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S-Bahn

*** Shopping-Tipp: S-Bahn

Image:S-Bahn-Logo.svg thumb|120px|S-Bahn-Logo Deutschland Image:S-Bahn Wien.svg thumb|120px|S-Bahn-Logo Wien Image:S-Bahn-Logo Salzburg.png thumb|120px|right|S-Bahn-Logo Salzburg Bild:S-Bahn-Bern-Logo.png thumb|120px|S-Bahn-Logo Bern '''S-Bahn''' ist in der Regel die Abkürzung von ''Stadtschnellbahn''; gelegentlich auch von ''Schnellbahn'' oder in seltenen Fällen auch von ''Stadtbahn''. Sie ist technisch und rechtlich eine Eisenbahn und eine Liste der Züge und Zugarten Zuggattung des Öffentlicher Personennahverkehr#Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Schienenpersonennahverkehrs. Sie unterscheidet sich von der übrigen Eisenbahn durch: * einen Taktfahrplan mit dichter Zugfolge * einem besonderen Preissystem (S-Bahn-Tarif / später in Verkehrsverbund Verbundtarife eingegliedert) * ausgeprägte Vernetzung mit den übrigen Verkehrsmitteln im öffentlichen Personennahverkehr * oft besondere Wagenzüge, die für schnellen Fahrgastwechsel konzipiert sind mit hoher Beförderungskapazität und starker Beschleunigung * oft erhöhte Bahnsteige, um einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg und damit einen schnellen Fahrgastwechsel zu ermöglichen * häufig weitgehend vom übrigen Eisenbahnverkehr getrennte, leistungsfähige Stadt- und Vorortgleise

Entwicklungsgeschichte


Anfänge mit Dampf
Der zunehmende Lokalverkehr mit Dampflokomotive dampfbespannten Zügen auf den Eisenbahnen in und um die wachsende junge deutsche Hauptstadt Berlin veranlassten die Preußische Staatseisenbahnen Preußischen Staatseisenbahnen zum Bau von eigenen, vom Fernverkehr getrennten, Gleisen für den Vorortverkehr. Städtebaulich vorbildlich entstand 1882 die Berliner Stadtbahn mit getrennten Gleispaaren für den Vorort- und Fernverkehr als Stammstrecke, die den Vorortverkehr aus verschiedenen Richtungen bis heute sammelt. Die schon vorher in Betrieb genommene Berliner Ringbahn Ringbahn und die Eisenbahnstrecken zu den Berliner Vororten erhielt etappenweise ebenfalls separate Vorortgleise. Am 1. Oktober 1891 führte die Eisenbahn einen besonderen Tarif für die Dampfvorortzüge der ''Geschichte der Berliner S-Bahn#Vorgeschichte Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahn'', wie das System fortan genannt wurde, ein. Dieser Nahverkehrstarif war für die Benutzung der Fernzüge nicht zugelassen, sodass sich die Vorortbahnen zunehmend auch verkehrlich durch eine Verdichtung der Zugfolge vom Fernverkehr abhoben. Ähnlich verlief die Entwicklung in Hamburg. Unter der Bezeichnung ''Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn'' eröffnete die Preußische Staatseisenbahnen preußische Eisenbahndirektion Altona 1906 den Personenverkehr mit Dampflokomotive dampfbespannten Zügen zwischen den Städten Hamburg-Blankenese Blankenese, Hamburg-Altona Altona (Elbe) und Hamburg.

