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Vollschiff

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Bild:L-sail.png thumb|Das [[Rigg eines Vollschiffes mit Bezeichnung der dazugehörenden Segel und Masten]] Bild:Mir(28).jpg thumb|[[Segelschulschiff ''Mir (Schiff) Mir'']] Bild:AmerigoVespucci.JPG thumb|Die "''[[Amerigo Vespucci (Schiff)|Amerigo Vespucci''" bei der Sail Amsterdam 2005]] Image:Vollschiff Preussen.png thumb|Die "''[[Preußen (Schiff)|Preußen''" unter Vollzeug beim Auslaufen aus dem New York City New Yorker Hafen (Fotografie von 1908)]] Bild:Fünfmastvollschiff.JPG thumb|Die "''[[Royal Clipper''" vor Pula]] Ein '''Vollschiff''' ist ein Großsegler mit mindestens drei vollständig Rahsegel rahgetakelten Schiffsmast Masten. Die Zahl der Rahen kann dabei variieren: bei ungeteilten Mars- und Bramsegeln mit Royals (Klipper) sind es vier, bei geteilten Marssegel und Bramsegeln (modernes Windjammerrigg) sechs, beim Jubiläumsrigg fünf Rahen (keine Royalsegel). Der achterste Mast trägt ein zusätzliches Gaffelsegel (Besansegel) zur Unterstützung von Wende- und Halsen Halsemanöver. Das Maß, wie hoch oder hart ein Rahschiff am Wind segelt, bestimmt die Stellung der Rahen. Ein schratbesegeltes Schiff (Schoner) kann deshalb viel höher am Wind segeln, da seine Segel parallel zur Schiffslängsachse stehen können, Rahen immer dazu einen Winkel bilden. Schiffe mit einer größeren Anzahl an Masten heißen „Viermastvollschiff“ bzw. „Fünfmastvollschiff“; ein Segelschiff mit zwei rahgetakelten Masten (und keinem weiteren Schratsegel schratgetakelteten Mast) wird Brigg genannt. Eines mit nur einem rahgetakelten und keinem weiteren schratgetakelten Mast ist ein Kutter (Schiff) Kutter. Die Ursprünge des Vollschiff-Takelage Riggs lassen sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen, wo dreimastige Schiffe mit Rahsegeln an den ersten beiden und einem Lateinersegel am letzten Mast erstmalig auftauchten. Mit größer werdenden Schiffen wurden alle Masten nach und nach um weitere Segelstockwerke von Rahsegeln ergänzt. Zu Beginn des 17. Jahrhundert bekam dann auch der hinterste Mast ein Rahsegel oberhalb des Lateinersegels. Dies wurde dann im Verlauf des 18. Jahrhunderts durch ein Gaffelsegel ersetzt, so dass von da an das Vollschiff in seiner heutigen Form vorlag. Häufig werden Vollschiffe auch als Fregattschiff bezeichnet. Dies ist jedoch irreführend, da Fregatten sich schon im 17. Jahrhundert herausbildeten, als es die Vollschifftakelung noch gar nicht in ihrer heutigen Form gab. Gerade kleinere Fregatten hatten in dieser Zeit noch oft nur ein Lateinersegel am letzten Mast. Im 18. Jahrhundert waren dann alle größeren Schiffe, und damit auch Fregatten, vollgetakelt. Als die Windjammer größer wurden und ein Schiff mit drei Masten zu übergroßen Rahen und Segeln führte, wurden Viermastvollschiffe gebaut. Aber es zeigte sich, dass die Rahsegel am vierten Mast ungünstig waren und das Schiff sich schwer steuern ließ. Zudem waren die Rahsegel am letzten Mast generell schwierig zu bedienen, und der Schiffstyp war personalintensiver. Deshalb wurde der Segelschiffstyp Viermastbark (Schiff) bark für die großen Windjammer bevorzugt (z. B. die ''Sedow'' und die ''Krusenstern (Schiff) Krusenstern''). Heute fahren noch einige Vollschiffe als Segelschulschiffe, Viermastvollschiffe gibt es in Fahrt