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Landreform

*** Shopping-Tipp: Landreform

{{Dieser Artikel|befasst sich mit Landreformen im allgemeinen und weltweiten Rahmen. Für Landreformen in Deutschland und Österreich siehe Bodenreform in Deutschland bzw. Bodenreform in Österreich. Für den breiter gefassten Begriff der Agrarreform siehe dort.}} Bild:Jakarta farmers protest23.jpg thumb|310px|Indonesische Bauern demonstrieren in Jakarta für Landrechte Der Begriff '''Landreform''' oder '''Bodenreform''' bezeichnet eine Änderung der Eigentums- oder Nutzungsrechte an Grundstücken oder allgemein der Rechtsordnung in diesem Bereich, die meist eine gleichmäßigere („gerechtere“) Verteilung des Landbesitzes zum Ziel hat. Hierbei soll der Boden (Produktionsfaktor) Boden von Großgrundbesitzern zu Kleinbauern und landlosen Landarbeitern Umverteilung umverteilt werden. Es gibt sowohl politisch-ideologische als auch sozial- und wirtschaftspolitische Motive für Landreformen. Gründe für eine Reform reichen von philosophischen Gerechtigkeitsüberlegungen bis hin zu einer effektiveren Nutzung des Bodens. Mechanismen zu ihrer Umsetzung reichen von der marktgestützten Landreform, bei der Kleinbauern das Land zum Marktpreis kaufen, bis hin zur entschädigungslosen Enteignung der Großgrundbesitzer durch den Staat. Insbesondere letzteres wird kritisiert, da es in das Grundrecht auf Eigentum eingreift. Die Geschichte der Landreformen beginnt bei den Gracchische Reform Reformen der Gracchen im antiken Rom. Im modernen Europa fand die erste Landreform nach der Französische Revolution französischen Revolution statt. In vielen ehemaligen Kolonien kam es in Folge der Dekolonialiserung zu Bodenreformen. Auch im 21. Jahrhundert gibt es Landreformbewegungen, die vorwiegend in Entwicklungsland Entwicklungsländern stattfinden.

Motive für Landreformen
Landreformen sollen meist eine gleichmäßigere Verteilung des Landbesitzes erreichen und den Boden von Großgrundbesitzern zu Kleinbauern und landlosen Landarbeitern Umverteilung umverteilen. Zudem wird oft eine „optimale Betriebsgröße“, das heißt eine nicht „zu große“ und nicht „zu kleine“ Größe landwirtschaftlicher Betriebe angestrebt, wobei diese je nach Zeit, Land, Nutzungsart und Bodenqualität unterschiedlich definiert wird.

Politisch-ideologische Motive
Für die oben erwähnten Ziele werden unter anderem Ethik ethisch-Philosophie philosophische Argumente wie die „soziale Gerechtigkeit“ angeführt. Im Sozialismus und Kommunismus sind Landreformen Bestandteil der Überführung der Produktionsmittel unter die Kontrolle der Arbeiter- und Bauernschaft. Auch politische, Ideologie ideologische und religiöse Strömungen, die das (Privat-)Eigentum an Boden grundsätzlich in Frage stellen, zählen zu den Sympathisanten von Landreformen.

Wirtschafts- und sozialpolitische Motive
Befürworter führen Sozialpolitik sozialpolitische und wirtschaftliche Gründe für Landreformen an. So schafft eine kleinbäuerliche Landwirtschaft generell mehr Arbeitsplätze als eine Industrielle Landwirtschaft industriell betriebene großflächige Landwirtschaft; in Brasilien bietet der Großgrundbesitz beispielsweise Arbeit für 420.000 Menschen, wohingegen Kleinbetriebe mehr als 14 Millionen beschäftigen''[http://www.evb.ch/p25010039.html WTO transparent]'', Dokumentation der Erklärung von Bern, 2005. Landreformen sollen daher oft Arbeit und Existenzgrundlagen für die – zumeist armen – Begünstigten schaffen wie auch die Landflucht eindämmen. Darüber hinaus kann eine Landreform eine Maßnahme sein, um Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität eines Landes oder Gebietes zu fördern, da Großgrundbesitzer zu einem großen Teil Exportorientierung exportorientiert wirtschaften, den als investitionshemmend und daher schädlich geltenden Rentenkapitalismus betreiben oder ihr Land brachliegen lassen, während Kleinbauern eher Food Crops Grundnahrungsmittel zur Subsistenzwirtschaft und für lokale Märkte anbauen. Brasilien gehört durch die Produktion der riesigen ''Fazendas'' zu den führenden Exporteuren von ''Cash Crops'' wie Soja, Orangensaftkonzentrat, Kaffee, Rindfleisch etc. Dagegen werden Bohnen und Maniok, die wichtige Grundnahrungsmittel der brasilianischen Bevölkerung darstellen, zu 70 bzw. 84 % von Kleinbauern produziert''[http://www.evb.ch/p25010039.html WTO transparent]'', Dokumentation der Erklärung von Bern, 2005. Die Welternährungsorganisation Welternährungsorganisation FAO widmete der Bedeutung von Landreformen für die ländliche Entwicklung und die Bekämpfung des Welthungers 2006 eine Konferenz im brasilianischen Porto Alegre.

Weitere Motive
In Gebieten, in denen eine Siedlungskolonisation stattgefunden hat oder sonst zwangsweise Land enteignet wurde, betrachten manche der Enteigneten bzw. deren Nachfahren dies als historisches Unrecht, das durch Landrückgabe oder anderweitige Entschädigung wiedergutgemacht werden müsse. Dies spielt heute insbesondere im Südliches Afrika südlichen Afrika eine Rolle, ähnliche Fragen stellen sich bezüglich der Indianer Amerikas, der Aborigines in Australien und der Maori in Neuseeland. Andere Beweggründe für Landreformen können Rassismus rassistische Motive – so in Simbabwe teilweise anti-weißer Rassismus von Seiten Schwarzer – oder die Schwächung von politischen Gegnern zugunsten der Stärkung politischer Anhänger sein.

Motive und Argumente der Gegner von Landreformen
Die Gegner – namentlich die Landbesitzer, welche ihr Land im Zuge einer Landreform abgeben müssen – machen geltend, dass eine Landreform den Diebstahl von aus ihrer Sicht legitimem Besitz darstelle. Vertreter politischer Anschauungen wie des Neoliberalismus, die grundsätzlich skeptisch gegenüber staatlichen Eingriffen in Markt (Ökonomie) Markt und Wirtschaft sind, lehnen Landreformen tendenziell ab. Großgrundbesitzer behaupten auch, dass eine großflächige Landbewirtschaftung effizienter und produktiver als der Anbau auf kleineren Landstücken sei.