Gleichstrom
Als der elektrische Antrieb noch in den Kinderschuhen steckte, waren die Eisenbahn-Netze vom Dampfbetrieb dominiert. Der elektrische Eisenbahnverkehr mit 15.000 Volt Wechselstrom aus der Oberleitung kam in der Zeit um den Ersten Weltkrieg noch selten vor. Berlin stand damals noch völlig ''unter Dampf''. Es sollte jedoch der Berliner Vorortverkehr wirtschaftlicher, moderner und auch umweltfreundlicher gestaltet werden, weil die Belastung der Stadt durch die Dampflokomotiven zunehmend als störend empfunden wurde. Die Ergebnisse zahlreicher Versuche mit Wechselstrom sowie Gleichstrom, der eher bei Straßenbahnen und U-Bahnen Anwendung fand, fielen für den Nah- und Fernverkehr der Eisenbahnen aufgrund des damaligen technischen Standes unterschiedlich aus. Die Deutsche Reichsbahn entschied sich schließlich - weil der gesamte Wagenpark ohnehin erneuert werden musste - bei der Elektrifizierung der ''Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahn'' für Gleichstrom von 750 Volt, der über eine seitlich am Gleis angebrachte Stromschiene den neuen Triebwagenzügen zugeführt wird. So ging in Berlin 1924 die erste elektrifizierte Strecke in Regelbetrieb. In Hamburg wurde ein ähnliches System mit Gleichstrom von 1200 Volt nach dem Prinzip der Berliner S-Bahn erst 1940 eingeführt, seit 1907 bestand hier bereits ein - ursprünglich als Versuch gedachter - Vorortbahnbetrieb mit Wechselstrom-Oberleitung.

Kurzbegriff und Symbol
Um die Modernität des mit der Berliner U-Bahn U-Bahn konkurrierenden neuen Berliner Stadt- und Vorortbahnnetzes zu unterstreichen, erhielt es ab Dezember 1930 die Bezeichnung ''S-Bahn'' für Stadtschnellbahn. Somit wurde nach der Elektrifizierung der ''Stadt-, Ring- und Vorortbahnen'' (ab 1924) in Berlin der Kurzbegriff „S-Bahn“ eingeführt. Hinzu kam ein neues, als Gegenstück zum blauen '''U''' der U-Bahn gedachtes Symbol, das weiße '''S''' auf grünem Grund. Die bisherigen Vorortbahnen hatten aber schon Funktionen heutiger Stadtschnellbahnen, beispielsweise einen dichten Taktverkehr. Ein erster eigener, gegenüber dem normalen Bahntarif preiswerterer Vororttarif war bereits am 1. Oktober 1891 eingeführt worden. Ab 1934 verwendete auch die ''Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn'' den Namen und das Symbol ''S-Bahn''.

Verschiedene Systeme
Während Berlin und Hamburg für die S-Bahn von Anfang an weitgehend eigene Gleisnetze hatte, musste in anderen Regionen der Stadtbahn-Schnellverkehr zumeist auf Eisenbahngleisen eingerichtet werden. Frankfurt am Main, Stuttgart und München erhielten monozentrische Systeme. Alle drei Städte haben einen Kopfbahnhof, wobei ein Tunnel für die S-Bahn dazu dient, den Vorortverkehr auf einer gemeinsamen Stammstrecke durch die Innenstadt zu leiten, um auf der anderen Zentrumsseite das alte Eisenbahnnetz wieder mitzubenutzen. Auch in Leipzig wird mit dem Bau des City-Tunnel (Leipzig) City-Tunnels durch die Innenstadt bis 2011 dieses System übernommen. Im Ruhrgebiet hat man hingegen ein polyzentrisches Netz mit dem Zweck, mehrere Großstädte mit ihren Vororten zu verbinden. Dennoch verzichtete man nicht völlig auf Tunnelabschnitte. Während es hier in den Innenstädten keine S-Bahn-Tunnels gibt, wurden in Außenbezirken von Köln und Dortmund Tunnel gebaut, die häufig als Fehlplanung kritisiert werden. Die Tunnel-Bahnhöfe befinden sich an weniger lukrativen Positionen in Außenbezirken, werden größtenteils kaum gebraucht und sind in verwahrlostem Zustand. Durch den polyzentrischen Betrieb ergaben sich hier noch weitere Probleme. Die Linien im Rhein-Ruhr-Gebiet sind im Vergleich zu den übrigen Netzen deutlich länger und die Fahrgastzahlen auf den einzelnen Abschnitten sehr unterschiedlich. In den ostdeutschen Städten S-Bahn Rostock Rostock, S-Bahn Magdeburg Magdeburg und S-Bahn Dresden Dresden werden vorwiegend lokbespannte Doppelstockzüge eingesetzt. In S-Bahn Leipzig-Halle Leipzig wird es ab 2011 neue S-Bahnfahrzeuge geben, hier wurde jedoch bisher noch kein neuer Typ festgelegt. Erkennungszeichen (Symbol / Logo) in Deutschland ist das weiße ''S'' auf grünem Kreis. In Österreich sind es ein weißes ''S'' in verschiedenen Formen auf blauem Grund. In der Schweiz gibt es kein gemeinsames Erkennungszeichen. Ein S-Bahn-Netz wird in der Regel von nur einem Unternehmen betrieben. Ausnahmen sind hier die S-Bahn Rhein-Ruhr, die S-Bahn Salzburg, sowie die meisten S-Bahnen in der Schweiz.

