichen Extensionen führt. Man nehme Ausdrücke wie etwa ‘Renatum’ (Nierenwesen) und ‘Cordatum’ (Herzwesen). In der Welt wie sie wirklich ist, sind alle Nierenwesen Herzwesen, sodass diese Termini dieselbe Extension haben. Es ist aber nicht notwendig, dass alle Nierenwesen Herzwesen sind: Wenn die Welt anders beschaffen gewesen wäre, hätte es sein können, dass einige Nierenwesen keine Herzwesen gewesen wären. Auf eine solche alternative Möglichkeit angewandt haben die beiden Termini unterschiedliche Extensionen. Wir können sagen: ‘Nierenwesen’ und ‘Herzwesen’ sind ko-extensional, jedoch nicht notwendigerweise ko-extensional. Carnap schlug vor, dass wir sagen, dass zwei Ausdrücke genau dann dieselbe Intension haben, wenn sie notwendigerweise ko-extensional sind. Somit haben ‘Nierenwesen’ und Herzwesen’ dieselbe Extension, aber unterschiedliche Intensionen. Die allgemeine Behauptung kann man folgendermaßen formulieren: '''Carnapsche These: ‘A’ und ‘B’ haben genau dann dieselbe Intension, wenn ‘A == B’ notwendig ist.''' Was genau ist eine Intension? Carnaps Charakterisierung legt eine natürliche Definition nahe: Eine Intension ist eine Funktion von Möglichkeiten in Extensionen. Die Möglichkeiten entsprechen dabei verschiedenen möglichen Zuständen der Welt. Ein Ausdruck hat relativ zu jeder Möglichkeit eine Extension: Zum Beispiel kann ein Satz (z.B. ‘Alle Nierenwesen sind Herzwesen’) relativ zu einer Möglichkeit wahr oder falsch sein, und ein singulärer Terminus (z.B. ‘der Lehrer von Aristoteles’) greift relativ zu einer Möglichkeit ein Individuum heraus. Die Intension eines Ausdrucks ist eine Funktion, die jede Möglichkeit auf die Extension dieses Ausdrucks relativ zu dieser Möglichkeit abbildet. Wenn zwei Ausdrücke notwendigerweise ko-extensional sind, werden sie relativ zu jeder Möglichkeit dieselbe Extension herausgreifen, sodass sie dieselbe Intension haben. Sind zwei Ausdrücke nicht notwendigerweise ko-extensional, so werden sie nicht relativ zu jeder Möglichkeit dieselbe Extension herausgreifen, sodass sie unterschiedliche Intensionen haben. Also verhalten sich Intensionen genau so, wie sie sich nach Carnaps Vorschlag verhalten sollten. So gesehen liefert der Begriff der Intension eine Brücke zwischen Bedeutung und Modalität. Genauso wie Sinn als eine Art von Bedeutung angesehen werden kann, die konstitutiv an die Vernunft gebunden ist, kann eine Intension als eine Art von Bedeutung angesehen werden, die konstitutiv an Modalität gebunden ist. Außerdem scheinen sich Intensionen weitgehend so zu verhalten wie man es von Sinnen erwartet. Genauso wie zwei Ausdrücke dieselbe Extension aber unterschiedliche Sinne haben können, können zwei Ausdrücke dieselbe Extension aber unterschiedliche Intensionen haben. Und genauso wie man vom Sinn erwartete, dass er die Extensionen bestimmte, scheinen Intensionen die Extensionen zu bestimmen, zumindest relativ zu einer Welt. Durch Hinzufügung einer zusätzlichen Behauptung kann man einen direkten Zusammenhang zwischen Modalität und Vernunft herstellen. Es wurde oft behauptet, dass eine Aussage genau dann notwendig ist, wenn sie entweder a priori (unabhängig von Erfahrung wissbar) oder trivial (kein substantielles Wissen über