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Shint?-Schrein

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Generell sollten Lemma nicht auf ''-jinja'' enden.* Dies ist lediglich ein sehr generischer Ausdruck für "Schrein", es reicht bei solchen Fällen also "-Schrein" als Suffix. Andere Suffixe wie ''-jingū'' oder ''-Taisha'' können, müssen aber nicht statt "-Schrein" gebraucht werden. *: Ausnahmen dieser Regeln können sinnvoll sein, wo Eigennamen Verwechslungen vorbeugen, vgl. auch Ujigami-jinja Kategorie:Bauwerk in Japan Kategorie:Bauwerk (Religion) Kategorie:Shint? cs:Kategorie:Šintoistické svatyně en:Category:Shinto shrines eo:Kategorio:Ŝintoaj Sanktejoj es:Categoría:Santuarios Shinto fi:Luokka:Šintolaiset pyhäköt it:Categoria:Templi shintoisti ja:Category:神社 ko:분류:신사 nl:Categorie:Shinto-schrijn ru:Категори?:Синтои?т?кие ?в?тилища uk:Категорі?:Синтої?т?ькі ?в?тилища zh:Category:神社 Bild:Yasukuni Jinja 7 032.jpg thumb|Das Hauptgebäude des kontroversen [[Yasukuni-Schreins, in welchem bestimmte gefallene japanische Soldaten verehrt werden.]] Als '''Shint?-Schrein''' oder kurz Schrein wird im deutschen allgemein eine religiöse Stätte des Shint?, im engeren Sinn des Schrein-Shint? bezeichnet. Im japanische Sprache Japanischen wird üblicherweise seit 1882 (nach einem Gesetz zur Klassifizierung der Shint?-Organisationen) das Wort '''Jinja''' (神社) verwendet, es gibt jedoch eine Reihe weiterer Bezeichnungen für unterschiedliche Typen von Schreinen, auf die weiter unten eingegangen wird. In Schreinen wird entweder ein einzelner ''Kami'' (was sowohl Gott, Gottheit, oder auch Seele bedeuten kann), mehrere Kami oder ein Paar, etwa Mutter und Kind, verehrt. Es gibt eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Kami. Einige gehen auf Natur- und Fruchtbarkeitsgötter aus alten Kulten zurück, andere sind im Shint?-buddhistischen Synkretismus (神?習?, ''Shinbutsu-Shūg? shinbutsu shūg?'') zu Kami gewordene Bodhisattvas. Auch die Seelen Verstorbener werden als ''kami'' verehrt. Es gibt in ganz Japan etwa 80.000–100.000 als solche registrierte Shint?-Schreine (die niedrigere Zahl ist eine Angabe der „Vereinigung der Shint?-Schreine“), die tatsächliche Zahl dürfte aber weit höher liegen (durch Schreine, die sehr klein sind oder nicht mehr aktiv verwaltet werden). Sie finanzieren sich hauptsächlich durch Spenden der ihnen jeweils geografisch zugehörigen Gemeinden.

