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M-Base

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'''M-Base''' benennt die ästhetische Auffassung einer Gruppe von Jazzmusikern um Steve Coleman, Greg Osby, Robin Eubanks und Cassandra Wilson. „M-Base“ ist eine Abkürzung für „Macro-Basic Array of Structured Extemporizations? und benennt eine gemeinsame Auffassung, nach der eigene aktuelle Erfahrungen durch eine kreative Musik ausgedrückt werden sollen, in der sowohl Improvisation als auch Strukturierung wesentlich sind. Ziel ist eine – wenn auch sehr weit verstandene - gemeinsame musikalische Sprache. Elemente dieser Orientierung sind: *Gegenwartsbezug *Improvisation *Strukturierung *Belebung der Kreativität *laufende geistige Weiterentwicklung als Voraussetzung für musikalische Entfaltung *eine nicht der „westlichen“ Zivilisation entsprechende, vor allem aus afrikanischen Kulturen stammende Sichtweise und Ausdrucksart *der Einfluss dieser „nicht-westlichen“ Art auf die musikalische Gestaltung, vor allem hinsichtlich der Entwicklung von Rhythmus (Musik) Rhythmik (s.a. Polyrhythmik) und Melodie Melodik *die Verbindung der herausragenden Leistungen der Jazz-Geschichte über die Zeiten hinweg durch die Bedeutung dieser Elemente. Das M-Base-Konzept weist somit in eine Richtung, die etwa an die kreative Energie bei der Entstehung des „Bebop“ denken lässt, an das lose Kollektiv der daran beteiligt gewesenen Musiker und auch an die Art der damals vorangetriebenen musikalischen Ausdrucksformen. Diesem Konzept entspricht somit nicht: eine erstarrte Fortführung der Bebop-Stilistik, eine strukturlose „frei improvisierte Musik“, eine Musik, in der Improvisation keine oder nur eine geringe Rolle spielt oder für deren Gestaltung geschäftliche Gesichtspunkte maßgeblich sind. Nachdem Musiker aus diesem Umfeld in den 1980er Jahren mit ihrer Musik Aufsehen erregten, wurde der von ihnen verwendete Begriff „M-Base“ von Jazz-Kritikern aufgegriffen, um die Musik des Kollektivs einzuordnen. Aufgrund ihrer stilistischen Vielfalt eignete sich dafür aber dieser Begriff nicht, mit dem lediglich ein gemeinsames Verständnis von den grundlegenden Zielen für die Bemühungen jedes einzelnen um die Entwicklung seiner Musik skizziert wurde. Wegen der für Jazz-Musiker mit solchen Ambitionen ungünstigen kommerziellen Verhältnisse sind ohnehin nur wenige Musiker dem damals eingeschlagenen Weg weiter so konsequent gefolgt wie Steve Coleman. Bei einigen jüngeren Musikern wie Stefon Harris wird aber deutlich, dass sie ebenso wie ein Teil von Jazz-Rap und -Hip-Hop auf den M-Base-Prinzipien aufbauen.

Weblinks

- What is M-Base?
- Steve Coleman, M-Base, and Music Collectivism
- M-Base Collective
- Greg Osby Interview Kategorie:Jazz-Stil en:M-Base




[Der Artikel zu M-Base stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels M-Base zu editieren.
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