die Welt liefernd) ist. Die Begriffe der Apriorizität und der Trivialität sind essentiell rationale Begriffe, die in epistemischen Begriffen definiert werden. Carnap selbst vertrat eine Version der These, die Trivialität betraf, aber für unsere Zwecke ist es nützlicher, sich auf jene Version zu konzentrieren, die Apriorizität betrifft. In dieser Gestalt geht die These zumindest bis auf Kant zurück, so dass wir sie folgendermaßen nennen werden: '''Kantische These: Ein Satz S ist genau dann notwendig, wenn S a priori ist.''' Wenn wir die Carnapsche These mit der Kantischen These kombinieren, erhalten wir Folgendes: '''Neo-Fregesche These: Zwei Ausdrücke ‘A’ und ‘B’ haben genau dann dieselbe Intension, wenn ‘A == B’ a priori ist.''' Akzeptiert man diese Behauptung, dann hat man einen Aspekt erfasst, welcher der Fregeschen These etwas näher kommt. Denn Apriorizität ist zumindest eng verwandt mit kognitiver Signifikanz. Wenn eine Aussage kognitiv insignifikant ist, dann ist sie plausiblerweise auch a priori. Das Umgekehrte ist bei Freges Verständnis von kognitiver Signifikanz allerdings nicht der Fall: Viele logische und mathematische Aussagen sind kognitiv signifikant, obwohl sie a priori sind. Auf jeden Fall aber sind Apriorizität und kognitive Insignifikanz zumindest eng verwandte rationale Begriffe. Typische kognitiv signifikante Identitätsaussagen wie etwa ‘Hesperus ist Phosphorus’, ‘Wasser ist H2O’, and ‘Ich bin x’ sind alle a posteriori. Wenn die Neo-Fregesche These korrekt ist, so folgt, dass ‘Hesperus’ und ‘Phosphorus’ unterschiedliche Intensionen haben, ebenso wie ‘Wasser’ und ‘H2O’, sowie ‘ich’ und ‘x’. Also verhalten sich Intensionen ziemlich genauso wie Fregesche Sinne. Letztlich dient Modalität als eine Brücke bei der Erklärung des Zusammenhangs zwischen Bedeutung und Vernunft. Man verwendet modale Begriffe um einen Begriff von Bedeutung zu konstruieren, kombiniert dies mit der Behauptung, dass Modalität konstitutiv an Vernunft gebunden ist, und endet mit einem Zusammenhang zwischen allen dreien. Die zentrale Verknüpfung von Bedeutung, Vernunft und Modalität wird durch die Neo-Fregesche These erfasst: Intension ist ein Begriff der Bedeutung, der in modalen Termini definiert wird, und konstitutiv mit Vernunft verknüpft ist. Dieses goldene Dreieck wurde durch Kripke zerstört, der die Verknüpfung zwischen Vernunft und Modalität durchtrennte. Kripke argumentierte dafür, dass die Kantische These falsch sei: Es gebe viele Sätze, die notwendigerweise wahr seien, deren Wahrheit aber nicht a priori gewusst werden könne. Zum Beispiel behauptete Kripke, dass, gegeben, dass Hesperus tatsächlich Phosphorus ist, es nicht hätte sein können, dass Hesperus nicht Phosphorus gewesen wäre: Hesperus ist notwendigerweise der Planet Venus, ebenso wie Phosphorus. Also ist die Aussage ‘Hesperus ist Phosphorus’ notwendig, obwohl der Sachverhalt nicht a priori wissbar ist. Allgemeiner betrachtet votierte Kripke dafür, dass Namen und Termini für natürliche Arten starre Designatoren sind, die in allen mögliche Welt möglichen Welten dieselbe Extension herausgreifen. Daraus folgt, dass jede Identitätsaussage mit solchen Termini notwendig ist. Zum Beispiel ist ‘Wasser ist H2O’ notwendig, obwohl es a posteriori ist. Dasselbe gilt für Behauptungen, die Indexwörter beinhalten: ‘Ich bin x’ (von x verwendet) ist eine weitere Notwendigkeit a posteriori. Wenn Kripke bezüglich der Kantischen These Recht hat, dann ist die Neo-Fregesche These ebenfalls falsch. Da ‘Hesperus ist Phosphorus’ notwendig ist, haben ‘Hesperus’ und ‘Phosphorus’ dieselbe Intension, die in allen Möglichkeiten den Planeten Venus herausgreift. Aber die Äquivalenz von ‘Hesperus’ und ‘Phosphorus’ ist nichtsdestotrotz a posteriori und kognitiv signifikant. Also können kognitiv und rational unterschiedliche Paare von Ausdrücken dieselbe Intension haben: dies bezeugen ‘Hesperus’ und ‘Phosphorus’, ‘Wasser’ und ‘H2O’, sowie ‘ich’ und ‘x’. Deshalb schlägt die Neo-Fregesche These fehl, und Intensionen verhalten sich nicht mehr wie Fregesche Sinne. Im Endeffekt lässt Kripke den Carnapschen Zusammenhang zwischen Bedeutung und Modalität intakt, aber durch die Durchtrennung des Kantischen Zusammenhangs zwischen Vernunft und Modalität durchtrennt er auch den Fregeschen Zusammenhang zwischen Bedeutung und Vernunft. Dies ist grob gesagt die allgemein anerkannte Ansicht in der gegenwärtigen analytischen Philosophie: Bedeutung und Modalität sind miteinander verknüpft, aber beide sind getrennt von der Vernunft!

Die 2-D Semantik
Obwohl die meisten gegenwärtigen analytischen Philosophen Kripkes Argumente gegen die Kantische These akzeptieren, würden viele dennoch gerne daran festhalten, dass Frege mit irgendetwas recht hatte. Es bleibt die Intuition, dass sich ‘Hesperus’ und ‘Phosphorus’ (oder ‘Wasser’ und ‘H2O’, oder ‘ich’ und ‘x’) zumindest in einer Dimension ihrer Bedeutung unterscheiden, entsprechend dem Unterschied in ihren kognitiven und rationalen Rollen. Man könnte versuchen, dies zu bewerkstelligen, indem man die Carnapsche Verknüpfung zwischen Bedeutung und Modalität durchbricht. Die 2-D Semantik verfolgt allerdings eine andere Strategie, indem sie Modalität unter einem Fregeschen Aspekt der Bedeutung betrachtet. Die '''Kernidee''' der 2-D Semantik ist, dass es zwei verschiedene Weisen gibt, wie die Extension eines Ausdrucks von möglichen Zuständen der Welt abhängt. Erstens hängt die wirkliche Extension eines Ausdrucks von der Beschaffenheit der wirklichen Welt ab, in der der Ausdruck geäußert wird. Zweitens hängt die kontrafaktische Extension eines Ausdrucks von der Beschaffenheit der kontrafaktischen Welt ab, in der der Ausdruck ausgewertet wird. Diesen beiden Arten von Abhängigkeiten entsprechend haben Ausdrücke zwei Arten von Intensionen, die mögliche Zustände der Welt auf unterschiedliche Weise mit Extensionen assoziieren. Gemäß dem 2-D Grundansatz können diese beiden Intensionen so aufgefasst werden, dass sie '''zwei Dimensionen''' der Bedeutung erfassen. Diese beiden Intensionen entsprechen zwei unterschiedlichen Weisen über Möglichkeiten nachzudenken. Im ersten Fall denkt man sich eine Möglichkeit als eine Weise, wie sich die tatsächliche Beschaffenheit der wirklichen Welt hätte herausstellen können: Oder, wie es manchmal formuliert wird, man betrachtet eine Möglichkeit als "wirklich". Im zweiten Fall erkennt man an, dass die wirkliche Welt feststeht, und denkt sich eine