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Botschafter der Angst

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{{Infobox_Film | DT = Botschafter der Angst| OT = The Manchurian Candidate| PL = USA| PJ = 1962| AF = 16| LEN = 121| OS = Englische Sprache Englisch| REG = John Frankenheimer| DRB = George Axelrod| PRO = George Axelrod; John Frankenheimer; Howard W. Koch| MUSIK = David Amram| KAMERA = Lionel Lindon| SCHNITT = Ferris Webster| DS = *Frank Sinatra: Capt./Maj. Bennett Marco *Laurence Harvey: SSgt. Raymond Shaw *Janet Leigh: Eugenie Rose Chaney *Angela Lansbury: Mrs. Iselin *Henry Silva: Chunjin *James Gregory (Schauspieler) James Gregory: Sen. John Yerkes Iselin *Leslie Parrish: Jocelyn Jordan *John McGiver: Sen. Thomas Jordan *Khigh Dhiegh: Dr. Yen Lo *James Edwards: Cpl. Allen Melvin *Douglas Henderson: Col. Milt *Albert Paulsen: Zilkov *Barry Kelley: Secretary of Defense *Lloyd Corrigan: Holborn Gaines *Madame Spivy: Female Berezovo }} '''Botschafter der Angst''' (Orig. ''The Manchurian Candidate'') ist ein US-amerikanischer in schwarz-weiß gedrehter Politthriller von Regisseur John Frankenheimer. Die Handlung des Kinofilms basiert auf dem gleichnamigen Roman von Richard Condon. Der Filmverleih war die United Artists. Im Jahr 2004 erschien in den Kinos ein in wesentlichen inhaltlichen Teilen verändertes Remake mit dem Titel Der Manchurian Kandidat.

Handlung
US-Soldat ''Raymond Shaw'' wird während des Koreakriegs in der Mandschurei vom kommunistischen Feind in einen Hinterhalt gelockt und durch Hypnose und Gehirnwäsche zum willenlosen Mordinstrument umfunktioniert. Als vermeintlicher Held wird er zurück in der Heimat begeistert gefeiert. Bald bringen ihn jedoch asiatische Kommunisten dazu, mit Hilfe eines Auslösemechanismus (die Karo Dame eines Kartenspiels) einige Morde zu begehen, an die er sich jedoch danach nicht erinnert. Major ''Ben Marco'', der ebenfalls durch die Gehirnwäsche ging, erkennt durch Analyse seiner immer wiederkehrenden Alpträume die Gehirnwäsche und findet den Auslöser für Shaws Hypnosezustände heraus. Er versucht Shaw zu retten. Shaws Mutter, die mit dem reaktionären Vizepräsidentschaftskandidaten ''Iselin'' verheiratet ist, ist jedoch an höchster Stelle in die Verschwörung involviert und bringt Shaw dazu, Ehefrau und Schwiegervater (einen liberalen Senator) zu töten. Sie setzt ihren Sohn auf den Präsidentschaftskandidaten an, mit dem Ziel, ''Iselin'' als dessen Nachfolger zu platzieren. Der Plan scheint zu gelingen, doch in letzter Sekunde – kurz bevor Marco eingreifen kan – erschießt Shaw stattdessen erst seinen Stiefvater, dann sich selbst. Es bleibt offen, was seien Sinneswandel verursacht hat.

Hintergrund
In einigen Besprechungen des Films wird ''The Manchurian Candidate'' als Stilmischung aus Hitchcock und Orson Welles gesehen. Der Film verwendet die Hitchcockschen Motive der Schuldübertragung und der Persönlichkeitsspaltung. Angela Lansbury spielt eine dämonische besitzergreifende Mutter. Die Figur von Janet Leigh ist als ''geheimnsivolle Blondine'' angelegt (die sich jedoch als harmlos entpuppt). Die Schlusszene im Madison Square Garden orientiert sich in Dramaturgie und Spannungsaufbau sehr stark an der ''Royal Albert Hall Royal-Albert-Hall''-Szene in den beiden Der Mann, der zuviel wusste Der-Mann-der-zuviel-wusste-Filmen. Ein weiterer Verweis auf Hitchcock ist die auf dem Filmplakat aufgedruckte „Warnung“: ''„If you come in five minutes after this picture begins, you won't know what it's all about!“'' – Hitchcock ließ zwei Jahre zuvor bei Psycho (1960) nicht zu, dass jemand nach Beginn des Films eingelassen wurde. In Deutschland lief der Film jahrzehntelang in einer bei den Traumsequenzen erheblich gekürzten Fassung. Im Original sind zwei optisch und dialogmäßig miteinender verwobene Szenerien zu sehen: Die tatsächlichen Ereignisse in einem Hörsaal, wo die Kommunisten die Wirkung der Hypnose auf die amerikanischen Soldaten demonstrieren und erklären und eine surrale Verfremdung hiervon, eine Versammlung von Blumenzüchterinnen in einem Gewächshaus, die sich über die Aufzucht und Pflege diverser Pflanzenarten ünterhält. In der deutschen Fassung wurde die Damenrunde und alle Verweise hierauf komplett entfernt. Erst die vom Fernsehsender ARTE rekonstruierte Fassung enthält die mit Untertiteln versehenen geschnittenen Szenen.

Kritiken
* epd Film 9/88: ''Frankenheimer hat seine Version vom fremdbestimmten Handeln weniger als Thriller erzählt denn als distanzierendes Rätsel.''

Auszeichnungen
Angela Lansbury erhielt für ihre Rolle den Golden Globe und ihre dritte Oscar-Nominierung.

Literatur
* Richard Condon: ''Botschafter der Angst. Roman'' (OT: ''The Manchurian Candidate''). Aus dem Amerikanischen von Werner Barzel. Pavillon-Verlag, München 2006, ISBN 3-453-77051-X

Weblinks
* {{IMDb Titel|tt0056218|Botschafter der Angst}} * {{Schnittberichte|2309|Botschafter der Angst|Vergleich zwischen deutscher DVD und ungekürzter Fassung auf arte}} Kategorie:Filmtitel Kategorie:Filmtitel 1962 Kategorie:Thriller Kategorie:Literaturverfilmung en:The Manchurian Candidate (1962 film) fr:Un Crime dans la tête (film, 1962) he:השליח ממנצ'וריה it:Va' e uccidi

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