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Beckum

*** Shopping-Tipp: Beckum

{{Infobox Ort in Deutschland |Art = Stadt |Wappen = Wappen_beckum.gif |lat_deg = 51 |lat_min = 45 |lat_sec = 18 |lon_deg = 8 |lon_min = 02 |lon_sec = 25 |Lageplan = |Bundesland = Nordrhein-Westfalen |Regierungsbezirk = Regierungsbezirk Münster Münster |Kreis = Warendorf |Höhe = 100 |Fläche = 111.39 |Einwohner = 39108 |Stand = 2006-12-31 |PLZ = 59269 |Vorwahl = 02521 (Beckum, Roland, Vellern) 02525 (Neubeckum) |Kfz = WAF |Gemeindeschlüssel = 05 5 70 008 |Gliederung = 4 Stadtteile |Straße = Weststraße 46 |Website = [http://www.beckum.de/ www.beckum.de] |Bürgermeister = Dr. Karl-Uwe Strothmann |Partei = CDU }} Die Stadt '''Beckum''' ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt im Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen und hat ca. 39.000 Einwohner. Weiterhin ist der Stadtname „Pate“ für einen kleinen Höhenzug im Münsterland, die Beckumer_Berge Beckumer Berge.

Geographie


Ausdehnung des Stadtgebiets
Das Gebiet der Stadt Beckum besitzt eine Nord-Süd-Ausdehnung von 12,8 km und eine Ost-West-Ausdehnung von 12,3 km. Die Höhe ü. NN liegt im Bereich von 84,5 bis 164 m.

Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn im Norden beginnend grenzt Beckum an Ennigerloh, Oelde, Wadersloh, Lippetal und Ahlen.

Stadtgliederung
Beckum besteht aus den vier Stadtteilen: * Beckum (25.735) * Neubeckum (11.046) * Vellern (1.225) * Roland (1.229)

Geschichte
{| align="right" |Image:Rathaus Beckum01.jpg thumb|Das ehemalige Rathaus und heutige Stadtmuseum von '''Beckum''' |- |Image:Marktplatz Beckum01.jpg thumb|Der Marktplatz von Beckum |} Beckum wurde im Jahre 1134 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt im Jahr 1224 Stadtrecht. Der Name leitet sich vom Namen Beckhem (Bachheim oder Heim an Bächen) ab, was auf den Zusammenfluss von drei Bächen im Stadtgebiet zurückzuführen ist. Die drei Bäche Kollenbach, Siechenbach und Lippbach, wiedergegeben im Wappen der Stadt, ergeben die Werse, die damit in Beckum ihren Ursprung hat. Die Stadt wurde zum Schutz gegen feindliche Truppen und Überfälle anderer Städte im Mittelalter mit einer Mauer umgeben. Auch die Feldmark, der landwirtschaftlich genutzte Bereich im Umfeld der Stadt, wurde von einer doppelten bis dreifachen Wallanlage geschützt. Ergänzt wurden die Befestigungsanlagen durch 4 Stadttore und 22 Wachtürme, von denen ein Wehrturm der Stadtmauer und die so genannte Soestwarte erhalten geblieben ist. Letztere steht Besuchern heute als Aussichtsturm zur Verfügung und erlaubt, durch seine Lage auf dem Höxberg, einen weiten Blick ins Umland. In der Stadt gibt es auch einige Bunkeranlagen, welche gelegentlich zur Besichtigung geöffnet sind. Die frühesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung im Raum Beckum stammen aus der Jungsteinzeit. Es handelt sich dabei um ein Steinkistengrab (Megalithgrab, volkstümlich auch Hünengrab), welches in der Bauerschaft Dalmer südlich der Stadt erhalten geblieben ist. Im frühen Mittelalter war die Gegend um Beckum von Germanen Germanenstämmen besiedelt. Davon zeugen mehrere Grabfunde aus der Zeit von 600 - 800 n. Chr., sowie eine Wallanlage südlich von Beckum. 1959 wurde bei Bauarbeiten ein sächsisches Fürstengrab freigelegt. In ihm fand man reiche Grabbeilagen, wie Pferdeskelette und kostbare Waffen. Im späteren Mittelalter wurde Beckum Mitglied der Hanse. Die erste Erwähnung dieser Handelsbeziehungen stammt aus dem Jahr 1433. Der Legende nach soll Beckum identisch mit der Stadt Schilda sein, die Heimat der Schildbürger (Beckumer Anschläge). Durch eine strategisch günstige Lage an der Kreuzung zweier Handelswege kam Beckum bereits im Mittelalter zu einigem Reichtum. Zahlreiche Kaufleute und Handwerker ließen sich in der durch eine Mauer befestigten Stadt nieder. In den folgenden Jahrhunderten verarmte die Stadt aufgrund von Kriegen, Seuchen und verheerenden Bränden (1655, 1657 und 1734), bei denen ein großer Teil der Stadt zerstört wurde. Erst ab dem 19. Jahrhundert erholt sich die Wirtschaft allmählich. Im Jahr 1872 wurde in Beckum ein erstes Zement (Baustoff) Zementwerk erbaut, worauf noch zahlreiche folgten. Die günstigen Rohstoffvorkommen (Mergel), die Nähe zum Ruhrgebiet und der Anschluss an die neue Köln-Mindener Eisenbahn im Jahr 1847 ließen Beckum zu einem der bedeutendsten Zementreviere der Welt werden. Heute gibt es noch vier große Zementwerke in Beckum und Neubeckum. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts kam außerdem noch der Abbau von Strontianit als Wirtschaftszweig hinzu. Zu dieser Zeit galt das Münsterland als einzige Lagerstätte für Strontianit weltweit. Das Mineral wurde in der Zuckerindustrie als Katalysator zur Melasse-Entzuckerung benötigt. Allerdings hielt die Nachfrage nach Strontianit nur ein paar Jahre an. Nachdem der billigere Coelestin als Ersatzstoff zum Einsatz kam, stellten die meist kleinen Gruben ihren Betrieb ein. In der Zeit von 1816 bis 1975 war Beckum Kreisstadt (Kfz-Zeichen: BE), verliert diesen Status jedoch im Zuge der kommunalen Neuordnung an Warendorf.