Möglichkeit als eine Weise, wie die Welt hätte sein können, aber nicht ist: Oder, wie es manchmal formuliert wird, man betrachtet eine Möglichkeit als "kontrafaktisch". Wenn man einen Ausdruck relativ zu einer möglichen Welt auswertet, kann man unterschiedliche Ergebnisse erhalten, je nachdem, ob man die mögliche Welt als wirklich oder als kontrafaktisch betrachtet. Der zweite Fall des Nachdenkens über Möglichkeiten ist der gegenwärtigen Philosophie vertrauter. Kripkes Argumente beruhen darauf, Möglichkeiten auf diese Weise zu betrachten. Man nehme eine Möglichkeit, in der der hellste Gegenstand am Abendhimmel ein sich um die Erde bewegender Satellit ist, und in der die Venus nur morgens hell erleuchtet zu sehen ist. Wenn wir diese Möglichkeit als kontrafaktische Weise betrachten, wie es hätte sein können, beschreiben wir sie nicht als eine Möglichkeit, in der Hesperus ein Satellit ist, sondern als eine, in der Hesperus (und Phosphorus) am Abend nicht sichtbar ist. Also greift ‘Hesperus’ relativ zu dieser als kontrafaktisch betrachteten Möglichkeit die Venus heraus. Entsprechend greifen in dieser Möglichkeit die Intensionen der zweiten Dimension von sowohl von ‘Hesperus’ als auch von ‘Phosphorus’ beide die Venus heraus, und das auch in allen Möglichkeiten, in denen die Venus existiert. Es ist diese vertraute Art von Intension, die die Kripkesche Lücke zwischen Intension und kognitiver Signifikanz hervorbringt. Die zweite Weise des Nachdenkens über Möglichkeiten ist der gegenwärtigen Philosophie weniger vertraut. Nehmen wir die oben beschriebene Möglichkeit und denken sie uns als eine Weise wie die Welt aktual sein könnte, dann können wir sagen: Wenn die Welt wirklich so beschaffen ist, dann greift ‘Hesperus’ einen Satelliten heraus. Also greift ‘Hesperus’ relativ zu dieser als aktual betrachteten Möglichkeit nicht die Venus heraus, sondern den Satelliten. Entsprechend greift die Intension der ersten Dimension von ‘Hesperus’ in dieser Möglichkeit den Satelliten heraus, während diejenige von ‘Phosphorus’ die Venus herausgreift. Also haben ‘Hesperus’ und ‘Phosphorus’ unterschiedliche Intensionen der ersten Dimension. Dieser Unterschied hängt mit der Tatsache zusammen, dass die Bezugnahme von ‘Hesperus’ und ‘Phosphorus’ in der aktualen Welt auf ganz unterschiedliche Weise festgelegt ist, obwohl, wie es sich herausgestellt hat, ihre Bezugsgegenstände übereinstimmen. Aus diesen Gründen scheint es, dass die erste Dimension für einen Zusammenhang mit Vernunft und kognitiver Signifikanz besser geeignet ist als die zweite Dimension. Die Möglichkeiten, die in der zweiten Dimension ausgewertet werden, werden üblicherweise als mögliche Welten gedacht. Die Möglichkeiten, die in der ersten Dimension ausgewertet werden, sind ein wenig anders, da sie die Beschaffenheit einer Welt vom Standpunkt eines Sprechers, der in dieser Welt einen Ausdruck verwendet, widerspiegeln. Es ist nützlich, diese Möglichkeiten als zentrierte Welten anzusehen, also als Welten, die mit einem „Zentrum“ markiert sind, welches ein geordnetes Paar aus einem Individuum und einem Zeitpunkt ist. Wir können uns das Zentrum einer Welt so denken, dass es die Perspektive des Sprechers in der Welt wiedergibt.

