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J-Kurve

*** Shopping-Tipp: J-Kurve

Bild:J-Kurve.png right|thumb|J-Kurve Die '''J-Kurve''' ist ein Wirtschaftstheorie wirtschaftstheoretisches Konzept, das im Zeitverlauf die Auswirkungen einer realen Abwertung (Wechselkurs) Abwertung der inländischen Währung auf den Handelsbilanzsaldo in einer offene Volkswirtschaft offenen Volkswirtschaft beschreibt. Kurzfristig ist der Effekt auf die Handelsbilanz negativ, langfristig führt eine reale Abwertung jedoch zu einer Verbesserung der Handelsbilanz. Die Kurve trägt ihren Namen aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum Buchstaben J.

Inhaltliche Begründung
Die im Zeitverlauf stark unterschiedliche Wirkung einer Wechselkursänderung lässt sich ökonomisch plausibel begründen: Kurzfristig kann davon ausgegangen werden, dass sich in Folge einer Abwertung der inländischen Währung die Export (Wirtschaft) exportierten und Import (Wirtschaft) importierten Mengen kaum verändern. Dies ist z. B. zurückzuführen auf längerfristige Verträge der Außenhandel Außenhändler, den zeitlichen Bedarf für das Suchen eines neuen Handelspartners oder die zum Anfertigen und Prüfen neuer Verträge notwendige Zeit. Während kurzfristig keine Mengenreaktion erwartet wird, steigen ab dem Zeitpunkt der Abwertung jedoch die durchschnittlichen Importpreise und die durchschnittlichen Exportpreise sinken. Der mit Preisen bewertete Güterimport steigt also an, während der Güterexport sinkt. Infolgedessen verschlechtert sich die Handelsbilanz, die J-Kurve fällt steil nach unten. Langfristig kommt es jedoch auch zu einem Mengeneffekt. So führt die Abwertung dazu, dass die nun kostengünstigeren inländischen Ökonomisches Gut Güter im Ausland verstärkt nachgefragt werden, so dass die Exporte zunehmen. Gleichzeitig sinken die Importe, da die ausländischen Güter teurer geworden sind. Dies führt dazu, dass sich die Handelsbilanz wieder verbessert, die J-Kurve steigt wieder. Tatsächlich führen die Mengenänderungen dazu, dass die ursprünglich negative Veränderung der Handelsbilanz aufgrund der Preisänderungen ausgeglichen und die Handelsbilanz sogar darüber hinaus verbessert wird, so dass das letztendliche Niveau über dem anfänglichen Niveau der Handelsbilanz liegt.

Annahmen
Damit die positiven Effekte auf die Handelsbilanz die negativen überwiegen, muss von der Gültigkeit der Marshall-Lerner-Bedingung ausgegangen werden.

Empirische Relevanz
Empirisch lässt sich der J-Kurven-Effekt v. a. für Außenhandelsgüter mit einer preiselastischen Nachfrage nachweisen. Für Güter, deren Nachfrage auf Preisänderungen gar nicht oder kaum reagiert, ist in Folge einer Abwertung eine negative Reaktion des Außenhandelssaldos zu beobachten; ein Beispiel hierfür ist Rohöl, dessen Importmenge nur in vergleichsweise geringem Maß von seinem Preis abhängt. Da es sich bei letztgenannten Gütern jedoch um Ausnahmen handelt, kommen Blanchard und Illing zu folgendem Schluss: "Allgemein lassen Ökonometrie ökonometrische Analysen [...] den Schluss zu, dass eine reale Abwertung in allen OECD-Ländern letztlich zu einer Verbesserung der Handelsbilanz führt. Sie zeigen jedoch auch, dass dieser Prozess eine Weile dauert, im Allgemeinen zwischen sechs Monaten und einem Jahr" (#Literatur Lit.: Blanchard, Illing, 2004, S. 563).

Literatur
* Olivier Blanchard und Gerhard Illing: ''Makroökonomie''. 3., aktualisierte Auflage. Pearson Studium, München, 2004, ISBN 3-8273-7051-5 Kategorie:Makroökonomie Kategorie:Außenwirtschaft Kategorie:Wirtschaftstheorie en:J curve

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