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Schulzentrum Ungargasse

*** Shopping-Tipp: Schulzentrum Ungargasse

Das sich im 3. Bezirk in Wien befindende '''Schulzentrum Ungargasse''' (SZU) besuchen rund 900 Schüler. Seit Jahren werden hier körper- und sinnesbehinderte Schüler gemeinsam mit nicht behinderten in einer in Österreich einzigartigen integrativen Schulform ausgebildet. Das SZU bietet zwei grundlegende Ausbildungszweige an: die kaufmännische und die technische Richtung. Mit besonderen Maßnahmen (Individualförderung, StützlehrerInnen, LOOK-Projekte, etc.) wird einerseits im Sinne der Chancengleichheit auf die spezielle Situationen von behinderten Schüler eingegangen und andererseits die Sozialkompetenz und Teamfähigkeit aller gefördert. An das Schulgebäude ist ein modern ausgestattetes Schülerheim angeschlossen. Bild:Schullogo.jpg thumb|right|Logo des Schulzentrums Ungargasse

Geschichte der Schule


Gründung der Schule
Bild:Schule.JPG thumb|right Der als Kriegsversehrter aus dem 2.Weltkrieg zurückkehrende Lehrer Franz Schuster hat 1945 mit der Gründung der Fachschule für Technik in Wien 5, Geigergasse 5-9 eine Institution für Behinderte gegründet, die Leicht- bis Schwerstbehinderte eine fundierte Ausbildung ermöglicht, um diese wieder in die Berufswelt eingliedern zu können. Nach mehreren Standwortwechseln und der Erweiterung 1971 zur Höheren Technischen Bundesanstalt und Bundeshandelsschule Wien V wurde 1987 das modern ausgestattete Schulzentrum Ungargasse (Höhere Technische Bundeslehranstalt, Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Wien 3, Wien III, Ungargasse 69) eröffnet.

Modell der „umgekehrten Integration“
Im Sinne einer „umgekehrten Integration“ wurden nach und nach nicht behinderte Schüler an der Schule aufgenommen, sodass der Schüleranteil mit Körper- und Sinnesbehinderungen heute ca. 25 % ausmacht. Dieses Schüler erhalten im Sinne der angestrebten Chancengleichheit spezielle Förderung: Individualförderung; StützlehrerInnen; Bereitstellen von Hilfsmitteln; Wahrnehmen und Berücksichtigen spezieller Bedürfnisse im Unterricht, um das Ausbildungsziel zu erreichen; spezielle Gegenstände, die integratives Handeln fördern; spezielle Bildungsberatung; medizinische und therapeutische Betreuung im Haus; angeschlossenes Schülerheim mit intensiver Betreuung. Ziel ist es, sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, indem sie ihre Stärken und Schwächen kennen lernen. Alle Schüler erwerben dadurch eine integrative Grundhaltung und können ihre Sozialkompetenz stärken. Das SZU ist grundsätzlich offen, auch gegenüber neuer Formen der Unterrichtsgestaltung (z. B. projekt- und fächerübergreifender Unterricht) und der Nutzung moderner Technologien. Die Schlüsselqualifikationen Teamorientierung, Kommunikationsfähigkeit und Präsentationsfähigkeit nehmen einen besonderen Stellenwert ein.

Fachrichtungen


Technische Ausbildungen


= Höhere Technische Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen-Betriebsinformatik (HW – 5 Jahre, Matura)
= In der HTL für Wirtschaftsingenieurwesen und Betriebsinformatik sind die Bereiche Wirtschaft, Technik und EDV in einem einzigen Ausbildungszweig vereint, in dem die Schüler den Maschinenbau - von der computerunterstützten Konstruktion über die Fertigung auf CNC-Werkzeugmaschinen bis hin zur Montage in der Werkstätte – kennen lernen. Der Bereich Betriebsinformatik umfasst das Erstellen von betrieblichen Softwareprojekten in verschiedenen Programmiersprachen, der Umgang mit Datenbank- und Betriebsystemen. Präsentationstechniken und Kommunikationsformen sind weitere zentrale Bereiche.

