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Osmanischer Lloyd

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'''Osmanischer Lloyd''' (franz. ''Lloyd Ottoman'') war eine Tageszeitung, 1908 - 1918 während der Osmanisches Reich Zweiten Osmanischen Verfassungsperiode, in Konstantinopel (seit 1930 Istanbul) in Deutsche Sprache deutscher und Französische Sprache französischer Sprache veröffentlicht. Die erste Ausgabe erschien am 18. November 1908, die letzte am 7. Oktober 1918. Sie wurde vom Auswärtiges Amt Auswärtigen Amt als Teil der deutschen Nahostpolitik initiiert und von der Deutsche Bank Deutschen Bank, vom Bankhaus Gerson Bleichröder Bleichröder und anderen deutschen Unternehmen (u.a. Krupp) finanziert. Die Zeitung hatte mehrere Chefredakteure. Erster Chefredakteur war von 1908 bis 1914 der frühere stellvertretende Chefredakteur der Vossische Zeitung Vossischen Zeitung, E. M. Grunwald. Stellvertretender Chefredakteur war von 1908 bis 1917 der sozialdemokratische Orientalist, Kunsthistoriker, und Journalist Dr. Friedrich Schrader, der dem ansonsten wegen seines "Mittelmaßes" von Zeitgenossen häufig kritisierten Blatt literarisch-intellektuellen Glanz verlieh, vor allem durch seine Beiträge im Feuilleton, die 1917 im Sammelband "Konstantinopel in Vergangenheit und Gegenwart" veröffentlicht wurden.

Mitarbeiter (Auswahl)
(einige Mitarbeiter waren gleichzeitig Nahost-Korrespondenten bedeutender deutscher und Schweizer Tageszeitungen) * Wilhelm Feldmann * E.M. Grunwald ''(Vossische Zeitung, erster Chefredakteur des OL 1908 - 1914)'' * Max Rudolf Kaufmann (Schweiz) ''(Frankfurter Zeitung, Neue Zürcher Zeitung)'' * Dr. Friedrich Schrader ''(Kölnische Zeitung, Magdeburgische Zeitung, Vorwärts (Deutschland) Vorwärts, Die Neue Zeit, stellv. Chefredakteur 1908 - 1917)'' * Paul Weitz (Journalist) Paul Weitz ''(Frankfurter Zeitung)''

Zitate
'''Philip Graves, Korrespondent der The Times Times (London) in Konstantinopel bis 1914:''' ''"In ihrer Einstellung gegenüber ausländischen Journalisten empfand ich die Türken als ausnahmslos höflich. Die jüdisch-deutschen Herausgeber von Zeitungen wie dem "Osmanischen Lloyd" oder dem "Jeune Turc" waren weniger höflich. Als "Mr Greafs" or "Grafs" empfing ich einige der Speerspitzen der nichttürkischen Gefolgsleute der Jungtürken, die die britischen Kritiker der Intrige, reaktionär Reaktion und - ein so allumfassendes Wort, wie es Bolschewismus und Faschismus geworden sind - Türkophobie und des Empfangs von Fördermitteln bezichigten, und trotzdem gleichgültig ihre Namen eindeutschten." (Philip P. Graves, Briton and Turk: London, 1941, Thames and Hutchinson, p. 154)''

Literatur
* Irmgard Farah, 1993, ''Die deutsche Pressepolitik und Propagandatätigkeit im Osmanischen Reich von 1908-1918 unter besonderer Berücksichtigung des „Osmanischen Lloyd“:'' Beiruter Texte und Studien, Band 50, Hg. Vom Orient-Institut der Deutsche Morgenländische Gesellschaft Deutschen Mprgenländischen Gesellschaft, Beirut ISBN 3-515-05719-6 * Max Rudolf Kaufmann, 1957, ''Eine literarische Entdeckung - Schraders "Konstantinopel":'' Mitteilungen der Deutsch-Türkischen Gesellschaft, Heft 17, S. 13-14 (Bemerkungen eines Redaktionskollegen über die Rolle Schraders im OL) * Friedrich Schrader, 1917, ''Konstantinopel in Vergangenheit und Gegenwart:'' J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen Kategorie:Antiquarische Zeitung Kategorie:Zeitung (Türkei) Kategorie:Osmanisches Reich Kategorie:Erster Weltkrieg

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