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Grossdietwil

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{{Infobox Ort in der Schweiz| NAME_ORT = Grossdietwil| GEMEINDEART = Gemeinde| BILDPFAD_KARTE = Karte_Gemeinde_Grossdietwil.png| BILDPFAD_WAPPEN = Pic_Grossdietwil.png| KANTON = Luzern| ISO=CH-LU| BEZIRK = Willisau (Amt) Willisau| BFS = 1131| PLZ = 6146| CH-X=224650| CH-Y=633841| HÖHE = 571| FLÄCHE = 10.23| EINWOHNER = 820| STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2005| WEBSITE = www.grossdietwil.ch }} '''Grossdietwil''' ist eine Gemeinde im Amt Willisau des Kanton Luzern Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie
Grossdietwil liegt an der Strasse Zell LU - St. Urban LU St. Urban am rechten Ufer des (Gondiswiler-)Rotbachs. Dieser bildet die Westgrenze der Gemeinde und ist gleichzeitig Grenze zwischen den Kantonen Bern und Luzern. Nebst dem Dorf und Umgebung gehören noch zwei Exklaven zur Gemeinde. In der einen liegen die Weiler ''Eppenwil'' (3,1 km nördlich des Dorfs; 668 m.ü.M) und ''Erpolingen'' (3 km nordöstlich des Dorfs; 700 m.ü.M.). Die zweite Exklave heisst ''Kället'' und liegt 3,1 km östlich der Hauptsiedlung auf 631 m.ü.M. Ausserdem gibt es zahlreiche Häusergruppen und Gehöfte. Die Landschaft ist sehr hügelig und teilweise bewaldet (22,0% des Gemeindeareals). Dies machen auch die Höhenunterschiede innerhalb der Gemeinde sichtbar. Der niedrigste Punkt der Gemeinde ist ''Ängelgär'' im Nordwesten an der Grenze zu Altbüron mit 550 m.ü.M. Dagegen liegt ''Ruegenstall'' im Südwesten des Orts auf 752 m.ü.M. Durch das Dorf fliesst der ''Fischbach'' , welcher vom gleichnamigem Nachbarort herkommt. Dieser Bach mündet gleich beim nordwestlichen Dorfende von rechts in den Rotbach. Da der grösste Teil des hügeligen Geländes gerodet wurde, sind ganze 72,2% des Gemeindegebiet landwirtschaftliche Nutzfläche. Bloss 5,8% der gesamten Gemeinde sind Siedlungsfläche.

Nachbargemeinden
Grossdietwil grenzt im Kanton Luzern an die Gemeinden Altbüron , Ebersecken , Fischbach , Ohmstal , Pfaffnau , Reiden und Roggliswil . Im Kanton Bern liegen die Nachbargemeinden Gondiswil und Melchnau .

Bevölkerung


Bevölkerungsentwicklung
Zwischen 1798 und 1837 verdoppelte sich die Einwohnerzahl (genau:+94,4%). Danach sank sie durch Abwanderung in die Industriezentren bis 1910 um rund einen Drittel (1837-1910:-33,9%). Eine weitere Abwanderungswelle setzte zwischen 1920 und 1930 ein (-9,4%). Insgesamt verringerte sich die Zahl der Bewohner so in knapp 100 Jahren (1837-1930) um fast 40 %. Es folgte ein auf und ab (1930-1960:+10,5%; 1960-1980:-16,9%; 1980-1990:+9,6%). Das Jahr 1980 war das Jahr mit dem tiefsten Einwohnerstand. Seit 1990 stagnierte die Zahl der Bewohner. {|border="1" cellpadding="2" cellspacing="0" align="right" style="margin-left:0.5em;" style="border-collapse: collapse;" |- bgcolor="#E3E3E3" !colspan="2" | Bevölkerungsentwicklung |- bgcolor="#E3E3E3" !Jahr !Einwohner |- |align="center"|1798 || align="center"|681 |- |align="center"|1837 || align="center"|1'324 |- |align="center"|1910 || align="center"|875 |- |align="center"|1920 || align="center"|890 |- |align="center"|1930 || align="center"|806 |- |align="center"|1960 || align="center"|891 |- |align="center"|1980 || align="center"|740 |- |align="center"|1990 || align="center"|811 |- |align="center"|2000 || align="center"|808 |- |align="center"|2004 || align="center"|822 |}

Sprachen
Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 93,44% Deutsch, 4,21% Albanisch und 0,50% Portugiesisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen
Früher war die gesamte Bevölkerung Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Durch Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation wie folgt aus: Es gibt 81,68% römisch-katholische-, 9,65% evangelisch-reformierte- und 0,62% orthodoxe Christen. Daneben gibt es 4,21% Muslime und 1,36% Konfessionslose. Die Muslime sind Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien.

Herkunft und Nationalität
Ende 2004 waren von den 822 Einwohnern 775 Schweizer und 47(=5,7%) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung waren 90,59% (einschliesslich Doppelbürger 91,96%) Schweizer Staatsangehörige. Die zwei einzigen nennenswerten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro(meist Albaner aus dem Kosovo) und aus Mazedonien(ebenfalls meist Albaner). Diese zwei Staaten stellten 70 % des Ausländerbestands.

Verkehr
Die Gemeinde ist durch die Postautolinie '''Zell-Altbüron-St. Urban''' ins Netz des Öffentlichen Verkehrs eingebunden. In Zell besteht eine Bahnstation der Bahnlinie '''Luzern-Langenthal'''. Grossdietwil liegt an der Strasse von Zell LU nach Altbüron Richtung St. Urban/Langenthal. Der nächst gelegene Autobahnanschluss ist Reiden an der A2 (Schweiz) A2 in 13 km Entfernung.

Geschichte
Bei Ausgrabungen in den 1980-er-Jahren kamen Fundamente eines römischen Gutshofes zum Vorschein. In einer weiteren Schicht über diesen Überresten entdeckten die Archäologen die Krypta einer karolingischen Kirche aus dem 9. Jahrhundert. Erste namentliche Erwähnung unter der Bezeichnung '''Toutewilare''' im Güterrodel des ''Klosters Engelberg'' (1184/1190). Die Gemeinde gehörte als Teil des '''Äusseren Amts Wolhusen''' zum Besitz der '''Freiherren von Wolhusen'''. Diese verkauften aus Geldnot um 1300 das gesamte Amt an die Habsburger . Nach der Schlacht bei Sempach im Jahr 1386 übten die Habsburger die Herrschaft nur noch auf dem Papier aus. Wirkliche Herrschaft war die Stadt Luzern (Stadt) Luzern , die am Pfingstmontag 1405 den Habsburgern den Besitz abkaufte. Bis 1798 blieb Grossdietwil Teil der '''Landvogtei Willisau'''. Danach gehörte es bis 1803 zum '''Distrikt Altishofen''', seither zum damals neu geschaffenen Amt Willisau . Die Gemeinde hiess bis 1810 '''Dietwil'''. Weil es noch weitere Orte gleichen Namens in der Schweiz gab, änderte man damals den Namen. Die Exklaven ''Erpolingen'' und ''Eppenwil'' gehören erst seit 1819 zur Gemeinde.

Weblinks

- Offizielle Website der Gemeinde Grossdietwil * {{HLS|670}} {{Navigationsleiste Bezirk Willisau}} Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Luzern Kategorie:Schweizer Gemeinde en:Grossdietwil fr:Grossdietwil it:Grossdietwil nl:Grossdietwil pt:Grossdietwil

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