W i l l k o m m e n   b e i   [ www.mauspfeil.com ]
 
 



 

Wörterbuch der Bedeutung
<<Zurück
Bitte wählen Sie einen Buchstaben:
A, Ä | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O, Ö | P | Q | R | S | T | U, Ü | V | W | X | Y | Z | 0-9

Suchen:

(Groß-/Kleinschreibung wird nicht unterschieden)

Google


Geschichte Japans

*** Shopping-Tipp: Geschichte Japans

{{Dieser Artikel|beschreibt die Geschichte Japans. Für das gleichnamige Werk von Kiyoshi Inoue siehe Geschichte Japans (Inoue).}} Bild:CaronMap.jpg thumb|Karte Japans von Francois Caron (17. Jhd.) Die '''Geschichte Japans''' ist geprägt durch ein Wechselspiel von Isolation und äußeren Einflüssen. Einerseits führten sowohl die geographische Isolation als auch eine gewollte Abschließung gegen die Außenwelt zu einer räumlich begrenzten, in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln. So ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker (z. B. der John W. Halls) beinahe ein Modell für die Entwicklung von der Volksstamm Stammes- über die Adels- und Feudalismus Feudalgesellschaft hin zur Moderne. Dieser Isolation gegenüber steht der Einfluss Chinas. Der große Nachbar beeinflusste Japans Japanische Schrift Schrift und Japanische Sprache Sprache; der Konfuzianismus und die chinesischen Staatstheorien prägten seine politische Kultur entscheidend mit. Aber auch der Westen nahm Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam erzwang er die Öffnung und Modernisierung des Landes. Japan wurde nicht nur modern, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch die Vereinigte Staaten Vereinigten Staaten. Heute ist Japan ein moderner Industriestaat, aber die traditionsreiche, vielfältige Geschichte des Inselreichs ist in vielerlei Hinsicht noch immer lebendig. Für eine schematische Darstellung zur Aufteilung der Geschichte Japans in Perioden, siehe Artikel Periodisierung der japanischen Geschichte.

Frühe Geschichte


Besiedlung
Über den Zeitpunkt der ersten Besiedlung der japanischen Inseln liegen noch keine exakten Erkenntnisse vor, sie liegt vermutlich aber 100.000 bis 200.000 Jahre zurück. Vermutlich kamen Menschen aus drei Regionen nach Japan: *Eine Gruppe wanderte aus der Gegend des heutigen Sibirien über eine Landbrücke vom asiatischen Festland nach Hokkaido ein. Die Wanderung dieser so genannten Nordgruppe ist heute archäologisch und sprachwissenschaftlich (Elemente aus der Gruppe der Altaische Sprachen altaischen Sprachen finden sich sowohl in der Finno-ugrische Sprachen finno-ugrischen Sprachfamilie als auch im Japanische Sprache Japanischen) recht gut belegt. *Eine zweite Einwanderung erfolgte ebenfalls über eine Landbrücke von der koreanischen Halbinsel nach Zentraljapan. *Der Süden Japans wurde von Menschen aus Südostasien auf dem Seeweg erschlossen. Bei diesen Siedlern handelte es sich möglicherweise um Angehörige der prähistorischen Sundaland-Kultur.

J?mon-Zeit
''Hauptartikel:'' J?mon-Zeit Das Halbdunkel der japanischen Ur- und Frühgeschichte wird erst mit dem Auftreten der ''J?mon-Kultur'' erhellt. Die J?mon-Zeit umfasst etwa den Zeitraum von 10.000 bis 300 v. Chr. Ihr Name leitet sich von den mit Schnüren und Kordeln erzeugten Mustern in der damaligen Keramik ab. Die Menschen jener Zeit waren Jäger und Sammler und lebten in lockeren Verbänden zusammen. Um diese Zeit eroberte das Kaiserreich China der Han-Dynastie Han-Zeit die Halbinsel Korea. Der chinesische Kulturkreis war dicht an Japan herangerückt, die Grundlagen eines auch in den folgenden Jahrhunderten bedeutenden Kulturaustauschs waren gelegt.

Yayoi-Zeit
''Hauptartikel:'' Yayoi-Zeit Der technologische Fortschritt führte zum Übergang in eine neue Epoche, die Yayoi-Zeit, welche sich etwa von 300 v.Chr. bis 300 n. Chr. erstreckte. In der Yayoi-Zeit kamen Nassreisanbau und Metallverarbeitung nach Japan. Benannt ist diese Zeit nach dem Tokioter Vorort Yayoi, in dem Keramik gefunden wurde, die einerseits deutlich schlichter war als die der Jomon-Zeit, die andererseits aber von höherer Qualität war und die Zunahme handwerklichen Geschicks illustrierte. Aus der Kulturstufe der Yayoi-Zeit mit ihren Dorfgemeinschaften trat die Zeit der ersten Staaten in Japan hervor. Der Schritt zur Staatsbildung leitet das japanische Altertum ein.

