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Hennigsdorf

*** Shopping-Tipp: Hennigsdorf

{{Infobox Ort in Deutschland |Art = Stadt |Wappen = Wappen Hennigsdorf.png |lat_deg = 52 |lat_min = 38 |lat_sec = 16 |lon_deg = 13 |lon_min = 12 |lon_sec = 13 |Lageplan = |Bundesland = Brandenburg |Landkreis = Oberhavel |Höhe = 33 |Fläche = 31.10 |Einwohner = 26092 |Stand = 2005-06-30 |PLZ = 16761 |PLZ-alt = 1422 |Vorwahl = 03302 |Kfz = OHV |Gemeindeschlüssel = 12 0 65 136 |Gliederung = 3 Ortsteile |Straße = Rathausplatz 1 |Website = [http://www.hennigsdorf.de/ www.hennigsdorf.de] |Bürgermeister = Andreas Schulz |Partei = SPD }} '''Hennigsdorf''' [{{IPA|'hɛnɪ?sdɔrf}}] ist eine Stadt nordwestlich von Berlin.

Geografie


Geografische Lage
Hennigsdorf liegt an der nordwestlichen Stadtgrenze von Berlin, die hier zum großen Teil durch die Havel gebildet wird. Die Stadt hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 9 km und eine Ost-West-Ausdehnung von etwa 6 km. Die gesamte Stadt wird nach Westen durch einen zwei bis drei Kilometer breiten Waldstreifen begrenzt.

Nachbargemeinden
Hennigsdorf grenzt von Norden ausgehend im Uhrzeigersinn an Velten, Hohen Neuendorf, Berlin, Schönwalde-Glien (Landkreis Havelland) und Oberkrämer.

Stadtgliederung
Neben dem eigentlichen Ort Hennigsdorf gehört seit 1923 der etwa 3.100 Einwohner zählende Ortsteil Nieder Neuendorf zum Stadtgebiet. Am 1. Mai 1998 wurde der Ortsteil Stolpe-Süd eingemeindet.

Einwohnerentwicklung
(jeweils zum 31. Dezember) {| class="prettytable" !Jahr !Einwohnerzahl |- |1998 || 25.472 |- |1999 || 26.197 |- |2000 || 26.306 |- |2001 || 26.390 |- |2002 || 26.435 |- |2003 || 26.282 |- |2004 || 26.142 |- |2005 || 26.674 |- |2006 || 26.226 |}

Geschichte
Hennigsdorf wurde 1375 erstmalig als "Heynekendorp" urkundlich erwähnt und blieb lange Zeit ein Fischerdorf Fischer- und Kossat Kossätendorf. Erst durch die Ansiedlung Berliner Industriebetriebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewann Hennigsdorf größere Bedeutung. Das heutige Stadtwappen erhielt Hennigsdorf im Jahre 1938. Bekannt wurde Hennigsdorf - abgesehen davon, dass Marinus van der Lubbe die Nacht vor dem Reichstagsbrand wegen Landstreicherei im Hennigsdorfer Obdachlosenasyl verbrachte - auch durch den Marsch von 5.000 Arbeitern der Industriebetriebe am Siebzehnter Juni 1953 17. Juni 1953 zu den Demonstrationen gegen die Deutsche Demokratische Republik DDR-Regierung nach Berlin. Durch den Bau der Berliner Mauer wurde der Ort vom Berliner S-Bahn_Berlin S-Bahn-Netz und den Verbindungen nach Berlin-Heiligensee und Berlin-Spandau Spandau abgeschnitten. Wegen der stark gewachsenen Bevölkerungszahl - Hennigsdorf war vorübergehend die einwohnerstärkste Gemeinde in der DDR ohne Stadtrecht - wurde Hennigsdorf 1962 die Bezeichnung ''Stadt'' verliehen. Durch Erlass des brandenburgischen Innenministers erhielt Hennigsdorf mit Wirkung ab 1. Januar 2006 den Status einer ''Gemeindearten in Deutschland#Mittlere kreisangehörige Stadt Mittleren kreisangehörigen Stadt''.

Städtepartnerschaften
Hennigsdorf hat drei europäische Partnergemeinden: Kralupy nad Vltavou (Tschechien), Choisy-le-Roi Choisy-le-Roi (Frankreich) und Alsdorf (NRW).

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bild:Kirche_Hdf.jpg thumb|Martin-Luther-Kirche Bild:Rathaus_Hdf.jpg thumb|Altes Rathaus Bild:Grenzturm-hdf.jpg thumb|Grenzturm im Ortsteil Nieder Neuendorf Martin-Luther-Kirche nach Entwurf von Friedrich August Stüler Stüler, Dorfkirche Nieder Neuendorf mit Glasmalereien von Charles Crodel, historisches Rathaus von 1914 (Jugendstil), Waldfriedhof nach Entwurf von Ludwig Lesser, Walther Rathenau Rathenauviertel (von Peter Behrens entworfene Werkssiedlung der AEG (Unternehmen) AEG) und Heimstättensiedlung (innerstädtische Siedlung in Form eines Angerdorfes) aus den 1920er Jahren. Im Ortsteil Nieder Neuendorf steht einer der drei noch erhaltenen Grenzbeobachtungstürme der Berliner Mauer.