Politik


Stadtrat
Der Rat der Stadt Beckum besteht aus insgesamt 42 Mitgliedern.

Kommunalwahl 2004
Die am 26. September 2004 durchgeführte Gemeinderatswahl ergab folgendes Ergebnis: {|border="0" align="center" bgcolor="#000000" |----- bgcolor="#efefef" ! Partei ! Wahlergebnis ! Anzahl der Sitze im Rat |----- align="center" bgcolor="#FFFFFF" |CDU || 42,3% (-2,5 Prozentpunkte)|| 18 (-1) |----- align="center" bgcolor="#FFFFFF" |SPD || 28,3% (-3,3 Prozentpunkte)|| 12 (-1) |----- align="center" bgcolor="#FFFFFF" |FWG || 13,2 % (+1,0 Prozentpunkte) || 5 (0) |----- align="center" bgcolor="#FFFFFF" |Bündnis 90/Die Grünen Grüne || 9,4 % (+2,8 Prozentpunkte) || 4 (+1) |----- align="center" bgcolor="#FFFFFF" |Freie Demokratische Partei FDP || 6,1 % (+1,2 Prozentpunkte)|| 3 (+1) |} Von den 29.684 Wahlberechtigten gaben 56,4 Prozent (+2,0 Prozentpunkte) ihre Stimme ab. Bei der Bürgermeisterwahl fiel die Entscheidung mit 50,4 Prozent aller Stimmen im ersten Wahlgang für Dr. Karl-Uwe Strothmann (CDU) aus. Es gab zwei Gegenkandidaten.

Wappen
In Rot drei schräge weiße Wellenbalken. Die drei Wellenbalken sind redendes Symbol des Ortsnamens Beckum = Bekehem = Bachheim und stehen für die drei Bäche Kollenbach, Siechenbach und Lippbach, die nach ihrem Zusammenfluß in Beckum die Werse bilden. Neu bestätigt am 26. März 1976

