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TRAK

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'''TRAK''' (Thyreoidea Rezeptor Autoantikörper, üblicherweise ''TSH Rezeptor Autoantikörper'' genannt) sind vom Körper gegen den TSH-Rezeptor gebildete Antikörper (daher Autoantikörper), die am TSH-Rezeptor ähnliche Wirkungen entfalten wie das eigentlich dort bindende Hormon Thyreotropin (TSH).

Wirkung auf die Schilddrüse
TRAK unterscheiden sich von den meisten anderen Autoantikörpern (bei anderen Autoimmunerkrankungen), da sie unmittelbar für die klinischen Symptome der Erkrankung verantwortlich sind, und nicht nur als Nebenprodukt dieser Erkrankung auftreten. TRAK sind verantwortlich für die klinischen Symptome des Morbus Basedow, da sie am TSH-Rezeptor zu einer unkontrollierten Stimulation des Rezeptors und damit der Schilddrüse führen (Überfunktion der Schilddrüse).

Bedeutung für die Diagnostik
Dieser unmittelbare Zusammenhang zwischen TRAK und Morbus Basedow macht sie zu einem geeigneten Diagnostikum für die Erkrankung. Das Vorhandensein von TRAK im Blut eines Patienten ist praktisch beweisend für die Diagnose Morbus Basedow. Wenn bei einem Patienten mit Schilddrüsen Überfunktion keine TRAK nachweisbar sind, dann sind andere Gründe (nicht autoimmune Ursache) für diese Überfunktion verantwortlich (z. B. ein so genanntes Autonomes Adenom).

Weitere Unterscheidung der TRAK
In der Schilddrüsenforschung werden die TRAK noch weiter unterteilt: * in solche mit stimulierenden Eigenschaften (thyroid stimulating antibodies, ''TSAb'') * und solche mit blockierenden Eigenschaften (thyroid blocking antibodies , ''TBAb''). Bei den meisten Patienten mit Morbus Basedow treten zumindest in Europa die stimulierenden Antikörper auf. Umstritten ist noch die Bedeutung der blockierenden Antikörper. In der Routinediagnostik werden ausschließlich die TRAK beim Laborarzt bestimmt. Eine Unterscheidung in ''TSAb'' und ''TBAb'' erfolgt nicht. Positive TRAK im Blut sichern die Diagnose Morbus Basedow, wobei diese Laboruntersuchung nur ein Bestandteil des diagnostischen Verfahrens neben körperlicher Untersuchung, Ultraschall der Schilddrüse und anderen Methoden darstellt.

Neuere Erkenntnisse
Nach neuesten Studien ist die ''Konzentration'' der TRAK auch mit dem Verlauf der Erkrankung Morbus Basedow assoziiert. Patienten mit sehr hohen TRAK-Werten haben ein Risiko von über 90 %, nach medikamentöser Therapie erneut einen Rückfall zu bekommen. Leider gilt die umgekehrte Aussage nicht. Patienten mit niedrigen TRAK-Werten können durchaus ebenfalls ein Rezidiv der Erkrankung bekommen. Manche Autoren schlagen daher vor, bei hohen TRAK-Werten der Patienten möglichst rasch eine sogenannte definitive Therapie (Operation, Radiojodtherapie) anzustreben. Dies ist jedoch noch nicht durch prospektive Studien belegt und wird von anderen eher zurückhaltend gesehen.

TRAK und Endokrine Orbitopathie
Nach neuesten Studien stehen TRAK und Endokrine Orbitopathie (EO) in einem ähnlichen Zusammenhang wie TRAK und Morbus Basedow. Die EO ist eine vermutlich autoimmune Erkrankung der Augenhöhle, die eng mit dem Morbus Basedow zusammenhängt, und in der Regel zusammen mit der Schilddrüsenerkrankung auftritt (nicht jedoch immer zeitgleich). Bei einer schweren EO sind im Blut auch hohe TRAK-Konzentrationen nachweisbar. Ob die TRAK auch bei der EO die Ursache der Erkrankung sind oder nur ein Beiprodukt des ablaufenden Autoimmunprozesses, ist derzeit noch Gegenstand von Untersuchungen. Diagnostische Bedeutung haben die TRAK aber auch bei der EO, insbesondere zur Vorhersage des Schweregrads der Erkrankung. Kategorie:Immunologie




[Der Artikel zu TRAK stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels TRAK zu editieren.
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