Wirtschaft und Infrastruktur


=Eisenbahn
= Hennigsdorf stellt einen Eisenbahn Bahnknoten im Nordwesten Berlins dar. Nördlich des Stadtzentrums kreuzen sich der Berliner Außenring und die von Berlin über Hennigsdorf verlaufende Kremmener Bahn. Hennigsdorf ist als Endpunkt der Linie S25 der S-Bahn Berlin Berliner S-Bahn mit dem Berliner Stadtzentrum verbunden und Ausgangspunkt einer sich an diese S-Bahn-Linie anschließenden Regionalbahnlinie, die nach Kremmen verkehrt. Darüber hinaus gibt es Zugverbindungen nach Rheinsberg, Wittstock/Dosse Wittstock und Wittenberge. Außerdem ist der Bahnhof Hennigsdorf Hennigsdorfer Bahnhof an den Verkehr des Berliner Außenrings angeschlossen, so dass auch Zugverbindungen nach Berlin-Spandau (bis zum Fahrplanwechsel 2006 sogar weiter nach Berlin-Charlottenburg), Potsdam und Oranienburg bestehen. Der Anschluss wird dergestalt realisiert, dass die Züge am Hennigsdorfer Kreuz den Außenring verlassen und auf der Kremmener Bahn in den Hennigsdorfer Bahnhof einfahren, dort kopfmachen und nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof wieder auf den Ring gelangen. Von 1958 bis 1995 gab es an der Kreuzung von Kremmener Bahn und Außenring den Umsteigebahnhof Bahnhof Hennigsdorf Nord Hennigsdorf Nord, sodass der oben beschriebene Zugbetrieb nur bei wenigen Zügen erfolgte. Ab dem 4. Juni 1954 wurde der Bahnhof ''Hennigsdorf Süd'' errichtet; er diente zu Beginn nur der reinen Grenzkontrolle, da seit 1952 West-Berlinern die Einreise in die DDR untersagt war. Ab dem 3. November 1958 durfte an diesem Bahnhof auch ein- und ausgestiegen werden. Dies blieb auch nach dem 4. Oktober 1959 so, als der Bahnhof in Stolpe Süd umbenannt wurde. Am 13. August 1961 wurde der Bahnhof im Zuge des Berliner Mauer Mauerbaus geschlossen und abgebrochen. Eine Wiederinbetriebnahme ist nicht mehr vorgesehen. Bis zum Mauerbau 1961 gab es auf der Kremmener Bahn einen durchgehenden S-Bahnbetrieb von Berlin über Hennigsdorf bis nach Velten, der anschließend bis 1983 als Gleichstrom-Inselbetrieb zwischen Hennigsdorf und Velten als Zuggruppe V weitergeführt wurde. Zudem verlief durch den Hennigsdorfer Ortsteil Nieder Neuendorf die Strecke der Osthavelländische Eisenbahn Osthavelländischen Eisenbahn, einer Privatbahn mit Anschluss nach Berlin-Spandau (Straßenbahnlinie 120) bzw. Nauen, Velten und Ketzin. Der Zugverkehr wurde 1952 eingestellt und die Gleise wurden abgebaut.

Straßenverkehr
Die Stadt liegt westlich der Bundesautobahn 111 Autobahn A 111. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind ''Hennigsdorf-Ost/Stolpe'' und ''Hennigsdorf/Velten''.

=Sonstiges
= Der Radfernweg Radfernweg Berlin-Kopenhagen Berlin - Kopenhagen durchquert die Stadt.

Ansässige Unternehmen


=Industriebetriebe in Hennigsdorf
= Der zu Deutsche Demokratische Republik DDR-Zeiten mit über 8.500 Beschäftigten wichtigste Industriebetrieb der Stadt war das Stahl- und Walzwerk Hennigsdorf, das 1917 als Teil des AEG (Unternehmen) AEG- Werkes gegründet wurde. Ab 1931 gehörte der Betrieb zum Friedrich Flick Flick-Konzern. Heute ist davon nur noch ein mittelständisches Unternehmen übrig, das seit 1992 die Bezeichnung ''Hennigsdorfer Elektrostahlwerke GmbH'' trägt und zum Riva-Konzern gehört. Seit 1913 werden in Hennigsdorf auch Lokomotiven gebaut. Im Laufe ihrer Existenz stand die Fabrik in der Verwaltung großer Firmen: Vor dem Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg gehörte sie der AEG (Unternehmen) AEG, danach der BLW, zu Deutsche Demokratische Republik DDR-Zeiten der LEW ("VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke 'Hans Beimler'"), nach der Maueröffnung wurde sie 1991 zunächst wieder von der AEG übernommen und kam 1996 zusammen mit dem gesamten Transportsektor der AEG zu ABB_Daimler_Benz_Transportation Adtranz. Seit 1. Mai 2001 betreibt Bombardier Transportation das Werk in Hennigsdorf. Von 1913 bis heute wurden in Hennigsdorf etwa 21.700 Lokomotiven und Triebwagen gebaut, die weltweit zum Einsatz kamen bzw. noch kommen, zum Beispiel in der Volksrepublik China, Japan, Südafrika, Griechenland, Brasilien, den USA und der ehemaligen Sowjetunion.

= Biotechnologie-Zentrum
= Mit der Gründung des Biotechnologie-Zentrums im Jahre 2000 wurde in Hennigsdorf einer der Biotechnologie-Cluster (Wirtschaft) Cluster in Berlin/Brandenburg etabliert. Zahlreiche neu gegründete Biotechunternehmen siedelten sich an diesem Standort an, unter anderem die B.R.A.H.M.S Aktiengesellschaft als inzwischen größtes Biotechunternehmen der Region.

Söhne und Töchter der Stadt
*Ines Adler (* 1963), Schlagersängerin *Michael Hartmann (Fußballspieler) Michael Hartmann (* 1974), Fußballspieler *Erich Priebke (* 1913), Kriegsverbrecher

Weblinks

- Geschichte der Schienenfahrzeug-Fabrik
- Stadtplan von Hennigsdorf {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Oberhavel}} Kategorie:Berliner S-Bahnhof Hennigsdorf, Hennigsdorf Süd en:Hennigsdorf nl:Hennigsdorf pl:Hennigsdorf ru:Хенниг?дорф

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