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Marubi

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Der Familie '''Marubi''' entstammten mehrere bedeutende albanische Fotografen. Die Marubis unterhielten im 19. und 20. jahrhundert über drei Generationen ein Fotografie Fotostudio in der Albanien nordalbanischen Stadt Shkodra, welches überhaupt das erste in Albanien gewesen ist. Mit ihrem Werk leisteten die Marubis einen wesentlichen Beitrag zur Dokumentation der albanischen Lebenswelt ihrer Zeit und des kulturellen Erbes in dem Balkanland. Drei Mitglieder der Familie haben gegen das Ende des 19. Jahrhundert 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Landschafts- und Alltagsaufnahmen gemacht, die ein einzigartiges künstlerisches Zeitzeugnis Geschichte Albaniens albanischer Geschichte darstellen. Ferner finden sich viele Auftragsbilder, auf denen Albaner in landestypischer Tracht zu sehen sind. Auch viele wichtige Politik politische Ereignisse der Epoche haben die drei Fotografen in Aufnahmen festgehalten. Ausgestellt sind die Werke in der ''Fototeka Marubi'' in Shkodra.

Die Fotografen


Pjetër Marubi
'''Pjetër Marubi''' (* 1834 in Piacenza als ''Pietro Marubbi'', Italien; † 1905) musste als Unterstützer von Giuseppe Garibaldi seine von den Österreichern besetzte Heimat aus politischen Gründen verlassen. 1856 suchte er Asyl in Shkodra und betätigte sich unter anderem als Architekt, Maler und Bildhauer. Im Jahr 1858 machte er das erste Foto, das je in Albanien aufgenommen wurde: Ein Porträt von ''Hamze Kazazi'', einem Aufständischen für die albanische Nationalfrage. Er gründete das erste Fotostudio des Landes, das er ''Dritëshkronja Marubi'', die ''Lichtschrift Marubi'', nannte. Bereits Pjetër hat politische Ereignisse im damaligen Westen des Osmanisches Reich Osmanischen Reichs auf Zelluloid gebannt, so Aufstände in der Mirdita (1876.html">1877 77)_und die Liga von Prizren (1878).

Kel Marubi
1885 begann der 15-jährige '''Kel Marubi''' (* 1870 als ''Mikel Kodheli'' in Kodheli i Kodrimës; † 1940) als Gehilfe in Pjetërs Studio zu arbeiten. Er ersetzte seinen Bruder Mat, der diese Stelle bis zu seinem frühen Tod innehatte. Die beiden Söhne von Pjetër Marubis Gärtner absolvierten ein Praktikum in Triest. Pjetër Marubi Adoption adoptierte Kel später und vererbte ihm sein Fotostudio. Kel Marubi war Patriot und in der Bewegung der albanischen Wiedergeburt aktiv. Er war Mitbegründer der Gesellschaft ''Die albanische Sprache'' und Herausgeber der Zeitung ''Zëri i Shkodrës'' (Die Stimme von Shkodra). Kel ist aus künstlerischer Sicht über die Fußstapfen seines Lehrers hinausgetreten. Er hat mit seinen Abbildungen der nordalbanischen Gesellschaft einen wesentlichen Beitrag an die Fotosammlung geliefert. Er fotografierte Persönlichkeiten aus Nordalbanien und die Führer des albanischen Staates, aber auch einfache Bergler und die zum Teil Schleier verschleierten städtischen Damen. Kels Aufnahmen des städtischen Alltags zeigen viele Geschäftsleute in ihren Betrieben, aber auch Marktgeschehen und Bettler. Sogar bei seinen Landschaftsaufnahmen scheinen immer Personen im Mittelpunkt zu stehen. Er dokumentierte jeden historischen Anlass seiner Zeit in Albanien, von der Ankunft des Fürsten Wilhelm zu Wied bis zur Hochzeit des Königs Ahmet Zogu Zog I.. 1910 beauftragte ihn Nikola (Montenegro) Nikola von Montenegro, Fotos von den Feierlichkeiten anlässlich seiner Erhebung zum König zu machen.

Gegë Marubi
Kels Sohn '''Gegë Marubi''' (* 1909; † 1984) trat in die Fußstapfen seines Vaters und wurde ebenfalls Fotograf. In Lyon studierte er an der Schule der Brüder Lumière. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Preise. Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern machte er auch viele Fotos von Landschaften ohne Menschen. Als die Kommunismus Kommunisten 1944 nach dem Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg die Macht übernahmen, beendete Gegë seine künstlerische Tätigkeit. 1974 vermachte er das Fotoarchiv mit 150.000 Negativfilm Negativen (Glasplatten) dem albanischen Staat.

Das Werk der Marubi
Allein schon die Menge der Fotos ist außerordentlich beeindruckend. Die Bilder zeigen über einen Zeitraum von beinahe 100 Jahren praktisch lückenlos die politischen Ereignisse und den gesellschaftlichen Wandel der Stadt Shkodra und eines großen Umkreises bis Mittelalbanien auf. Dokumentiert sind ereignisreichen Jahre, als Albanien allmählich die Unabhängigkeit von den Türken erlangte und sich ein eigener Staat bildete. Neben politischen Führern und der reichen Oberschicht waren zudem viele einfache Menschen und ihr Alltag Motiv der Marubi-Fotografen.

Die ''Photothek Marubi''
Die französische Organisation ''Patrimoine Sans Frontières'' hatte Mitte der 1990er Jahre mit Unterstützung der UNESCO die Sammlung gesichtet. Eine Ausstellung von 100 Bildern wurde in der Folge in einigen Frankreich französischen und italienischen Städten gezeigt. Nach einer Ausstellung in Tirana wurde diese Ausstellung in ein eigenes Museum in Shkodra überführt. Die ''Fototeka Marubi'' kann seit 2001 besichtigt werden. Eine elektronische Archivierung ist am Laufen.

Literatur
* Ismail Kadare: ''Albanie. Visage des Balkans. Ecrits de lumière''. Arthaud, Paris 1995 ISBN 2-7003-1062-4 * Institut Veneto di Scienze, Lettere ed Arti: ''Un Secolo di realtà albanese. Le foto dell'archivio marubi (1858-1944). Catalogo della mostra''. Venedig 2003

Weblinks

- Albanie, écrits de lumière (Website über oben erwähntes Buch)
- Fototeka Marubi
- In Your Pocket Guide: Fototeka Kategorie:Albanische Geschichte Kategorie:Fotograf Kategorie:Albaner

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[Der Artikel zu Marubi stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Marubi zu editieren.
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