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Freiburger Kreis (NS-Zeit)

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{{Dieser Artikel|behandelt den Freiburger Kreis der NS-Zeit. Andere gleichnamige Gruppen siehe unter Freiburger Kreis.}} Der '''Freiburger Kreis''' war eine Gruppe von marktliberalen Wirtschaftswissenschaftlern - Adolf Lampe, Constantin von Dietze und Walter Eucken - und evangelischen und katholischen Christen, die in der Zeit des Nationalsozialismus seit 1938 zukunftsweisende Konzepte für ein demokratisches Deutschland erarbeiteten und damit ansatzweise Widerstand gegen den Nationalsozialismus leisteten. Die drei Hochschulprofessoren Lampe, Dietze, Eucken waren Mitglieder in der Bekennende Kirche Bekennenden Kirche. Sie trafen sich aus Anlass der Novemberpogrome 1938 seit Dezember 1938 in einem Gesprächskreis, dem ''Freiburger Konzil''. Dabei diskutierten sie vor allem die Frage, wie sie sich als Christen gegenüber dem NS-Staat verhalten sollten, dessen Führung die Gebote der Bibel missachtete. Kontakte bestanden u.a. zu Clemens Bauer, Otto Dibelius, Helmut Thielicke, Franz Böhm, Ernst Wolf. Die Leitung der Bekennenden Kirche beauftragte den Freiburger Kreis daraufhin dazu, Grundsätze zur Neuordnung Deutschlands für eine zukünftige Weltkirchenkonferenz zu erarbeiten. Ein Teil der Gruppe verfasste einen Entwurf, zu dessen Erörterung man auch Carl Friedrich Goerdeler einlud. Daraus ging eine vor allem von Dietze, Eucken und dem Historiker Gerhard Ritter verfasste Denkschrift mit dem Titel ''Politische Gemeinschaftsordnung: ein Versuch zur Selbstbesinnung des christlichen Gewissens in den politischen Nöten unserer Zeit'' hervor. Diese machte ein christliches Widerstandsrecht zum Grundbestandteil einer künftigen Rechtsstaat rechtsstaatlichen Verfassung. Eine andere Teilgruppe, darunter ebenfalls Dietze, Eucken und Lampe, stellte als „Arbeitsgemeinschaft“ seit 1943 Überlegungen für eine künftige deutsche Wirtschaftsordnung an. Sie lehnten als Nationalökonomen, Finanz- und Staatswissenschaftler sowohl eine Zentralverwaltungswirtschaft als auch einen völlig freien marktwirtschaftlichen Wettbewerb ab. Erwin von Beckerath erstellte ein Gutachten für den Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft für die Nachkriegszeit. Damit leistete der Freiburger Kreis wesentliche theoretische Vorarbeiten für die später von Ludwig Erhard eingeführte soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland. Wegen ihrer Verbindung zu Goerdeler und Dietrich Bonhoeffer wurden Dietze, Lampe und Ritter nach dem 20. Juli 1944 von der Gestapo verhaftet.

Literatur
* Christine Blumenberg-Lampe: Das wirtschaftliche Programm der "Freiburger Kreise". Entwurf einer freiheitlich-sozialen Nachkriegswirtschaft. Nationalökonomen gegen den Nationalsozialismus, Berlin 1973. * Helge Peukert: Der 20. Juli 1944 und die wirtschafts- und ordnungspolitischen Konzeptionen der Opposition gegen den Nationalsozialismus. Perspektiven der Wirtschaftspolitik 5 (2004) 4, 455–469.

Siehe auch
*Kirchenkampf *Kreisauer Kreis *Solf-Kreis

Weblinks

- Wolfgang Benz: ''Widerstand traditioneller Eliten'' Kategorie: Widerstand gegen den Nationalsozialismus Kategorie: Bekennende Kirche

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