Altertum


Kofun-Zeit
''Hauptartikel:'' Kofun-Zeit Die Kofun-Zeit (etwa 300–710 n. Chr.) ist benannt nach den schlüssellochförmigen Hügelgräbern jener Zeit, den Kofun. Zu jener Zeit ist in chinesischen Chroniken bereits die Rede von einem Königreich Yamato auf den japanischen Inseln. Dieses mischte sich im 4. Jhd. auch in Konflikte auf der koreanischen Halbinsel ein, wo nach dem Abzug der Kaiserreich China Chinesen während der Wei-Dynastie Wei-Zeit drei Reiche (Koguryo, Paekche, Silla) um die Herrschaft kämpften. In der Kofun-Zeit entstanden rege Beziehungen nach China und Korea, Kulturtechniken wurden importiert. Wesentlich war der Buddhismus, der im 6. Jhdt. nach Japan kam. Er wurde nach heftigen Konflikten Staatsreligion (in diesem Kampf gelangte die Familie Soga zu erheblichem Einfluss). Die nun folgende Phase der japanischen Geschichte heißt nach der damaligen Hauptstadt ''Asuka-Zeit'', sie beginnt etwa 590 und dauert bis 710 n. Chr. an.

Asuka-Zeit
''Hauptartikel:'' Asuka-Zeit Obwohl die Asuka-Zeit zeitlich mit der Kofun-Zeit überlappt (552 markiert das Jahr der Übernahme des Buddismus als Staatsreligion), wird sie gesondert betrachtet, da in diesem Zeitraum Weichenstellungen für Japans Geschichte stattfanden. Die Soga errichteten eine Herrschaft, die weit vom buddhistischen Ideal entfernt war. Dennoch leitete die Thronbesteigung Suikos (einer Nichte des Soga-Familienvorstandes) einen großen Wandel in Japans Geschichte ein. Suikos Prinzregent Sh?toku Taishi war gläubiger Buddhist. Er schuf 604 mit den „17-Artikel-Verfassung 17 Artikeln“ eine Schrift zur ethischen Ausübung der Herrschaft. Weiterhin übernahm er das chinesische System der Hofränge, schuf ein erstes Wegenetz und befahl die Anfertigung von Chroniken. Obwohl die folgenden Jahre für Japan ungünstig verliefen, z. B. geriet es in Korea militärisch unter Druck durch ein erstarktes China, folgten weitere Reformen von großer Tragweite. 645 erließen die Machthaber eine Reihe von Gesetzen, die als Taika-Reform (Taika, jap. Große Wende) in die Geschichte eingehen sollten. Die Taika-Edikte unterstellten alles Land dem Kaiser, ordneten den Bau einer Hauptstadt an, verfügten Landvermessungen, Volkszählungen und Steuererhebungen. Mit den Taiho-Erlässen des Jahres 701 wurde die Neugestaltung des japanischen Kaiserreichs abgeschlossen. Es war nun ein Zentralstaat mit einer gesetzlichen Ordnung, die um den Kaiser herum aufgebaut war. Aufgrund des japanischen Glaubens, dass jeder Tod den Ort des Versterbens verschmutzt, musste die Hauptstadt im Verlauf der Asuka-Zeit einige Male gewechselt werden.

Nara-Zeit
''Hauptartikel:'' Nara-Zeit Erst im Jahr 710 wird Heij?-ky? (Nara) für längere Zeit Hauptstadt. Das japanische Altertum (auch japanische Klassik genannt) beginnt. Insgesamt war die Nara-Zeit geprägt von Frieden und kultureller Blüte. Gefahr drohte zwar in Form einer Invasion aus China oder Korea, aber ein Wehrpflichtsystem garantierte bemannte Verteidigungswälle. Ansonsten sicherten die Errungenschaften der Asuka-Zeit den kaiserlichen Hof ab, der aus einem weitgehend befriedeten und geordneten Land Steuereinkünfte erhielt. Allerdings entstanden fast unbemerkt von den Herrschenden neue Probleme, weil Land in den Besitz von Klöstern und Großfamilien geriet und so der Hof geschwächt wurde. Diese Entwicklungen und die ungünstige geographische Lage Naras erzwangen eine Verlegung der Hauptstadt nach Heian-ky? (das spätere Ky?to). Bild:Scheinwelt.jpg thumb|am kaiserlichen Hof

Heian-Zeit
''Hauptartikel:'' Heian-Zeit Nach dieser Stadt ist auch die Heian-Zeit (7941185) benannt. Zu Beginn der Heian-Zeit gelang es Kammu-Tenno noch einmal die kaiserliche Herrschaft zu stabilisieren. Aber nach und nach gelang es der Familie Fujiwara die Herrschaft auszuüben. Durch geschickte Heiratspolitik sicherte der Clan seinen Einfluss. Erst Kaiser Go-Sanjo (Thronbesteigung 1068) brach die Herrschaft der Fujiwara, aber zu einem hohen Preis. Er ging ins Kloster und regierte von dort indirekt, eine Praxis die das Kaiserhaus dann eine Weile beibehielt. Aber dieses Vorgehen hatte die kaiserliche Macht stark eingeschränkt und dem Ansehen des Kaiserhauses nachhaltig geschadet. Literatur und Dichtung gelangten trotz oder gerade wegen der widrigen Zustände zu hoher Blüte, so wurde das ''Genji Monogatari'' in der Heian-Zeit verfasst. Aber die kulturelle Blüte konnte den Verfall der Ordnung nicht aufhalten. Der Kaiser war keine mächtige Ordnungskraft mehr, andere nahmen den Kampf um die Herrschaft auf.

Das japanische Mittelalter
Mit dem Zerfall der zentralstaatlichen Ordnung begann das japanische Mittelalter, das sich von 1185 bis etwa 1600 erstreckt.

