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J-Jolle

*** Shopping-Tipp: J-Jolle

{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; width:290px; margin-left:1em; margin-bottom:0,5em; background:#002f7b;" !colspan="2" | 22-m²-Rennjolle - Klassenzeichen |-bgcolor="#FFFFFF" | colspan="2" style="text-align:center; font-size:smaller" | Bild:J Klassenzeichen.gif 150 px |- ! colspan="2" align=center | '''technische Daten''' |-bgcolor="#FFFFFF" | Schiffsmaße Länge üA: || max. 6,10 m |-bgcolor="#FFFFFF" | Schiffsmaße Breite üA: || min. 1,70 m |-bgcolor="#FFFFFF" | Schiffsmaße Freibord: || min. 0,4 m |-bgcolor="#FFFFFF" | Tiefgang: || 0,10 m / 1,10 m unter Kiel |-bgcolor="#FFFFFF" | Takelhöhe: || 8,80 m |-bgcolor="#FFFFFF" | Gewicht (segelfertig): || 350 - 550 kg |- ! colspan="2" align=center | '''Segelflächen''' |-bgcolor="#FFFFFF" | Segelfläche verm. / Segelfläche am Wind: || 22 m² / ca. 27 m² |-bgcolor="#FFFFFF" | Großsegel: || max. 17,6 m² |-bgcolor="#FFFFFF" | Vorsegel (Fock (Segel) Fock/Genua (Segel) Genua): || ca. 11 m² |-bgcolor="#FFFFFF" | Spinnaker: || max. 35,5 m² |- ! colspan="2" align=center | '''Sonstiges''' |-bgcolor="#FFFFFF" | Yardstick Yardstickzahl: || 100 bis 123 |-bgcolor="#FFFFFF" | Klasse: || Konstruktionsklasse |-bgcolor="#FFFFFF" | Klassenvereinigung: || [http://www.fky.org/j-jolle Internationale J-Jollenvereinigung 22-m² Rennjollen] |-bgcolor="#FFFFFF" |} Die '''J-Jolle''' ist die älteste deutsche Jollenklasse und unter den vier Bezeichnungen ''J-Jolle'', ''Binnenjolle'', ''22-m²-Rennjolle'' oder ''Nationale Jolle'' bekannt.

Bauvorschriften von 1910
* Länge + Breite 7,80 m * Segelfläche 22 m² * min. Breite Deck 1,70 m * max. Länge 6,10 m * min. Breite K.W.L. 1,50 m * max. Besatzung 3 Mann * min. Gewicht 450 Kg * Bauweise Eiche auf Eiche Klinker * max. Preis 1000,- RM * Bezahlte Mannschaft war verboten.

Geschichte
Die Jolle wurde 1909 vom Deutscher_Segler-Verband Deutschen Segler Verband als '''Nationale Jolle''' konzipiert. Der Deutscher_Segler-Verband D.S.Vb. reagierte damit auf das rasante Wachstum der Kleinsegelei. Das Boot war als billiges Ausbildungsboot gedacht. Bis 1915 wurden etwa 300 ''Nationale Jollen'' gebaut. Der Charakter des Ausbildungsbootes verschwand bald, denn die Segler entwickelten schnelle Renner um in Regatten zu siegen. 1916 wurden die Bauvorschriften angepasst: Gewichts- und Preislimit entfielen, die Boote durften mit anderen Hölzern, als Eiche geplankt werden. Sie waren nun karwel zu bauen. Als Segelzeichen wurde 1919 das '''J''' (sprich I) eingeführt. Die Jollen wiegen um 400 Kg bei etwa 6 m Länge und sind mit realer Segelfläche von über 30 m² übertakelt. Spinnaker und Backstagen gehören zur Ausrüstung. Die 22-m²-Rennjolle ist ein Mannschaftsboot, bei der alle drei Segler gleich gefordert sind. Die Jollen sind sehr schnell und kommen leicht ins Gleiten. Bis 1945 galt die Binnenjolle als anspruchsvollste mitteleuropäische Jollenklasse. Die '''22-m²-Rennjolle''' wurde gebaut in: * Deutschland * Österreich * Schweiz * Ungarn * Italien * Jugoslawien Es entstanden rund 600 Boote. Die J-Jollenklasse war die erste Jollenklasse, in der ab 1933 eine Europameisterschaft ausgetragen wurde. 1950 wurde die J-Jolle zur DSV-Alterklasse. Bis in die 60er Jahre regattierten J-Jollen in Österreich und Süddeutschland. Heute existieren noch etwa 100 J-Jollen, darunter viele aus den 20er Jahren, es gibt zwei Neubauten.

Klassenvereinigung
Seit 1981 gibt es die ''J-Jollen Vereinigung'' mit Schwerpunkt Konstanz am Bodensee. Die Vereinigung ist 1994 in die ''Internationale-J-Jollenvereinigung 22-m²-Rennjollen e.V.'' übergegangen. Ziel der Vereinigung ist der Erhalt und die Restaurierung der alten Jollen sowie das Regattasegeln.

Regatten
* 1914 bis 1942 Seglerhauspreis, ausgetragen vom VSaW auf Wannsee und Havel. * 1933 bis 1942 Europameisterschaft auf dem Wannsee und der Havel. Von 1982 bis 2001 wurde das ''Internationale J-Jollen-Treffen'' - die Klassenmeisterschaft - in Konstanz am Bodensee ausgetragen, seit 2002 wird jährlich wird die ''EURO'' um den ''EUROPA-Pokal'' an unterschiedlichen Orten (z.B. 2002 Hamburg, 2006 Attersee), mit teilweise 20 Jollen ausgetragen.

Siehe auch
* Liste der Bootsklassen * Liste von Schiffstypen Kategorie:Segelbootstyp

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