= Höhere Technische Lehranstalt für Informationstechnologie und Netzwerktechnik (HI - 5 Jahre, Matura)
= Der Ausbildungszweig Informationstechnologie und Netzwerktechnik bereitet die Schüler speziell auf das Arbeiten mit Computern - sowohl Betriebssysteme als auch Computerarchitektur - vor. Das Programmieren und der professionelle Umgang mit Datenbanken sind hierbei zentrale Bestandteile. Im Rahmen von Projektmanagement wird man in der Organisation und Präsentation von Projekten unterrichtet.

= Fachschule für Maschinen- und Fertigungstechnik (FT - 4 Jahre)
= Die Fachschule für Maschinen- und Fertigungstechnik bietet eine praxisorientierte Ausbildung, ein Drittel der Unterrichtszeit verbringen die Schüler in der Werkstätte bzw. in dem Werkstättenlabor. Die Konstruktionen werden mit dem Zeichenstift oder mit den verschiedensten CAD-Programmen erstellt und danach mit computergesteuerten Werkzeugmaschinen hergestellt. Auch wird man im richtigen Umgang mit verschiedenen Maschinen wie mit der Dreh- oder Fräsmaschine geschult.

= Fachschule für Lederdesign (FL - 3 Jahre)
= Die Fachschule für Lederdesign bildet in der Fertigung von Leder-Accessoires wie Handtaschen und Kleinlederwaren aus. Die Hälfte der Unterrichtszeit verbringen die Schüler in der Werkstätte und im Atelier. Der Entwurf von Werkstücken in modischem Design ist ein Teil dieser kreativen Ausbildung. Modell- und Schnittzeichnen wird genau so gelehrt wie die Verzierungstechniken für Leder.

Kaufmännische Ausbildungen


= Handelsakademie (HAK - 5 Jahre, Matura)
= Die Ausbildung ist projektorientiert und umfasst Organisationsmanagement, die Abwicklung des gesamten betrieblichen Rechnungswesens, die Anwendung praxisgerechter Kommunikationssysteme und Software. Präsentations-Know-how sowie die Fähigkeit, sowohl selbstständig als auch im Team zu arbeiten, werden geschult. In Form von Projekten erfolgen Zusammenarbeiten mit der Wirtschaft.

= Handelsschule (HAS - 3 Jahre)
= In diesem Schultyp werden die Schüler u. a. in Übungsfirmen auf die Berufswelt vorbereitet. Weitere wichtige Bestandteile sind: Präsentations-Know-how, Teamarbeit, Anwendung aktueller Kommunikationssysteme und Software Training von Konfliktlösungsverhalten, Allgemeinbildung und eine Fremdsprache.

Spezielle Ausbildungen


= Orientierungsstufe (AO - 1 Jahr)
= Die körper- und sinnesbehinderten Schüler erhalten nach erfolgreichem Abschluss der 8. Schulstufe die Möglichkeit, sich auf ihre bevorstehende (weiterführende) Schulausbildung vorzubereiten, indem sie den Stoff der Unterstufe wiederholen. Das Ziel der Orientierungsstufe ist, dass die Schüler ihre Stärken und Schwächen erkennen, um sich für die richtige Ausbildung zu entscheiden.

= Einjähriger Lehrgang Office Management (BW - 1 Jahr)
= Für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf wechseln müssen und zumindest das 17. Lebensjahr erreicht haben, bietet der einjährige Lehrgang für Office-Management Grundkenntnisse und praktische Anwendung in den Bereichen Wirtschaft und EDV. Die AbsolventInnen sind danach zur Ablegung der Lehrabschlussprüfung Bürokauffrau/Bürokaufmann bei der Wirtschaftskammer berechtigt.

Therapieeinrichtungen und Schülerheim
Bild:Schülerheim.JPG thumb|right|Schülerheim Im SZU sind Therapieeinrichtungen vorhanden, sodass den Schüler medizinische und psychologische Betreuung die gesamte Unterrichtszeit zur Verfügung steht. So können Therapien in den Schulalltag integriert werden. In dem an das Schulgebäude angeschlossene Schülerheim, das behinderten und nicht behinderten Schüler offen steht, wohnen im Moment ca. 80 Schüler. Das speziell ausgebildete Personal bietet jedem Schüler/jeder Schülerin individuelle Betreuung und Förderung.

Weblinks

- Hompage des Schulzentrums Kategorie:Schule in Wien

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