Kamakura-Zeit
''Hauptartikel:'' Kamakura-Zeit Die erste Phase des Mittelalters ist die Kamakura-Zeit von 1185 bis 1333. Ihr zentrales Motiv ist der Konflikt zwischen den Familien Taira und Minamoto. Diese Kriegerfamilien hatten für den Hof in Heianky? Polizeiaufgaben erledigt und Feldzüge durchgeführt. Mit dem Zerfall der Ordnung spitzte sich die Situation zu einem Kampf um die Herrschaft zwischen den beiden Familien zu. Nachdem die Taira die Minamoto vernichtend geschlagen hatten, ließ Taira no Kiyomori aber die Führer der Minamoto am Leben. Ein folgenschwerer Fehler, denn unter der Führung der Brüder Minamoto no Yoritomo Yoritomo und Minamoto no Yoshitsune Yoshitsune schlugen die Streitkräfte der Minamoto die Taira vernichtend. Dieser als ''Gempei-Krieg'' bekannt gewordene Konflikt ist ein beliebtes Motiv in Japans Literatur, Dichtung und Film. Yoritomo zwang seinen Bruder nach Differenzen zum Selbstmord und errichtete dann in Kamakura das erste Shogunat. Er errichtete parallel zur alten kaiserlichen Herrschaftsstruktur eine straffe, militärisch organisierte Verwaltung. Folgerichtig hieß seine Regierung auch Bakufu, das bedeutet in etwa Zeltregierung und deutet den militärischen Charakter der Führung an. Nach Yoritomo (der, so will es die Legende, nach einem Sturz vom Pferd verstarb, den der Geist seines Bruders Yoshitsune ausgelöst haben soll) regierten noch zwei seiner Söhne, doch dann verlagerte sich die Macht auf die Familie H?j?.

Die Herrschaft der H?j?
Unter ihrer Anführerin H?j? no Masako Masako (11561225) wurde noch einmal ein relativ friedlicher Zustand erreicht. Doch von außen drohte Gefahr: 1274 und 1279 kam es zu versuchten Mongoleninvasionen in Japan. Die Regierung wusste um diese Bedrohung und errichtete auf Kyūshū eine Wallanlage, um der Invasion zu begegnen. Dennoch hätten Japans Streitkräfte die Mongolen vermutlich nicht aufhalten können. Aber beide Male kamen heftige Stürme den Verteidigern des Inselreichs zu Hilfe und zerstreuten die Invasionsflotten. Dies war der Ursprung des Begriffs „Götterwind“ bzw. Kamikaze (Mongoleneinfall) Kamikaze. Die Abwehr der Angriffe der Mongolen destabilisierte die Herrschaft des Sh?gunats erheblich. Zwar war die unmittelbare Bedrohung vorüber, doch es gab keine Möglichkeit, diejenigen Vasallen zu entlohnen, die Truppen gestellt und die Festungsanlagen besetzt hatten. Üblicherweise erhielten bei innerjapanischen Kriegen die Sieger die Ländereien der besiegten Familien als Entlohnung. Bei den mongolischen Angreifern gab es aber nichts zu erobern, so dass sich Unmut breit machte. Im Jahr 1333 endete das Kamakura-Bakufu mit der Vernichtung der H?j? durch Truppen der Familien Ashikaga und Nitta Yoshisada Nitta. Diese waren auf Betreiben Kaiser Go-Daigos gegen das Sh?gunat zu Felde gezogen, das die Kaiser vollends entmachtet und ins Exil geschickt hatte. Go-Daigo hoffte, mit Hilfe der Ashikaga wieder an die Macht zu kommen.

Muromachi-Zeit
''Hauptartikel:'' Muromachi-Zeit Anders als geplant errichteten aber die Ashikaga ein neues Sh?gunat und leiteten die Muromachi-Zeit (1333–1568) ein. Muromachi war ein Stadtteil von Heiankyo, dort, in der alten Hauptstadt, hatten die Ashikaga auch einen ihnen genehmen Kaiser eingesetzt. Dies führte zu einem zeitweiligen Schisma der kaiserlichen Linie, da Go-Daigo an seinem Anspruch festhielt. 1392 gab Go-Daigos Nachfolger dieses Ansinnen allerdings auf. Die Herrschaft der Ashikaga nahm ein jähes Ende. Nach einer kurzen Hochphase unter Ashikaga Yoshimitsu (den sogar Ming-Dynastie Ming-Kaiserreich China China als Herrscher Japans anerkannte) zerfiel das Sh?gunat im ''Ōnin-Krieg'' (14671477). Dieser Konflikt tobte in der Hauptstadt und führte zu deren nahezu vollständiger Zerstörung. Mit der Hauptstadt war auch die Zentralgewalt endgültig zerschlagen. Bild:Schlacht.jpg thumb|Schlacht von Nagashino

