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Europäischer Wechselkursverbund

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Der '''Europäische Wechselkursverbund''' ist ein multilaterales Interventionssystem zwischen europäischen Währungen und geht auf das Abkommen von Basel (10. April 1972) (Stichwörter '''Währungsschlange''' oder '''Schlange im Tunnel''') zurück, in dem die zehn Mitgliedsländer der damaligen Europäischen Gemeinschaft zunächst ein bilaterales Interventionssystem ihrer Währungen gegenüber dem US-Dollar vereinbart hatten. Offiziell war dies ein Abkommen zwischen den Zentralbanken der Mitgliedstaaten der Gemeinschaft über die Verringerung der Schwankungsbreiten ihrer Währungen (in Englisch: Basel Agreement of 10 April 1972, implemented on 24 April 1972, between the central banks of the Member States of the Community on the narrowing of the margins of fluctuation). Aufgrund der Tatsache, dass der US-Dollar im Februar 1973 zehn Prozent gegenüber dem Gold abgewertet wurde, stellten die Europäischen Zentralbanken die Interventionen für ihre Währungen gegenüber dem USD ein, hielten aber zwischen einigen ihrer Währungen durch ein gegenseitiges Interventionssystem an festen, aber anpassungsfähigen Wechselkursen fest. An diesem "Europäischen Wechselkursverbund" der Zentralbanken nahmen nach einer Erklärung des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 12. März 1973 zunächst die folgenden sechs Währungen teil (in den damaligen offiziellen Abkürzungen und Bezeichnungen: BFR - België/Belgique/Belgien, DKR - Danmark, DM - Bundesrepublik Deutschland, FF - France, LFR - Großherzogtum Luxemb(o)urg, HFL - Nederland). Der Wunsch nach stabilen Wechselkursen innerhalb Europas hatte die EG-Staaten zu diesen Schritten veranlasst. Die Bindung an den US-Dollar erwies sich als nachteilig. So wurde aus einem "bilateralen Interventionssystem" gegenüber dem US-Dollar ein "multilaterales" Interventionssystem zwischen europäischen Währungen, in dem jede beteiligte Zentralbank auf seinem Devisenmarkt bei Erreichen der vollen Bandbreite (Interventionskurse) entweder seine Währung mit Krediten von den anderen Zentralbanken kaufen oder seine eigene Währung abgeben (verkaufen) musste. In der Zeit danach stiessen auch andere, selbst eine 'Nicht-EG-Währung' wie die norwegische Krone (Norsk kroner), zu diesem "Europäischen Wechselkursverbund" hinzu. Obwohl Auf- und Abwertungen der beteiligten Währungen vorgesehen waren, zeigten zahlreichen Beitritte und wieder Austritte von Währungen, dass die Bedingungen für diesen Währungsverbund verbesserungswürdig waren. Daher beschlossen die EG-Regierungen im Jahre 1979 die Einführung des Europäischen Währungssystems (EWS) als Nachfolgemodell des "Europäischen Wechselkursverbundes".

Siehe auch
George Soros Kategorie:Europäische Währungsunion Kategorie:Währungspolitik




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