Geschichte
Schreine lassen sich in der Geschichte Japans japanischen Geschichte schon seit der Herrschaftszeit von Kaiser Jimmu in ganz Japan nachweisen. Die Entstehung der Schreine als eigenständiger Typ religiöser Architektur lässt sich historisch auf drei verschiedene Grundformen zurückführen: *Sehr frühe Formen des Shint? bzw. der ältesten Religionen in Japan verehrten Kami bzw. Gottheiten in ihren natürlichen Wohnorten, insbesondere in dichten Wäldern und dort in sogenannten ''himorogi'' (Stellen, wo die Bäume dick wachsen). Bestimmte Bäume funktionierten dabei als natürliche Quasi-Schreine, wurden aber über die Generationen hinweg auch vom Menschen künstlich als eben heilige Stellen markiert. Diese ständigen, über bloße Platzierung von geheiligten Steinen (''iwasaka'') hinausgehende Markierungen führten schließlich in einem fließenden Übergang zu den tatsächlichen Bauten. *Eine weitere Entstehungsform waren die Gräber der japanischen Helden, wo diese verehrt wurden. Das frühe Japan und die damaligen Religionen kannten nicht die erst später sich entwickelnde typische extreme Abneigung gegenüber allen mit dem Tod zusammenhängenden Phänomenen, wie sie im späteren und auch gegenwärtigen Shint? vorherrscht. Schon der Tod des legendären Kami Izanagi und Izanami Izanagi no Mikoto führte zur Verehrung seiner ewigen Ruhestätte, dem ''Kakureno-Miya'' (Schrein der Toten). Der Ahnenkult, sowohl reale als auch fiktive religiöse Gestalten betreffend, führte somit als eines der ältesten wesentlichen Merkmale des Shint? ebenfalls zur Entwicklung der religiösen Stätten. *Ähnlich wie im Buddhismus mit seinen Tempeln, so hat es auch im Shint? Umfunktionierungen von weltlichen Stätten, wie Paläste und Residenzen des japanischen Adels, zu religiösen Stätten gegeben. Da ein Shint? als Religion, wie er heute oft fälschlicherweise zurückprojeziert wird, vor der Tokugawa-Zeit kaum belegbar ist, war auch die Auffassung von den Schreinen vor jener Zeit eine grundlegend andere. Die Schreine gehörten oft zu Buddhismus in Japan buddhistischen Tempeln oder wurden von buddhistischen Priestern oder Yamabushi geführt. Nur wenige Schreine hatten vor dem 11. Jahrhundert schon permanente Priester. Selbst der von den Fujiwara geförderte Kasuga-Taisha hatte erst ab 996 einen dort residierenden Priester. Vor der Einführung des Buddhismus sind auch daoistische Elemente in den ältesten Schreinen, wie z.B. dem Ise-jingū, nachweisbar. Die Schreine dienten als rituelle Orte bei Matsuri, (Festen), anfangs besonders auf führende Sippen bezogen, ab der Kamakura-Zeit aber zunehmend auch von normalen Personen auch an Tagen ohne Matsuri besucht. Bedeutsam für die Entwicklung des Schreinwesens war die Möglichkeit, wie buddhistische Tempel steuerfreies Land (jap: Sh?en) gespendet zu bekommen. Aus den großen Sh?en-Schreinen gingen später viele der Hauptschreine von Schrein-Netzwerken in der Tokugawa-Zeit hervor, in der auch das Wort Shint? sich entwickelte. Durch die rasanten Veränderungen in der Meiji-Zeit wurde auch das Schreinwesen stark verändert. Einerseits war der Shint? nun eine Art Nationalreligion und damit wurde er gefördert, andererseits übte der Staat auch Druck auf die Schreine aus. Sie sollten in ein System gepresst werden, das sich stark von ihrer vorherigen lokalen Organisation unterschied. Gesetze wie, dass es pro Dorf nur einen Schrein geben durfte, dass Shint?-Priester an bestimmten staatlichen Institutionen ausgebildet werden sollten und die Etablierung von Schreinen zum Schutz des Landes überall in Japan (siehe Yasukuni-Schrein), übten einen beträchtlichen Einfluss auf das lokale Schreinwesen aus.

Aufbau
Shint? ist eine sehr heterogene Religion ohne zentral schriftlich fixierte und für alle Gläubige verbindliche Gebote. (mit Ausnahme von zentralisierenden Tendenzen im Staats-Shint? ab der Meiji-Restauration bis zur Kapitulation Japans). Daraus resultiert auch im Schrein-Shint?, dass bis auf den ''honden'' keine Bauten als liturgisch vorgeschrieben zu verstehen bzw. in jedem Schrein zu finden wären. Im folgenden wird daher lediglich ein Überblick über die charakteristischsten und am häufigsten vorkommenden Merkmale der Architektur der Shint?-Schreine gegeben.