keine mehr. Das letzte überlebende Schiff dieses Typs, die ''Falls of Clyde'', liegt als Museumsschiff in Honolulu, USA. Die ''Royal Clipper'' der Reederei „Star Clippers“, ein Luxus-Kreuzfahrtschiff mit einem Rigg (2 Masten mit 5 Rahen, 2 Masten mit 6 Rahen und ein Mast mit nur 4 Rahen) ähnlich dem eines fünfmastigen Vollschiffes (alle Masten mit min. 5 oder Rahen), wurde der ''Preußen (Schiff) Preussen'' nachempfunden; die Viermaster dieser Reederei, die ''Star Flyer'' und die ''Star Clipper'', sind Viermast-Stagsegel-Schonerbark Barkentinen. Beim Vollschiff heißen die Masten von vorne nach achtern: Fockmast, Großmast, Kreuzmast (wobei die Bezeichnung "Kreuzmast" daher rührt, dass die Brassen und andere Leinen nicht, wie bei den anderen Masten, nach achtern geführt werden, sondern „über Kreuz“ auf die jeweils andere Schiffsseite verlaufen). Das Viermastvollschiff hat an dritter Position den „Achtermast“ (oder „Hauptmast“, nie „Mittelmast“ (wegen der geraden Mastzahl)) und an vierter den „Kreuzmast“. Ein andere Benennung der Masten eines viermastigen Vollschiffs lautet: Fockmast, Großmast, Kreuzmast und Jagermast (s. auch Segelplan). Möglicherweise ist diese Benennungsart aus dem Englischen abgeleitet, bei der der vierte Mast "jigger" mast (Tanzermast) heißt. Das Fünfmastvollschiff hat als weiteren Mast den Mittelmast: * Fockmast, Großmast, Mittelmast, Achtermast (Hauptmast), Kreuzmast Die ''Preussen'' hatte als einziges Fünfmastvollschiff zu Ehren der Reederei F. Laeisz Laeisz statt des Achtermasts den LAEISZ-Mast: * Fockmast, Großmast, Mittelmast, LAEISZ-Mast, Kreuzmast. Bekannte Vollschiffe: * Vollschiffe **Af Chapman, Stapellauf März 1888 in Whitehaven, Cumbria (England), heute in Stockholm vertäut **Chersones (Schiff) Chersones, Stapellauf 1989, Heimathafen Kerch, Ukraine **Cutty Sark (Klipper), Stapellauf 23. November 1869 in Dumbarton am Clyde Schottland **Christian Radich, Stapellauf 1939, Heimathafen Oslo, Norwegen **Dar Młodzieży, Stapellauf 1982, Heimathafen Gdynia, Polen **Dar Pomorza, Stapellauf 1909, Heimathafen Gdynia, Polen **Druzhba, Stapellauf 1987, Heimathafen Odessa **Georg Stage II, Stapellauf 22. September 1934 in Frederikshavn, Heimathafen Kopenhagen, Dänemark **Mir (Schiff) Mir, Stapellauf 1987, Heimathafen Sankt Petersburg **Schulschiff Deutschland, Stapellauf 1927, Bremen-Vegesack **Libertad (Schiff) Libertad, Stapellauf 1960, Heimathafen Buenos Aires, Argentinien **Rickmer Rickmers, Stapellauf 1896, jetzt Museumsschiff in Hamburg (umgeriggt zur Bark) **Sørlandet (Schiff) Sørlandet, Stapellauf 1927, Heimathafen Kristiansand, Norwegen **Stad Amsterdam, nachgebauter Ostindien-Klipper, Baujahr 2000 * Viermastvollschiffe **Peter Rickmers (Schiff) Peter Rickmers, 1889, einziges je für einen deutschen Reeder gebautes Viermastvollschiff, 1908 vor New York gestrandet und ausgebrannt **Falls of Clyde (Schiff) Falls of Clyde, Stapellauf 1878 in Port Glasgow, Museumsschiff seit 1968 in Honolulu, Hawaii * Fünfmastvollschiff **Preußen (Schiff) Preussen, Flying-P-Liner der Reederei F. Laeisz, 1902-1910 **Royal Clipper, Luxus-Kreuzfahrtschiff mit fünf rahgetakelten Masten, Reederei "Star Clippers" Kategorie:Segelschiffstyp en:Full-rigged ship es:Fragata is:Fullbúið skip no:Fullrigger nn:Fullriggar pl:fregata (żaglowiec)

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