Geschichte
Historisch spielte die Frage der Landreform mehrfach eine bedeutende Rolle. Im 2. Jahrhundert v. Chr. im Altes Rom alten Rom versuchten die Brüder Tiberius Gracchus Tiberius und Gaius Gracchus erfolglos, im Rahmen der Gracchische Reformen Gracchischen Reformen eine Landreform durchzusetzen. Damit lösten sie ein Jahrhundert der Römische Bürgerkriege Römischen Bürgerkriege und die Spaltung der römischen Politik in Popularen (ursprünglich Befürworter von Landumverteilungen zugunsten der Proletariat Proletarier) und Optimaten (Verteidiger der Interessen von Latifundium Latifundienbesitzern) aus. Auch in den diversen Bauernkriegen in Europa gehörten u. a. Landreformen und ähnliche Belange zu den Zielen der Aufständischen. Landreformen bzw. Forderungen danach waren Bestandteil verschiedener sozialistisch bis kommunistisch ausgerichteter Revolutionen auf der ganzen Welt sowie vieler Dekolonisationskämpfe in Entwicklungsland Entwicklungsländernvergleiche z. B. den Aufstand der Herero und Nama in Namibia, den Mau-Mau (Kenia) Mau-Mau-Aufstand in Kenia oder den Maji-Maji-Aufstand in Tansania, wo jeweils die Landnahme durch weiße Siedler und der damit verbundene Landverlust für die einheimische Bevölkerung eine entscheidende Bedeutung innehatte.. Bild:MST International Socialist46623.jpeg thumb|Landreformbewegung heute: Kinder und Jugendliche der brasilianischen Landlosenbewegung MST In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielten Bauernparteien insbesondere in Mittel- und in Osteuropa eine wichtige Rolle bei der Artikulation und Durchsetzung bäuerlicher Interessen. Nach 1945 kam es in mehreren ostasiatischen Ländern zu Landreformen, die als einer der Gründe für deren darauffolgenden wirtschaftlichen Aufstieg angesehen werden. Heute existieren Landreformbewegungen hauptsächlich in Entwicklungsländern, insbesondere in Lateinamerika. Die modernen Landreformbewegungen bilden teilweise Synergien mit der Dritte Welt-Bewegung in Industrieländern und der Globalisierungskritik. Auf weltweiter Ebene setzt sich das Kleinbauernnetzwerk Via Campesina für Landreformen ein. ''Hauptartikel:'' Bodenreformbewegung

Formen der Landreform
Landreformen können auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. Das Spektrum reicht von der „Marktgestützen Landreform“ ''(siehe Landreform#Marktgestützte Landreform unten)'' über staatliche Subventionen oder Darlehen für Bauern und Landarbeiter, die das von ihnen bearbeitete Land kaufen möchten, bis hin zu Erwerb und Verteilung des Landes durch den Staat selbst. In den einen Fällen kauft der Staat hierbei das Land von Großgrundbesitzern, welche es freiwillig verkaufen („''willing seller – willing buyer''“), in anderen Fällen greift er zum Mittel der Enteignung, welche vollumfänglich, teilweise oder auch nicht Entschädigung entschädigt werden kann und bisweilen mit Gewalt geschieht. Manchmal wird im Rahmen einer Landreform privates Land Verstaatlichung verstaatlicht, in anderen Fällen wiederum Staatsland in den Privatbesitz von Kleinbauern überführt. Privatbesitz kann zum Allmende Gemeinschaftsbesitz umgewandelt werden (Kollektivierung) oder auch Gemeinschaftsbesitz unter den Mitgliedern der Gemeinschaft aufgeteilt werden.

Marktgestützte Landreform
Die Marktgestützte Landreform ''(market-based agrarian reform)'' ist eine Variante der Landreform, die von der Weltbank gefördert wird. Hierbei muss der Kleinbauer, der provisorisch Land erhalten hat, dieses dem vorherigen Besitzer zum vollen Marktpreis abkaufen. Vermag er dies nicht, verliert er das Land wieder. Verteilt wird ausschließlich Land, das von den Besitzern freiwillig auf den Markt geworfen wurde. Dieses Modell wurde in den 1990er Jahren in Brasilien, Kolumbien und Südafrika angewendet, wobei die Resultate als bescheiden bewertet wurden. Organisationen wie Via Campesina und FIAN kritisieren die Marktgestützte Landreform als ineffektiv, da sie sich nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der ärmsten Bauern ausrichte und zudem vorwiegend Land von minderer Qualität von kleinen und mittleren Betrieben auf dem Markt angeboten werde, während Großgrundbesitzer ihre Ländereien von besserer Qualität kaum freiwillig anböten.[http://www.attac.de/agrarnetz/dokumente/paasch_landreformen.pdf FIAN: Landreformen: zwischen Markt und Menschenrechten] (PDF)

Freiwirtschaftliche Bodenreform
Gemäß dem „Freiland“-Konzept der Freiwirtschaft sollen Landeigentümer einen Teil des Gewinnes, den sie aus ihrem Land ziehen, in Form einer Abgabe an die Allgemeinheit überführen, da der Boden Allgemeingut sei. Bedeutendster Vertreter dieser Landreformidee war der US-Amerikaner Henry George.

Einzelaspekte


Landreform und Menschenrechte
Organisationen wie FIAN fassen das Recht auf Nahrung in erster Linie als Recht, sich zu ernähren auf. Dieses müsse entweder durch ein existenzsicherndes Einkommen aus Lohnarbeit oder durch den Zugang zu Produktive Ressource produktiven Ressourcen wie Land, um selbst Nahrung zu produzieren, gewährleistet werden. Gemäß dieser Auffassung kann eine ungleiche Verteilung von Landbesitz einer Verletzung des Menschenrechte Menschenrechts auf Nahrung gleichkommen und eine Landreform ein notwendiges Mittel zur Umsetzung dieses Rechts sein. Gegner von Landreformen sehen hingegen das Menschenrecht auf Eigentum für die jeweils zu enteignenden Landbesitzer gefährdet, es sei denn, es handle sich um illegal erworbenes Eigentum (etwa durch die Fälschung von Dokumenten oder die gewaltsame Verdrängung der ursprünglichen Landbesitzer). Im Zusammenhang mit Landreformen kommt es teilweise zu Menschenrechtsverletzungen, beispielsweise bei gewaltsamen Enteignungen.

Landreform und Frauenanliegen
Befürworter von Landreformen kritisieren manchmal, dass zumindest in früheren Landreformen die spezifische Situation und die Anliegen von Frauen wenig berücksichtigt worden seien. So waren von den Begünstigten der Landreform in Honduras von 1962 bis 1991 gerade 4 % Frauen[http://www.fian.de/fian/index.php?option=com_urgentactions&Itemid=176&uaID=412 FIAN: Honduras: Repressalien gegen Bäuerinnen in Kampf um Land zum Leben]. Da Frauen in vielen Entwicklungsländern einen Großteil der Haus- und Feldarbeit leisten, aber das meiste Land sich im Besitz von Männern befindet, treten manche Feminismus Feministinnen für eine Umverteilung des Landbesitzes nicht nur von Großgrundbesitzern zu Kleinbauern, sondern auch innerhalb der Bauernfamilien ein.