Grenzen
Image:ItsukushimaTorii7390.jpg thumb|200px|Torii am [[Itsukushima-Schrein]] Image:Sumiyoshi-taisya hashi.jpg thumb|150px|Brücke im [[Sumiyoshi-Taisha]] Image:IsonokamiGate.jpg thumb|150px|''R?mon'' des [[Isonokami-jingū]] Obwohl alle Bereiche des Schreins (''keidai-chi'') heilig sind, genießen nicht alle denselben Grad der Heiligkeit. Generell steigert sich diese vom Eingang bis zum Allerheiligsten. Die meisten größeren und bekannteren Schreine bestehen aus mindestens zwei Arealen, dem inneren und dem äußeren, wobei die Hauptgebäude (wie ''honden'' und ''haiden'', s.u.) im inneren Bereich liegen und der äußere meist nur für touristische Zwecke genutzt wird. Die verschiedenen Abschnitte werden dabei - grob gesprochen - durch drei verschiedene Typen von Bauwerken voneinander abgegrenzt. * Der Eingang zu einem Schrein wird ganz charakteristisch durch ein ''Torii'', ein Tor mit zwei Querbalken, markiert. Auch verschiedene Areale innerhalb des Schreins werden mit ''Torii'' voneinander abgegrenzt. Normalerweise hat jeder Hauptschrein drei Torii. * Für gewöhnlich überqueren Besucher eines Schreins auch ein oder mehrere Brücken (''hashi'' oder ''shink-ky?''), bevor der eigentliche Teil des Schreins (''honsha'') erreicht wird. Maßgeblich dabei ist die Idee, dass das Wasser als reinigende Kraft wirkt und Besucher bei der Überquerung den unreinen Teil ihres Selbst zurücklassen. Manche dieser Brücken sind monumentale Bauwerke; viele von ihnen sind so gebaut, dass es schwierig ist, sie überhaupt zu überqueren. Manchmal findet sich in ihrer Nähe auch ein kleiner Schrein für die ''Harai-no-kami'', die Götter der Reinigung. * Die ''Shin-mon'' (神門, Göttertore) sind Tore in Reihen von Zäunen (''tama-gaki''), für gewöhnlich zwei oder drei (manchmal auch mehr) pro Schrein. Manche dieser Tore sind recht gewöhnlich, andere wiederum so monumental wie die Hauptgebäude selbst. Die ''Shin-mo'' teilen sich wiederum in sechs grobe Typen auf: ** ''R?mon'' (楼門, Turmtore) ist ein allgemeiner Begriff, der auch für besondere Tore reserviert werden kann. Manchmal sind dies zweistöckige kleine Türme, die früher den kaiserlichen Boten vorbehalten waren. ** ''S?mon'' bezeichnet zumeist das Tor, das durch den zweiten ''tama-gaki'' führt, kann aber auch die äußeren Tore bezeichnen. ** ''Yotsu-ashi-mon'' haben vier (''yotsu'') Pfeiler (''ashi'') zur Unterstützung der Hauptpfeiler, von denen das eigentliche Tor hängt. ** ''Yatsu-ashi-mon'' haben acht (''yatsu'') Pfeiler (meist aus quadratisch geschnittenem Holz) zur Unterstützung der vier Hauptpfeiler (meist aus rund geschnittenem Holz). ** ''Kara-mon'' sind Tore im chinesischen (''kara'') Stil mit Giebeln links, rechts, vorne und hinten. Dieser Stil kam in der Kamakura-Zeit auf. ** ''Zuijin-mon'' (?神門) sind Tore, in denen die Wächter-Kami des Tores (''Zu-jin'' oder auch ''Kado-mori-no-kami'', ''Mon-shu-jin'' oder ''Onzaki-sama'') verehrt werden oder die von deren Statuen zur Linken und zur Rechten flankiert werden. Dieser Bautyp findet sich zumeist in der Chūgoku-Region. Die Tore nehmen dann für gewöhnlich den Namen der jeweiligen Gottheit auf, deren Reliquien in ihnen verehrt werden. Auf dem Weg zu den anderen Gebäuden, steht seitlich ein Waschbecken, genannt ''ch?zuya'' (手水舎), in dem die Schreinbesucher Hände und Gesicht reinigen sollen. Dazu nimmt man eine der bereitgestellten Schöpfkellen aus Bambus und gießt das Wasser zuerst über die rechte, dann die linke und wieder über die rechte Hand. Dabei sollte man die Hände nicht über, sondern vor das Becken halten, damit das Wasser auf den Boden tropft und nicht in das Becken zurück. Außerdem gehört zum Ritual, dass man einen Schluck vom Wasser nimmt.

shaden
''Shaden'' (社殿) ist ein Begriff für die Hauptgebäude eines Schreins. Darunter fallen: * ''honsha'' (in ''-jingū'') oder ''hongū'' (in ''-jinja'') sind die zentralen Gebäude des Schreins, in welchen der oder die Haupt-Kami verehrt wird und umfassen ihrerseits ''honden'', ''heiden'' und ''haiden''. Des weiteren existieren Typen von Schreingebäuden, in denen für gewöhnlich andere Kami (meist ihrerseits Haupt-Kami anderer Schreine) als der oder die Haupt-Kami des jeweiligen Schreins verehrt wird (mit Ausnahmen: Manchmal wird dort ebenfalls der oder die Haupt-Kami (so z. B. im ''bekkū'' des Atsuta-jingū) oder ein Aspekt oder der Geist (''mitama'') verehrt. Diese sind für gewöhnlich (mit absteigender Wichtigkeit): * ''bekkū'' (auch ''betsu-gū'' oder ''bessha''), allgemein meistens reserviert für Schreine, deren Kami in ihrer direkten Beziehung zum Haupt-Kami des Schreins als besonders wichtig gelten.[http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=241 Betsugū] in der Encyclopedia of Shinto; abgerufen am 19. Juni 2006 - Englisch * ''sessha'' und ''massha'' Für ''sessha'' und ''masha'' existieren keine eindeutigen und offiziellen Definitionen, sie sind jedoch gebräuchliche Bezeichnungen für Schreingebäude, die zwar nicht notwendigerweise auf dem Gelände des Hauptschreins stehen, jedoch mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllen: 1) der oder die Kami des Gebäudes ist ein Lebensgefährte oder Kind (御?神, ''mikogami'') des Haupt-Kami des Hauptschreins, 2) das Gebäude existierte bereits vor dem Eintreffen der oder des Haupt-Kami im Hauptschrein, 3) das Gebäude ist der Verehrung des ''aramitama'' (der zur Herrschaft durch Autorität bemächtigte Geist) des oder der Haupt-Kami gewidmet, 4) das Gebäude ist der Verehrung des ''jinushigami'' (地主神, auch ''tochigami'', ''chi no kami'' und ''jinushisama''; lokale Schutzgottheit des Grundstücks) des oder der Haupt-Kami gewidmet, 5) alle sonstigen Schreine, die besonders relevanten Beziehungen aufweisen. [http://eos.kokugakuin.ac.jp/modules/xwords/entry.php?entryID=266 Sessha, Massha] in der Encyclopedia of Shinto; abgerufen am 19. Juni 2006 - Englisch