S-Bahnen in Deutschland
Image:S-Bahn_Berlin_Baureihe_481.jpg Baureihe_481 thumb|[[Baureihe 481|Triebwagen der S-Bahn Berlin.html" title="Triebwagen.html" title="thumb|[[Baureihe 481|Triebwagen">thumb|[[Baureihe 481|Triebwagen der S-Bahn Berlin">Triebwagen.html" title="thumb|[[Baureihe 481|Triebwagen">thumb|[[Baureihe 481|Triebwagen der S-Bahn Berlin ''Hauptartikel: S-Bahnen in Deutschland'' Image:S-Bahn-Logo.svg 30px|left|S-Bahn Logo Deutschland S-Bahn Hamburg Hamburg übernahm den Begriff ''S-Bahn'' ab 1934 für seine Stadt- und Vorortbahn. Die übrigen, nicht mit elektrischen Triebwagen, sondern mit Dampfzügen, betriebenen Vorortstrecken wurden in das Netz und den Tarif der S-Bahnen integriert und teilweise später elektrifiziert. Heute sind die S-Bahn-Tarife durch Verbundtarife mit den anderen Nahverkehrsmitteln abgelöst. Erst ab den 1960er Jahren entstanden in Deutschland weitere S-Bahn-Systeme. Die S-Bahn Hannover hat bisher kein einheitliches Tarifsystem, weil sie über den GVH-Bereich (Großraum-Verkehr Hannover) hinaus und sogar bis nach Nordrhein-Westfalen fährt. Es kommen 3 Verbundtarife, ein Landestarif (NRW-Tarif) und der Preissystem der Deutschen Bahn AG Nahverkehrstarif der DB zur Anwendung. Die zuerst entstandenen S-Bahnen in den beiden größten Städten Berlin und Hamburg konnten auf gut entwickelte Vorortgleise aus der Dampfbahnzeit zurückgreifen. Bei der Elektrifizierung wurde die Gleichstromversorgung mit Zuführung über die seitliche Stromschiene gewählt, weil größere Umbauten von Durchfahrten (Brücken, Tunnel) eingespart werden konnten, was die Baukosten senkte. Die gemeinsame Nutzung der Gleise durch Eisenbahnen mit Dampf- bzw. Diesellokomotiven und Gleichstrom-S-Bahn-Zügen kam hier genauso vor wie bei den später entstandenen S-Bahnen. Diesen Mischbetrieb mit dem übrigen Bahnverkehr gaben die S-Bahn Berlin und S-Bahn Hamburg nach und nach auf. Die erst später errichtete Wechselstromversorgung über Oberleitung für die „gewöhnliche“ Eisenbahn ist am gleichen Gleis mit Gleichstrom technisch dermaßen aufwändig, dass eine vollständige Trennung der Anlagen in S-Bahn- und Fernbahngleise auch aus verkehrlichen Gründen am sinnvollsten war. Dadurch konnten die Vororte weiterhin gut und von außen störungsfrei mit S-Bahn-Verbindungen versorgt werden. Alle anderen S-Bahnen in Deutschland werden genauso wie bei der Eisenbahn generell üblich mit Wechselstrom über Oberleitung versorgt. Diese Netze konnten schnell in großer Ausdehnung eröffnet werden, ohne dass sie auf den umfangreichen Bau besonderer Gleise warten mussten. So verkehren viele Züge beispielsweise der S-Bahn München Münchner S-Bahn auf den Außenästen auf regulären Bahnstrecken. Jedoch ist der S-Bahn-Verkehr bei verspäteten Regional- oder Fernzügen störanfällig und sein Taktfahrplan kaum zu verdichten. Deshalb werden auch die Wechselstrom-S-Bahn-Netze nachträglich um besondere S-Bahn-Gleise ergänzt. In Dresden gibt es auch nicht elektrifizierte S-Bahn-Strecken, die meist mit Dieseltriebwagen wie dem DBAG Baureihe 642 Desiro betrieben werden. Neuere S-Bahn-Systeme haben meist besonders hohe Bahnsteige, die mit den S-Bahn-Zügen abgestimmt sind. Diese liegen 96 Zentimeter über der Schienenoberkante, im Gegensatz zu normalen Bahnsteig#Bahnsteighöhe Bahnsteigen, die in der Regel 76 Zentimeter hoch sind. Außerdem ist häufig der Abstand zu den Schienen geringer, so dass anliegende Gleise nur von S-Bahn-Zügen verwendet werden können. In Deutschland verkehren S-Bahn-Linien in der Regel in den Hauptverkehrszeiten im Kernbereich mindestens alle 20 Minuten. Durch den parallelen Lauf mehrerer Linien auf gleichen Streckenabschnitten entstehen so Zugfolgen bis zu etwa zwei Minuten. Zu den Linienendpunkten im Umland hin dünnt sich das Angebot aus. Ein besseres Zugangebot erreicht man hier zumeist erst durch einen eigenen Bahnkörper. Image:S-BahnZZA-MUC.jpg thumb|S-Bahn-Zugzielanzeiger in München Image:Dresden_Dobritz_S-Bahn_Linie2_07_2006.jpg thumb|Doppelstockwagen und BR 143 (S-Bahn in Dresden) Heute gibt es in Deutschland folgende S-Bahn-Netze: * S-Bahn Berlin * S-Bahn Dresden * S-Bahn Hamburg * S-Bahn Hannover * S-Bahn Leipzig-Halle * S-Bahn Magdeburg * S-Bahn München * S-Bahn Nürnberg * S-Bahn Rhein-Main (Frankfurt am Main) * S-Bahn Rhein-Neckar (Ludwigshafen / Mannheim / Heidelberg / Kaiserslautern / Karlsruhe) * S-Bahn Rhein-Ruhr S-Bahn Rhein-Ruhr / Rhein-Sieg (Ruhrgebiet / Düsseldorf / Köln) * S-Bahn Rostock * S-Bahn Stuttgart In der Planungsphase befinden sich derzeit die S-Bahn Bremen und die S-Bahn Augsburg. Die Stadtbahn Karlsruhe Regionalstadtbahn Karlsruhe benutzt zwar das werbewirksame grüne S-Bahn-Logo – weil das U-Stadtbahn-Logo wegen des Fehlens von U-Bahn-Teilstrecken kaum angemessen wäre – verwendet aber in Netzplänen und sonstigen Veröffentlichungen den passenderen Begriff Stadtbahn. Bei den Unternehmen Breisgau-S-Bahn (in Freiburg im Breisgau) und Ortenau-S-Bahn (in Offenburg) ist das Wort ''S-Bahn'' lediglich Namensbestandteil zu Werbezwecken, hier handelt es sich aber um Regionalbahnen.