Landreformen in der Entwicklungspolitik
Private Entwicklungsorganisationen arbeiten teils mit Nichtstaatliche Organisation NGOs in Entwicklungsländern zusammen, welche sich für Landreformen einsetzen; insgesamt spielt diese Thematik jedoch in der Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit der Industrieländer eine geringe Rolle. An einer Sondersitzung der Welternährungsorganisation FAO im November 2006 sprachen sich Brasilien, Argentinien, die Philippinen und weitere Entwicklungsländer für ein stärkeres Engagement der FAO in diesem Bereich aus, was von den Vereinigte Staaten USA, Kanada, der Europäische Union EU und Japan abgelehnt wurde[http://www.fian.org/fian/index.php?option=content&task=view&id=243&Itemid=103 FIAN: Rich Countries block Land Reform Initiative]. Das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ strich 2001 die Budgetlinie für „strukturelle Ernährungssicherung“, um den hierfür aufgewendeten Betrag stattdessen für Nothilfe zu verwenden. Weiterhin unterstützt das BMZ Landreformprogramme nach dem ''willing seller – willing buyer''-Prinzip, etwa in Namibia.[http://www.forum-ue.de/fileadmin/userupload/publikationen/aglw_2006_hungerbilanz.pdf Forum Umwelt und Entwicklung: Magere Bilanz – Deutsche Hungerpolitik zehn Jahre nach dem Welternährungsgipfel] (PDF)

Folgen von Landreformen
Die Folgen von Landreformen fielen im Laufe der Geschichte sehr unterschiedlich aus. Beispielsweise werden die nach 1945 in den heutigen „Tigerstaaten“ Asiens durchgeführten Landreformen als erfolgreich und als ein Mitgrund für den wirtschaftlichen Aufstieg dieser Länder gewertet. Andere Reformen wurden beschlossen, aber unvollständig umgesetzt, blieben weitgehend folgenlos oder zeigten negative Folgen. So trugen die Zwangskollektivierungen in kommunistischen Systemen mehrfach zu Hungersnot Hungersnöten bei (in der Sowjetunion in den 1930ern, in Volksrepublik China China 1959–62 und in den 1990ern in Nordkorea), und in Simbabwe hat die „beschleunigte Landreform“ ab 2000 die gegenwärtige Krise im Land mitverursacht. ''Für weitere Beispiele siehe die untenstehende Liste.''

Landreformen nach Regionen


Afrika
Die Thematik der Landreform spielt vor allem im Südliches Afrika südlichen Afrika eine Rolle, wo sich als Erbe von Kolonialismus und Apartheid ein großer Teil insbesondere der fruchtbarsten Böden im Besitz weißer Farmer befindet, während die meisten schwarzen Bauern auf wenig Land Subsistenzwirtschaft betreiben. Bedeutende Teile der schwarzen Bevölkerungsmehrheit betrachten die Landnahme weißer Siedler in der Kolonialzeit als Diebstahl und die Rückgabe von Land daher als notwendige Wiedergutmachung historischen Unrechts. In manchen Gebieten führen der Verlust von fruchtbarem Ackerland (durch Erosion/Desertifikation), Bevölkerungswachstum und Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft zu allgemeinem Landmangel.

= Simbabwe
= In Simbabwe wurde entsprechend dem Lancaster-House-Abkommen 1979, welches die Unabhängigkeit Simbabwes und das Ende der Apartheid im Land besiegelte, ein Fonds gegründet, der nach dem ''willing seller – willing buyer''-Prinzip Land von weißen Farmern kaufte, um es zu verteilen. Dieser Fonds wurde von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien mitfinanziert und bewirkte 1980–1990 die Umverteilung von mehr als 20.000 km² Land an etwa 70.000 Begünstigte. Insgesamt ging die Landreform jedoch nur langsam voran, sodass Präsident Robert Mugabe Mugabe 2000 die kontroverse „:en:Land reform in Zimbabwe beschleunigte Landreform“ ''(fast-track land reform)'' initiierte. Seither wurden praktisch alle weißen Farmer ohne Entschädigung gewaltsam vertrieben. Das enteignete Land wurde vielfach nicht wie ursprünglich vorgesehen an landlose schwarze Bauern oder an die vormaligen Farmarbeiter vergeben, sondern an Anhänger Mugabes. Aufgrund mangelnder landwirtschaftlicher Erfahrung oder weil die Lieferung von Saatgut und landwirtschaftlichen Hilfsmitteln von der Regierung versprochen, aber nicht eingehalten wurde, ließen viele der neuen Landbesitzer ihren Boden brachliegen. In der Folge waren die vertriebenen ehemaligen Farmarbeiter von Arbeitslosigkeit und das Land von Nahrungsmittelknappheit betroffen.''[http://magma.nationalgeographic.com/ngm/0308/feature5/fulltext.html Ein Land der Narben]'', National Geographic August 2003

= Weitere Länder
= * Angola: Nach dem Abzug der portugiesischen Kolonialmacht 1975 wurden Farmen aus ehemals portugiesischem Besitz in Staatsfarmen umgewandelt. Diese rentierten jedoch nicht und wurden schließlich an private Bauern oder Kooperativen übertragen.[http://countrystudies.us/angola/91.htm Countrystudies.us: Angola – Agriculture]
2004 wurde in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen ein neues Landgesetz ausgearbeitet, das Nutzungs-, Gewohnheits- und Vererbungsrechte, Entschädigungsrechte im Fall von Enteignungen und die Einführung von Nutzungsgebühren für Großgrundbesitz regelt. In der Praxis wurde dieses Gesetz aber nicht vollständig umgesetzt, was zu Rechtsunsicherheit führt. Korrupte Akteure – ''tubarões'' („Haie“) genannt – eignen sich zuweilen illegal große Ländereien an und vertreiben die darauf ansässige Bevölkerung.[http://library.fes.de/pdf-files/iez/03339.pdf Studien zur länderbezogenen Konfliktanalyse: Angola#Landkonflikte] * Äthiopien: Die traditionellen Landbesitzsysteme in Äthiopien sind vielfältig. Während der Bodenbesitz im Norden des Landes relativ gleichmäßig verteilt war, war die Ungleichheit im Süden größer. Ab Mitte der 1960er waren Teile der äthiopischen Bevölkerung für Landreformen. Die Landreform des kommunistischen Derg 1975 wurde im Süden begrüßt, im Norden hingegen teilweise abgelehnt. Hierbei wurde das Land verstaatlicht, wobei die Bauern Nutzungsrechte für Landstücke von weniger als zehn Hektar erhielten. Die Tendenz der Aufteilung in immer kleinere Parzellen, welche kaum zur Selbstversorgung ausreichen, hält an.[http://countrystudies.us/ethiopia/89.htm Countrystudies.us: Ethiopia – Land Reform] * Burkina Faso: In den 1980er Jahren ließ Thomas Sankara das Land, das bisher von Dorfvorstehern nach Gutdünken verteilt worden war, umverteilen gemäß den Bedürfnissen der Bauernfamilien.Jean Ziegler: ''Wie kommt der Hunger in die Welt?'', ISBN 3570300595 * Kenia: In den 1960er Jahren lancierte Jomo Kenyatta eine Landreform auf Basis der ''willing seller – willing buyer''-Prinzips, die von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien finanziert wurde. 2006 kündigte Mwai Kibaki die Neuverteilung von Land in der Küstenregion, welches sich im Besitz abwesender Landeigentümer befindet, an Menschen, die sich auf diesem Land niedergelassen haben, an[http://news.bbc.co.uk/2/low/africa/5275670.stm BBC News: Pledge to redistribute Kenya Land]. * Mauretanien: Es stellt sich die Frage nach der Übergabe von Land aus dem Besitz der Elite der „Bidhan weißen Mauren“ an (ehemalige) Sklaven (Haratin, „Bidhan#schwarze Mauren schwarze Mauren“); viele Sklaven bewirtschaften seit Generationen Land für ihre Herren und glauben, Anspruch darauf zu haben. Da landwirtschaftlich nutzbares Land in Mauretanien insgesamt knapp ist, wollen die heutigen Landbesitzer und Sklavenhalter dies keinesfalls. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Bekämpfung der Sklaverei in Mauretanien langsam vorankommt.Kevin Bales, ''Die neue Sklaverei'', ISBN 3888972647 (S. 150–156) * Namibia: Unter Samuel Shafishuna Nujoma Sam Nujoma fand eine begrenzte Landreform zugunsten schwarzer Kleinbauern statt. * Südafrika: Die Rückgabe von Land ''(Land restitution)'' war eines der Versprechen des African National Congress ANC, als dieser 1994 an die Macht kam. Zunächst wurde dies mit Hilfe eines ''willing seller – willing buyer''-Programms umgesetzt, in dessen Rahmen die Regierung Land von weißen Großgrundbesitzern aufkaufte und verteilte. Auch wurde Land von Schwarzen, das die Regierung in der Apartheid-Ära enteignet hatte, wieder zurückgegebensiehe z. B. [http://www.fian.de/fian/index.php?option=content&task=view&id=382&Itemid=320 FIAN: Die Gemeinschaft der Gumbu-Mutale bekommt Land zurück, das sie während des Apartheidsregimes verlor]. Da die südafrikanische Landreform jedoch insgesamt langsam vorankommt, kündigte die Regierung Anfang 2006 an, künftig auch zum Instrument der Enteignung – mit Entschädigung der Grundbesitzer – zu greifen[http://www.irinnews.org/report.asp?ReportID=55132&SelectRegion=Southern_Africa&SelectCountry=SOUTH_AFRICA IRINnews.org: South Africa: Deadline for land transfer negotiations set]. * Tansania: Als bedeutender Teil des Ujamaa-Sozialismus unter Julius Nyerere Nyerere wurden Millionen Dorfbewohner – teils unter Zwang – in Gemeinschaftsdörfer umgesiedelt, wo ihnen landwirtschaftliche Technologie, Bildungseinrichtungen etc. zur Verfügung gestellt wurden und sie das Land gemeinsam bearbeiten sollten. Nach dem Ende des Ujamaa-Programms kehrten viele Bauern wieder in ihre ursprünglichen Dörfer zurück.