= honsha / hongū
= In den ''honsha'' oder ''hongū'' werden die Haupt-Kami des jeweiligen Schreins verehrt. Manche Schreine haben als Abgrenzung dazu den Begriff ''kyakuden'' eingeführt, um Gebäude zu beschreiben, in denen "Gast-Kami" (''aidono-no-kami'') verehrt werden. In manchen Schreinen werden ''aidono-no-kami'' aber auch im ''honden'' verehrt, worin dann spezielle Altare (''aidono'' genannt) zur Rechten und zur Linken des Hauptaltars für diese bereit stehen. Dem ''honden'', dem eigentlichen Heiligtum vorgelagert sind einmal der ''haiden'' (?殿, etwa „Gebetshalle“), meist kleiner und unscheinbarer als der ''honden'', dafür aber den Laien zugänglich. Hier können die Gläubigen ihre Gebete an die Kami richten. Dazu ist vor dem Gebäude eine Glocke an einem Seil angebracht. Gläubige werfen eine Münze, meist 5 oder 50 Yen, in eine dafür aufgestellte große Holzkiste (''saisen-bako''), läuten die Glocke und klatschen zweimal in die Hände, um die Aufmerksamkeit der Gottheit zu erlangen. Der Ise-jingū besitzt kein ''haiden''. Zum anderen kommt vor dem ''honden'' meist noch der ''heiden'' (幣殿), in denen Geistliche Opfer darbringen. Manche Schreine wie der Ise-jingū oder Atsuta-jingū besitzen keinen ''heiden''. Es existieren auch Ausnahmen, in denen Ersatz- oder Repräsentationsformen benutzt werden, wie ein dreifaches ''Torii'' (im O-miwa-taisha) oder ein durch Steine abgegrenztes Feld unter dem freien Himmel (im Nishinomiya-Schrein). Auch werden bei manchen Schreinen eigene, andere Namen für das Gebäude verwendet (z. B. ''jukken-r?'', ''norito-den''). Der Mae-miya des Suwa-Taisha besitzt kein eigenes ''heiden'', dafür aber je zwei ''haiden'' in jeweils großer Entfernung voneinander. Auch beim ''heiden'' sind wie beim ''haiden'' Ausnahmen in weiteren Ersatzformen bekannt. Im Zentrum jedes Schreins steht der ''honden'' (本殿, wörtl. „Hauptgebäude“), der Bereich der / des Kami, der im Schrein verehrten Gottheit, also das Allerheiligste. Üblicherweise ist es der Öffentlichkeit nicht zugänglich, die Priester betreten es nur, um ihre Rituale zu vollziehen. Bautechnisch ist der Honden das Herz des Schreinkomplexes, zwar mit dem Rest der Schreinanlage verbunden, aber üblicherweise etwas erhöht und mit einem Zaun abgesperrt. Der Honden ähnelt den anderen Schreingebäuden, wenn auch etwas kleiner. Die Türen werden nur zu religiösen Festen (''matsuri'') geöffnet. Im Herzen des Honden befindet sich der ''goshintai'' oder ''shintai'' (wörtlich etwa: „ehrwürdiger Körper der Gottheit“), den man als den Sitz der Seelen (''mitama'') der Kami verehrt. Dies kann etwa ein Stein sein, die häufigsten Typen von Reliquien sind aber Schwerter, Spiegel und Edelsteine, verweisend auf die Throninsignien Japans. In manchen Schreinen (wie dem Hirota-Schrein in Nishinomiya) existieren neben dem "Haupt"-''honden'' sekundäre ''honden'', ''waka-den'' genannt. Andere Schreine haben für jeden Kami auf ihrem ''hongū'' einen eigenen ''honden'': Der Kasuga-Taisha hat fünf, der Hirano-Schrein in Ky?to und der Yoshida-Schrein (ebenda) haben jeweils vier, der Aso-Schrein in der ehemaligen Stadt Ichinomiya (Präfektur Kumamoto) drei. Die Hauptgebäude sind traditionellerweise alle aus Holz gebaut, bevorzugt aus dem der Hinoki-Scheinzypresse. Durch die jahrhundertelangen Erfahrungen mit Bränden besteht aber seit der Nachkriegszeit eine Tendenz dazu, zumindest Wände und Fußböden aus Beton anzufertigen. Der Tradition nach bestehen die Dächer zumeist aus Chinaschilf oder dicken Schuppen aus Hinoki-Holz. Neuere Gebäude, wie der Meiji-Schrein haben stattdessen Kupferplatten. Image:Basin1180.jpg|''Ch?zuya'' im Meiji-Schrein Bild:KyotoFushimiInariLarge.jpg|Die berühmten Torii im Fushimi Inari-Taisha Bild:Izumo-shrine Haiden Honden.jpg|Der ''honden'' des Izumo-Taisha Image:Kitano-tenmangu haiden.jpg|''Haiden'' des Kitano Tenman-gū

