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QS-Prüfsystem

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Das '''QS-Prüfsystem''' für Lebensmittel ist eine Initiative der Wirtschaft. Beteiligte Vertreter aus Verbänden und Organisationen der Lebensmittelwirtschaft haben sich in der QS Qualität und Sicherheit GmbH zusammengeschlossen.

Hintergrund
Die Gründung des QS-Prüfsystems erfolgte 2001 nach der BSE-Krise im Zusammenhang mit der Einführung des nationalen Biosiegels in Deutschland. Um eine Diskriminierung konventioneller Lebensmittel zu vermeiden, sollte zusätzlich zum Biosiegel ein konventionelles Gütesiegel eingeführt werden, dass die Einhaltung bestehender konventioneller Standards überprüfe. Diese Funktion sollte das QS-Prüfsystem zunächst im Fleischsektor und später auch in anderen Teilbranchen der Lebensmittelindustrie übernehmen.

Ziel
Ziel des QS-Prüfsystems ist es, für mehr Sicherheit und Transparenz bei der Lebensmittelproduktion zu sorgen. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das auf Dokumentation und Kontrolle der Prozesse auf allen Stufen der Lebensmittelerzeugung, -verarbeitung und -vermarktung beruht. Das QS-Prüfsystem schreibt jeder Prozessstufe definierte Kriterien und Kontrollsysteme vor, die eine durchgängige Rückverfolgbarkeit vom Handel bis zum Futtermittellieferanten ermöglichen sollen. Jeder Prozessstufe soll damit gewährleistet werden, dass sie sich auf die Einhaltung der QS-Kriterien in der vorgeschalteten Produktionsstufe verlassen kann. Derzeit gibt es das QS-Prüfsystem für die Bereiche Fleisch und Fleischwaren sowie Obst, Gemüse und Kartoffeln. Das QS-Prüfzeichen steht auch Anbietern aus dem Ausland offen, solange sie die in Deutschland festgelegten und für Deutschland gültigen Regeln, Vorgaben und Vorschriften erfüllen.

QS-Prüfzeichen
Nur Lebensmittel, deren Herstellung durch das QS-Prüfsystem begleitet und kontrolliert wurde, dürfen nach den Bestimmungen des Systems das blaue '''QS-Prüfzeichen''' tragen. Jeder einzelne Betrieb, den ein Produkt durchläuft, wird nach Vorgaben der QS Qualität und Sicherheit GmbH regelmäßig nach QS-Kriterien geprüft. Die Einhaltung dieser Maßstäbe muss jeder Betrieb dokumentieren. Werden bei den neutralen Kontrollen alle Kriterien als erfüllt eingestuft, wird dies in den Warenbegleitpapieren mit dem QS-Prüfzeichen gekennzeichnet.

Kontrollsystem
Ein Fachbeirat entwickelt die Kriterien für die jeweilige Produktgruppe. Das Dokumentations- und Eigenkontrollwesen der QS-Systemteilnehmer wird durch neutrale Zertifizierungsstellen überprüft. Jeder Betrieb im QS-Prüfsystem muss diese neutralen Kontrollen regelmäßig durchlaufen. Durch die Metakontrolle wird die Funktionsfähigkeit des gesamten Systems auf den Prüfstand gestellt. Die QS-Kontrollsystematik setzt also auf drei Ebenen an: 1. Eigenkontrolle der beteiligten Betriebe nach festen QS-Kriterien 2. Neutrale Kontrolle dieser Anforderungen durch unabhängige Zertifizierungsstellen 3. übergeordnete Metakontrolle durch ein unabhängiges Institut oder direkt durch die QS Qualität und Sicherheit GmbH

Wie arbeitet QS?
Von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Lebensmitteleinzelhandel schreibt das QS-Prüfsystem allen beteiligten Betrieben detaillierte Produktionskriterien und -standards vor. Die Teilnahme ist freiwillig, aber selbst verpflichtend. Neue Erkenntnisse und Anforderungen werden kontinuierlich in den Kriterienkatalog eingearbeitet. Verstöße innerhalb des Systems ahndet ein Sanktionsbeirat. Beginnend bei Fleisch und Fleischwaren - und seit dem Jahr 2004 auch im Bereich Frisches Obst und Gemüse sowie Kartoffeln - soll das QS-Prüfsystem in Zukunft auch für weitere Lebensmittelbereiche umgesetzt werden. Teilnehmen können in- und ausländische Betriebe, sofern sie die QS-Kriterien in vollem Umfang erfüllen. Für Importprodukte gelten dieselben Prüf- und Kontrollbestimmungen wie für inländische Produkte. Der Nachweis der ordnungsgemäßen Kontrolle und Dokumentation soll helfen, Fehler und Schwachstellen im Produktionsprozess sofort zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Gesellschafter
Gesellschafter der QS Qualität und Sicherheit GmbH sind der Deutsche Raiffeisenverband e. V. (DRV) für die Futtermittelindustrie, der Deutscher Bauernverband Deutsche Bauernverband e. V. (DBV) für die Landwirtschaft, der Verband der Fleischwirtschaft e. V. (VDF) für Schlachtung/Zerlegung, der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie e. V. (BVDF) für die Fleischwarenindustrie, die Handelsvereinigung für Marktwirtschaft (HfM) für den Lebensmittelhandel sowie die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, zuständig für Zeichenvergabe und Kommunikation.

Kritik
Die durch die Werbekampagne des QS-Prüfsiegels propagierten Produkte ließen Kritikern zufolge den Anschein erwecken, es handele sich um Erzeugnisse die von besonders hoher Qualität seien. Die Werbung suggeriere Verbrauchern dass das Prüfzeichen einen ähnlich hohes Anforderungsprofil wie zum Beispiel das Bio-Siegel habe, und ließe so die Verbraucher einen wesentlich höheren als den gesetzlichen Produktstandard erwarten. In Wahrheit fänden jedoch Kriterien wie artgerechte Haltung, besondere Umweltrichtlinien, oder die Vermeidung und Deklaration von gentechnisch veränderten Futterzutaten keine Bedeutung in den Bedingungen des QS-Prüfzeichens.

Siehe auch
Gütesiegel

Weblinks

- QS Qualität und Sicherheit GmbH
- cma.de
- Informationen der Verbraucher Initiative e.V. zum QS-Zeichen
- Foodwatch-Kritik zum QS-Siegel Kategorie:Lebensmittelindustrie Kategorie:Sicherheit Kategorie:Gütesiegel

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[Der Artikel zu QS-Prüfsystem stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels QS-Prüfsystem zu editieren.
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