Die Kernthese
Gibt es eine Interpretation des 2-D Grundansatzes, die zu konstitutiven Verbindungen zwischen Bedeutung, Vernunft und Modalität führt? Genauer: Gibt es eine Interpretation, derzufolge die erste Dimension umfassend mit dem Bereich des Rationalen verbunden ist? Nach diesem Denkansatz würde die ideale Form der 2-D Semantik so etwas wie die Neo-Fregesche These erfassen: Zwei Termini haben genau dann dieselbe 1-Intension, wenn sie a priori äquivalent sind. Um die Ausgangsfrage zu beantworten, können wir uns auf die folgende Kernthese konzentrieren: '''Kernthese: Für jeden Satz S gilt: S ist genau dann a priori, wenn S eine notwendige 1-Intension hat.''' Hierbei sollte S nicht als ein Satztyp, sondern als ein Satzvorkommnis (z.B. eine Äußerung) augefasst werden, um für die Möglichkeit Platz zu schaffen, dass unterschiedliche Vorkommnisse desselben Ausdruckstyps unterschiedliche 1-Intensionen haben können. Entsprechend sollten wir Apriorizität als Eigenschaft von Satzvorkommnissen auffassen. Zunächst können wir als erste Annäherung sagen, dass ein Satzvorkommnis S a priori ist, wenn S einen Gedanken ausdrückt, der unabhängig von Erfahrung gerechtfertigt werden kann. Eine typische Äußerung von ‘Hesperus ist Phosphorus’ ist in diesem Sinne nicht a priori, während eine typische Äußerung von ‘Alle Junggesellen sind unverheiratet’ in diesem Sinne a priori ist. Die Kernthese verbindet den rationalen Begriff der Apriorizität mit dem modalen Begriff der Notwendigkeit und dem semantischen Begriff der Intension. Wenn die Kernthese wahr ist, stellt sie ein goldenes Dreieck von Verknüpfungen zwischen Bedeutung, Vernunft und Möglichkeit wieder her. Außerdem impliziert sie unmittelbar eine Version der Neo-Fregeschen These (unter der Annahme von plausiblen Prinzipien über Kompositionalität). '''Neo-Fregesche These (2-D Version): Zwei Ausdrücke ‘A’ und ‘B’ haben genau dann dieselbe 1-Intension, wenn ‘A == B’ a priori ist.''' Wenn der 2-D Grundansatz so aufgefasst werden kann, dass die Kernthese wahr ist, dann stellt er einen Ansatz für einen weitgehend Fregeschen Aspekt der Bedeutung in Aussicht, der konstitutiv mit dem epistemischen Bereich verbunden ist. Des Weiteren verspricht er weitere Vorteile: Vielleicht einen Ansatz für die Gehalte des Denkens, bei dem Gehalt grundlegend mit der rationalen Rolle von Gedanken verbunden ist. Und eventuell eine Auffassung von Modalität, derzufolge es grundlegende Zusammenhänge zwischen dem rationalen und dem modalen Bereich gibt - möglicherweise begründet er auch eine Verknüpfung zwischen den Begriffen der Vorstellbarkeit und der Möglichkeit. Die Schlüsselfrage lautet also fortan: Können wir 1-Intensionen so definieren, dass die Kernthese wahr ist? David Chalmers Antwort: Es gibt zwei sehr unterschiedliche Arten der Auffassung des 2-D Grundansatzes: Die (a) kontextuelle Auffassung und die (b) epistemische Auffassung. Die (a) kontextuelle Auffassung verwendet die erste Dimension, um Kontext-Abhängigkeit zu erfassen. Die kontextuelle Auffassung ist bekannter, aber sie vermag die Kernthese nicht zu