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D'Appolito-Anordnung

*** Shopping-Tipp: D'Appolito-Anordnung

Die '''D'Appolito-Anordnung''' beschreibt verschiedene Regeln zur Konstruktion von Lautsprechern, insbesondere bezüglich der Position/Anordnung der einzelnen Lautsprecherchassis. Bild:Box-3-wege.jpg thumb|Lautsprecher in D'Appolito-Anordnung Bei Lautsprechern, die auf eine D'Appolito-Anordnung aufbauen, sind jeweils ein Mittel-, bzw. Tieftöner über und unter dem Hochtöner symmetrisch angeordnet. Durch diese Anordnung werden die nach oben und unten abgestrahlten Schallanteile, aufgrund von Phasenverschiebung und den damit verbundenen Interferenzeffekten, minimiert. Die Verminderung von Schallreflexionen an Decke und Fußboden soll zu einer deutlich besseren räumlichen Auflösung führen. Gerade bei Heimkino-Systemen sind Boxen mit D'Appolito-Anordnung zu finden, da die weiterhin breite horizontale Abstrahlung für mehrere Zuhörer sinnvoll erscheint. Die D'Appolito-Anordnung wurde von dem US-Amerikaner Joseph D'Appolito entwickelt, als er sich damit beschäftigte, wie man den maximalen Schalldruck (Wirkungsgrad) des Satellitensystems nach Siegfried Linkwitz Linkwitz erhöhen könnte, ohne Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Bei einer „echten“ D'Appolito-Anordnung darf der Abstand der beiden Membranzentren der Mitteltöner nicht größer sein als zwei Drittel der Wellenlänge der Trennfrequenz von Mittel- und Hochtöner. Damit wird laut D'Appolito das Optimum des Abstrahlverhältnisses erreicht. Es kommt im Bereich der Übernahmefrequenz zur Ausbildung einer einzigen Hauptstrahlkeule, welche es den Hörern erlaubt, über den gesamten vertikalen Bereich ihre Hörposition zu verändern, ohne Klangeinbußen befürchten zu müssen. Ein weiteres Kriterium für die D'Appolito-Anordnung ist eine Frequenzweichenabtrennung mit ungerader Ordnung. Im Normalfall werden dazu akustische Hoch- und Tiefpässe 3. Ordnung verwendet und somit eine 18-dB-Trennung erzielt.

Beispielrechnung
Wellenlänge: \lambda = \frac{c}{f} \lambda in Metern, c – Schallgeschwindigkeit in Luft ca. 340 m/s, f – Frequenz in Hertz. Umgestellt auf den Grundsatz von D'Appolito wäre die Formel dann f \geq \frac{2\,c}{3\,d} \; , wobei d = Abstand der Zentren der Mitteltöner ist. Liegt nun der Abstand (d) der beiden Mitteltöner bei 11,5 cm (0,115 m), würde man rechnen: f \geq \frac{2 \cdot 340}{3 \cdot 0{,}115}=1971 (gerundet). Die Trennfrequenz zwischen Mittel- und Hochtöner läge damit bei ca. 2000 Hz. In der Regel ist eine echte D'Appolito-Anordnung sehr schwer einzuhalten, da der Hochtöner meist viel zu groß ist und damit der Abstand der beiden Mitteltöner weiter auseinander liegt als die Formel zulässt. Obwohl viele Fertigboxen-Hersteller sich rühmen, Lautsprecher nach D'Appolito zu entwickeln, so gibt es nur äußerst wenige „echte“ D'Appolito-Boxen. Das Nichteinhalten des Prinzipes führt aufgrund der weit auseinanderliegenden Chassiszentren zu Interferenzen im Mitteltonbereich und somit zu einem ungleichmäßigen Abstrahlverhalten in vertikaler Richtung. Eine unglückliche Interpretation dieses Konzeptes sind „liegende“ D'Appolito Center, wie sie bei Fertiglautsprechern sehr oft zu finden sind. Diese bündeln horizontal stark und ungleichmäßig. Durch die von Interferenzen geprägte Abstrahlung, beschallt ein solches Konstrukt hauptsächlich den in der Mitte sitzenden Zuhörer, Decke und Boden. Der Rest der Zuhörer muss sich mit leisem und bass-/höhenlastigem Klang und daraus folgender, geringer Sprachverständlichkeit begnügen. Der Vorteil dieser Art von Center ist es, dass sie platzsparend auf oder unter einen Fernseher gelegt werden können. Des Weiteren entspricht die horizontal symmetrische Anordnung der Chassis ästhetischen Gesichtspunkten. Kategorie:Lautsprecher

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