Die Zeit der streitenden Reiche
''Hauptartikel:'' Sengoku-Zeit Japan war ein Flickenteppich aus Herrschaftsgebieten einzelner Fürsten und Familien. In die folgenden blutigen und ereignisreichen Zeiten fällt die Ankunft der Portugiesen in Japan, die auch die ersten Feuerwaffen mitbrachten. Zudem begann die christliche Missionierung Japans. Trotz aller Unruhe und Gewalt jener als Sengoku-jidai (Zeit der streitenden Reiche) bekannten Zeit, kam es auch zur Herausbildung eines Handels zwischen den einzelnen Regionen, zum ersten Europakontakt und zum prägenden Kontakt mit dem Christentum (vgl. Christentum in Japan). Selbst die Feuerwaffe, die keine technische Weiterentwicklung erfuhr, sollte wenige Jahrzehnte später in der Schlacht von Nagashino sehr bedeutsam werden. Ein von grausamem Bürgerkrieg geschütteltes Japan erhielt erst in der ''Azuchi-Momoyama-Zeit'' (1568–1600) neue Hoffnung. Es war die Zeit der drei Reichseiniger, Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu. Oda Nobunaga, ein kleiner Daimy? aus Owari gelangte durch geschicktes Taktieren, militärische Begabung und brutalen Durchsetzungswillen zu Einfluss über ganz Japan. Toyotomi Hideyoshi, der als einfacher Soldat in Nobunagas Heer begann, setzte dessen Einigungswerk fort, wobei sein Invasionsversuch in Korea 1592 mehr als 200.000 Mann das Leben kostete. Umstritten ist, ob er nicht vorrangig potentielle Unruhestifter in dieses militärische Abenteuer entsandte. Er trieb Japans Einigung vor allem mit diplomatischem Geschick voran. Nach Toyotomi Hideyoshis Tod 1598 trat aus den Großen des Landes Tokugawa Ieyasu hervor. In der ''Schlacht von Sekigahara'' im Jahr 1600 unterwarf er, nicht zuletzt dank der Feuerwaffen, seine Gegenspieler und wurde unumschränkter Herrscher Japans. Mit der Tokugawa-Herrschaft beginnt Japans frühe Neuzeit, die etwa von 1600 bis 1868 andauert und auch als ''Edo-Zeit'' (nach der Hauptstadt Edo) bekannt ist.

Edo-Zeit
Bild:AdamsJapanMap.jpg thumb|Karte Japans von 1707 ''Hauptartikel:'' Edo-Zeit Die Tokugawa errichteten ein politisches System, das gewisse Anleihen beim Kamakura-Bakufu machte. Japan wurde in Provinzen (''han'') eingeteilt die von Fürsten (''Daimy?'') regiert wurden. Die Daimy? waren dem Sh?gun (der Titel war den Tokugawa-Herrschern vorbehalten) lehnspflichtig. Ähnlich wie im europäischen Feudalismus ging es dabei um Militärdienst und die Verpflichtung, Abgaben an die Zentralregierung abzuführen.

Ständesystem
''Hauptartikel:'' Vierständeordnung Der kaiserliche Hof wurde von der Machtausübung völlig ausgeschlossen und isoliert. Da die Tokugawa dieses Herrschaftssystem durch rigide Gesetze und Kontrollmechanismen stützten, konnte es fast 200 Jahre lang bestehen. Die Bevölkerung wurde in ein Konfuzianismus konfuzianisch inspiriertes Ständesystem eingeteilt, das vier Stände kannte: Krieger, Bauern, Handwerker und Kaufleute (''shi-no-ko-sho''). Ein Wechsel des Standes war nahezu unmöglich. An oberster Stelle standen die Samurai, nunmehr weniger Krieger- als Verwaltungselite des Landes. Aus Furcht vor Aufständen erlegten die Tokugawa dem Kriegeradel aber strenge Verhaltensregeln auf. Samurai lebten nicht mehr auf dem Land bei den ihnen unterstellten Bauern, sondern in den Burgstädten ihrer Herrn. Sie durften nur wenige Tätigkeiten ausführen und waren zum Broterwerb fast gänzlich auf die Erträge der Lehen angewiesen. Die Bauern waren zwar nominell der zweite Stand im Staat, doch war ihr Leben genau kontrolliert. Im Japan der Tokugawa war die Gesellschaft von ihrer kleinsten Einheit, der Familie (''ie'') über Gruppen von Familien bis zur Dorfebene genau erfasst. Jede dieser Einheiten hatte einen Verantwortlichen, der seinem Vorgesetzten gegenüber Rechenschaft abzulegen hatte. Verfehlungen eines Gemeinschaftsmitgliedes zogen oft die Bestrafung der Gruppe nach sich. Die Handwerker waren aufgrund ihrer Fähigkeiten unentbehrlich, doch um ihre Produkte an die Bevölkerung der entstehenden Städte zu verkaufen, brauchten sie die Kaufleute, den vierten und offiziell niedrigsten Stand der Gesellschaft.

Isolation
''Hauptartikel:'' Abschließung Japans Weitere Elemente der Tokugawa-Herrschaft waren die Verfolgung des als revolutionär geltenden Christentums und die Abschließung nach Außen (''sakoku''). Während dieser Phase der Isolation waren das Kaiserreich China und die Niederlande Japans einzige Handelspartner. Die Niederländische Ostindien Kompanie unterhielt eine Handelsstation auf der künstlichen Insel Deshima. Westliche Ideen und Konzepte kamen so in Form der ''Rangaku (Hollandstudien)'' nach Japan.

