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C-Griff

*** Shopping-Tipp: C-Griff

Der '''C-Griff''' ermöglicht es, mit einer Hand eine Beatmungsmaske über Mund und Nase eines beatmungspflichtigen Menschen zu halten, während man mit der anderen Hand beispielsweise mit dem Beutel Luft in die Atemwege presst. Bei geübter Handhabung gelingt es, ein hohes Maß an Dichtigkeit bei der Maskenauflage zu erreichen und somit ausreichendes Volumen (ca. 10 ml pro Kilogramm Körpergewicht) zu verabreichen. Meist findet man eine Kombination aus Maske, Filter und Beutel vor, welche mit einem Winkelstück an der Maske eine komplette Beatmungseinheit darstellt. An dieser kann nach Bedarf eine Sauerstoffleitung angebracht werden, welche eine Beatmung mit erhöhtem Sauerstoffanteil ermöglicht. Es wird zwischen Kinder- bzw. Säuglingsmasken und Masken für Erwachsene unterschieden, wobei jeweils unterschiedlich nummerierte Größen existieren. Je nach Gegebenheiten des Gesichtes (Höhe des Nasenbeines, Gesichtsbreite etc.) sowie nach Alter und Körpergewicht des Beatmungspflichtigen wird eine passende Maske gewählt. Es wird weiterhin unterschieden zwischen statischen und flexiblen Masken. Statische Masken bieten nicht die Möglichkeit, ihre Form der groben Gesichtsform anzupassen, während flexible Masken etwas biegsam sind und somit einen erhöhten Komfort bieten. Allen Beatmungsmasken ist jedoch am unteren Rand anliegend eine mit Lufte gefüllte „Lippe“, welche sich der Gesichtsoberfläche anpasst, wodurch eine kontrollierte Beatmung erst ermöglicht wird. Letztendlich unterscheidet man zwischen kontrollierter und assistierter Beatmung. Während bei der assistierten Beatmung der Beatmungspflichtige noch einen eigenen Atemreiz in thorakale Hebung umsetzen kann (jedoch damit insuffizient atmet = Dyspnoe), ist bei der kontrollierten Beatmung keinerlei Eigenatmung mehr vorhanden (=Apnoe).

Durchführung
Der C-Griff verdankt seinen Namen allein dem Aussehen des Daumens und Zeigefingers während der Beatmung. Man nimmt also den Beatmungsbeutel in eine und die Maske in die andere Hand. Bei der Haltung der Maske ist darauf zu achten, dass Daumen und Zeigefinger die Maske um das Winkelstück herum umfassen, damit knapp über der luftgefüllten Lippe liegen. Die restlichen Finger werden nach dem Aufsetzen der Maske am Gesicht am Unterkiefer angesetzt und dienen dazu, den Kopf überstreckt zu halten. Hat man die Beatmungseinheit umfasst, wird die Maske mit dem oberen Rand auf das Nasenbein gelegt und mit dem Daumen unter leichtem Druck dort fixiert. Daraufhin wird der untere Teil der Maske nach unten auf das Gesicht abgesenkt, so dass das untere Ende unterhalb der Unterlippe aufliegt. Nun umfassen die übrigen Finger die Seite des Unterkiefers. Unter vorsichtigem Zug wird daraufhin der Kopf nach hinten überstreckt, wodurch die Gefahr der Atemwegsverlegung durch die zurückfallende Zunge herabgesetzt wird. Ist der Kopf überstreckt und liegt die Maske richtig auf, wird durch kontrollierte und vorsichtige Kompression des Beatmungsbeutels Luft durch Filter und Maske in die Atemwege gepresst. Während der Inspiration wird auf die Hebung des Thorax geachtet. Eine suffiziente Beatmung sollte im Normalfall in einer Frequenz von 12 bis 15 Atemzügen pro Minute erfolgen. Bei der Beatmung fixieren immer Daume und Zeigefinger die Maske auf dem Gesicht, während die übrigen Finger lediglich über den Unterkiefer den Kopf reklinieren.

Gefahren
Durch zu starken Druck auf das Nasenbein kann dieses verletzt werden. Liegt die Maske undicht auf dem Gesicht auf, so sollte man durch überlegte, leichte Korrekturen der Maskenposition bzw. der beiden Finger auf der Maske die Dichtigkeit anstreben. Am häufigsten tritt in der inspiratorischen Phase Luft neben den Mundwinkeln unter der Maske hervor. Das Überstrecken des Kopfes ist eine wichtige Maßnahme, um den Weg des Luftstroms zu ebenen und anatomische Hindernisse zu umgehen. Kommt es bei der Beatmung zu einem schnarchenden und brummenden Geräusch aus dem Rachen, so kann dies meist durch erneutes reklinieren des Kopfes bzw. durch bessere Positionierung der Finger am Unterkiefer behoben werden. Neben den allgemeinen Risiken bei der Beatmung ist durch die korrekte Anwendung des C-Griffes eine einhändige, ausreichende Beatmung möglich.

Anwendungsgebiete
Im klinischen Bereich findet der C-Griff Anwendung in der Anästhesie sowie der Intensivmedizin. Weiterhin wird im Rettungsdienst und in der Notfallmedizin durch Maskenbeatmung häufig die erste Hürde bei respiratorischen und sonstigen Notfällen genommen, welche eine Beatmung erfordern.

Weblinks

- C-Griff
- Beatmungseinheit im Einsatz Kategorie:Beatmung {{Gesundheitshinweis}}

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[Der Artikel zu C-Griff stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels C-Griff zu editieren.
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