Städtepartnerschaften
* Heringsdorf, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
- La Celle Saint-Cloud, Frankreich * Grodków, Polen Aufgrund der langjährigen Städtepartnerschaft Städtepartnerschaften und den damit verbundenen Bestrebungen zur Vertiefung des Europa europäischen Gedankens, wurde der Stadt Beckum durch den Europarat im Jahr 2003 das sogenannte Europadiplom und zwei Jahre später die Ehrenfahne überreicht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Bauwerke
Architektonisch und kunsthistorisch hat Beckum einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Im Stadtzentrum, direkt am Marktplatz, steht das ''alte Rathaus''. Einige Teile des Gebäudes lassen sich bis auf das Jahr 1441 zurückdatieren. Seit 1986 ist in ihm das ''Stadtmuseum'' untergebracht. Gleich hinter dem Rathaus liegt die Propst Propsteikirche ''St. Stephanus''. Diese größte Kirche Beckums beherbergt auch den bedeutendsten sakralen Schatz der Stadt, den ''Prudentiaschrein''. Es handelt sich dabei um ein goldenes Reliquiar aus den 1230er Jahren. Ursprünglich wohl den Kirchenpatronen Stephanus und Sebastian gewidmet, wurden 1881 die Reliquien der Märtyrer Märtyrerin Prudentia in ihn überführt, seither auch der Name. Der Schrein ist der wohl wertvollste seiner Art in ganz Westfalen. Von Bedeutung ist auch die historische Kirchenorgel Klaisorgel mit 60 Register (Orgel) Registern (pneumatische Kegellade Kegelladenorgel von 1913; restauriert 1984). An der Südstraße finden sich die Reste des ehemaligen ''Augustinerinnenklosters Blumenthal''. Ursprünglich westlich vor den Toren der Stadt gelegen, wurde es 1451 in die Stadt verlegt. 1463 wurde die nicht mehr vorhandene Kirche geweiht. Beim großen Stadtbrand von 1657 wurde der gesamte Klosterkomplex fast völlig vernichtet. 1814 wurde das Kloster endgültig aufgehoben. Von den ab 1845 abgebrochenen Gebäuden blieb nur noch das einstige Dormitorium stehen. Die ehemalige ''Posthalterei'' am Eingang der Nordstraße entstand 1857/58. Der spätklassizistische Bau mit dreiachsigem Mittelrisalit und Freitreppe wurde 1980-81 umfassend restauriert. Dank zahlreicher Brände (1655, 1657, 1677, 1734) blieben in der Innenstadt nur wenige ältere ''Wohnbauten'' erhalten, darunter ''Linnenstraße 7'' (Gaststätte "Ackerbürgerhaus"), ein Fachwerk-Dielenhaus aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die meisten anderen Häuser dürften erst später entstanden sein. Am Westenfeuermarkt wurde im Jahr 1886 das ''Kreisständehaus'' erbaut. Der im neugotisch neugotischen Stil errichtete Bau diente als Sitz der Kreisverwaltung und ist auch heute noch sehr gut erhalten. In der Nähe des Westenfeuermarktes blieb der viereckige ''Buddenturm'' erhalten. Er ist der letzte von ehemals 22 zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gehörenden Wehrturm Wehrtürme. Er wurde mehrfach umgebaut und dient heute als Heimatstube. Die ''Soestwarte'' auf dem Höxberg ist eines der letzten Zeugnisse der einst die Feldmark umschließenden Landwehr. Der jüdische Friedhof liegt im Bereich der einstigen Wallanlagen. Er wurde 1690 erstmals urkundlich erwähnt. Hier finden sich noch mehrere Grabsteine des 18. bis 20. Jahrhunderts.

