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Schwäbische Hüttenwerke

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{| class="prettytable float-right" |- style="background:#e3e3e3" |- !colspan="2" | |- style="background:#e3e3e3" ! colspan="2" |Unternehmensinformation |- | Name || SHW Automotive GmbH & Co. KG |- | Hauptsitz || wasseralfingen|Aalen-Wasseralfingen, Deutschland |- | Unternehmensform || Kapitalgesellschaft |- | Gründungsdatum || 1921 |- | Gründungsort || Stuttgart |- |Branche || Metallverarbeitende Industrie,
Zulieferer der Automobilindustrie |- | Mitarbeiter || 1.318 (2003)
1.328 (2004) |- | Umsatz || 2004: 263 Mio. €
2004: 298 Mio. € |- | Gewinn nach Steuern || 2003: 9,8 Mio. €
2004: 12,9 Mio. € |- |Geschäftsjahr: || 1. Januar bis 31. Dezember |- | Website || [http://www.shw.de/ www.shw.de] |} Die '''SHW Automotive GmbH & Co. KG''' ist ein metallverarbeitendes Unternehmen mit 640jähriger Tradition und heute ein bedeutender Automobilzulieferer aus Ostwürttemberg mit Produktionsstandorten in Wasseralfingen, Tuttlingen-Ludwigstal, Bad Schussenried, Mississauga (Kanada) und São Paulo (Brasilien).

Geschichte
Die „Schwäbische Hüttenwerke G.m.b.H.“ (SHW) wurde am 21. Mai 1921 durch Gesellschaftsvertrag zwischen dem württembergischen Staat und der Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb, in Oberhausen gegründet. Die Gesellschaft erhielt das Recht zur Verwertung der Eisenerze in Württemberg und pachtete die traditionsreichen staatlichen Hüttenwerke in Abtsgmünd (gegründet 1611, stillgelegt 1929), Friedrichstal (gegründet 1803), Königsbronn (gegründet 1529), Ludwigstal (gegründet 1694), Wasseralfingen (gegründet 1671) und Wilhelmshütte (gegründet 1840). Das Unternehmen, das zum damaligen Zeitpunkt 1.750 Arbeiter und 170 Angestellte beschäftigte und dessen Ursprünge sich bis 1365 zurückverfolgen lassen, verdankt seinen nachhaltigen Erfolg einer bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgten Abkehr vom defizitären Hochofenbetrieb und der Spezialisierung auf die Herstellung zukunftsträchtiger, erfolgreicher Spezialerzeugnisse. Nur dank dieser Strategie vermochten sich die Hüttenwerke an einem im Hinblick auf Marktlage, Rohstoff- und Energieversorgung ungünstigen Standort gegen die wachsende Konkurrenz zu behaupten. Deshalb wurde auch nach 1921 weiter in die Modernisierung und Rationalisierung der Kerngeschäftsfelder Eisengießerei, Walzwerksproduktion und Maschinenbau investiert; mit der Stilllegung des letzten Hochofens 1925 war der Wandel von der Eisenerzeugung zur Eisenverarbeitung vollendet. Vor diesem Hintergrund sicherte die Integration in den wirtschaftlich starken Konzernverbund der Gutehoffnungshütte den Fortbestand der relativ kleinen Hüttenwerke in Württemberg. Unter Federführung der Gutehoffnungshütte wurde nach 1934 auch die Eisenerzförderung in größerem Umfang wieder aufgenommen und bis zur Schließung des letzten Bergwerks in Geislingen-Altenstadt 1963 fortgesetzt. Zwar erlebte auch die SHW im ersten Jahrzehnt des Wiederaufbaus imposante Geschäftszuwächse, so stieg allein der Umsatz der Gesellschaft von 17,5 Millionen DM im Geschäftsjahr 1948/49 auf 90,4 Millionen DM im Jahr 1959/60. Danach folgten aber schwere Rückschläge: Wie andere Unternehmen der Metallindustrie geriet auch die SHW in große Schwierigkeiten als der Markt nicht nur durch die ständigen Kapazitätserweiterungen der europäischen Konkurrenten, sondern auch durch Billigimporte aus Übersee immer enger wurde. So konnte man von 1974 bis 1986 keine Dividende mehr ausschütten und musste sich einem tiefgreifenden Umstrukturierungsprozess unterwerfen, an dessen Ende das profitable Zuliefergeschäft für die Automobilindustrie endgültig vor dem geschichtsträchtigen Eisenguss in das Zentrum des Unternehmens rückte. Die Trennung der MAN AG als Rechtsnachfolgerin der Gutehoffnungshütte von ihrem 50prozentigen Anteil an der SHW vollzog sich in der Folgezeit: Nachdem beispielsweise 1996 bereits das Werk Friedrichstal und die Verfahrenstechnik (heute SHW Storage & Handling Solutions GmbH) veräußert worden waren, wurden 2005 die traditionsreichen Gießereien in Königsbronn und Wasseralfingen im Wege eines Management-buy-out unter dem Dach der SHW Casting Technologies GmbH verselbständigt und schließlich verblieb die SHW Automotive GmbH & Co. KG als Rechtsnachfolgerin der SHW, die die im Automobilzulieferergeschäft tätigen Unternehmensteile umfasste und 2005 an den Finanzinvestor Nordwind Capital verkauft wurde. Damit endete nach über 550 Jahren das – von Herzog Christoph von Württemberg begonnene und in der Gesamtschau überaus erfolgreiche – unternehmerische Engagement des württembergischen Staates im Hüttenwesen. Das Archiv der SHW, das seit dem Jahr 2000 im Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg in Stuttgart-Hohenheim verwahrt wird, gehört zu den ältesten und bedeutendsten Unternehmensarchiven Deutschlands und umfasst die Überlieferung der württembergischen Hüttenwerke vom 16. Jahrhundert bis heute (200 lfm).

Quellen
Uwe Fliegauf: Die Schwäbischen Hüttenwerke zwischen Staats- und Privatwirtschaft. Zur Geschichte der Eisenverarbeitung (1803-1945), Stuttgarter historische Studien zur Landes- und Wirtschaftsgeschichte Band 9, Ostfildern 2007 [mit weiterführenden Literaturhinweisen] Erich Maschke: Es entsteht ein Konzern. Paul Reusch und die GHH, Tübingen 1969 Kategorie:Automobilzulieferer Kategorie:Unternehmen (Baden-Württemberg) Kategorie:Aalen

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