Gesellschaft und Kultur
Alle Versuche des Sh?gunats, eine statische Gesellschaftsordnung zu erhalten, scheiterten aber letzten Endes. Die Kaufleute (''ch?nin'') standen zwar in der gedachten Gesellschaftsordnung an letzter Stelle, doch ihr realer Einfluss war erheblich. Im Verlauf der Edo-Zeit wuchsen Japans Städte, die Zentralisierung des Kriegeradels an diesen Orten schuf neue Absatzmärkte. Als Bindeglied zwischen den produzierenden Ständen der Bauern und Handwerker und den Konsumenten in den Städten fungierten die ch?nin. Samurai gerieten in Abhängigkeit von Kaufleuten, oftmals waren sie hochverschuldet. Selbst die Daimy? waren oft gezwungen, Kredite aufzunehmen, um das teure Leben in Edo finanzieren zu können. Der Aufstieg des Kaufmannsstandes destabilisierte einerseits das Ständesystem, führte aber andererseits zu neuen Impulsen auf dem kulturellen Gebiet. Die Kultur Japans japanische Kultur und das ästhetische Empfinden waren seit dem Ende der Heian-Zeit immer durch den Kriegerstand geprägt worden. Konservative Stile in Architektur und Literatur, das ästhetische Empfinden des Zen, das klassische N?-Theater und verschiedene ritualisierte Handlungen (zum Beispiel die berühmte Sad? Teezeremonie) bestimmten das Bild. Den Kaufleuten war diese Welt verschlossen, und so entwickelten sie mit zunehmendem Wohlstand und zunehmender Bildung eine eigene Kultur. In Abgrenzung zur aristokratischen widmete sich diese der ''ukiyo'', der ''vergänglichen Welt''. Hervorzuheben sind die bekannten Malereien des Ukiyo-e sowie das Kabuki als neue Form des Theaters.

Das Ende der Ära Tokugawa
Bild:Satsuma-samurai-during-boshin-war-period.jpg thumb|[[Samurai des Satsuma-Clans, ca. 1868-1869, Aufnahme von Felice Beato]] ''Hauptartikel:'' Bakumatsu Die Entwicklung großer Städte, die Entstehung von Großhandel und Geldwirtschaft und die Auflösung der Ordnung der Stände läuteten das Ende der Tokugawa-Herrschaft ein, diese Endphase der Edo-Zeit wird auch als ''Bakumatsu-Zeit'' bezeichnet. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zu Bauernaufständen, viele Samurai waren hoch verschuldet, die aufstrebenden Händler gewannen dagegen weiter an Einfluss. Dem Sh?gunat entglitt zunehmend die Kontrolle. Auch das Ausland übte massiv Druck aus, um eine Öffnung Japans zu erreichen, allen voran Russland, England und die USA. 1853 landeten amerikanische Panzerschiffe unter Commodore Matthew Perry (Offizier) Matthew Perry in der Bucht von Tokyo Bucht von Edo, um beim Shogunat Konzessionen und die Öffnung von Vertragshäfen zu erreichen. Nach vier Jahren zähen Ringens gab Sh?gun Tokugawa Iesada schließlich nach, und es kamen erstmals Handelsbeziehungen zwischen den USA und Japan im Vertrag von Kanagawa zustande. Das Nachgeben des Sh?guns führte im weiteren Verlauf zu starken Widerständen verschiedener Samurai-Clans gegen die Shogunatsherrschaft und die ins Land gekommenen Europäer, die ihren Ausdruck in der Sonn? j?i-Bewegung fanden. („Verehrt den Kaiser, vertreibt die Barbaren.?) Der Sh?gun war mit seinen Anhängern politisch und militärisch nicht mehr in der Lage, diese Bewegung zu unterdrücken. Dies führte mit Beginn des Jahres 1868 zur Meiji-Restauration, einer Revolution von oben, die den Tenn? symbolisch wieder an die Spitze des Staates stellte.

Moderne


Die Meiji-Zeit
''Hauptartikel:'' Meiji-Zeit In der Meiji-Zeit unter Kaiser Mutsuhito wurden umfassende Reformen eingeleitet. Das Vierständeordnung Ständesystem wurde abgeschafft, Geld- statt Naturalssteuern eingeführt und eine Wehrpflichtarmee aufgestellt. Zwar unternahmen mit dem Satsuma-Rebellion Satsuma-Aufstand von 1877 feudalistische Kräfte eine Rebellion, die aber scheiterte. Bild:Japanese Empire.png thumb|Japanisches Reich von 1870 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Inspiriert durch die Iwakura-Mission, einer Studienreise hochrangiger Politiker nach Nordamerika und Europa, erhielt das Land Meiji-Verfassung eine Verfassung. Japan übernahm das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch in nahezu unveränderter Form. Es sollte eine moderne Konstitutionelle Monarchie werden und durch rasche technologische Entwicklung dem Westen auf Augenhöhe begegnen können, was auch sehr schnell gelang. Explosionsartiges Wirtschaftswachstum und effiziente Rüstungspolitik machten aus dem unterlegenen Inselreich einen Machtfaktor in Asien. 1895 gelang Japan ein Sieg über China im Kampf um die Vorherrschaft in Korea (Erster Japanisch-Chinesischer Krieg Chinesisch-Japanischer-Krieg) und 1905 schlug Japans Marine die russischen Streitkräfte in der Seeschlacht bei Tsushima vernichtend (Russisch-Japanischer Krieg). Mit dem Tod Kaiser Mutsuhitos im Jahre 1912 endete die Meiji-Zeit. Die Restauration der Kaiserherrschaft und die wirtschaftliche, gesellschaftliche und militärische Neuorganisation des Landes in dieser Epoche markieren Japans Eintritt in die Moderne. Die Japan 1855 aufgezwungenen „Ungleiche Verträge Ungleichen Verträge“ bzw. die Exterritorialität der Vertragshafen Vertragshäfen hatten schon 1894/1911 aufgehoben werden können.