Asien
Die Situation in Asien ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die Landreformen in den heutigen „Tigerstaaten“ nach dem Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg werden als einer der Gründe für deren wirtschaftlichen Aufstieg gewertet. Besonders ist die Situation auf den Philippinen, wo die Landbesitzstrukturen aus historischen Gründen denjenigen in Lateinamerika ähneln, und in Indien. Landreformen von unterschiedlicher Intensität wurden in kommunistisch regierten Ländern wie Volksrepublik China China durchgeführt.

= China
= Durch die 1946 – drei Jahre vor Gründung der Volksrepublik China – begonnene Landreform gewann die Kommunistische Partei Chinas Kommunistische Partei die Unterstützung von Millionen armen bis mittleren Bauern. Land und sonstiger Besitz von „Grundherren“ wurde enteignet und unter den Bauern umverteilt, sodass jeder ländliche Haushalt etwa gleich viel besaß. Damit wurden zugleich die früheren „Dorf-Eliten“ beseitigt, welche in dem Verdacht standen, dass sie sich ansonsten möglicherweise der Partei und deren Programm entgegengestellt hätten[http://countrystudies.us/china/46.htm Countrystudies.us: China – Rural Society]. Ab 1958 wurden die bäuerlichen Haushalte in Kollektive und Volkskommunen zusammengefasst, welche zentral kontrolliert wurden. Eine Volkskommune umfasste etwa 5.000 Haushalte oder 22.000 Personen, die auf mehrere Dörfer verteilt waren[http://countrystudies.us/china/26.htm Countrystudies.us: China – The Great Leap Forward, 1958-60]. Dies führte auch dazu, dass der einzelne Bauer keinen direkten persönlichen Vorteil daraus zog, wenn er seine Produktivität erhöhte, und folglich kaum einen Anreiz hierzu hatte. Zusätzlich wurden im Laufe des „Großer Sprung nach vorn Großen Sprungs nach vorn“ zahlreiche Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft abgezogen, um eine Schwerindustrie aufzubauen. In der Folge sank die landwirtschaftliche Produktion. Diese Politik war mitverantwortlich für die massive Hungersnot Anfang der 1960er Jahre und wurde danach teilweise rückgängig gemacht. Ende der 1970er Jahre wurden wieder individuelle Rechte und Verantwortung der Bauern gestärkt. Diese mussten nun eine Quote ihrer Produktion zu einem festgesetzten Preis an das Kollektiv abliefern, konnten aber ansonsten ihre Arbeit frei organisieren und Überschüsse auf eigene Rechnung verkaufen[http://countrystudies.us/china/92.htm Countrystudies.us: China – Reform of the Economic System, Beginning in 1979]. Dieses Programm verzeichnete zunächst großen Erfolg in der Produktivitätssteigerung, später stagnierte es, wohl weil das System der periodischen Neuverteilung des Bodens eher dessen kurzfristig angelegte Ausbeutung als längerfristige Investitionen förderte. Indes bleibt Armut im ländlichen China verbreitet. Viele Bauern sind stark durch – teils illegale – Steuern und Abgaben belastet, und im Falle von Landenteignungen etwa für den Bau von Staudämmen oder Industrieanlagen erhalten sie vielfach nicht die Entschädigung, die ihnen gesetzlich zustünde.vergleiche z. B. ''Zur Lage der chinesischen Bauern'' oder den Fall des Bauern Fu Xiancai.

