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Music Corporation of America

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Die '''Music Corporation of America''' (rechtlicher Name '''MCA Inc.''') war eine hauptsächlich in der Musikindustrie Musik- und Fernsehindustrie tätige Vereinigte Staaten US-amerikanische Firma. ''MCA Records'' war das bekannteste Label der Firma, das MCA in Namen trug.

Geschichte
MCA wurde 1924 in Chicago von Jules Stein gegründet und verwaltete ursprünglich Buchungen von Musikern und Bands. Mit dem Aufkommen des Tonfilms begann die MCA auch Schauspieler zu vertreten. Die juristische :en:United States v. Paramount Pictures, Inc. Zerschlagung des alten Hollywood-Studiosystems im Jahre 1948 löste den Vertragszwang für Schauspieler, die nun von Film zu Film entscheiden konnten für welches Studio sie arbeiten wollten – die MCA gewann dadurch an Einfluss, da sie nun unzählige Schauspieler gegenüber den Studios vertrat. Die einsetzende Krise der Filmstudios, ausgelöst durch die zerschlagenen alten Strukturen und das neue Medium Fernsehen, nutze MCA um 1958 das 1,5 km² große Studiogelände ''Universal City'' von der finanziell angeschlagenen Universal Pictures für 11 Millionen US-Dollar zu kaufen. Obwohl MCA nur das Gelände, nicht aber das Filmstudio besaß, übte sie großen Einfluss auf Universal aus, indem sie das Studiogelände modernisierte und Universal im Gegenzug MCA-Klienten unter Vertrag nahm. 1962 stieg MCA mit der Übernahme der amerikanischen Plattenfirma ''Decca Records Inc.'', einem ehemaligen Zweig der britischen Decca Records, ins Plattengeschäft ein. Mit diesem Kauf erwarb man zugleich das Filmstudio ''Universal-International Pictures Inc.'', welches seit 1953 ''Decca Records Inc.'' gehörte. Der Name des Studios wurde mit der Übernahme wieder in ''Universal Pictures'' geändert, die Mutterfirma, die Studio, Produktion und Vertrieb kontrollierte, wurde in ''MCA/Universal Pictures Inc.'' umbenannt. Da Decca Records USA nur die Namensrechte an Decca in den USA besaß, veröffentlichte man außerhalb der USA unter den Labeln ''Brunswick Records'' und ''Coral Records''. Die MCA formierte deswegen 1968 das Label ''MCA Records'', in welchem die Label Brunswick und Coral zusammengefügt wurden. 1973 wurde schließlich in den USA der Name ''Decca'' durch die MCA zugunsten von ''MCA Records'' aufgegeben. 1975 wurde auch der Buchverlag ''G. P. Putnam's Sons'' an die Firma angeschlossen. Ab 1979 erweiterte MCA seine Musiksparte durch die Zukäufe von ''ABC Dunhill Records'', ''Chess Records'' (1985) und der legendären ''Motown Motown Record Company'' (1988). 1990 folgten ''GRP Records'' und ''Geffen Records''. 1990 wurde die gesamte MCA-Holding für 6,1 Milliarden US-Dollar von dem japanischen Elektronikkonzern Matsushita aufgekauft – ähnlich wie es Konkurrent Sony mit anderen US-Medienunternehmen gemacht hatte. Als der kanadische Mischkonzern Seagram 1995 von Matsushita für 5,7 Milliarden US-Dollar 80% von MCA erwarb, änderten die neuen Eigentümer den Namen umgehend: aus ''MCA Inc.'' wurde ''Universal Studios Inc.'', während das Musikgeschäft aus ''MCA Music Entertainment Group'' in ''Universal Music Group'' umbenannt wurde. Motown wurde 1993 an PolyGram Polygram veräußert. Im Frühling 2003 wurde das Label ''MCA Records'' mit Geffen Records zusammengelegt. Das Countrymusik-Label ''MCA Nashville Records'' ist als letztes MCA Records-Label noch aktiv. Kategorie:Medienunternehmen Kategorie:US-amerikanisches Musiklabel Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Vereinigte Staaten) en:Music Corporation of America fr:Music Corporation of America ja:Music Corporation of America no:Music Corporation of America pt:Music Corporation of America sv:Music Corporation of America

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