S-Bahnen in Österreich
Image:S45 Handelskai 20050724.jpg Handelskai.html" title="thumb thumb|300px|Die Wiener S45 am [[Handelskai.html" title="300px|Die Wiener S45 am [[Handelskai">thumb|300px|Die Wiener S45 am [[Handelskai">300px|Die Wiener S45 am [[Handelskai">thumb|300px|Die Wiener S45 am [[Handelskai ''Hauptartikel: S-Bahnen in Österreich'' Image:S-Bahn Wien.svg 30px|left|S-Bahn Logo Wien Image:S-Bahn Vienna.svg 30px|left|Altes LogoDas erste S-Bahnnetz Österreichs - bis 2005 war meist die Bezeichnung ''Schnellbahn'' üblich - wurde in den 60er Jahren in Wien errichtet. Als Symbol dient größtenteils ein weißes scharfkantiges "S" auf blauem Hintergrund. Die Form des S soll dabei den Verlauf der Stammstrecke durch Wien stilisieren. Da dieses alte Symbol jedoch Ähnlichkeiten zum Emblem der nationalsozialistischen SS Schutzstaffel aufweist, findet sich inzwischen vermehrt eine geschwungene Variante. Die S-Bahn Wien Wiener S-Bahn stellt entgegen Berlin und Hamburg kein unabhängiges System dar sondern benutzt abgesehen von der Stammstrecke in der Innenstadt weitgehend normale Bahnstrecken. Bis vor kurzen waren die S-Bahntriebwagen durch ihre eigene blaue Farbgebung deutlich erkennbar, mittlerweile erlangt (analog zu Deutschland) der gesamte Nahverkehr eine einheitliche Farbgebung hauptsächlich in rot. Die S-Bahn in Wien verkehrt auf der Stammstrecke im 3 - 7,5 min Intervall. Image:S-Bahn-Logo Salzburg.png 30px|left|S-Bahn Logo SalzburgDie S-Bahn Salzburg wurde im Jahr 2004 teilweise eröffnet (Vollausbau ist noch nicht erreicht). Sie ist die erste Europaregion Euregio S-Bahn Österreichs, also eine grenzüberschreitende S-Bahn, die auch die Salzburger Vororte auf deutscher Seite miteinbezieht. Die Strecken werden von zwei verschiedenen Unternehmen betrieben. Die ÖBB-Linien nutzen das herkömmliche Eisenbahnnetz und fahren ausschließlich oberirdisch. Zwei weitere Linien werden von der Salzburger Lokalbahn betrieben, die jedoch aufgrund einer stark von der Regel abweichenden Symmetrieminute keine optimalen Anschlüsse bieten. Die Lokalbahn-Linien erreichen den Salzburg Hauptbahnhof Hauptbahnhof im Tunnel. Als gemeinsames Symbol wird hier ein geschwunges weißes "S" auf hellblauem Hintergrund verwendet. In Österreich sind derzeit weitere S-Bahn-Systeme für die Städte Graz, Linz und Innsbruck im Gespräch, im Vorarlberger Rheintal wird die Regionalzuglinie als S-Bahn bezeichnet.