= Weitere Länder
= * Indien: Als Erbe der Britisch-Indien britischen Kolonialzeit hatte Indien ein semi-Feudalismus feudales Landbesitzsystem, in dem der Landbesitz auf wenige Eigentümer ''(Zamindars)'' konzentriert war. Seit der Unabhängigkeit gab es daher in mehreren Liste der indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien Bundesstaaten Landreform(-bestrebung-)en. Am konsequentesten wurden diese im von der Kommunistische Partei Indiens Kommunistischen Partei regierten Westbengalen durchgeführt; 7,5 Millionen Landlose haben seit 1977 Land erhalten, und die Rechte der Pächter wurden gestärkt[http://www.zeit.de/2004/38/Indien?page=all Die Zeit online: Freitod oder Landreform]. Ähnlich geschah es im ebenfalls kommunistisch regierten Kerala''Die Erde – Unser Lebensraum'', ISBN 3906720500 (S.111). Ein weiteres Landreformprogramm wurde nach 1947 in Jammu und Kashmir lanciert.
In Andhra Pradesh Andhra und Madhya Pradesh kämpfen die Naxaliten mit Gewalt für Landreformen. In Bihar kommt es im Kontext der Auseinandersetzungen zwischen Privatmilizen von Landeigentümern, Dorfbewohnern und Maoismus Maoisten bisweilen zu Massakern. * Indonesien: Das Agrargesetz von 1960 hatte eine Modernisierung der Landbesitzverhältnisse wie auch teilweise Landumverteilungen zum Ziel, wurde allerdings unvollständig umgesetzt[http://countrystudies.us/indonesia/65.htm Countrystudies.us: Indonesia – Land Use and Ownership]. Es gibt diverse Fälle, in denen Kleinbauern willkürlich und illegal durch den Staat oder durch private Unternehmen von ihrem Land vertrieben wurden[http://fian.de/fian/index.php?option=com_urgentactions&Itemid=177&uaID=354 FIAN: Indonesien: Landraub bedroht Recht auf Nahrung][http://fian.de/fian/index.php?option=com_urgentactions&Itemid=177&uaID=408 FIAN: Indonesien: Kleinbauern fordern Zugang zu ihrem Land, das zu Staatswald erklärt wurde]. * Japan: Unter der Alliierte Besetzung Japans US-amerikanischen Besatzungsmacht nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Pächtern das Land, das sie bestellten, als Privatbesitz übertragen, wobei die vormaligen Grundherren eine geringe Entschädigung erhielten. Die japanische Landreform wird allgemein als „Erfolg“ und als einer der Gründe für Japans wirtschaftlichen Aufstieg gewertet, doch ist teils umstritten, inwiefern sie tatsächlich wirtschaftlich und inwiefern eher politisch erfolgreich war[http://www.worldbank.org/html/dec/Publications/Workpapers/wps2000series/wps2111/wps2111-abstract.html Weltbank: Agricultural Reform in Postwar Japan: Experiences and Issues]. * Kambodscha: Unter den Rote Khmer Roten Khmer sollte das Land in einen „Bauernstaat“ umgewandelt werden. Hierzu wurden Stadtbewohner aufs Land gezwungen und alle Reisfelder in Parzellen von einheitlicher Größe aufgeteilt, unabhängig davon, ob dies geografisch sinnvoll war. * Korea: ** 1945–1950 konfiszierten koreanische und US-amerikanische Behörden Land im Besitz der ehemaligen Korea unter japanischer Herrschaft japanischen Kolonialregierung, japanischer Unternehmen und Kolonisten in Südkorea und verteilten es um. Die koreanische Regierung führte eine Landreform durch, in deren Rahmen koreanische Großgrundbesitzer das meiste Land abgeben mussten. So entstand eine neue Klasse unabhängiger Landeigentümer-Familien.[http://countrystudies.us/south-korea/36.htm Countrystudies.us: South Korea – The Emergence of a Modern Society] ** Im kommunistisch regierten Nordkorea wurde nach 1946 eine Landreform durchgeführt. Bis heute gelten ehemalige „Großbauern“ als „feindlich gesinnte Personen“Nordkorea#Bevölkerung. * Laos: Nach der Machtübernahme der kommunistisch geprägten Pathet Lao 1975 wurde das Land zu Staatseigentum erklärt, und die Kleinbauern wurden in Kooperativen zusammengefasst. Dieses Programm erfreute sich allerdings keiner großen Beliebtheit unter den Bauern, da diese zuvor nicht von Großgrundbesitzern unterdrückt worden waren und die Kollektivierung nicht als „Befreiung“, sondern als Einengung empfanden. Im Zuge der wirtschaftlichen Öffnung des Landes in den 1980ern wurde den Kleinbauern der Austritt aus den Kooperativen erlaubt, was die meisten daraufhin taten.:en:History of Laos since 1945#Communist Laos * Nepal: Durch Landreformgesetze in den 1950er und 1960er Jahren wurden die vormals feudalistisch geprägten Landbesitzstrukturen reformiert und ein Teil des Bodens umverteilt[http://countrystudies.us/nepal/42.htm Countrystudies.us: Nepal – Land Reform]. Nach der Befreiung der Kamaiya aus der Schuldknechtschaft wurde diesen Land als Entschädigung und Existenzgrundlage versprochen, was jedoch noch nicht umgesetzt wurde. * Philippinen: Im Rahmen des ''Comprehensive Agrarian Reform Law'' existiert ein umfassendes Programm zur Umverteilung von Staats- und teilweise Privatland an landlose Bauern, das allerdings insbesondere im Bereich der Ländereien einflussreicher Großgrundbesitzer unvollständig umgesetzt ist. Zuweilen kommt es zu Attentaten auf Landreformaktivisten.[http://www.fian.de/fian/index.php?option=com_urgentactions&Itemid=177&uaID=401 FIAN: Philippinen: Kleinbauernführer wird Opfer eines Attentats in Panabo City, Davao del Norte, Mindanao] * Taiwan: In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg führte Chiang Kai-shek auf Insistieren der USA eine Landreform durch. Dies wurde dadurch begünstigt, dass viele Großgrundbesitzer Japaner waren, die nach dem Kriegsende geflohen waren, und dass die meisten Kuomintang vom chinesischen Festland stammten und daher den einheimischen Grundbesitzern nicht verbunden waren. * Thailand: Premierminister Chuan Leekpai trat für Landreformen ein, stieß jedoch auf Widerstand und konnte diese daher nicht umsetzen. * Türkei: Historisch waren die türkischen Bauern unabhängig von Grundherren. In seiner Anfangszeit hielt der Osmanisches Reich Osmanische Staat den meisten Boden im Staatsbesitz und verpachtete ihn zu relativ günstigen Bedingungen an die Bauern; er sorgte dafür, dass Landstücke stets groß genug blieben, um eine Familie und zwei Ochsen zu ernähren, und unterband die Entstehung einer „Landeigentümer-Klasse“. Später wich er von dieser Politik ab, sodass bis 1923 der Landbesitz auf wenige Personen mit großen Ländereien übergegangen war. Seit der Ära Mustafa Kemal Atatürk Atatürks wurden verschiedentlich Landumverteilungen zwecks Förderung der ländlichen Entwicklung propagiert, was aber kaum zur Umsetzung gelangte.[http://countrystudies.us/turkey/60.htm Countrystudies.us: Turkey – Land Tenure] * Vietnam: Nach dem Zweiten Weltkrieg und noch vor der formellen Teilung des Landes wurde in Nordvietnam eine Landreform initiiert. Diese führte zur Verteilung von Land an zwei Millionen arme Bauern, aber auch zu Zehn- bis Hunderttausenden Toten und war ein Grund für den Exodus von einer Million Menschen nach Südvietnam nach 1954. In Südvietnam gab es in der Zeit nach Ngô ?ình Diệm Diệm mehrere Bestrebungen, wovon die ehrgeizigste das 1970 von Nguyễn Văn Thiệu begonnene „:en:Land to the Tiller (South Vietnam) Das Land dem, der es bebaut“-Programm war. Dieses beschränkte den Landbesitz von Individuen auf 15 Hektar, beinhaltete Kompensationen für enteignete Landstücke und vergab legale Landtitel an Bauern in von der südvietnamesischen Regierung kontrollierten Gebieten, die zuvor von der Nationale Front für die Befreiung Südvietnams Vietcong Land erhalten hatten. Die Landreform wurde nicht in allen Landesteilen wirksam umgesetzt; im Mekongdelta und in den Provinzen um Saigon konnte innerhalb dreier Jahre der Anteil des von Pächtern bestellten Bodens von 60 auf 10 % gesenkt werden[http://www.vietnam.ttu.edu/vietnamcenter/events/1996_Symposium/96papers/moyar.htm Villager Attitudes durig the Final Decade of the Vietnam War].

