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Europäisches Währungssystem

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Das '''Europäische Währungssystem''' ('''EWS''') war eine von 1979 bis 1998 bestehende Form der Währungspolitik währungspolitischen Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Europäische Gemeinschaft Europäischen Gemeinschaft. Kernelement des EWS war der so genannte Wechselkursmechanismus (WKM) - ein multilaterales System von Wechselkursbandbreiten. 1999 wurden stattdessen das Europäisches Währungssystem II EWS II und der dazugehörige Wechselkursmechanismus II eingeführt.

Entstehung des EWS
Die wachsenden Schwierigkeiten im Gefüge des Europäischer Wechselkursverbund Europäischen Wechselkursverbundes veranlassten die EG-Regierungen und Zentralbank Zentralbanken ab 1977 zu Überlegungen für eine noch engere Form der währungspolitischen Zusammenarbeit. Die Idee eines Europäischen Währungssystems, an dem alle EG-Länder beteiligt sein sollten, wurde von Helmut Schmidt und Valéry Giscard d'Estaing ausgearbeitet. Daraufhin wurde noch im Sommer 1978 im Europäischer Rat Europäischen Rat über deren Vorschläge beraten. Am 5. Dezember 1978 einigte sich der Europäische Rat auf die Errichtung des Europäischen Währungssystems, das an die Stelle des Europäischen Wechselkursverbundes treten sollte. Am 13. März 1979 trat das Europäische Währungssystem rückwirkend zum 1. Januar 1979 in Kraft.

Zielsetzung des EWS
Hauptziel des EWS war es, in Europa durch die Einführung fester, jedoch anpassungsfähiger Wechselkurse eine Zone der Währungsstabilität zwischen den Währungen der teilnehmenden Länder zu schaffen. Diese Wechselkursregelung sollte den Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr zwischen den EG-Ländern vor Wechselkursrisiken bewahren und somit erleichtern und fördern. Erklärtes weiteres Ziel des EWS war es auch, eine größere innere Stabilität der entsprechenden Länder zu erreichen und den Weg zu einer Europäischen Währungsunion zu ebnen. Die stabile Währungszone in Europa sollte sich darüber hinaus positiv zur Festigung des internationalen Währungssystems auswirken. Die Zielsetzung des EWS hat der Europäische Rat in seiner Entschließung vom 5. Dezember 1978 über die Errichtung des Europäischen Währungssystems umschrieben

Mitglieder im EWS
Formal gehörten stets alle Mitglieder der EU dem Europäischen Währungssystem an. Allerdings wendeten nicht alle Länder die Regelungen für den Wechselkurs an, sie gehörten also nicht dem Wechselkursmechanismus (WKM) an. Von Anfang an wendeten acht Staaten den WKM an: *Belgien *Dänemark *Deutschland *Frankreich *Republik Irland Irland *Italien *Großherzogtum Luxemburg Luxemburg *Niederlande Spanien und Vereinigtes Königreich Großbritannien traten dem WKM 1990 bei, Portugal im April 1992. Im September 1992, als es zu massiven Störungen auf den Devisenmärkten kam, verließen Großbritannien und Italien den Wechselkursmechanismus wieder (siehe Pfundkrise). Österreich und Finnland traten nach ihrem Geschichte der Europäischen Union#Dritte Erweiterung EU-Beitritt 1995 auch dem Wechselkursmechanismus bei: Österreich im Januar 1995, Finnland im Oktober 1996. Italien trat 1997 dem WKM wieder bei. Die Teilnahme am Wechselkursmechanismus war Voraussetzung für die Aufnahme in die Europäische Währungsunion.

Wirkungsweise des EWS
Grundlage des EWS war ein so genanntes '''Paritätengitter''', in dem die bilateralen Wechselkurse aller Mitgliedsländer des WKM untereinander festgelegt werden. Von diesen Wechselkursen darf der Wechselkurs um 2,25 Prozent nach oben und unten abweichen. Überschritt der Wechselkurs zwischen zwei Ländern diese zulässige Bandbreite, so waren die Zentralbanken beider betroffenen Länder verpflichtet, auf dem Devisenmarkt so lange zu Intervention intervenieren, bis der Kurs wieder innerhalb des Bandes lag. Einigen Ländern wurde eine erweiterte Bandbreite von ± 6 Prozent zugestanden, so z. B. Italien bis Januar 1992. War der Kurs durch Interventionen nicht mehr in der Bandbreite zu halten, so konnte man in einem Realignment neue Leitkurse fixieren, wovon man zwischen 1979 und 1993 17 Mal Gebrauch machte. 1993 kam es zu einer Krise des EWS, weil an den Devisenmärkten massiv spekuliert wurde. Daraufhin wurden die Bandbreiten auf ± 15 Prozent heraufgesetzt.

Ende des EWS und Nachfolgeregelung
Das EWS hörte mit Einführung des Euro am 1. Januar 1999 auf zu existieren. Als Nachfolgeregelung für die EU-Länder, die noch nicht Mitglieder der Währungsunion sind, wurde im Rahmen des Europäisches Währungssystem II EWS II der Wechselkursmechanismus II (WKM II) eingeführt.

Siehe auch
*Bretton-Woods-System

Weblinks

- Alexander Vieracker: ''Das Europäische Währungssystem EWS'' (im Jahr 2000 an der Fachhochschule FH Regensburg vorgelegte Hausarbeit) Kategorie:Europäische Währungsunion en:European Exchange Rate Mechanism fr:Mécanisme de taux de change européen pl:ERM II

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