Das imperialistische Japan
''Siehe auch:'' Japanisches Kaiserreich Am 17. November 1905 wurde Korea ein Protektorat von Japan, und 1910 offiziell annektiert (''siehe:'' Korea unter japanischer Herrschaft). Auch die Mandschurei gelangt unter japanischen Einfluss, der sich aber bis zur Mandschurei-Krise auf die wirtschaftliche Ausbeutung der Mandschurei beschränkte und auch dem Bau der Südmandschurische Eisenbahn südmandschurischen Eisenbahn diente. Bild:Mother_of_Warriors_NGM-v31-p553.jpg thumb|Japanische Mutter mit Zwillingen, 1917 Im Erster Weltkrieg Ersten Weltkrieg kämpfte Japan auf Seiten der Alliierten und profitierte wirtschaftlich. Mit dem Vertrag von Versailles Versailler Vertrag übernahm es die Deutsche Kolonien deutschen Kolonien in China, was zu massiven Protesten in China führte, der Bewegung des fünften Mai. In den 20er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde Japan stark von der Weltwirtschaftskrise gebeutelt. Die Wirtschaft wurde umstrukturiert und eine erstarkte Schwerindustrie und einflussreiche Finanzgruppen (''zaibatsu'') traten in den 30er Jahren hervor. Diese Gruppen hatten starkes Interesse an Aufrüstung und Japanische Kolonien weiterer Expansion. Gestärkt von diesen Erfolgen versuchte Japan 1918 in Sibirien Fuß zu fassen. An die Oktoberrevolution schlossen sich internationale Interventionen auf Seite des "weißen", antikommunistischen Widerstandes an. So landeten bei Wladiwostok 70.00 Japaner und 9.000 US-Truppen, Japan hielt Wladiwostok, Teile der Pazifikküste und Gebiete entlang der Transsibirische Eisenbahn transsibirischen Eisenbahn in der Fernöstliche Republik fernöstlichen Republik besetzt. 1920 wurden die mit den Truppen des weißrussischen Generals Semjonow allein verbliebenen japanischen Intervenienten auf Wladiwostok und den Küstenstreifen zurückgedrängt, Wladiwostok erst am 25.Oktober 1922 zurückerobert. Dieses Scheitern führte in Japan zu Aufständen, die einen Regierungswechsel ins bürgerliche Lager verursachten. Von 1912 bis 1926 regierte mit dem ''Taish?-Zeit Taish?''-Tenn? Yoshihito ein psychisch kranker Mann, wodurch sich die Macht vom Tenn? und seinen Vertrauten, den genr?, auf das Japanisches Parlament Parlament und die neu gegründeten Parteien verschob. 1926 begann mit Hirohitos Inthronisierung die ''Sh?wa-Zeit''. Er regierte ein Land, in dem seit dem Ende des Ersten Weltkrieges nationalistische Kräfte zunehmend an Einfluss gewannen. Japan war in diversen internationalen Verhandlungen, insbesondere beim Vertrag von Portsmouth, nicht gleichberechtigt behandelt worden. Obschon sein Anspruch in Korea (trotz Protesten) anerkannt wurde, fanden die Expansionspläne in China keine Unterstützung im Westen. Weltwirtschaftskrise, Naturkatastrophen wie die Zerstörung T?ky?s durch ein Erdbeben 1923 und soziale Probleme führten zu einer politischen Radikalisierung des Landes. Mehrere Putschversuche und eine massive Sozialistenverfolgung führten schlussendlich zur Machtergreifung einer ultranationalen Gruppierung aus Militärs. Bild:Hideki Tojo.jpg thumb|General [[T?j? Hideki]] Bild:HIJMS Kaga.jpg thumb|''[[Kaga (1928)|HIJMS Kaga'', Japans erster großer Flugzeugträger]] Der Tenn? und seine göttliche Abstammung wurden ins Zentrum der politischen Ideologie gerückt, andere als die ultranationale Meinung wurden verfolgt. Im Jahr 1940 war der Mehrparteienstaat tot, eine Zentralorganisation namens Taisei Yokusankai übernahm alle Funktionen. Schon vor dieser endgültigen Machtergreifung hatten die Militärs bereits ohne Einflussnahme der Politik in China operiert – so in der Mandschurei (''siehe:'' Mandschuko). 1933 trat Japan aus dem Völkerbund aus. 1937 wurde der Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke zur Initialzündung des Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges. Es kam mit dem Massaker von Nanking zu einem drastischen Kriegsverbrechen. Mit den Achsenmächten Zeit des Nationalsozialismus Deutschland unter Hitler und Geschichte Italiens#Faschistische Diktatur unter Benito Mussolini Italien unter Mussolini verband Japan sein aggressives Expansionsstreben. Eingebettet in die Dreimächtepakt Achse Berlin-Rom-Tokio und einen Japanisch-Sowjetischer Neutralitätspakt Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion (1941) begann das Militär unter dem Motto ''Panasienbewegung Asien den Asiaten'' einen Eroberungsfeldzug in Ostasien, der innerhalb weniger Monate die Kolonialreiche der Niederländer, Engländer und Amerikaner zusammenbrechen ließ. Japan ersetzte diese mit der so genannten „Großostasiatische Wohlstandssphäre Großostasiatischen Wohlstandssphäre“.