erfüllen. Die (b) epistemische Auffassung ist weniger bekannt, doch sie vermag die Kernthese zu erfüllen, da einzig nach der epistemischen Auffassung die erste Dimension konstitutiv mit dem epistemischen Bereich verbunden ist. Nach Chalmers gibt es keinen Weg, kontextuelle Intensionen derart zu definieren, dass sie die Kernthese erfüllen. Zwei zentrale Probleme stellen sich: Erstens geht dadurch, dass man ein Vorkommnis des relevanten mentalen oder linguistischen Typs in die auszuwertende Welt mit einbaut, der konstitutive Zusammenhang mit dem Apriori verloren. Zweitens müssen wir, damit sich eine kontextuelle Intension in quasi-Fregescher Weise verhält, im Vorhinein Vorkommnisse unter irgendeinen quasi-Fregeschen Typ klassifizieren, so dass der Grundansatz nicht in der Lage ist, quasi-Fregesche Begriffe unabhängig zu begründen - was ursprünglich aber erhofft wurde. Kurzum: Kontextuelle Intensionen bringen keinerlei Wiederherstellung des goldenen Dreiecks mit sich und liefern keinen Bedeutungsbegriff, der grundlegend mit dem Bereich der Vernunft verbunden ist. Das grundlegende Problem ist, dass obwohl einige kontextuelle Intensionen zu einer angemessen starken Korrelation mit dem epistemischen Bereich führen, keine konstitutiv mit dem epistemischen Bereich verknüpft sind. Um die Verknüpfung zwischen Bedeutung und Vernunft wieder herzustellen, müssen wir uns dem 2-D Grundansatz in epistischen Begriffen nähern!

Die epistemische Auffassung
Nach der Erkenntnistheorie epistemischen Auffassung der 2-D Semantik werden die Möglichkeiten, um die es in der ersten Dimension geht, als epistemische Möglichkeiten aufgefasst, und die Intensionen, um die es in der ersten Dimension geht, repräsentieren die epistemische Abhängigkeit der Extensionen unserer Ausdrücke von der Beschaffenheit der Welt. Dabei gibt es zwei Schlüsselideen: Die Erste ist die Idee des epistemischen Raums: Es gibt viele Weisen, wie sich die Beschaffenheit der Welt herausstellen kann, und es gibt einen entsprechenden Raum epistemischer Möglichkeiten. Die zweite Idee ist diejenige der „Ergründbarkeit“ oder „Erforschbarkeit“: Sobald wir über die Beschaffenheit der Welt Bescheid wissen, beziehungsweise sobald wir wissen, welche epistemische Möglichkeit wirklich ist, sind wir in der Lage, die Extensionen unserer Ausdrücke zu bestimmen. Folglich legen diese beiden Ideen nahe, dass ein Ausdruck mit einer Funktion von epistemischen Möglichkeiten in Extensionen, einer epistemischen Intension, assoziiert werden kann. Kurz gesagt: Für jedes Szenario ist es epistemisch möglich, dass das Szenario wirklich ist. Intuitiv gesprochen ist es für jede Welt W epistemisch möglich, dass W wirklich ist. Und für jede zentrierte Welt W ist es epistemisch möglich, dass W wirklich ist. Dabei repräsentiert das Zentrum eine Hypothese über meinen eigenen Standort in der Welt. Indem ich die Hypothese, dass W wirklich ist, in Erwägung ziehe, ziehe ich in Erwägung, dass die wirkliche Welt qualitativ genauso ist wie W, dass ich das Subjekt im Zentrum von W bin, und dass jetzt die Zeit im Zentrum von W ist.