S-Bahnen/RER in der Schweiz
Image:S5_zuerich_hb.jpg thumb|240px|Eine S5 im unterirdischen S-Bahnhof des Zürcher HB ''Hauptartikel: S-Bahnen in der Schweiz'' In der der deutschsprachigen Schweiz wird wie in Deutschland und Österreich der Begriff ''S-Bahn'' verwendet und bei zweisprachigen Veröffentlichungen im Französischen mit RER (wie in Paris als Réseau Express Régional bezeichnet) übersetzt; Beispiel Linienplan S-Bahn Bern [http://www.s-bahn-bern.ch/download/1_2_liniennetz.pdf]. In Fahrplänen erscheinen die S-Bahn-Linien sprachunabhängig mit ''S'' und der Liniennummer. Image:S-Bahn-Bern-Logo.png 20px|left|Logo der S-Bahn Bern Die S-Bahn Bern ist die älteste S-Bahn in der Schweiz und wurde 1987 eröffnet. Sie ist die einzige S-Bahn in der Schweiz, die ein S als Logo auf Publikationen verwendet. Die S-Bahn Zürich ist die zweitälteste S-Bahn, hat aber das größte Netz und die meisten Linien. Nach der Bahn 2000-Initiative entstanden weitere S-Bahn-Netze in St. Gallen (S-Bahn St. Gallen), in der Zentralschweiz (gemeinsames Netz der S-Bahn Luzern und der Stadtbahn Zug) und im Tessin (S-Bahn Tessin). Image:Regio-S-Bahn-Logo Basel.png 30px|left|Logo der Regio S-Bahn Basel Grenzüberschreitend verkehrt die S-Bahn in der Europaregion Basel als Regio S-Bahn Basel auch nach Deutschland und Frankreich. Ein Citytunnel ("Herzstück Regio-S-Bahn Basel Herzstück") soll als Stammstrecke die beiden Basler Bahnhöfe SBB und Badischer Bahnhof in Zukunft verbinden. Am Genfer See (''fr. Lac Léman'') ist die S-Bahn Léman im Aufbau, die zur Zeit schon sieben Linien als ''Réseau Express Vaudois'' in Lausanne betreibt. In Genf soll ein zweites Zentrum dieses Netzes entstehen, das dann auch die ehemalige RER-Verbindung wieder integriert. Am Bodensee mit den angrenzenden Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg sowie den Schweizer Kantonen Thurgau und St. Gallen und im Alpenrheintal zwischen Chur und Bregenz sind grenzüberschreitende S-Bahnverbindungen in Diskussion. Dabei werden Vorschläge für eine "Bodensee-S-Bahn" und eine "Alpenrhein-Bahn" gemacht. Die Schweizer S-Bahnen werden meist von unterschiedlichen Gesellschaften betrieben und verkehren in der Regel in den Hauptverkehrszeiten im Kernbereich mindestens alle 30 Minuten.