Andere Gebäude
Die ''kagura-den'' (神楽殿) sind Hallen, in denen zeremonielle Tänze (神楽, ''kagura'') und Musik aufgeführt werden. Ähnliche Gebäude gibt es auch für N?-Theateraufführungen. Beide Typen sind erst in der Muromachi-Zeit entstanden. Davor existieren nur Hofstanz und -musik (''gagaku''), die für gewöhnlich auf einer zwischenzeitlichen Bühne (舞殿 ''mai-dono'' oder ''bu-den'') vor dem ''honden'' aufgeführt wurden. Wegen des steigenden Bedarfs, auch Zeremonien in Gebäuden durchzuführen, an denen Laien teilnehmen (wie Hochzeiten) wurde die ''gishiki-den'' (儀?殿, Zeremonienhalle) eingeführt. ''Shamusho'' (社務所) sind in der Meiji-Zeit aufgekommene Büroräume, in denen die bürokratischen und geschäftlichen Angelegenheiten des Schreins bearbeitet werden. Darunter fallen bei großen Schreinen auch oft Gebäude zum Verkauf von Talismanen (wie ''Omamori'', ''Ema'' (Pferdebilder) und ''Omikuji'') oder solche in denen die Gemeindemitglieder des Schreins zum Verzehr ritueller Mahlzeiten (''naorai'') zusammenkommen, sowie Quartiere für Beamtenbesuch, die Dienerschaft (?使, ''koshi'') und Lagerräume. Vor der Meiji-Zeit wurden all diese Funktionen normalerweise, insbesondere in kleineren Schreinen, auch in den privaten Hallen der einzelnen Priester (経宮者, ''keieisha'') ausgeführt. Nach der Abschaffung der erblichen Priesterschaft und der zentralen Organisation der Schreine wurde aber die Einführung von Gebäuden nötig, in denen die oben genannten Tätigkeiten ausgeführt werden konnten, ohne in direkter Verbindung mit dem Privatleben der Priester zu stehen. Auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs behielten die meisten Schreine diese Einrichtungen bei. Im Ise-jingū heißen diese Einrichtungen ''jingū shich?'' (神宮??), im Atsuta-jingū ''gūcho?'' (宮?). An vielen Hallen eines Schreins, aber auch an Torii und an Bäumen auf dem Schreingelände sind die großen und dicken, aus Stroh geflochteten ''Shimenawa'' zu finden. Diese sollen die Welt der Götter von der diesseitigen Welt trennen und den oder die Kami im behangenen Objekt bewahren. Bild:IIzumo Taisya Haiden.JPG|Die ''kagura-den'' des Izumo-Taisha Image:Shimogamo-Sazareishi-M1641.jpg|''Shimenawa'' um den Stein ''Sazare-ishi'' am Kamo-Schrein Shimogamo-Schrein gewickelt Image:TsurugaokaHachimanEma4283.jpg|''Ema'' im Tsurugaoka Hachiman-gū