Europa
Die im 20. Jahrhundert in den Ostblockstaaten durchgeführten Enteignungen und Kollektivierungen sind weitgehend rückgängig gemacht. Da die Bedeutung der Landwirtschaft gegenüber dem Industrie- und Dienstleistungssektor allgemein stark zurückgegangen ist, ist auch die Bedeutung von Landreformfragen heute gering.

= Irland (19. Jahrhundert)
= Bis in das 20. Jahrhundert gab es hingegen auch in Westeuropa Landreformbewegungen, beispielsweise in Irland. Nach der Große Hungersnot in Irland Großen Hungersnot 1845–1849 – welche u. a. darauf zurückzuführen war, dass sich der irische Boden damals größtenteils im Besitz englischer, teilweise auch irischer ''Landlords'' befand, während die irischen Bauern als Pächter zumeist in großer Armut lebten – nahm die „Landfrage“ einen beherrschenden Platz in der irischen Politik ein. Die ''Irish Land League'', geführt von Michael Davitt und Charles Stewart Parnell, kämpfte ab den 1870ern im „Land War“ für Landreformen. Durch mehrere Landreformgesetze ging der Boden im Laufe der folgenden Jahrzehnte allmählich wieder in den Besitz der irischen Bauern über.

= Weitere Länder
= * Bulgarien: 1880 erhielt jeder Bauer, Teilpächter oder Landarbeiter, der 10 Jahre lang ohne Unterbrechung ein Landstück bearbeitet hatte, dieses zugeteilt.[http://secure.britannica.com/ebc/article-61985 Encyclopaedia Britannica Online: Land reform] * Deutschland: ''siehe'' Bodenreform in Deutschland. * Estland und Lettland: Nach ihrer Staatsgründung 1918 wurde der Großgrundbesitz Deutsch-Balten deutscher Grundbesitzer enteignet und zu einem großen Teil in kleinbäuerliche Einheiten umgewandelt. * Finnland: Nach dem Finnischer Bürgerkrieg Finnischen Bürgerkrieg kam es 1918 zu einer Reihe von Landreformen. Diese beinhalteten die Übertragung von gepachtetem Land ''(torppa)'' an die Pächter – bei Entschädigung der Grundbesitzer – und ein Verbot der Landaneignung durch Holzunternehmen. Nach dem Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg erhielten aus russisch gewordenen Gebieten evakuierte Karelier Staats- und Privatland. Auch Kriegsveteranen profitierten von solchen Zuteilungen. * Frankreich: Eine umfassende und dauerhafte Landreform fand unter der Herrschaft des Direktorium (Frankreich) Direktoriums gegen Ende der Französische Revolution Französischen Revolution statt. * ehemaliges Jugoslawien: Unter Josip Broz Tito Tito wurde das Land zu einem erheblichen Teil in Genossenschaften zusammengefasst, ein Teil wurde armen Bauern zugeteilt.Geschichte Jugoslawiens#Titos Jugoslawien * Österreich: ''siehe'' Bodenreform in Österreich. * Portugal: Nach der Nelkenrevolution 1974 kam es unter dem sozialistischen Flügel der putschenden Streitkräfte Movimento das Forças Armadas MFA zu Verstaatlichungen und Landreformen.Portugal#Nelkenrevolution bis EU-Beitritt * Rumänien: Nach gescheiterten Landreformversuchen durch Mihail Kogălniceanu nach 1863 (deren Scheitern u. a. den Bauernaufstand in Rumänien 1907 zur Folge hatte) wurde 1921 eine umfassende Reform durchgeführt. * Russland / Sowjetunion: Nachdem 1861 im Russisches Reich Russischen Reich die Bauernbefreiung durchgesetzt worden war, waren die russischen Bauern nicht mehr an Großgrundbesitzer gebunden, aber an die Mir (Dorfgemeinschaft) Mir-Dorfgemeinschaften. Premierminister Pjotr Arkadjewitsch Stolypin Stolypin führte eine Pjotr Arkadjewitsch Stolypin#Agrarreform Agrarreform durch, die den Bauern das Dorfgemeinschaftsland als Privateigentum übertrug.
Nach der Oktoberrevolution 1917 verbot Lenin in seinem :en:Decree on Land Land-Dekret jegliches Privateigentum an Boden. Landbesitz wurde ohne Entschädigung enteignet und kollektiviert. In den 1930er Jahren unter Josef Stalin Stalin führte der Einsatz von Hunger als Waffe gegen angebliche oder tatsächliche „Großbauern“ (Kulaken), um den Widerstand gegen die Zwangskollektierung zu brechen, zur Hungersnot in Teilen Russlands, im Kaukasus, Kasachstan und der Ukraine (Holodomor). * Schottland: Der '':en:Land Reform (Scotland) Act 2003 Land Reform (Scotland) Act 2003'' beendet das historische Erbe Feudalismus feudaler Gesetze und stellt einen Rahmen dar, in dem ländliche Gemeinden Land auf ihrem Gebiet kaufen können. * Schweden: 1827 wurde das Land, das von den Dorfbewohnern bislang gemeinschaftlich bearbeitet worden war, als Privatbesitz aufgeteilt.[http://fantasticsweden.co.uk/emigrants/theemigrantsfromsmalandsweden.pdf#search=%22land%20reform%20sweden%201827%22 The Emigrants from Småland, Sweden. The American Dream] (PDF) (S. 3–4) * Türkei: ''siehe unter'' Landreform#Weitere Länder 2 Asien#Weitere Länder. * Ungarn: 1945 wurden sämtliche mehr als 142 Acre (Einheit) Acres umfassenden Grundstücke entschädigungslos enteignet und unter den Bauern verteilt. In den 1950er Jahren wurde der Kollektivbesitz nach sowjetischem Vorbild eingeführt. Nach 1990 wurden die Kooperativen aufgelöst und der Boden auf private Kleinbauern verteilt.

Lateinamerika
Bild:MST flag45805.jpeg thumb|310px|Aktivist der brasilianischen Landlosenbewegung [[Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra|MST]] Die Agrarstrukturen in Lateinamerika sind von großen Gegensätzen zwischen wenigen Großgrundbesitzern und ihren riesigen ''haciendas'' oder ''fazendas'' einerseits und den vielen Kleinbauern und Landlosen andererseits geprägt. Deswegen ist hier der Druck für Landreformen gegenwärtig am stärksten ausgeprägt.