S-Bahnsysteme in anderen Ländern
Weltweit gibt es den S-Bahnsystemen im deutschsprachigen Raum ähnliche Vorortbahnsysteme, die sich aber teilweise in ihrer Gestaltung von den deutschen S-Bahn-Netzen unterscheiden. Der Begriff S-Bahn wird im deutschen Sprachraum als Markenbezeichnung für Vorortbahnnetze angewandt, im Ausland verwendet die jeweilige Landessprache andere Markenbezeichnungen und auch die Kriterien sind in jedem Land unterschiedlich. Der Unterschied zwischen Stadt- und Regionalschnellbahn ist oft fließend, die französische RER betont z. B. eher den regionalen Charakter.

S-tog in Dänemark
Image:S-tog-logo.png 30px|left|Logo des S-togIn Kopenhagen (Dänemark) gibt es den ''S-tog'' (zu deutsch: S-Zug oder S-Bahn) in Anlehnung an die S-Bahn Berlin - S steht für "stiv køreplan" (fester Fahrplan). Die Linien sind mit Buchstaben gekennzeichnet.

Linee S in Italien
Image:Logo-S-Bahn-Mailand.png 30px|left|Logo S-Bahn Mailand In Mailand (Italien) werden seit 2005 die Linien der ''Servizio ferroviario suburbano di Milano'' (S-Bahn Mailand) auch mit dem Buchstaben "S" und der Liniennummer markiert und die S-Bahn daher auch als ''Linee S'' bezeichnet - S steht hier für "Suburbano" (Vorort). Betreiber sind die Trenitalia (Italienische Staatsbahnen), LeNord (Lombardische Regionalbahn) und TILO (Regionalbahn Tessin-Lombardei). Letztere betreibt auch die S-Bahn im Tessin. Angestrebt wird ein gemeinsames S-Bahn-Netz zwischen Tessin und der Lombardei sowie eine durchgehende Linie von Biasca nach Mailand. In Bologna ist ein ähnliches System geplant. In Rom besteht ein S-Bahn-ähnlicher Bahnverkehr mit der Bezeichnung ''Ferrovia Regionale'' (dt.: "Regionalbahn"; FR + Liniennummer), wobei der Betrieb von der Hauptlinie FR1 von Orte zum Flughafen Fiumicino abgesehen, eher einem gewöhnlichen Regionalzugsbetrieb gleicht. In Neapel werden die S-Bahn-Linien von verschiedenen Unternehmen betrieben, die von den Linienbezeichnungen her in das U-Bahn-Netz integriert sind. In Genua existieren zwei Linien, die die Nummern 1 und 2 tragen. Daneben gibt es eine namenlose U-Bahnlinie. Da hier die S-Bahn geländebedingt größtenteils unter der Erde verläuft, ist es hier angedacht, in den nächsten Jahren einige Tunnelbahnhöfe zu bauen und dann ebenfalls in das U-Bahn-Netz zu integrieren.