Folgen für die Philosophie des Geistes
Bild:Chalmers.jpg thumb|210px|[[David Chalmers nutzt die 2-D Semantik für eine Argumentation gegen den Physikalismus.]] Dasselbe gilt für einige andere philosophische Ansichten. Nach einigen Ansichten, denen zufolge die Naturgesetze in unserer Welt die Gesetze in allen Welten sind, wäre zum Beispiel die Negation eines Naturgesetzes ein Gegenbeispiel zur metaphysischen Vollständigkeit. Metaphysische Vollständigkeit meint hier eine Weltsicht, die - anknüpfend an Saul Aaron Kripke - davon ausgeht, dass Naturgesetze metaphysisch notwendig seien. Demzufolge wird die Referenz von Termini wie etwa "Masse" a posteriori auf eine gewisse, sehr spezifische Eigenschaft fixiert, sodass Welten mit anderen Gesetzen keine (!) Masse enthalten. Kurz gesagt, diese Ansicht vertritt die Position, dass Naturgesetze notwendigerweise wahr und universell sind. Die 2-D Semantik liefert allerdings Argumente, welche diese Notwendigkeit - die auch stark im Alltags-Verständnis verankert zu sein scheint - in Zweifel zieht. Es gibt keine Gründe anzunehmen, dass Welten mit anderen Naturgesetzen unmöglich seien - höchstens wird nahegelegt, dass sie als Welten, die unsere Gesetze brechen, fälschlich beschrieben bzw. gekennzeichnet sind. Nach Ansichten, denen zufolge eine mathematische Behauptung (wie etwa die Kontinuumshypothese) notwendigerweise wahr, aber nicht a priori wissbar sein kann, wäre die Negation einer solchen Behauptung ein Gegenbeispiel zur metaphysischen Vollständigkeit. Nach einigen Versionen der epistemischen Theorie über Vagheit könnten einige Behauptungen, die vage Termini beinhalten (z.B. die Aussage, dass jemand mit einer bestimmten Körperlänge "groß" ist oder, dass die Entfernung London-Paris "kurz" ist), Gegenbeispiele zur metaphysischen Vollständigkeit sein. Nach einigen materialistischen Ansichten über Bewusstsein, könnte die Behauptung, dass es Zombies (unbewusste, physikalische Duplikate bewusster Wesen) gibt, ein Gegenbeispiel zur metaphysischen Vollständigkeit sein. Wenn diese Ansichten richtig sind, dann gibt es epistemisch mögliche Behauptungen, die durch keine zentrierte, metaphysisch mögliche Welt verifiziert werden. Wenn dem so ist, dann ist die These der metaphysischen Vollständigkeit (und auch die Kernthese für epistemische Intensionen über zentrierte metaphysisch mögliche Welten) falsch! Vereinfacht gesagt: Dem Materialismus zufolge sind psychophysiche Gesetze starke Notwendigkeiten. Dem widerspricht die 2-D Semantik: Es ist "vorstellbar", dass der Materialismus und die hiermit implizierten Vorstellungen über die Naturgesetze falsch sind. Daher ist es "möglich", dass Zombies existieren.

Kritik an der Anwendung in der Philosophie des Geistes
Neben tiefgehenden und komplizierten Kritiken an der 2-D Semantik, geht die offensichtlichste in folgende (hier stark vereinfacht wiedergegebenen) Richtung: John Searle beispielsweise weist auf den Umstand hin, dass ich mir zwar a priori jederzeit vorstellen kann, dass Schweine fliegen können, dass dieser Zustand aber faktisch nicht möglich sei. David Chalmers erwidert daraufhin, dass eine Welt W, die fliegende Schweine besitzt, eine ganz andere physikalische Struktur als die unsere haben müsste (z.B. hinsichtlich der Gravitation) - in Fragen des Bewusstseins sei diese Notwendigkeit nicht gegeben. Die Diskussion über diese Sachverhalte hält weiter an.

