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C-Netz

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Das '''C-Netz''' ('''Funktelefonnetz-C''') war ein analoges, zellulares Mobilfunknetz der deutschen DeTeMobil (früher Deutsche Bundespost TELEKOM). Es war die 3. und gleichzeitig auch letzte analoge Generation des Mobilfunks, das als System nur in Deutschland, Portugal und Südafrika eingesetzt wurde. Andere Länder in Europa (wie zum Beispiel das C-Netz in Österreich heise online: ''http://www.heise.de/newsticker/meldung/47136'', 5. Mai 2004) nutzten andere Standards wie NMT und TACS. Diese Heterogenität verhinderte ein internationales Roaming der Nutzer und war eine der Hauptmotivationen, Global System for Mobile Communications GSM zu beginnen. Das C-Netz wurde primär für telefonische Kommunikationsanwendungen (Autotelefonnetz) mit Zugang zum Telefonnetz und Integrated Services Digital Network ISDN konzipiert.

Geschichte
Das C-Netz wurde im Jahre 1984 (offiziell: 1985) in Deutschland eingeführt und ersetzte die umständliche Handhabung des B-/B2-Netzes. Das C-Netz war auf Deutschland, Portugal und Südafrika beschränkt, hatte zunächst jedoch einen höheren Verbreitungsgrad als die digitalen Netze bei deren Einführung mit dem D-Netz 1991. Wegen der anfänglich besseren Erreichbarkeit besonders in ländlichen Gebieten war das C-Netz im Autotelefonbereich noch bis Mitte der 1990er 90er Jahre erste Wahl. Auch auf Seeschiffen in Küstennähe Deutschlands war ein C-Netz-Gerät an Bord lange Quasi-Standard. {{Vorlage:Zeitleiste Mobilfunksysteme}} Eine flächendeckende Versorgung wurde in Großzellen (Radius etwa 15–20 km) und Kleinzellen (2–3 km) in den Ballungsräumen realisiert. Bei der Einführung des C-Netzes bestand das Netz aus zwei Funkvermittlungsstellen und 175 Funkzonen beziehungsweise Funkfeststationen. Das C-Netz konnte (im Endausbau) etwa 800.000 Teilnehmer aufnehmen. Aktivierte Funkverbindungen wurden beim Wechsel der Funkzelle weitergereicht (Handover). Der C-Netz-Teilnehmer war im gesamten Versorgungsbereich unter einer einheitlichen Zugangskennzahl (0161) und Funkrufnummer erreichbar. Am 31. Dezember 1988 gab es bundesweit bereits 98.762 C-Netz-Teilnehmer, im Land Berlin 2.076 C-Netz-Teilnehmer. Neben der begrenzten Teilnehmeranzahl des C-Netzes waren auch die vergleichsweise geringe Sprachqualität und das hohe Abhören Abhörrisiko Kritikpunkte am C-Netz. Die sogenannte Sprachverschleierung konnte optional eingeschaltet werden, war aber lediglich eine Invertierung des Sprachbandes, die mit geringen technischen Mitteln rückgängig gemacht werden konnte. Das C-Netz System unterstützte als erstes System die Trennung von Teilnehmeridentität und Endgerät. Die Teilnehmeridentität bzw. die Zugangsberechtigung waren auf einer Magnetkarte codiert. Das heißt: Durch Einschieben dieser Karte wurde ein beliebiges Mobiltelefon einem Nutzer zugeordnet. Damit war dieses Konzept ein Vorläufer der heute bekannten SIM Karte. Für die damalige Zeit ungewöhnlich waren auch die funktional reich bestückten Hörer, die alle Bedienelemente, Flüssigkristallbildschirm LC-Display und LEDs besaßen. Das Tastenset war gemäß der CCITT -Empfehlungen aufgebaut, und das weitere Mensch/Maschine -Interface war nach einer FTZ- Richtlinie für alle Hersteller geregelt worden, sodass der Nutzer keine gerätespezifischen Umstellungsschwierigkeiten hatte, sondern grundsätzlich Zustände wie „eingebucht“, „verbunden“ oder „Sprachverschleierung eingeschaltet“ in bekannter Form angezeigt bekam. Das C-Netz bot im Vergleich zu den dahin bekannten analogen Mobilnetzen eine Handoverfunktion, die nicht nach der Feldstärke gesteuert wurde, sondern von der relativen Entfernung zur Basisstation. Damit waren Handover auch schon unter besten Funkbedingungen möglich, was bei der Netzplanung und der Verdichtung der Frequenzwiederholung ein sehr nützliches Merkmal war. Auch wurde damit die Gleichkanalstörwahrscheinlichkeit deutlich reduziert. Um die relative Entfernungsmessung unterstützen zu können, war jedoch zusätzlicher technischer Aufwand nötig, nämlich eine zeitliche Synchronisation aller Basisstationen zueinander. Um das Netz bundesweit zu synchronisieren, besaß jede Basisstation einen Empfänger für Synchronisationssignale sowie einen spezifischen Sender für Synchronisationssignale. Gegenüber dem A-Netz und B-Netz gab es im C-Netz viele „bahnbrechende“ Neuerungen, die heute längst selbstverständlich sind z. B.: * gemeinsame Vorwahl (0161-) für alle Mobil-Teilnehmer, man musste im Gegensatz zum A- und B-Netz nicht mehr wissen, wo sich der Teilnehmer aufhielt * unterbrechungsfreier Wechsel von einer Funkstation zur nächsten (Handover) * Verschleierung des (analogen) Funksignals erschwerte unberechtigtes Abhören * neben Festeinbau-Geräten auch herausnehmbare Portabel- oder sogar tragbare Geräte (Mobiltelefon) möglich. * „riesige“ Kapazität von bis zu 850.000 Teilnehmer (A-Netz: 10.500, B-Netz: 27.000) * seit Ende 1990 Anrufbeantworter und Rufumleitung Der Betrieb des C-Netzes, das am 1. Mai 1985 startete, wurde am 31. Dezember 2000 eingestellt heise online: ''http://www.heise.de/newsticker/meldung/14196/'', 1. Januar 2001, mit Ausnahme einiger Funkzellen an der deutsch-niederländischen Grenze, die noch einige Monate weiterbetrieben wurden. Bis in die letzten Jahre des Netzes verkaufte die Deutsche Telekom noch Verträge für das nun „C-Tel“ genannte System. Die Tarife waren meist günstiger als die im digitalen Mobilfunk.