= Brasilien
= Ab den 1930er Jahren schränkte Getúlio Dornelles Vargas die traditionelle Macht der Großgrundbesitzer ein und versprach eine Landreform, wobei letzteres Versprechen nicht wirklich eingelöst wurde. Dies liegt daran, dass der politische Einfluss der Großgrundbesitzer nach wie vor bedeutend ist; zudem lassen sich die entsprechenden Gesetze in abgelegenen Gebieten, wo Korruption in der Polizei verbreitet ist und manche Großgrundbesitzer Privatmilizen ''(pistoleiros)'' unterhalten, bisweilen schwer durchsetzen. Während der Militärdiktaturen 1974–1985 waren auch Personen und Organisationen, die sich für Landreformen einsetzten, Repressionen ausgesetzt. Teilweise wurde versucht, die „Landfrage“ durch die Ansiedlung von Landlosen im Amazonien zu lösen, was umstritten ist, da sich dadurch der Druck auf den dortigen Regenwald erhöhte. Die Landlosenbewegung Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra MST setzt sich für Landreformen ein, weitere Akteure der Landreformbewegung sind Befreiungstheologie befreiungstheologische kirchliche Kreise wie die Comissão Pastoral da Terra CPT. Der seit 2003 regierende Luiz Inácio Lula da Silva versucht gegenwärtig die Landreform umzusetzen.

= Weitere Länder
= * Argentinien: Das Land gehört zu den größten Exporteuren von Rindfleisch, – teils gentechnisch verändertem – Soja und Getreide, die bedeutende Einnahmen bringen. Doch profitieren hauptsächlich wenige Großgrundbesitzer und Unternehmen von den Exporterlösen, während unter der übrigen Bevölkerung Armut bis hin zu Hunger verbreitet ist. In den letzten Jahren mussten an die 160.000 Kleinbauern der Expansion des Sojaanbaus weichen''[http://www.evb.ch/cm_data/Reis_D.pdf Das Reiskorn im Schafspelz]'', Dokumentation der Erklärung von Bern, Greenpeace und SWISSAID (PDF). Die Frage der Landreform ist daher Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Hierbei tritt namentlich die einflussreiche Katholische Kirche für solche Reformen ein, da die starke Konzentration des Landbesitzes den Kleinbauern schade[http://news.yahoo.com/s/nm/20061020/sc_nm/food_argentina_land_dc Yahoo News: Argentine farming riches spark land reform debate]. * Bolivien: Nach der Revolution 1952 wurde ein Landreformgesetz verabschiedet, in dessen Rahmen bis 1970 aber nur 45 % der Bauernfamilien tatsächlich Landtitel erhalten hatten. Weitere Reformprogramme erfolgten in den 1970er und 1980er Jahren. Der neue Präsident Evo Morales plant bis 2011 die Umverteilung von einem Fünftel des bolivianischen Landes[http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/5045424.stm BBC News: Bolivia head starts land handout]; 2,5 Mio. Hektaren Staats- und 20 Mio. Hektaren ungenutztes Privatland sollen umverteilt werden[http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/920.html Lateinamerika Nachrichten Online: Bolivien: Morales gibt bei Reformen Vollgas]. * Chile: Landreformen wurden unter Jorge Alessandri 1960 begonnen und unter Eduardo Frei Montalva weitergeführt. Ihren Höhepunkt erreichte die Landreform in Chile unter Salvador Allende Allende 1970–1973; über 80 Hektar große Farmen wurden enteignet. Nach der Machtübernahme Augusto Pinochet Pinochets wurde sie gestoppt und teilweise durch die Kräfte des Marktes wieder rückgängig gemacht. * Ecuador: Landreformen gehören zu den Forderungen der Bewegung der Indigenen in Ecuador. * Guatemala: Landreformen geschahen von 1944 bis 1954 unter den Präsidenten Juan José Arévalo und Jacobo Arbenz, wurden jedoch nach dem Operation PBSUCCESS Sturz von Arbenz durch die CIA weitgehend rückgängig gemacht. Die „Landfrage“ in Guatemala bleibt Anlass für Menschenrechtsverletzungen v. a. an Indigene Völker Südamerikas indigenen Kleinbauern[http://web.amnesty.org/library/Index/ENGAMR340242006?open&of=ENG-GTM Amnesty International: Guatemala: Deaths in land disputes continue]. * Haiti: Nach dem Sklavenaufstand unter François-Dominique Toussaint L’Ouverture Toussaint Louverture 1791 wurden die Großplantagen unter den ehemaligen schwarzen Sklaven aufgeteilt und in kleinbäuerliche Parzellen umgewandelt. In der Folge kam die Produktion von Agrarexportgütern zum Erliegen; nach Ansicht mancher ist diese Landreform einer der Gründe für die heutige Armut Haitis. * Kolumbien: 1936 erließ Alfonso López Pumarejo ein Gesetz, das es ermöglicht, Privatbesitz im „sozialen Interesse“ zu enteignen. Danach sank das Interesse zunächst, bis 1958–1974 die Partei „Nationale Front“ an die Macht kam. Unter Carlos Lleras Restrepo wurde das Kolumbianische Institut für Agrarreform (INCORA) gegründet, das allein 1968 und 1969 60.000 Landtitel an Bauern und Arbeiter vergab. Danach kam der Landreformprozess zum Erliegen und begann sich von selbst rückgängig zu machen, da der Bewaffneter Konflikt in Kolumbien bewaffnete Konflikt in Kolumbien zur Vertreibung von Millionen Kleinbauern und zu einer erneuten Konzentration des Landbesitzes in den Händen von Großgrundbesitzern führte. Pläne der kolumbianischen Regierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts, legal enteignetes Land von Drogenbaronen und von demobilisierten paramilitärischen Gruppierungen zurückgegebenes Land zu nutzen, haben noch zu keinen praktischen Ergebnissen geführt. * Kuba: Die Landreform war ein zentrales Anliegen der Kubanische Revolution Revolution 1959. Große Landgüter wurden durch das Nationale Agrarreforminstitut (INRA) beschlagnahmt; hiervon war auch Fidel Castros Vater, seinerseits Großgrundbesitzer, betroffen. Für die Größe von Grundbesitz wurde eine Obergrenze von 67 Hektar festgesetzt, und Pächter erhielten die vollen Eigentumsrechte. * Mexiko: Ein gewisses Maß an Landreformen fand im Rahmen der Mexikanische Revolution Mexikanischen Revolution statt, aus der die bekannte Parole ''Tierra y Libertad'' („Land und Freiheit“) stammt. Heute kämpfen die nach dem Revolutionsführer und Landreformer Emiliano Zapata benannten EZLN Zapatistas u. a. für Landreformen. * Nicaragua: Durch die Landreform unter den Sandinistas Sandinisten wurde Großgrundbesitz verstaatlicht oder an Kleinbauern vergeben. Nach dem Contra-Krieg wurde dies weitgehend rückgängig gemacht. * Paraguay: Ein Gesetz von 1963 ermöglicht die Umverteilung von Landbesitz, der die Obergrenze von 10.000 Hektar im Osten des Landes bzw. 20.000 Hektar im Chaco im Westen überschreitet. In der Praxis wurde dies kaum umgesetzt. Größere Auswirkungen hatte ein Programm zur Vergabe von Landtiteln im früher weitgehend unberührten östlichen Landesteil. Dadurch wurde die Gründung von Kolonien und die Erschließung dieses Gebietes gefördert.[http://countrystudies.us/paraguay/43.htm Countrystudies.us: Paraguay – Land Reform and Land Policy] * Peru: Die Landreform in den 1950er Jahren führte zur weitgehenden Beendigung des jahrhundertealten Systems der ''peonaje'' (Schuldknechtschaft). Weitere Landreformen wurden nach 1968 durchgeführt, und nochmals 1988–1995 – als Maßnahme gegen den „Sendero Luminoso Leuchtenden Pfad“ – unter Hernando de Soto (Ökonom) Hernando de Soto und in den frühen Jahren der Regierung Alberto Fujimoris. * Venezuela: Als Teil der „Bolivarische Revolution Bolivarischen Revolution“ des Präsidenten Hugo Chávez Chávez wird im Rahmen der ''Mission Ezequiel Zamora Zamora'' Staatsland und ungenutztes Privatland an arme ''Campesinos'' verteilt.