Japan im Zweiten Weltkrieg
Der Angriff auf Pearl Harbor Ende 1941 bedeutete den formellen Eintritt in den Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg. Japan errang bei der Besetzung Chinas Erfolge und konnte sein Einflussgebiet in ganz Südostasien ausdehnen, so dass sogar Australien bedroht war. Auf dem Weg zu diesen militärischen Erfolgen geschahen in den besetzten Gebieten Greueltaten, es kam zum Einsatz Biologische Waffe biologischer und Chemische Waffe chemischer Kampfstoffe und zu Menschenversuchen an Kriegsgefangenen. Japan beherrschte die Philippinen, Neuguinea und Birma, sowie zahllose Inselgruppen, mit Indonesien war ein erdölreiches Land Kolonie des Kaiserreichs geworden. Erst im Juni 1942 mit der Schlacht um Midway wendete sich das Blatt im Pazifikkrieg. Die japanische Marine verlor vier Flugzeugträger. Im August 1942 verloren die Japaner bei Schlacht um Guadalcanal Guadalcanal eine weitere wichtige Schlacht. Die Kaiserliche Japanische Armee kaiserliche Armee war weit verteilt über das Riesenreich, ihr Nachschub anfällig für Angriffe durch Unterseeboote. Bis 1944 konnte sich die kaiserliche Armee dennoch gut halten. Aber mit zunehmendem Eintreffen von Truppen vom europäischen Kriegsschauplatz und aus den Vereinigten Staaten kam die alliierte Gegenoffensive ins Rollen. Südostasien wurde schrittweise befreit und in einer Reihe amphibischer Operationen, die als „Island Hopping Inselhüpfen“ bekannt geworden sind, bewegten sich die US-Streitkräfte auf die japanischen Hauptinseln zu. Trotz erbittertem Widerstand fielen 1945 in den Schlacht um Iwojima Schlachten um Iwojima und Schlacht um Okinawa um Okinawa die wichtigsten Verteidigungsstellungen der japanischen Streitkräfte. Trotz dieser aussichtslosen militärischen Lage und permanenter Bombardierungen waren die japanischen Militärs nicht bereit die bedingungslose Kapitulation zu erklären. Wenig später erfolgten die umstrittenen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki (6. August 6. und 9. August 1945), die Sowjetunion erklärte Japan am 8. August 1945 den Krieg. Diese Ereignisse erzwangen die bedingungslose Kapitulation Japans, die Kaiser Hirohito am 15. August in einer Rundfunkrede verkündete.

Besatzungszeit und Neubeginn
''Hauptartikel:'' Alliierte Besetzung Japans Bild:Macarthur hirohito.jpg thumb|[[Douglas MacArthur|General MacArthur und der Hirohito Sh?wa-Tenn?]] Von 1945–1951 wurde Japan von den Alliierten (faktisch den USA Vereinigten Staaten) besetzt. Die Potsdamer Abkommen Potsdamer Verträge reduzierten das japanische Territorium wieder auf die Hauptinseln, die Ryukyu-Inseln wurden US-amerikanisches Hoheitsgebiet (und blieben dies bis 1972). Während der von General Douglas MacArthur, dem Oberkommandierenden der Pazifikstreitkräfte, geleiteten Besatzungszeit wurden umfassende Demokratisierungs- und Entmilitarisierungsmaßnahmen durchgeführt. Trotz allem blieb aber dem Kaiser eine Anklage in den Tokioter Prozessen erspart und ein Teil der alten Eliten wurde für die Errichtung einer neuen gesellschaftlichen Ordnung herangezogen. Dieses Vorgehen führte zwar zur Errichtung eines stabilen neuen Staatsgefüges (unter Beibehaltung des Kaisertums als tragenden Element), führte aber gleichzeitig zu einer mangelnden Aufarbeitung der Kriegsgeschehnisse und -verbrechen. Anders als in Deutschland war und ist dieses Thema in Japan tabuisiert und die Schuld einer kleinen Riege von Militärs angelastet worden. Alles in allem war die Erneuerung Japans aber ein Erfolg; große Konzerne, die am Krieg verdient hatten, wurden zerschlagen, eine Japanische Verfassung neue Verfassung, die Demokratie und Frieden zu ihren zentralen Themen machte, trat 1947 in Kraft. Reformen im Schul- und Hochschulwesen sollten die Reste der ultranationalen Gleichschaltung beseitigen. Hinsichtlich der Streitkräfte gab die Verfassung vor, dass nur Selbstverteidigungsstreitkräfte unterhalten werden dürfen. Die USA und Japan sind seither in einem Sicherheitspakt verbunden, der die Vereinigten Staaten zur Unterstützung Japans verpflichtet. 1951 schlossen im ''Friedensvertrag von San Francisco'' 48 Staaten offiziell wieder Frieden mit Japan, die Besatzung endete 1951/52.