Railnet (Deutsche Bahn / T-Mobile)
Die Frequenzen des C-Netzes sollen in Zukunft für Mobility Net#Internetzugang in ICE-Zügen (Railnet) Railnet (Internet im Zug) genutzt werden. Die Telekom, die das C-Netz bis 2000 betrieb, ist mit ihrer Tochter T-Mobile bei Railnet vertreten. Für die Versorgung im Zug wird Wireless LAN WLAN eingesetzt, die Verbindung zwischen Zugserver und stationären Antennen wird auf der Pilotstrecke zwischen Dortmund und Köln hauptsächlich über Universal Mobile Telecommunications System UMTS und General Packet Radio Service GPRS realisiert. Für den weiteren Ausbau (Geschwindigkeiten über 300 km/h) ist UMTS jedoch ungeeignet, da die Übertragungsrate mit zunehmender Geschwindigkeit rapide abnimmt. Deshalb soll auf den C-Netz-Frequenzen Flash-OFDM-Technologie (auch Flarion genannt) eingesetzt werden. Die Datenübertragungsraten von Flash-OFDM sollen maximal bei 3,2 Mbit/s kumuliert liegen, dabei ergeben sich für den Downlink ca. 1 bis 1,5 MBit/s und den Uplink 300 bis 500 kBit/s. Der große Vorteil gegenüber UMTS sind die geringen Latenzzeiten von unter 50 Millisekunden und eine integrierte Quality-of-Service-Unterstützung. Somit steht jedem User im Zug eine Breitbandverbindung zur Verfügung. Die nordamerikanische Firma Flarion Technologies, Entwickler der Flash-OFDM-Technik, wurde im August 2005 vom Konkurrenten Qualcomm aufgekauft heise mobil: ''http://www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/62729'', 11. August 2005. Die ersten Stationen sind bereits auf Sendung, es handelt sich um Anlagen von Qualcomm, Typ RR2000. Als ein bestätigter Standort ist zum Beispiel eine Basisstation in Nürnberg aktiv.

Quellen


Technische Daten
* Frequenzbereich 451,30–455,74 Megahertz MHz und 461,30–465,74 MHz * Sendeleistung automatisch geregelt zwischen 0,005 und 15 Watt (Einheit) Watt * 222 Funkkanäle * 287 Funkkanäle ab 1991 durch Frequenzrasterumstellung von 20 kHz auf 12 kHz {{Navigationsleiste Mobilfunknetze in Deutschland}} Kategorie:Mobilfunknetz cs:C-Netz sv:C-Netz

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[Der Artikel zu C-Netz stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels C-Netz zu editieren.
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