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Europäischer Hecht

*** Shopping-Tipp: Europäischer Hecht

{| class="taxobox" ! Europäischer Hecht |- | class="taxo-bild" | Bild:Hecht.jpg thumb|300px|Europäischer Hecht (''Esox lucius'') |- ! {{Taxonomy}} |- | {| |- | ''{{Classis}}:'' || Knochenfische (Osteichthyes) |- | ''{{Subclassis}}:'' || Strahlenflosser (Actinopterygii) |- | ''{{Ordo}}:'' || Hechtartige (Esociformes) |- | ''{{Familia}}:'' || Hechte (Familie) Hechte (Esocidae) |- | ''{{genus}}:'' || ''Esox'' |- | ''{{species}}:'' || Europäischer Hecht |} |- ! Nomenklatur (Biologie) Wissenschaftlicher Name |- | class="taxo-name" | ''Esox lucius'' |- | class="Person" | Carl von Linné Linnaeus, 1758 |} Der '''Europäische Hecht''' (''Esox lucius'') ist ein einheimischer Raubfisch und gehört zur {{familia}} der Hechte (Familie) Hechte (Esocidae). Der Lateinische Name „Esox Lucius“ heißt auf Deutsch übersetzt „hungriger Wolf“.

Merkmale
Der Europäische Hecht hat einen langgestreckten, walzenförmigen und seitlich nur mäßig abgeflachten Körper. Der relativ lange Kopf hat ein entenschnabelähnliches, oberständiges Maul. Die große Rückenflosse ist weit nach hinten verlagert,wodurch er blitzartige Wendemanöver ausführen kann. Die Färbung variiert nach dem Lebensraum - der Rücken ist meist grün-bräunlich, die Färbung wird bis zum weißen Bauch immer heller. Die Kiefer sind mit Fang- und Hechelzähnen bewehrt, welche nach hinten gebogen sind. Der Hecht besitzt 110 bis 130 kleine Schuppen entlang der Seitenlinie. Die Durchschnittsgrößen liegen bei 50 bis 100 cm. Längen bis 150 cm oder Gewichte von über 25 kg sind möglich. Die Maximallänge wird in der Regel nur von Rognern erreicht, die Milchner erreichen nicht mehr als 90 cm.

Lebensräume
Bild:Europaeischer_Hecht.jpg thumb|right|200px|Stehender Hecht im [[Straussee bei Strausberg]] Bild:Esox Lucius.JPG thumb|right|200px|Hecht im Maretarium (öffentliches Aquarium) in [[Kotka (Finnland)]] Der Hecht ist ein Standfisch und hält sich gerne in Ufernähe der Fließgewässer, Seen und größerer Teiche auf. Er bevorzugt Schilfränder und ähnliche Deckungsmöglichkeiten. Daneben gibt es aber auch Hechte, die sich im Freiwasser größerer Seen aufhalten und dort z. B. Coregonus Maränenschwärmen folgen (so genannte „Jagehechte“).

Verhalten
Hechte fressen Fische aller Arten und scheuen dabei auch nicht vor ihren Kannibalismus eigenen Artgenossen zurück. Frösche, Vögel und kleine Säugetiere gehören ebenfalls zu seinem Beutespektrum. Der Hecht steht dabei in dem Ruf, ein sehr aggressiver Raubfisch zu sein. So verschlingen Hechte beispielsweise häufig die Küken von Teichhuhn (Art) Teichhühnern. Auch der Fund von ausgewachsenen Teichhühnern im Magen größerer Hechte ist belegt. Ungewöhnlich ist der Fall, den Heinrich Engler in seiner Monographie über Teichhühner schildert (Literatur siehe dort): Ein nur 30 Zentimeter langer Hecht hatte versucht, ein ausgewachsenes Teichrallenmännchen - die eine Körperlänge von etwa 35 Zentimeter haben - zu verschlingen. Gefunden wurde die beiden toten Tiere etwa 20 Meter vom Wasser entfernt, wobei die Teichralle mit Kopf und Hals im Rachen des Hechtes steckte. Offenbar war es der Teichralle noch gelungen, an Land zu fliehen, bevor beide Tiere dort erstickten.

Vermehrung
Schon ab November des Vorjahres werden die Reviere der weiblichen Hechte oft von Milchnern „belagert“, die untereinander immer aggressiver werden, je näher die Laichzeit im nächsten Frühjahr rückt. Je nach Wassertemperaturen beginnt die Laichzeit zwischen März und April und dauert bis in den Mai hinein. Während der Laichzeit buhlen meist mehrere Männchen – oft in heftigen Kämpfen – um ein Weibchen, aber nur ein Männchen kommt dann zur Paarung. Während dieser Kämpfe, die zwar in erster Linie aus Rammstößen bestehen, können sich die Hechte untereinander auch durch Bisse sehr stark verletzen. Hechte sind Haftlaicher, das heißt die Eier haften an Unterwasserpflanzen, Ästen oder ähnlichem an. Ein Rogner bildet ca. 40.000 Eier/kg Körpergewicht. Die Vermehrung erfolgt an bewachsenen Uferzonen und auf überfluteten Wiesen. Milchner und Rogner können in der Größe stark differieren, und damit die paarungswilligen Hechtmännchen kein Fressopfer der Weibchen werden, haben diese während der Paarung eine Fresshemmung. Die erlischt aber sehr schnell nach dem Laichen. Nicht selten wird dann das kleinere Männchen vom Weibchen aufgefressen. Aus den Eiern schlüpfen nach 10 bis 30 Tagen Larven, die sich vermittels einer Kopfdrüse ans Substrat kleben. In dieser Zeit zehren sie noch vom Dottersack, doch schon nach kurzer Zeit schwimmen sie frei und stellen sich auf tierische Nahrung um. Diese besteht anfangs aus Wasserflöhen, Hüperlingen und anderem Zooplankton. Aber schon mit einer Körperlänge von 2 cm jagen sie Fischbrut. Männliche Hechte werden meist mit zwei, weibliche mit vier Jahren geschlechtsreif. Das Höchstalter der Hechte liegt (in Gefangenschaft) bei 30 Jahren.

Kultur
Hechte lassen sich wegen ihres aggressiven Verhaltens untereinander nur schwer kultivieren. Wissenschaftlern erzeugten aus diesem Grund eine unfruchtbare Kreuzung aus den beiden Hechtarten Muskellunge (''Esox masquinongy'') und dem Europäischer Hecht Europäischen Hecht (''Esox lucius''). Diese Tigerhecht genannte Hybride ist friedlich und lässt sich dichter in Becken halten als andere Hechtarten.

Weblinks
{{Commons|Esox lucius|Europäischer Hecht}}
- Weitere Infos zum Hecht
- Esox Lucius

- Beschreibung mit Anglertips Kategorie:Hechtartige {{Link FA|uk}} be:Шчупак звычайны cs:Štika obecná da:Gedde en:Northern Pike fr:Brochet it:Esox lucius lt:Europinė lydeka nl:Snoek sv:Gädda uk:Щука звичайна

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