Typen von Schreinen
Die Typologie der Schreine ist größtenteils uneinheitlich und hat sich im Verlauf der Geschichte immer wieder geändert. Verschiedene Einordnungen nach Hauptgottheiten, Rangordnungen in Bezug auf andere Schreine, geographische Lage, politische Bedeutung oder soziale Funktion sind möglich und bestimmen zumeist mindestens den Namen des jeweiligen Schreins. Bild:DANJIRI2.jpg thumb|Umzug mit einem ''Mikoshi'' *''-jinja'' (神社): Der allgemeine Begriff *''-yashiro'' bzw. ''-sha'' (社): Äquivalent zu Jinja Bild:Small Stone Shrine.jpg thumb|Winziger Schrein an einem Wegesrand auf der Insel [[Niijima]] *Hokura oder Hokora (?倉): Ursprünglich ein separates Gebäude, in dem die Schätze des Schreins aufbewahrt wurden. Gegenwärtig werden mit diesem Begriff kleinere Schreine bezeichnet, in denen kleinere Kami (wie z. B. ujigami) verehrt werden. Diese kleineren Schreine befinden sich entweder innerhalb größerer Schreine oder außerhalb davon, falls bestimmte Glaubensgrundsätze es nicht ratsam erscheinen lassen, bestimmte Gottheiten anderen Gottheiten sozusagen unterzustellen. Sie befinden im letzteren Fall dann oft zumindest in der Nähe von größeren Schreinen, zum Beispiel an Rändern der Straßen, die dorthin führen. *Mikoshi: Tragbarer Schrein für festliche Umzüge *Kamidana: Kleiner Altar in Wohnungen, Büroräumen und anderen, säkularen Gebäuden *Gokoku-Schrein Gokoku-jinja (護国神社) ist eine 1939 aufgekommene Bezeichnung (vormals: ''sh?konsha'') für Schreine, in denen die Seelen gefallener japanischer Soldaten verehrt werden. Der bekannteste von diesen ist der Yasukuni-jinja. Bild:EmpressJinguInKorea.jpg thumb|Die legendäre Kaiserin-Gemahlin Jingū *Hachiman-gū (八幡宮): Schreine, die den 15. Kaiser, Ōjin als die Gottheit Hachiman verehren. Für gewöhnlich bezieht sich die Verehrung auch auf seine legendäre Mutter, Kaiserin-Gemahlin Jingū-k?g? und seine Frau, Himegami. Der wichtigste dieser Schreine ist der Tsurugaoka Hachiman-gū. *Tenman-gū (天満宮) sind Schreine, in denen der Gelehrte, Dichter und Politiker Sugawara no Michizane als der Kami Tenjin verehrt wird. Auf den Geländen der Tenman-gū sind typischerweise viele Ume-Bäume zu finden, die Sugawara no Michizane zu Lebzeiten sehr schätzte. *T?sh?-gū (?照宮) sind Schreine, in denen Tokugawa Ieyasu, der Begründer des Tokugawa-Shogunats als der Kami T?sh? Gongen (oder T?sh? Daigongen) verehrt wird. T?sh?-gū finden sich in ganz Japan, die bekanntesten befinden sich in Nikko, Shizuoka und dem Ueno-Bezirk von Tokio. *Inari-Schreine (稲?神社, ''Inari-jinja''): Sie sind als Hauptgottheit dem Kami Inari (Kami) Inari gewidmet. Charakteristisch sind die vielen scharlachroten Torii auf den Geländen, die meist von Kitsune-Statuen flankiert werden. Kitsune ist der Bote von Inari und wird häufig mit diesem identifiziert. Es existieren über 20.000 Inari-Schreine in Japan. Der wichtigste von ihnen ist der Fushimi Inari-Taisha. *Ujigami-Schreine: Kleinere Schreine für an Familien, Clans oder bestimmte Gemeinden gebundene lokale Gottheiten (Ujigami). Bild:Roadside Shrine.jpg|Kleiner Schrein an einer Straßenecke in Narashino, Präfektur Chiba Bild:NikkoHoto5147.jpg|''Okusha Hoto'', der kleine Schrein im Nikk? T?sh?-gū, in welchem die Überreste des Shoguns Tokugawa Ieyasu aufbewahrt werden

