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Pseudo-Geber

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Als '''Pseudo-Geber''' bezeichnen heute Historiker mittelalterliche Autoren des 13. Jahrhunderts, die Alchemie alchemistische Texte verfassten und deren Werke lange dem persisch-arabischen Gelehrten DschÄ?bir ibn HayyÄ?n '''DschÄ?bir''' ibn HayyÄ?n (lat. '''Geber''' In der Literatur sind häufig die Begriffe DschÄ?bir, Jabir, Gabir oder Geber in den Registern zu finden. Sie stehen im Zusammenhang mit der historischen Entwicklung der Namen und nicht mit dem Vor- oder Nachnamen einer Person. ) aus dem 8. Jahrhundert zugeschrieben wurden. Die Texte wurden vermutlich deshalb von ihren Verfassern ''DschÄ?bir'' untergeschoben, da unter diesem Pseudonym die hohen Autorität des Gelehrten ihren eigenen Auffassungen mehr Gewicht zuführen sollten. Dabei profitirten die Autoren von dem damals generellen Glauben an ein ''ursprünglich umfassendes Wissen'' (Goldenes Zeitalter), woraus ein hoher Wahrheitsgehalt (möglichst) alter Texte folgt Zbigniew Szydlo, in ''Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft ''.. Daher sind die für die Entwicklung der Chemie wichtigen Texte ''keine'' Ãœbersetzung, sondern neue Texte des Mittelalters. Das wichtige Werk ''Summa perfectionis magisterii'' (Die höchste Vollendung des Meisterwerks), wurde vermutlich vom einem italienischen Franziskaner namens ''Paulus von Taranto'' verfasst. Inhaltlich wird das Werk durch die persische Autoren Abu Bakr Mohammad Ibn Zakariya al-Razi Al-Razi (9. Jahrhundert) und eben DschÄ?bir ibn HayyÄ?n beeinflusst. In später gedruckten Ausgaben der ''Summa'' wurde der Text durch vier weitere Werke ergänzt. Die Texte ''De investigatione perfectionis'', ''De investione perfectionis'', ''De fornacibus construendis'' und ''Testamentum'' sind weitere (spätere) Unterschiebungen, vermutlich anderer Autoren. ''Summa'' beschreibt eine erste klare ''Nur-Mercurius-Lehre'', bei der die Eigenschaft von Stoffen metallisch zu sein auf Quecksilber zurückzuführen ist. Dies weicht von den damaligen Vorstellungen ab, bei denen auch Schwefel eine bedeutende Rolle für die metallischen Eigenschaften eines Stoffes haben sollte Quecksilber und Schwefel haben hier nichts mit der heutigen Vorstellung von Chemisches Elementen zu tun! Hier wird von einer Art Eigenschaftenkonzentrat zur Herstellung von Metallen mit bestimmter Eigenschaften gesprochen. . In der ''Summa'' tritt der Schwefel nur noch als Verunreinigung auf. Quecksilber spielt hier die fundamentale Rolle zur Darstellung des Stein der Weisen ''(lapis philosophorum)'' bzw. der Transmutation (Goldsynthese) und steht damit besonders im Widerspruch zu den historischen Quellen aus dem arabischen Raum. Der erste Teil ''Summa'' beschäftigt sich weder mit der für die Alchemie und Chemie wichtigen Entdeckung der Mineralsäuren, noch mit der Darstellung von reinem Ethanol durch Destillation. Die Schrift ist kein fortlaufender Text, sondern vorsätzlich verstreut angeordnet und dient zur Verschleierung des Wissens siehe Hermetik, Synonym für die Alchemie als eine Geheimwissenschaft, bzw. der Geheimhaltungsethik der Alchemie. . In den Ergänzungen werden hingegen praxisnah verschiedene, unten aufgelistete Abeitstechniken beschrieben. Die Schriften der Pseudo-Geber waren sehr bedeutsam für die Entwicklung der Naturwissenschaften und wirkten bis hinein in das 17. Jahrhundert William R. Newman, in ''Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft.''. '''Arbeitstechniken:''' * ''Destillation'' als Technik, bei denen man etwas ''herabtropfen'' lässt. Zur Destillation zählten Techniken wie die : Destillation entsprechend ihrer heutigen Bedeutung, die : Dekantieren Dekantation einer Teilweise in Schmelze befindlicher Stoffmischung und die : Filtration, bei der mit einem nach unten hängendes Tuch eine Flüssigkeit aus einer Suspension (Chemie) Suspension „absaugt“ wird. * Sublimation (Physik) Sublimation und Kalzination Calcination, *Reinigungsverfahren für Gold :Kupellation Cupellation, bei der Gold mit Blei geschmolzen wird. In einer Oxidations-Reaktion bildet sich eine Schmelze des Goldes und Schlacke von Verunreinigungen. :Zementation (Begriffsklärung) Cementation, bei der Gold bzw. ihre Legierung flachgeschmiedet, in Schichten mit aggressiven Reaktanden bestreichen und anschließend erhitzt bzw. geglüht werden. '''Referenzen'''

Literatur
*{{Literatur |Herausgeber = Claus Priesner, Karin Figala |Titel = Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft |Verlag = Beck |Ort = München |Jahr = 1998 |ISBN = 3406441068 }} *{{Literatur |Autor = Wilhelm Strube |Titel = Der historische Weg der Chemie |Verlag = Aulis Verlag |Ort = |Jahr = 1989 |ISBN = 978-3761411803 }} *''Geber'' in Encyclopædia Britannica [http://www.britannica.com/ebc/article-9036278] Kategorie:Alchemie Kategorie:Alchemist en:Pseudo-Geber

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