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Freutsmoos

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'''Freutsmoos''' ist ein Ortsteil von Palling im Landkreis Traunstein / Chiemgau / Oberbayern.

Geschichte
In Freutsmoos übergaben zwischen 1151 und 1167 die beiden leiblichen Brüder Wezilo und Albert ihr Gut an den Pfarrer Gunther von Palling, damit es dieser nach ihrem Tode an das Domkapitel vergebe, was derselbe getreulich ausführte. ''(Nach Hauthaler): "presignamus ....duos germanos fratres Wezilonem videlicet et Albertum delegasse predium quod habebant Frioltesmos, in manus Guntheri plebani de Paldelingen".'' Im Jahre 1301 scheint ein „Chunrat der vreioltsmoser und sein sun Wernher“ und 1304 „Chun. Freyolzmoser“ in Raitenhaslacher Urkunden auf. 1457 übernahm Hans Bauer „das guet czu freyelczmoß“., 1458 Chunrad laksmid von freytzmos“ Der erste Teil des Namens „Freuts-„ wird abgeleitet von „Frioltes-„. Erst 250 Jahre später wurde dieser Name zu dem verständlichen deutschen „freyholtz-„ geändert, das entweder auf das „Freiholz“ = Freier Wald oder auf den Personennamen „Friolt“ zurückgehen soll. Sprachwissenschaftler führen dieses Wort auf den Personennamen „frigolt“ zurück, was so viel wie „Freiwald“ heißen soll. Dies ist keine Namensbezeichnung sondern eine Flurbezeichnung „Frei – Wald“, das heißt eines der Allgemeinheit zugänglichen und nutzbaren Waldes. Der Namensteil „-moos“ bzw. ursprünglich „mos“ überrascht insofern, da die Gegend von Freutsmoos keinesfalls moorig bzw. moosig ist, sondern im Gegenteil auf einem sehr stabilen Moränenhügel gebaut ist. Ein Name beschreibt aber niemals eine falsche Situation. Das Wort „-moos“ kann daher von dem lateinischen „mansio = Unterkunft, Haus“ (vgl. frz. maison) hergeleitet werden. Zwar wurden diese Ortsnamen meistens zu „Mais“ abgewandelt, aber auch manchmal zu „Mos“, „Moos“ oder „Moosen“. In den oben zitierten ältesten Urkunden von 1151 und 1167 ist die Rede von „zwei germanischen Brüdern“. Dies besagt, dass dieser Ort Freutsmoos in erster Linie von Nichtgermanen = Keltoromanen besiedelt war, in dem die Brüder extra als Germanen erwähnenswert waren. Es ist zu vermuten, dass die keltisch – römische Mischbevölkerung die Wirren der Völkerwanderungszeit überstanden und sich auch ihre Sprache zumindest ansatzweise bewahrt hatte, wie dies in vielen Teilen des Salzburger Erzbistums der Fall war und Freutsmoos lag im Erzbistum Salzburg. Auch im Bereich der Walchenorte an der Traun, die nur ca. 6 km von Freutsmoos entfernt liegen, war noch um die Jahrtausendwende die Rede von den „Romani ad Truna“. Das römische Grabdenkmal von Freutsmoos dürfte ursprünglich an der Abzweigung von der einstigen (Neben-) Römerstraße, die durch Freutsmoos führte, zur (noch nicht aufgefundenen) Villa Rustica, dem römischen Landgut des Sabinius gestanden haben, denn Grabsteine wurden von den Römern immer an den Straßen aufgestellt. An dieser günstigen Stelle (in Freutsmoos) stand entweder ganz in der Nähe das Landgut selbst oder ein Haus, eventuell eine Herberge für die Durchreisenden von Salzburg nach Passau, also eine römische „mansio“.

Weblinks

- Kirchengeschichte von Freutsmoos {{Koordinate Artikel|48_2_11_N_12_39_31_E_type:city_region:DE-BY|48° 2' 11" N, 12° 39' 31" O}} Kategorie:Ortsteil in Bayern Kategorie:Landkreis Traunstein Kategorie:Ort im Chiemgau

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