Titel
Gemäß ihrer Funktion oder Bedeutung erhalten manche Schreine bestimmte Titel als Affix für ihren Namen. Die Anfänge dieser Sitte gehen bis ins 10. Jahrhundert durch die Klassifizierung im ''engi shiki'', einem 905 bis 927 geschriebenen und 967 bekanntgemachten, 50-bändigen Werk über historisches Recht in Japan, basierend auf konfuzianischen und legalistischen Thesen. Die darin gemachten Klassifizierungen waren ''kanpei-sha'' (für Regierungsschreine) und ''kokuhei-sha'' (für Volksschreine). Beide Gruppen wurden später in jeweils ''dai-'' (groß) und ''sh?-'' (klein) unterteilt. Eine weitere Klassifizierung war die Erhebung von Schreinen in den Rang von ''Chokusaisha'' (勅祭社; vollständiger Titel: ''chokushi sank? no jinja''), d. h. Schreinen, die ein Anrecht auf einen ''chokushi'', einen besonderen Abgesandten des Tenn? zu besonders wichtigen Festen, hatten. Zu den Schreinen, die gegenwärtig noch diesen Titel tragen und diesen Rang 1883 oder später erhielten, gehören: * die beiden Kamo-Schreine für ihr ''Kamo-sai'' * der Iwashimizu Hachiman-gū für sein ''Iwashimizu-sai'' * der Kasuga-Taisha * der Hikawa-Schrein in Ōmiya-ku, Saitama, Präfektur Saitama * der Atsuta-jingū * der Kashihara-jingū in Kashihara, Präfektur Nara * der Izumo-Taisha * der Meiji-Schrein Meiji-jingū * der Yasukuni-Schrein (zweimal pro Jahr) * der Usa-jingū in Usa (Ōita) Usa, Präfektur Ōita (nur alle zehn Jahre) * der Kashii-gū (nur alle zehn Jahre) * der Kashima-jingū in der Präfektur Ibaraki (nur alle sechs Jahre) * der Katori-jingū in Katori (Chiba) Katori (vormals Sawara), Präfektur Chiba (nur alle sechs Jahre) * der Heian-jingū * der Ōmi-jingū in Ōtsu, Präfektur Shiga Außerdem erhält der Ise-jingū dreimal pro Jahr ''chokushi'', fällt aber dennoch nicht in die Kategorie der ''Chokusaisha''. Auch fehlt in der Liste der Ch?sen-jingū, den das imperialistische Japan 1925 in Seoul errichtet hatte. Er wurde nach Kriegsende abgerissen. In der Heian-Zeit wurde versucht, andere Klassifizierungen vorzunehmen, vgl. das System der 22 Schreine. Ebenfalls aus der Heian-Zeit stammt der mittlerweile veraltete Titel ''Ichi-no-miya'' (一?宮, wörtlich: „Erster Schrein“), mit dem man bezeugt seit Ende der Heian-Zeit (wahrscheinlich durch die umfangreichen Gesetzesschriften im Auftrag von Kaiser Daigo) den jeweiligen Haupt-Schrein einer der historischen Provinzen Japans bezeichnete. Die Gouverneure der jeweiligen Präfektur mussten diese Schreine bei ihrem Amtsantritt besuchen. Auch konnten sie in ihm Shint?-Gottesdienste in Vertretung für alle untergeordneten Schreine ausführen, ohne diese selber dafür aufsuchen zu müssen. Im Rahmen der in der Meiji-Restauration begonnenen Beschlüsse zur Umsetzung des Schrein-Shint? zum Staats-Shint? wurde im Mai 1871 folgendes Ordnungssystem eingeführt: * ''kansha'' (Zentralregierungsschrein) **''kanpaisha'' (Regierungsschrein) *** ''kanpa taisha'' (Großer Regierungsschrein) *** ''kanpei chūsha'' (Mittlerer Regierungsschrein) *** ''kanpei sh?sha'' (Kleiner Regierungsschrein) **''kokuheisha'' (Nationalschrein) ***''kokuhei taisha'' (Großer Nationalschrein) ***''kokuhei chūsha'' (Mittlerer Nationalschrein) ***''kokuhei sh?sha'' (Kleiner Nationalschrein) * ''sh?sha'' (Diverse) bzw. ''minsha'' (Volksschrein) ** ''fusha'' (Stadtschrein) ** ''kensha'' (Präfekturschrein) ** ''hansha'' (Clan-Schrein) ** ''g?sha'' (Regionalschrein) ** ''sonsha'' (Dorfschrein) ** ''mukakusha'' (Schreine ohne Rang) Vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die gegenwärtig noch benutzten Titel (''shag?'', gewöhnlich als Suffix) in der Regel durch die Regierung festgelegt, danach durch die im Februar 1946 gegründete „Vereinigung der Shint?-Schreine“ (''Jinja-honch?''). Schreine, die keine der folgenden, besonderen Titel erhalten, tragen für gewöhnlich als Titel das Suffix -jinja, -sha oder -miya. Bild:Heian Shrine 01.jpg thumb|Haupttor zum [[Heian-jingū in Ky?to]] *-jingū (神宮, wörtlich: „Schreinamt“): Der höchste Titel für in der Meiji-Zeit verstaatlichte Schreine, in denen die Ahnen der kaiserlichen Familie verehrt werden oder welche einen anderen besonderen Hintergrund aufweisen. Wegen der Trennung von Religion und Staat gelten diese Schreine nicht als religiöse Stätten, sondern als staatliche Einrichtungen. Sie werden auch vom Staat finanziell unterstützt. *-gū bzw -miya (宮): Reserviert für Schreine, in denen Kaiser oder andere Mitglieder der kaiserlichen Familie verehrt werden, mit Ausnahmen für Schreine, die lediglich einen besonders wichtigen, historischen Hintergrund aufweisen. *-Taisha oder Ōyashiro (大社): Durch das zusätzliche Schriftzeichen für groß (大) wird betont, dass es sich um einen besonders großen oder wichtigen Schrein handelt, etwa beim Izumo-Taisha.

