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Republik Baden

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{{Infobox Land der Weimarer Republik| |Landesname = Republik Baden |Flagge = Bild:Flagge Großherzogtum Baden (1891-1918).svg 140px|Flagge der Reoublik Baden |Wappen = Bild:Wappen Republik Baden.png 135px|Wappen der Republik Baden |Karte = Bild:Map of Baden (1806-1945).png 275px|Karte der Republik Baden |Stand = 1925 |Hauptstadt = Karlsruhe |Regierungsform = Republik |Staatsoberhaupt = Staatspräsident |Verfassung = Verfassung der Republik Baden vom 21. März 1919 |Periode = 1918-1945 |Fläche = 15.070 km² |Einwohner = 2.312.462 |Bevölkerungsdichte = 153 Ew./km² |Religionen = 58,4 % Röm.-Kath.
39,4 % Ev.
1,0 % Juden
1,2 % Sonstige |Vorläufer = Großherzogtum Baden |Nachfolger = Württemberg-Baden;
Baden (Südbaden) Südbaden |Heute = Baden-Württemberg |Hymne = Badnerlied |Karte Weimar = Bild:Deutsches Reich2.png 276px| |Reichsrat = 3 Stimmen |Kfz-Kennzeichen = IV B |Verwaltung = 4 Landeskommiss.
11 Kreise
53(40) Amtsbezirke
1.536 Gemeinden }} Die '''Republik Baden''' war ein Land des Deutsches Reich Deutschen Reiches in der Zeit der Weimarer Republik und ist der Nachfolger des Großherzogtum Baden Großherzogtums Baden.

Entstehung
Das badische Staatsministerium hatte am 2. November 1918 eine Wahlrechtsreform angekündigt, doch auch diese konnte den Fortgang der Dinge und das baldige Ende des Großherzogtum Baden Großherzogtums nicht mehr verhindern. Am 8. November kommt es zu Bildung von Soldatenrat Soldatenräten in Lahr und Offenburg, einen Tag später entstanden Arbeiter- und Soldatenräte auch in Mannheim und Karlsruhe. Das badische Staatsministerium trat zurück. Es formierten sich in Karlsruhe und Mannheim Wohlfahrtsausschüsse bestehend aus der Stadtverwaltung, Stadträten und Parteien. Der Karlsruher Wohlfahrtsausschuss und der Soldatenrat bildeten am 10. November eine provisorische Regierung zusammengesetzt aus Parteivertretern, welche die die Regierungsgewalt alsbald übernahm. Dies wurde am 11. November durch eine Versammlung der badischen Arbeiter- und Soldatenräte, die sich als Landesausschuss konstituierte, bestätigt. Friedrich II. (Baden) Großherzog Friedrich II. verzichtete am 13. November vorläufig auf die Regierungsgeschäfte. Die provisorische Regierung proklamierte schließlich am 14. November die »freie Volksrepublik Baden« und setzte den Wahltermin für die verfassunggebende Landesversammlung auf den 5. Januar 1919 fest. Neun Tage nach dem vorläufigen Regierungsverzicht dankte Friedrich II. am 22. November endgültig ab und nahm in der Folge den Titel eines Markgrafen von Baden an. Bild:Tafel Baden.jpg thumb|left|Republik Baden Bei den Wahlen zur badischen Nationalversammlung im Januar 1919 wurde das Deutsche Zentrumspartei Zentrum stärkste Partei vor der SPD. Die Parteien der Weimarer Koalition erreichten zusammen 91,5 % der Stimmen. Am 21. März 1919 beschloss der badische Landtag einstimmig die neue badische Verfassung, welche am 13. April durch eine der ersten Volksabstimmung Volksabstimmungen in der deutschen Geschichte mit großer Mehrheit der Abstimmenden angenommen wurde. Sie ist die einzige durch eine Volksabstimmung beschlossene Verfassung der Weimarer Republik. Der Landtag bildet Anfang April 1919 eine Regierung aus Parteien der Weimarer Koalition.