Spielarten der 2-D Semantiken
Eine unvollständige Liste der Urheber dieser Systeme samt den Namen, mit denen ihre jeweiligen 2-D Begriffe getauft wurden, umfasst: * David Kaplan (1978; 1989): Charakter und Gehalt * Robert Stalnaker (1978): Diagonalaussage und ausgedrückte Aussage * Gareth Evans (1977): Tiefe Notwendigkeit und oberflächliche Notwendigkeit * Martin Davies & Lloyd Humberstone (1981): Festgesetzt aktuale Wahrheit und notwendige Wahrheit * David Chalmers (1996): Primäre Intension und sekundäre Intension * Frank Jackson (1998): A-Intension and C-Intension Es gibt zwischen diesen Systemen viele Unterschiede, einige davon nur oberflächlicher Natur, einige aber auch durchaus tiefgehend. Die oberflächlichen Unterschiede schließen die Tatsache ein, dass an der Stelle, wo Chalmers und Jackson von zwei Sorten von Intensionen reden, Evans sowie Davies & Humberstone von zwei Sorten von Notwendigkeit reden, während Kaplan und Stalnaker von Aussagen reden.

Literatur
* David Chalmers: ''The Conscious Mind: In Search of a Fundamental Theory''. Oxford: Oxford University Press 1996. * Martin Davies & Lloid Humberstone: "Two Notions of Necessity". ''Philosophical Studies''. Vol. 58, S. 1-30. 1981. * Gareth Evans: "Reference and contingency". ''The Monist''. Vol. 62, S. 161-89. 1977. * M. Garcia-Caprintero / J. Macia (Hgg.): ''Two-Dimensional Semantics: Foundations and Applications'' Oxford University Press (darin: Alex Byrne / Jim Pryor: [http://web.mit.edu/abyrne/www/BadIntensions.pdf ''Bad Intensions'']) * Frank Jackson: ''From Metaphysics to Ethics: A Defense of Conceptual Analysis''. Oxford: Oxford University Press 1998. * David Kaplan: "Dthat". In (P. Cole, Hg.) ''Syntax and Semantics''. New York: Academic Press 1978. * David Kaplan: "Demonstratives". In (J. Almog, J. Perry & H. Wettstein, Hgg.) ''Themes from Kaplan''. Oxford: Oxford University Press 1989. * Scott Soames: ''Reference and Description: The Case against Two-Dimensionalism'', Princeton 2004 (Paperback 2007), ISBN 978-0-691-13099-6 * Robert Stalnaker: "Assertion". In (P. Cole, Hg.) ''Syntax and Semantics: Pragmatics''. Vol. 9. New York: Academic Press 1978. * ''The Two-Dimensional Framework and Its Applications: Metaphysics, Language, Mind''. ''Philosophical Studies'' 118/1-2. März 2004

Quellen
* David Chalmers: ''[http://consc.net/papers/twodim.pdf Two-Dimensional Semantics]''. In: E. Lepore / B. Smith (Hgg.): ''Oxford Handbook of the Philosophy of Language''. Oxford: Oxford University Press 2006 (im Druck). * David Chalmers: ''[http://consc.net/papers/foundations.html The Foundations of Two-Dimensional Semantics]''. In: M. Garcia-Caprintero / J. Macia (Hgg.): ''Two-Dimensional Semantics: Foundations and Applications''. Oxford: Oxford University Press 2006, ISBN 0-19-927202-6 * David Chalmers: ''The Two-Dimensional Argument Against Materialism''. In: David Chalmers: ''The Character of Consciousness''. Oxford: Oxford University Press 2006 (im Druck).

Weblinks

- Aufsätze David Chalmers` zu 2-D Semantiken (engl.)
- Einführung in die 2-D Semantiken von Christian Nimtz (engl.)
- Einführung in die 2-D Semantiken von Martin Davies & Daniel Stoljar (engl.) * Brian Rabern: [http://arts.monash.edu.au/phil/postgraduate/rabern/brianmathesis.pdf ''Problems and Misinterpretations of Two-Dimensional Semantics''] * Diego Marconi: [http://www.vc.unipmn.it/docenti/marconid/marconi_dc1.pdf ''Two-Dimensional Semantics and the Articulation Problem''] Kategorie:Philosophie des Geistes Kategorie:Semantik (Philosophie)

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