Schreine außerhalb Japans
Shint?-Schreine finden sich im allgemeinen nur dort, wo Japaner leben oder lebten. Außerhalb Japans existieren daher nur wenige. Die meisten noch aktiven finden sich in Brasilien und Nordamerika, wo viele japanische Emigranten sich angesiedelt haben. Auch in Europa (Frankreich und Niederlande) gibt es vereinzelte Schreine. Nur wenige Ruinen und noch weniger erhaltene Schreine sind übriggeblieben von den tausenden Kult-Bauten, die während der Phase des japanischen Imperialismus und des Staats-Shint? im 20. Jahrhundert in den Japanische Kolonien japanischen Kolonien überall in Ostasien gebaut worden waren. Auf den erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts von Japan annektierten Inseln Okinawa und Hokkaid? finden sich aus ähnlichen Gründen ebenfalls weniger Schreine als im restlichen Japan.

Personal


Kannushi
Image:Guji0148.jpg thumb|150px|''Guji'' im Kannushi-Schrein Ein Kannushi (神主) oder Guji (宮?) ist verantwortlich für die Pflege des Schreins und die Durchführung der Riten. Sie sind üblicherweise unverheiratet. Traditionellerweise wurden viele Schreine allerdings von einem Komitee der örtlichen Bevölkerung, genannt Ujiko (??), geführt und verwaltet. In einem Jinguji, einem Shint?-Schrein, der einen buddhistischen Tempel angeschlossen ist, übernimmt oft auch ein buddhistischer Mönch die Pflege des Schreins.

Miko
Image:Itsukushima charms.jpg thumb|150px|Eine Miko (im Hintergrund) verkauft Glücksbringer im Itsukushima-Schrein ''Hauptartikel:'' Miko Miko (巫女) sind junge, meist unverheiratete Frauen, die den Priestern in mittleren und größeren Tempeln bei allen anfallenden Arbeiten helfen. Sie kümmern sich sowohl um die Vorbereitungen der Zeremonien, als auch um die Ausführung einiger Tänze, sowie um profanes wie das Verkaufen von kleinen Reliquien und die Säuberung der Schrein-Anlagen.

Quellen


Literatur
* Jean Herbert: ''Shintô. At The Fountain-Head of Japan''. George Allen & Unwin Ltd, 1967. * Wilhelmus H. M. Creemers: ''Shrine Shinto after World War II''. E. J. Brill, 1968. * Genchi Kato: ''A Historical Study of the Religious Development of Shint?''. New York 1988. ISBN 0-313-26551-8

Weblinks
{{Commons|Category:Shinto shrines|{{PAGENAME}}}}
- Website der Vereinigung der Shint?-Schreine - Japanisch und Englisch * {{EOS|'Introduction: Jinja', Einleitung zum Abschnitt 'Jinja (Shrines)'|238|Inoue Nobutaka|7. Juli 2005}} * {{EOS|'The History of Shrines', Kapitel zum Abschnitt 'General Introduction'|696|Hirai Naofusa|18. Juli 2006}} * Mark Schumacher: [http://www.onmarkproductions.com/html/shrine-guide.shtml Shintoism Photo Dictionary - Japanese Shrine Types & Classification] - Englisch
- JAANUS - englischsprachiges Online-Nachschlagwerk für Begriffe aus der japanischen Architektur Kategorie:Shint?-Schrein ar:جينجا en:Shinto shrine eo:Ŝintoa Sanktejo it:Jinja ja:神社 ko:신사 (신토) no:Jinja pl:Jinja ru:Дзиндз? uk:Дзіндз? zh:神社

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