RER in Frankreich
Image:Logo RER.png 30px|left|Logo der RERIn Paris (Frankreich) wird für der Begriff ''Réseau Express Régional'' (RER), also wörtlich ''Express-Regionalnetz'' verwendet. Der Begriff wurde in den 1970er Jahren in Paris geprägt, wird aber mittlerweile auch in anderen Großstadt Großstädten Frankreichs und der frankophonen Schweiz für S-Bahn-ähnliche Eisenbahnnetze verwendet. Die Verwendung des Begriffs ''RER'' ist in Paris und der Provinz jedoch sehr verschieden. Viele benutzen den Begriff auch ausschließlich für das Pariser Netz und sprechen in der Provinz von "RER-ähnlichen" Netzen. Nur in Paris gibt es U-Bahnhof unterirdische Regionalbahnhof Regionalbahnhöfe vergleichbar mit den Tunnelbahnhof Tunnelbahnhöfen der U-Bahn oder S-Bahn. Erst seit den 1990er Jahren bauen andere französische Großstadt Großstädte ihr Netz von Regionalverbindungen aus, was sich zunächst und für absehbare Zeit aber noch auf Verbesserung des Angebots auf existierenden Linien beschränkt. Nirgendwo gibt es konkrete Pläne für Tunnel. In Toulouse wird die Linie C der Métro Toulouse Métro de Toulouse gelegentlich auch als ''RER toulousain'' bezeichnet, da sie mit Zügen der SNCF betrieben wird. Die Linie hat sechs Stationen auf sieben Kilometern Länge, also einen Stationsabstand von 1,4 km, vergleichbar mit S-Bahnen. In Lyon ist ein RER-Netz in Planung, das vermutlich als Tram-Train in Betrieb gehen wird.

Cercanías in Spanien
''Hauptartikel: Cercanías'' Image:Cercanías.svg 30px|left|Logo der CercaníasIn Spanien werden die S-Bahnen ''Cercanías'' bezeichnet. Es gibt in elf Städten Netze aus ein bis zwölf Linien, die jeweils von der nationalen Eisenbahngesellschaft Renfe betriebenen werden. In einigen Regionen, speziell im Baskenland, in Kantabrien, Comunitat Valenciana und Asturien existieren auch noch S-Bahn-artige Verkehre der FEVE, Ferrocarrils de la Generalitat Valenciana, Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya und EuskoTren auf Schmalspur, die zusammen mit den Cercanías die Schnellverkehr-Netz bilden. In Barcelona werden sechs Linien von der Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya betrieben.

Pendeltåg in Schweden
Image:Logo-Stockholm-P-S-Bahn.png 30px|left|Logo des PendeltågIn Schweden gibt es seit den 60er Jahren den Pendeltåg (Stockholm), der in Stockholm zusammen mit den verschiedenen Lokalbahnen und der U-Bahn (Tunnelbana) ein leistungsfähiges Netz bildet, und mit den S-Bahnen im deutschsprachigen Raum vergleichbar ist. Der Begriff '''Pendeltåg''' wird auch als Übersetzung von ''S-Bahn'' verwendet, so heißt die S-Bahn Berlin auf schwedisch ''Berlins pendeltåg''. Auch für andere ähnliche Einrichtungen des ÖPNV öffentlichen Personennahverkehrs in Schweden wird der Begriff genutzt, auch wenn diese nicht die üblichen Kriterien einer S-Bahn erfüllen. In Göteborg besteht das Pendeltåg-Netz nur aus den zwei Regionalbahnen Alingsåspendeln und Kungsbackapendeln. In Schonen verbindet ein Regionalbahn-Netz namens ''Pågatåg'' Malmö mit den anderen südschwedischen Städten. Er wird im Schwedischen oft als ''Malmös Pendeltåg'' bezeichnet. Aber solange in Malmö der Citytunnel noch nicht fertiggestellt und das Rollmaterial nicht modernisiert ist, kann man hier kaum von einer eigentlichen S-Bahn sprechen, sondern muss ''Pendeltåg'' in dem Fall mit einem Nahverkehrszug gleichsetzen.