Wahlen
1919: deutsche Zentrumspartei Zentrum 36,6% - 39 Sitze | Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 32,1% - 36 Sitze | Deutsche Demokratische Partei DDP 22,8% - 25 Sitze | Christliche Volkspartei CVP 7,0% - 7 Sitze
1921: Deutsche Zentrumspartei Zentrum 37,9% - 34 Sitze | Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 22,7% - 20 Sitze | Deutsche Demokratische Partei DDP 8,5% - 7 Sitze | DNVP/Christliche Volkspartei CVP 8,5% - 7 Sitze | ''Badischer Landbund'' 8,3% - 7 Sitze | Deutsche Volkspartei DVP 6,0% - 5 Sitze | KPD 3,9% - 3 Sitze .html">USPD 3,0% - 2 Sitze _Wirtschaftliche Vereinigung des badischen Mittelstandes|WVbM 1,3% - 1 Sitze
1925: Deutsche Zentrumspartei Zentrum 36,8% - 28 Sitze | Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 20,9% - 16 Sitze | DNVP/''Badischer Landbund'' 12,2% - 9 Sitze .html">Deutsche Volkspartei DVP 9,2% - 7 Sitze | Deutsche Demokratische Partei DDP 8,7% - 6 Sitze | KPD 6,2% - 4 Sitze .html">Wirtschaftliche Vereinigung des badischen Mittelstandes WVbM 3,0% - 2 Sitze
1929: Deutsche Zentrumspartei Zentrum 36,7% - 34 Sitze | Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 20,1% - 18 Sitze | Deutsche Volkspartei DVP 8,0% - 7 Sitze | Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NSDAP 7,0% - 6 Sitze | Deutsche Demokratische Partei DDP 6,7% - 6 Sitze | KPD 5,9% - 5 Sitze .html">Reichspartei des deutschen Mittelstandes WP 3,8% - 3 Sitze | Christlich-Sozialer Volksdienst CSVD 3,8% - 3 Sitze | DNVP/Christliche Volkspartei CVP 3,7% - 3 Sitze | Badische Bauernpartei BBP 3,0% - 3 Sitze
An 100% fehlende Stimmen = Nicht im Landtag vertretene Wahlvorschläge. Bis 1933 wurde Baden meist von der Zentrumspartei regiert. Baden blieb - trotz württembergischer Versuche während der Zeit des Nationalsozialismus die Vereinigung herbeizuführen - bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in seinen Grenzen unverändert. Das Land wurde durch die nationalsozialistische Reichsregierung jedoch 1933 gleichgeschaltet und einem Reichsstatthalter unterstellt.

Verwaltung
Bis zum Jahre 1924 gliederte sich Baden in vier Landeskommissärbezirke, elf Kreise und 53 Amtsbezirke. Die Zahl der Amtsbezirke wurde nach 1924 auf 40 reduziert, wobei die Zahl der Gemeinden weiterhin 1.536 betrug.

Staatsoberhäupter
Die '''Staatspräsidenten''' der Republik Baden 1918 - 1933: *10. November 1918-14. August 1920: Anton Geiß (1858-1944), Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD *14. August 1920 - 23. November 1921: Gustav Trunk (1871-1936), Deutsche Zentrumspartei Zentrum *23. November 1921 - 23. November 1922: Hermann Hummel (1876-1952), Deutsche Demokratische Partei DDP *23. November 1922 - 23. November 1923: Adam Remmele (1877-1951), Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD *23. November 1923 - 23. November 1924: Heinrich Franz Köhler (1878-1949), Deutsche Zentrumspartei Zentrum *23. November 1924 - 23. November 1925: Willy Hellpach (1877-1955), Deutsche Demokratische Partei DDP *23. November 1925 - 23. November 1926: Gustav Trunk (2. Amtszeit), Zentrum *23. November 1926 - 3. Februar 1927: Heinrich Franz Köhler (2. Amtszeit), Zentrum *3. Februar 1927 - 23. November 1927: Gustav Trunk (3. Amtszeit), Zentrum *23. November 1927 - 23. November 1928: Adam Remmele (2. Amtszeit), SPD *23. November 1928 - 20. November 1930: Josef Schmitt (Staatspräsident) Josef Schmitt (1874-1939), Deutsche Zentrumspartei Zentrum *20. November 1930 - 10. September 1931: Franz Josef Wittemann (1866-1931), Deutsche Zentrumspartei Zentrum *18. September 1931 - 11. März 1933: Josef Schmitt (2. Amtszeit), Zentrum Ernannter '''Reichsstatthalter''' (bis 8. Mai 1933: Reichskommissar): *11. März 1933 - April 1945 -- Robert Wagner (Politiker) Robert Wagner (1895-1946), Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NSDAP Ernannter '''Ministerpräsident''' von Baden: *8. Mai 1933 - April 1945 -- Walter Köhler (1897- 1989), Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NSDAP

Nachkriegsdeutschland 1945 bis 1952
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der nördliche Teil von Baden Teil der Amerikanische Besatzungszone amerikanischen, der südliche Teil der Französische Besatzungszone französischen Besatzungszone. Die Südgrenze der amerikanischen Besatzungszone wurde so gewählt, dass die Autobahn Karlsruhe-München (heutige Bundesautobahn 8 A8) auf der ganzen Strecke innerhalb der amerikanischen Besatzungszone lag. Grenzen waren die jeweiligen Kreisgrenzen. Die Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/1946 46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen, sowie Baden (Südbaden) Baden und Württemberg-Hohenzollern in der französischen Zone. Diese Länder wurden im Zuge der Gründung der Deutschland Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 zu Bundesland (Deutschland) Bundesländern. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland forderte über Artikel 118 Maßnahmen zur Neugliederung der drei Länder. Im Zuge dessen kam es am 25. April 1952 zur Fusion der Länder Württemberg-Baden, Baden (d. h. Südbaden) und Württemberg-Hohenzollern zum Bundesland Baden-Württemberg. Nähere Details zu diesem Thema sowie die weitere Geschichte sind unter Baden-Württemberg aufgeführt.

Weblinks

- Daten und Fakten zur Republik Baden
- Gesetze, Bekanntmachungen und Verfassungen zu Baden {{Navigationsleiste Länder der Weimarer Republik}} Kategorie:Weimarer Republik

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