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V3

*** Shopping-Tipp: V3

{{Dieser Artikel|beschreibt die deutsche Waffe. ''V3'' ist außerdem der IATA-Code der rumänischen Fluggesellschaft Carpatair.}} Die '''V3''' (''Hochdruckpumpe'', ''Tausendfüßler'', ''fleißiges Lieschen'' oder ''Englandkanone'') war 1942 ein deutsches Projekt für den Bau einer Kanone Superkanone. Das ''V'' steht für Vergeltungswaffe.

Die Waffe
Ursprünglich entwickelt wurde die sog. Wunderwaffe in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, getestet wurde sie schließlich in Misdroy. Sie bestand aus mehreren an dem Geschützrohr angeflanschten Pulverkammern, deren Ladungen nacheinander gezündet wurden und dadurch das Geschoss zusätzlich beschleunigten. Die ersten Schussversuche wurden im Januar 1944 mit einem 130 m langen Versuchsgerät durchgeführt. Als Munition wurden ''Röchling Pfeilgranaten'' (Kal. 15 cm) der Röchling-Buderus AG verschossen. Um die Lärmentwicklung bei den Versuchen zu übertönen, wurde in der Nähe der Versuchsanordnung eine 8,8-cm-Flugabwehrkanone 8,8-cm-Flak postiert. Die größte Anlage ist in Mimoyecques bei Calais (Frankreich) an der Atlantikküste zu finden, das Geschütz war 140 m lang und sollte in der Lage sein, 140 kg schwere Geschosse über 165 Kilometer Entfernung zu verschießen. Noch vor ihrem ersten Schuss wurde die Waffe am 6. Juli 1944 durch eine 1000 Pfund Fliegerbombe zerstört. Die neunstöckige, 80 m tiefe, unterirdische Anlage blieb dabei zwar intakt, konnte allerdings nicht mehr fertiggestellt werden – auch heute noch kann die Anlage besichtigt werden. In Lampaden bei Trier stand die einzige tatsächlich eingesetzte V3. Die Stadt Luxemburg wurde vom 30. Dezember 1944 bis zum 22. Januar 1945 während der Ardennenoffensive durch die zwei Geschütze mit insgesamt 183 Treibspiegelgranaten aus etwa 50 km Entfernung beschossen. Das Ziel war eine stark frequentierte Kreuzung in der Stadtmitte (dieses sehr optimistische Ziel wurde aufgrund des etwa 5 km großen Streuradius nicht erreicht). Insgesamt gab es 44 bestätigte Treffer im Stadtgebiet. Obwohl das Vorhaben gleichzeitig mit der Ardennenoffensive stattfand, handelte es sich hierbei nur um eine Art "Truppenversuch" der 1. Batterie der Heeres-Artillerie-Abteilung 705. Im Auftrag des irakischen Geheimdienstes wurde von Gerald Bull eine ähnliche Waffe entwickelt. Das Geschütz mit dem Decknamen ''"Baby Babylon"'' sollte bei einem Kaliber von 35 cm einen ca. 46 m langen Lauf besitzen. Als Stellung für die Kanone wurde der Jabal Hamrayn-Berg (etwa 200 km nördlich von Bagdad) ausgewählt, das Ziel war Israel. Das Projekt wurde allerdings Anfang 1990 durch den britischen Geheimdienst vereitelt. Als V3 wird auch eine deutsche Interkontinentalrakete namens "Amerikarakete" (siehe A9 (Rakete) A9 und A10 (Rakete) A10) bezeichnet, die jedoch nicht mehr gebaut wurde.

Sonstige Bedeutung
In der sehr von Zynismus geprägten Soldatensprache war V3 eine Bezeichnung für den Volkssturm.

Weblinks

http://www.astronautix.com/lvs/v3.htm
http://www.lostplaces.de/lampaden/
http://html2.free.fr/canons/v3.htm Bilder der V3
http://www.panzerschreck.de/museum/v3.html Bilder des Museums in Mimoyecques
http://www.bunkertours.de/Frankreich02/Frames/V3_Frame.htm Kategorie:Geschütz en:V-3 cannon fi:V3-tykki ja:多薬室砲 nl:V3 (kanon) pl:V3 uk:V-3 zh:V-3炮

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[Der Artikel zu V3 stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels V3 zu editieren.
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