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Gangolf

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bild:Gangolf_1.jpg thumb|Büste des Heiligen Gangolfs in der Gangolfskapelle auf der [[Milseburg]] Der '''Heilige Gangolf''' lebte im 8. Jahrhundert. Der aus adeligem Hause stammende Gangolf wurde in Varennes-sur-Amance geboren und bei Langres um das Jahr 760 ermordet. Sein Gedenktag ist der 11. Mai. Er gilt als Pferdepatron, aber auch als Helfer bei Augen-, Haut- und Gelenkkrankheiten. Meist wird er als Ritter mit Schwert und Lanze dargestellt, manchmal auch mit Säbel, Fahne und Handkreuz. Die nebenstehende Abbildung (Büste aus dem Innenraum der Gangolfskapelle auf der Milseburg) zeigt ihn mit Lanze und Falken. Seine Kirchen bzw. Kapelle sind meist Quellen oder Brunnen zugeordnet.

Legende
Seine Lebensgeschichte wurde von Roswitha von Gandersheim (930 - 968) erzählt: Im Auftrage des karolingischen Königs Pippin als Heerführer und Jäger unterwegs trinkt er eines Tages Wasser von einer Quelle, die sich in einem wunderschönen, blühenden Garten befindet. Von diesem romantischen Ort begeistert, beschließt Gangolf das Land zu kaufen. Da er jedoch einen viel zu hohen Preis für das Grundstück bezahlt hat, wird er von seinen Freunden dafür verhöhnt. Doch Gangolf stört sich nicht am Spott, da er dem armen Besitzer nur hatte helfen wollen. Vielmehr lädt er seine lästernden Freunde zu einem prächtigen Festmahl ein. Zuvor aber stößt er im Garten einen Stock in den Boden. Anschließend geht er erst zu den Armen, um ihnen Speise zu bringen, bevor er sich zum Mahl mit seinen Freunden begibt. Am nächsten Morgen begehrt er Wasser zum Waschen, doch der Brunnen ist versiegt. Gangolf befiehlt seinem Diener in den Garten zu gehen und den Stock aus der Erde zu ziehen. Dieser folgt dem Befehl und erlebt, wie eine Wolke heraufzieht und sich herabsinkt und plötzlich sprudelt die Quelle wieder. Durch das Gebet Gangolfs soll das Wasser zudem heilkräftig geworden sein. Wenig nach seiner Hochzeit wird ihm berichtet, dass seine Frau Ehebruch mit einem Priester begangen habe. Nach dem Vergehen befragt, beteuert Gangolfs Ehefrau ihre Unschuld. Da Gangolf ihr aber nicht glaubt, verlangt er die Durchführung eines Gottesurteils: Sie muss ihre Hand in das Wasser der Quelle tauchen. Als sie ihre Hand wieder herauszieht, ist diese völlig verbrannt. Gangolf lässt Gnade vor Recht ergehen und gewährt ihr z.T. Verzeihung, doch darf sie seine Gemächer nicht mehr betreten. Den Priester verbannt er außer Landes. Bald schon jedoch ruft die treulose Ehefrau ihren Liebhaber erneut zu sich. Der Priester eilt herbei, ermordet in der Nacht Gangolf und flieht mit dessen Frau. Am Grabe des Ermordeten sollen sich kurz darauf zahlreiche Wunder zutragen. Als seine Frau davon erfährt, spottet und höhnt sie darüber. Da ereilt sie eine schändliche körperliche Strafe. Auch der Priester muss an einer bösen Krankheit sterben - innerlich wird er gleichsam zerrissen.

Verehrung
In zahlreichen Gegenden Deutschlands wird der Heilige verehrt. In Bamberg werden seine Reliquien aufbewahrt, dort gibt auch eine Gangolfskirche (Bamberg) Gangolfskirche, die aus dem 1803 aufgelösten Kloster Sankt Gangolf Bamberg Sankt-Gangolf-Kloster hervorgegangen ist. Die Gangolfskirche in Hollfeld (Landkreis Bayreuth) entstand als Tochterkirche der Bamberger Kirche. Auf der Milseburg in der Rhön erhebt sich eine Gangolfkapelle, ebenso wie in Wolpertswende in Oberschwaben. An dieser Stelle soll der Heilige den mit dem Teufel im Bunde stehenden Riesen Mils erschlagen haben. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war die Kapelle Ziel von Wallfahrten. In Schelingen am Kaiserstuhl (Baden) Kaiserstuhl gibt es ein Gangolfquelle. Das im 19. Jahrhundert erloschene Bistum Konstanz hatte einen Bischof mit dem Namen Gangolf, welcher sich zeitlich ungefähr in die Zeit des heiligen Gangolf einordnen ließe. Mehrere Orte sind nach Gangolf benannt, so etwa Sankt Gangloff in Thüringen. Weitere Gangolfkirchen: * St. Gangolf (Trier) Kategorie:Mann Kategorie:Heiliger {{Personendaten| NAME=Gangolf |ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=Heiliger des 8. Jahrhunderts |GEBURTSDATUM= |GEBURTSORT= |STERBEDATUM= |STERBEORT= }}

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