Japan von den 50ern bis Heute
Im Jahr 1956 nahmen auch die Sowjetunion und die Volksrepublik China VR China (''siehe:'' Japanisch-Chinesische Beziehungen) wieder diplomatische Beziehungen auf, und ein rehabilitiertes Japan wurde Teil der Vereinte Nationen Vereinten Nationen. 1955 etablierte sich ein stabiles System zweier Parteien, der Liberaldemokratische Partei (Japan) Liberaldemokratischen Partei (LDP) und der Sozialistische Partei (Japan) Sozialistischen Partei. Das Politik Japans politische Gefüge ähnelte somit dem zahlreicher westlicher Demokratien. Mit Inkrafttreten des ''Grundlagenvertrag zwischen der Republik Korea und Japan Grundlagenvertrags zwischen der Republik Korea und Japan'' am 18. Dezember 1965 kam es zur Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zu Südkorea. Das Land blieb nunmehr Außenpolitik Japans außenpolitisch zurückhaltend, aber sein wirtschaftlicher Aufstieg war unaufhaltsam. Automobil- und Schiffbau, später Elektronik wurden die Branchen, deren Exporte das Wirtschaft Japans japanische Wirtschaftswachstum der Jahre 1960 bis 1970 entscheidend befeuerten. Japan wurde in die Gruppe der Gruppe der Acht G8-Staaten aufgenommen. 1985 wurde der bis dato vom Devisenmarkt getrennte Yen freigegeben, es kam zu einer Aufwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar. Diese Entwicklung dämpfte die japanische Wirtschaftsentwicklung, da die USA hauptsächlicher Absatzmarkt japanischer Exporte waren und sind. 1989 starb Kaiser Hirohito. Sein Sohn Akihito wurde 1990 Kaiser und damit begann die ''Heisei Heisei-Zeit'', die von Beginn an überschattet wurde vom Platzen der ''Bubble Economy''. Japan kam im folgenden Jahrzehnt nicht zur Ruhe. Die Wirtschaft geriet in eine tiefe Krise, mehrere Regierungen und Ministerpräsidenten scheiterten. In den Jahren 2000/2001 gab es erstmals eine Stabilisierung der Situation. Die 2001 gewählte Regierung um Japanischer Premierminister Premierminister Koizumi Junichiro war bis September 2006 an der Macht. Nachfolger Koizumis ist sein ehemaliger politischer Zögling Shinzo Abe. Japan ist nach der inneren Stabilisierung, beginnend mit der United Nations Transitional Authority in Cambodia UNTAC-Mission von 1992, nun auch weltweit im Rahmen von UN-Missionen friedenserhaltenden Maßnahmen der Vereinten Nationen aktiv.

Literatur
* Reinhard Zöllner: ''Geschichte Japans. Von 1800 bis zur Gegenwart'', Paderborn: Schöningh 2006, ISBN 3825226832 *Hirashima, Kenji : ''Die Reformpolitik in Japan und Deutschland im Vergleich'' , Osnabrück , Forschungsstelle Japan , 2005 * Roger Bersihand: ''Geschichte Japans. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.'' Stuttgart 1963 * John Whitney Hall: ''Das japanische Kaiserreich.'' Fischer Weltgeschichte 20. Fischer, Frankfurt a. M. 1968 * Manfred Pohl: ''Geschichte Japans.'' C.H. Beck, 2002, ISBN 3406479901 * George B. Sansom: ''Japan. Von der Frühgeschichte bis zum Ende des Feudalsystems.'' Zürich 1967 * Michel Vié: ''Histoire du Japon des origines à Meiji'', PUF, coll. « Que sais-je ? » n° 1328, 2002 * Takeuchi Yoshimi: ''Japan in Asien. Geschichtsdenken und Kulturkritik nach 1945'', München: Iudicium Verlag 2005 *Jobin, Paul : ''Maladies industrielles et renouveau syndical au Japon'' , Paris , Éd. de l'École des Hautes Études en Sciences Sociales , 2006 , ISBN 2-7132-2013-0 * ''Histoire du Japon'': Danielle Elisseeff, Editions du Rocher, Le présent de l'histoire, (2001) ISBN 2268040968 * Collectif :''Dictionnaire historique du Japon'', Editions Maisonneuve et Larose, Collection Monde Asiatique, (2002) ISBN 2-7068-1633-3 * Inazo Nitobe : ''Bushidô, l'âme du Japon'', Editions Budostore, 190 p. (2000) ISBN 2846170118

Siehe auch
* Japanische Kolonien * Geschichte der japanischen Seefahrt * Periodisierung der japanischen Geschichte

Weblinks
{{Commons|Category:Japanese history|Geschichte Japans}}
- Ancient Japan - Englisch
- Japanese History - Englisch Kategorie:Japanische Geschichte {{Link FA|vi}} ar:تاريخ اليابان cs:Dějiny Japonska el:Ιαπωνική ιστο?ία en:History of Japan eo:Historio de Japanio es:Historia de Japón et:Jaapani ajalugu fi:Japanin historia fr:Histoire du Japon gl:Historia do Xapón he:היסטוריה של יפן hi:जापान का इतिहास hu:Japán történelme it:Storia del Giappone ja:日本?歴? ko:?본? 역사 lt:Japonijos istorija nl:Geschiedenis van Japan no:Japans historie pl:Historia Japonii pt:História do Japão ru:И?тори? Японии simple:History of Japan sk:Dejiny Japonska sv:Japans historia th:ประวัติศาสตร์?ี่ปุ่น uk:І?торі? Японії vi:Lịch sử Nhật Bản zh:日本历? zh-yue:日本歷?

*** Shopping-Tipp: Geschichte Japans




[Der Artikel zu Geschichte Japans stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Geschichte Japans zu editieren.
Die Texte von Wikipedia und dieser Seite stehen unter der GNU Free Documentation License.]

<<Zurück | Zur Startseite | Impressum | Zum Beginn dieser Seite