Weitere ähnliche Systeme in anderen Ländern
In der Slowakei ''Rýchlodráha'', in Polen ''Szybka Kolej Miejska (SKM)'', in Estland ''Elektriraudtee'' und in Russland ''Elektritschka''. Auch auf den britischen Inseln gibt es S-Bahn-ähnliche Systeme: in Liverpool (Großbritannien) die ''Merseyrail'', in Dublin (Irland) den ''Dublin Area Rapid Transit DART'' (Dublin Area Rapid Transit), in Budapest die Helyiérdekű Vasút HÉV (Helyiérdekű Vasút, Vorortbahn). In Tschechien werden Prager Vorortslinien der ČD ebenfalls mit einem "'''S'''" gekennzeichnet; das S-Bahn System ist im Moment im Ausbau. Auch außerhalb von Europa gab es vergleichbare Entwicklungen eines separaten Vorortbahnnetzes, z.B. in New York City New York (New Jersey Transit, Long Island Railroad, Metro-North), Philadelphia (SEPTA Regional Rail), Chicago (Metra), San Francisco (CalTrain), Montréal (Agence métropolitaine de transport AMT Trains de banlieue), Toronto (GO Train), Hongkong (KCR) oder Tokio.

Abgrenzung
S-Bahnen haben sich als besondere Betriebsform aus der klassischen Eisenbahn heraus entwickelt. Dies zeigt sich auch daran, dass sie häufig von den staatlichen Eisenbahnen oder von ihren Tochterfirmen betrieben werden. Im Gegensatz zur U-Bahn haben S-Bahn-Strecken meist eine Vielzahl von Linienverzweigungen. Linien mehrerer Äste laufen hierbei in einem monozentrischem Netz auf eine oder mehrere Stammstrecken zusammen, wo sich eine dichte Zugfolge bildet. Als Abgrenzung zur U-Bahn kann auch das meist großräumigere Streckennetz mit entsprechendem Aktionsradius bis weit in die Vororte hinein und die höhere Endgeschwindigkeit der Züge gesehen werden. Im Vergleich zum sonstigen Öffentlicher Personennahverkehr#Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Eisenbahn-Regionalverkehr weist die S-Bahn eine höhere Leistungsfähigkeit, aber auch kürzere Bahnhofsabstände auf. In manchen Ländern wird die S-Bahn oft unabhängig von den übrigen Verkehren auf eigenen Gleisen geführt. Tatsächlich ist aber der Übergang zu Zügen des Nah- und Regionalverkehrs, zur U-Bahn oder zur Stadtbahn bzw. Straßenbahn fließend. In vielen Städten fahren die S-Bahnen in den Stadtzentren auch unterirdisch, wie in Berlin, Zürich oder Paris. Des weiteren gibt es Eisenbahnsysteme, die keine Abgrenzung zwischen Regional-, S- und U-Bahn kennen. Zum Beispiel ist das CityRail-System von Sydney eine solches Mischsystem. Durch Linienbündelung und unterirdische Gleisführung existiert in dessen Innenstadt ein U-Bahn-ähnliches System (City Circle) mit sehr kurzen Taktfolgen, das ab dem Hauptbahnhof zur S-Bahn wird, die die Vororte versorgt. Einige Züge fahren dann als Regionalbahn weiter in entferntere Gebiete.

Sonstiges
In Berlin gibt es ein S-Bahn-Museum in freier Trägerschaft. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhof Griebnitzsee S-Bahn-Unterwerks Griebnitzsee. Als S-Bahn-Surfen bezeichnet man eine gefährliche Tätigkeit von zumeist männlichen Jugendlichen, bei der diese sich an die Außenwand eines fahrenden S-Bahn-Zuges festklammern, um so einen Adrenalinstoß zu erleben oder eine Mutprobe zu praktizieren.

Literatur
*Alfred Gottwaldt: ''Das Berliner U- und S-Bahnnetz'', 1994, Argon Verlag GmbH, Berlin.

Siehe auch
* Schnellbahn * Liste der Städte mit S-Bahnen * Metro

Weblinks

- Berliner S-Bahn-Museum {{Commons|S-Bahn}} {{Wiktionary|S-Bahn}} Kategorie:S-Bahn Kategorie:Schienenfahrzeug cs:S-Bahn en:S-Bahn es:S-Bahn fr:S-Bahn it:S-Bahn nl:S-Bahn pl:S-Bahn ru:S-Bahn sk:Rýchlodráha sr:Е?-железница sv:Pendeltåg Kategorie:Schienenverkehr Kategorie:ÖPNV cs:Kategorie:Příměstské železnice en:Category:Rapid transit fi:Luokka:Paikallisjunaverkot

*** Shopping-Tipp: S-Bahn




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