Naher Osten und Nordafrika
Landreformen sind ein Element des Arabischer Sozialismus arabischen Sozialismus. * Ägypten: Nach der Revolution 1952 wurde unter Gamal Abdel Nasser Nasser eine :en:Egyptian land reform Landreform durchgeführt. Sie beinhaltete die Festlegung von Obergrenzen für die Größe von Landbesitz, die Enteignung von Landbesitz, der diese Grenze überschritt und dessen Verteilung an Bauern und Landarbeiter. Bauernkooperativen wurden gegründet, Mindestlöhne für Landarbeiter und eine Mindestlänge für Pachtverträge festgelegt. Heute wird diese Landreform allmählich rückgängig gemachtz. B. [http://hrw.org/english/docs/2005/03/17/egypt10334.htm Human Rights Watch: Egypt: Attacks by Security Forces in Sarando]. * Syrien: Nach der Machtübernahme der Baath-Partei 1963 wurden je nach Bodenqualität Obergrenzen für die Größe von Landbesitz festgesetzt; Landbesitz, welcher diese Grenzen überschritt, musste innert fünf Jahren enteignet werden, wobei der vormalige Eigentümer eine Entschädigung erhielt. Pächter, landlose Bauern und Landarbeiter erhielten das Land zu einem Fünftel des Entschädigungspreises und wurden ermutigt, staatlich gelenkte Kooperativen zu bilden.[http://countrystudies.us/syria/43.htm Countrystudies.us: Syria – Agriculture#Land Reform] Bild:WhiteRevolution.jpg thumb|Der Schah verteilt Landtitel im Rahmen der Weißen Revolution * Irak: Landreformen mit beschränktem Erfolg geschahen unter Abd al-Karim Qasim und wurden unter dem Baathismus Baath-Regime von Saddam Hussein erneut aufgenommen. Diese Reformen führten zur Bildung einer großen Zahl kleinbäuerlicher Einheiten und reduzierten, zusammen mit der Abwanderung aus dem ländlichen Raum, die Zahl der Landlosen. 1971 waren über 98,2 % der etwa 5,7 Mio. Hektar bebaubaren Landes im Besitz von „Zivilpersonen“, wovon 30 % im Rahmen der Landreform verteilt worden waren. Bis 1985 waren schätzungsweise 2.271.250 Hektar umverteilt worden.[http://countrystudies.us/iraq/41.htm Countrystudies.us: Iraq – Impact of Agrarian Reform] * Iran: Eine signifikante Landreform wurde ab 1962 sowie als Teil der „Weiße Revolution Weißen Revolution“ unter Mohammad Reza Pahlavi Mohammad Reza Schah Pahlavi 1963 durchgeführt. Etwa 90 % der iranischen Teilpächter wurden dadurch Landeigentümer. Nichtsdestotrotz verschlechterte sich für viele von ihnen die wirtschaftliche Situation Ende der 1970er.[http://countrystudies.us/iran/75.htm Countrystudies.us: Iran – Land Use]

Nordamerika
* Kanada: Als die Prinz-Edward-Insel 1873 Teil Kanadas wurde, gehörte das meiste Land der Insel England englischen ''absentee landlords''. Kanada kaufte dieses Land und übertrug es den Bauern. * Vereinigte Staaten USA: Die ursprünglichen Einwohner des Landes, die Indianer Nordamerikas Indianer, wurden im Laufe der Landnahme weißer europäischer Siedler immer mehr von ihrem ursprünglichen Land abgedrängt. Seit 1871 wurden sie von der Regierung in die Indianerreservationen gezwungen, welche meist auf kargem und daher für die Siedler unbedeutendem Boden lagen. 1887 wurde durch den ''Dawes Act General Allotment Act (Dawes Act)'' das Land in den Reservationen parzelliert und Privatisierung privatisiert. Den Indianern war Privateigentum an Boden jedoch unbekannt. Aus Unkenntnis oder wirtschaftlicher Not verkauften viele ihr Land an Siedler oder Spekulanten, sodass sich als Auswirkung des ''Dawes Act'' die Fläche der Reservationen von 138 Mio. auf 48 Mio. Acres verringerte. 1934 erlaubte der ''Indian Reorganization Act'' den Indianerstämmen wieder den gemeinschaftlichen Landbesitz.
Zuweilen stellt sich die Frage nach der Rückgabe von ehemaligem Indianerland bzw. Entschädigungen an die Indianerz. B. [http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/625000.html Tages-Anzeiger Online: Indianer blitzen vor Oberstem Gericht ab].
Nach dem Sezessionskrieg und der darauf folgenden Befreiung der schwarzen Sklaven wollten radikale Republikanische Partei Republikaner (''siehe auch'': Free Soil Party) jedem ehemaligen Sklaven :en:40 acres and a mule vierzig Morgen Land und ein Maultier zuteilen, um eine wirtschaftliche Grundlage nach der Befreiung zu schaffen. Dieses Ansinnen wurde jedoch von moderateren Kräften als „Sozialismus sozialistisch“ zurückgewiesen und nie verwirklicht, was nach Ansicht mancher ein Grund für die noch lange andauernde Rassentrennung Segregation in der US-amerikanischen Gesellschaft ist.

Weblinks

- Südwind-Magazin 03/2005 mit Schwerpunktthema Landreform
- FAO-Konferenz zu Landreform und Ländlicher Entwicklung (englisch)
- Der britische Aktivist George Monbiot über Landreformen (engl.)
- Die Weltbank über Landpolitik und Landreform (engl., PDF)

Quellen
Kategorie:Agrarpolitik Kategorie:Gesellschaftskritik Kategorie:Reform Kategorie:Sozialgeschichte Kategorie:Wirtschaftsgeschichte {{Lesenswert}} en:Land reform eo:Agra reformo es:Reforma agraria fr:Réforme agraire he:רפורמה ?גררית hr:Agrarna reforma pt:Reforma agrária sl:Agrarna reforma sr:?грарна реформа sv:Jordreform ta:நிலச?சீர?திர?த?தம? tr:Toprak reformu vi:Cải cách ruộng đất

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[Der Artikel zu Landreform stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Landreform zu editieren.
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