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M'zab

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Das '''Tal von M'zab''', {{ar|مزاب}}, auch M'zab genannt, ist eine Oasen-Region in Zentral-Algerien (Ghardaia (Provinz) Provinz Ghardaia), die vor allem von den Mozabiten bewohnt wird und seit 1982 UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Geschichte
Image:Ghardaia.jpg 300px|right|thumb|Ghardaïa (Tagherdayt) Die Region ist seit dem Neolithikum besiedelt. Seit dem 9. Jahrhundert wurde der wenig bevölkerte Mzab zur Zufluchtsstätte von Charidschiten, die heute als Mozabiten bekannt sind. Spuren sehr früher Besiedelung wurden gefunden, die heute vorhandenen Stätten stammen jedoch vom Anfang des 11. Jahrhunderts. Die Erbauer waren Ibaditen, Angehörige einer damals im Maghreb vorherrschenden Richtung des Islam. Nachdem ihre Hauptstadt in Tahert im Jahre 909 niedergebrannt wurde, zogen sie nach Sedrata und schließlich nach M'zab. Der bis dahin nur sporadisch durch Nomaden bewohnte Landstrich wurde wegen der guten Verteidigungsmöglichkeiten und auch in einer selbst gewählten Isolation zur Bewahrung der eigenen Identität gewählt. Fünf zidadellenartige, befestigte Dörfer oder ''Ksour'' wurden gegründet: El Atteuf, Bou Noura, Beni Isguen, Melika und Ghardaja. Jede ist mit einer Festungsmauer umgeben und wird von der Moschee beherrscht, deren Minarette als Wachturm dienen. Die Moschee diente auch als Arsenal (Lager) Arsenal und Kornspeicher und als eigenständige Befestigungsanlage in der Festung, ähnlich dem Bergfried im europäischen Mittelalter. Die Häuser sind in mehreren Kreisen konzentrisch um die Moschee gebaut und bestehen jeweils aus einem Raum einheitlicher Größe. Außerhalb der Mauern lag der Friedhof, ebenfalls mit einfachen, einheitlichen Gräbern, nur die Gräber der Weisen und kleine Moscheen sind aufwendiger gestaltet. Im Sommer zogen die Bewohner in Palmhaine, wo ebenfalls befestigte Häuser und Wachtürme um eine Moschee ohne Turm gruppiert waren. Diese Lebensweise wurde kontinuierlich bis ins 20. Jahrhundert fortgeführt. Im 18. Jahrhundert war der Mzab ein wichtiges Handelszentrum im Transsahara-Handel. 1853 schlossen die sieben Oasen ein Vertrag mit Frankreich, der ihnen Autonomie zusicherte. Dennoch wurde der Mzab später von Frankreich annektiert.

Geografie
Das Tal liegt auf einer Fläche von 72 km² etwa 600 km südlich von Algier in der Sahara. Der Mzab ist ein felsiges Hochebene Plateau auf einer Höhe zwischen 300 und 800 Metern. Der Wadi Mzab durchquert das Plateau von Nordwest nach Südost. Der Mzab umfasst folgende sieben Oasen: * Ghardaia * Mélika * Beni Isguen * Bou Noura * El Atteuf * Guerrara * Berniane

Weblinks

- Mzab Online (Französisch)
- Seite der UNESCO zu M'zab Kategorie:Oase Kategorie:Weltkulturerbe (Afrika) Kategorie:Region in Afrika Kategorie:Kultur (Algerien) Kategorie:Geographie (Algerien) {{Koordinate Artikel|32_29_14.12_N_3_40_52.71_E_type:landmark_region:DZ|32° 29′ 14" n. Br., 3° 40′ 52" ö. L.}} ar:مزاب en:M'zab fi:M'Zabin laakso fr:Mzab it:Mzab pt:Vale de M'Zab

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