Freizeit & Kultur
Die Stadt Beckum liegt in einer von Landwirtschaft geprägten Landschaft und bietet daher eine Vielzahl von Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Rund um Beckum gibt es ca. 370 km gut ausgebaute Radwege, die durch die hügelige Landschaft des südöstlichen Münsterlandes führen. In Stadtnähe liegen einige renaturierte Steinbrüche, die zu Naherholungsgebieten ausgebaut wurden und zum Wandern, Baden, oder zu sonstigen sportlichen Aktivitäten einladen. In der Innenstadt stehen mehrere Park- und Grünanlagen als Ruheoasen zur Verfügung. Mehrere Hotels in und um Beckum gewährleisten die gute Unterbringung von Touristen. Des weiteren besitzt Beckum eine große Anzahl verschiedener Sportstätten wie z. B. Hallen- und Freibäder, Sporthallen, Sportplätze, Tennisanlagen, Reitanlagen und eine Kletterwand des Deutscher_Alpenverein Deutschen Alpenvereins (DAV). Das Vereinsleben hat in Beckum eine lange Tradition und spiegelt sich in der Vielzahl an Sport,- Schützenverein Schützen-, Karneval Karnevals- und sonstigen Vereinen wider. Als Karnevalshochburg Hochburg des rheinisch-westfälischen Karnevals ist der alljährliche Rosenmontag Rosenmontagsumzug weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und zieht viele Tausend Besucher an. Weitere kulturelle Einrichtungen sind das Stadtmuseum mit einer Dauerausstellung zur Beckumer Stadtgeschichte, einem Karnevalsmuseum und wechselnden Ausstellungen, das Stadttheater mit seiner ["Kulturinitiative Filou][http://www.filou-beckum.de]", die Museumsschmiede sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Feste. Seit über zwanzig Jahren bildet die ["Musik im Alten Pfarrhaus][http://www.kammermusik-vellern.de]" mit über 250 hochrangigen Kammerkonzerten einen weithin akzeptierten kulturellen Höhepunkt im Leben der Stadt. Leider wurde der Stadt Beckum ihr einziges Kino im Austausch für einen Drogeriemarkt genommen, was man zweifelsohne einen schmerzhaften Tiefschlag für die kulturelle Vielfalt dieser Stadt nennen kann. Lokalpolitiker haben dieses Thema bislang immer wieder erfolgreich verdrängt.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr
Image:Bahnhof Neubeckum01.jpg thumb|Der Bahnhof von Neubeckum Beckum liegt an der Köln-Mindener Eisenbahn Bahnstrecke Hamm–Bielefeld. Am Bahnhof ''Neubeckum'' halten jeweils im Stundentakt der Regionalexpress RE Liste der SPNV-Linien in NRW 6Westfalen-ExpressDüsseldorfDortmundHammBielefeldMinden und die Regionalbahn RB 69 „Westfalen-Bahn“ Münster (Westfalen) Münster–Hamm–Bielefeld, sodass insgesamt ein Halbstundentakt besteht. Beide Linien werden von DB Regio NRW betrieben. Außerdem verfügt Beckum über eine Anschlußstelle an der Bundesautobahn 2 Autobahn A2 Ruhrgebiet- Hannover. In Beckum beginnt die Bundesstraße 58, die bis zum Niederrhein führt. Die B 61 und B475 durchqueren die Stadt.

Ansässige Unternehmen
Heutzutage sind neben der Zementindustrie zahlreiche kleine und mittelständische Industriebetriebe aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau sowie Dienstleistungsunternehmen und Kornbrennerein in Beckum angesiedelt.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt
* Ferdinand Krüger (* 27. Oktober 1843; † 8. Februar 1915), Dichter und Arzt * Uri Avnery (* 10. September 1923), Israel israelischer Publizist und Friedensaktivist * Franz-Josef Steffens (* 27. Dezember 1923; † 5. Mai 2006) Schauspieler, Synchronsprecher, Sprecher in zahlreichen Hörspiel Hörspielen * Rolf Aldag (* 25. August 1968), Radrennfahrer * Markus Bollmann (* 6. Januar 1981), Fußballprofi * Nils-Ole Book (* 17. Februar 1986), Fußballprofi * Bernd Kruse (* 10. Mai 1954), ehemal. Bundeligaschiedsrichter * Udo Horsmann (* 30. März 1952), ehem. Fußballprofi, u.a. von 1975 bis 1983 bei Bayern München, gewann mit Bayern die Deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal, den Pokal der Landesmeister sowie den Weltpokal

Persönlichkeiten, die mit Beckum verbunden sind
* Wilhelm Emmanuel von Ketteler (* 25. Dezember 1811 in Münster (Westfalen); † 13. Juli 1877 in Burghausen, Landkreis Altötting), späterer „Sozialbischof“ und deutscher Politiker (Zentrumspartei), 1844 - 1846 Kaplan in Beckum * Reinhard Lettmann Dr. Reinhard Lettmann (* 9. März 1933 in Datteln), Bischof von Münster (Westfalen) Münster, 1959 Kaplan in Beckum St. Stephanus * Peter Paziorek Dr. Peter Paziorek (* 29. Mai 1948 in Gelsenkirchen-Buer), deutscher Politiker, von 1983 - 1990 Stadtdirektor in Beckum, Mitglied des Deutscher Bundestag Deutschen Bundestages und seit November 2005 Parlamentarischer Staatssekretär * Wendelin Wiedeking (* 1952 in Ahlen, aufgewachsen in Beckum) Vorsitzender des Vorstandes der Porsche AG

Weblinks

- Website der Stadt Beckum
- Informationen zur Stadt
- Wetterwebside von Beckum{{dmoz|World/Deutsch/Regional/Europa/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Landkreise/Warendorf/St%c3%a4dte_und_Gemeinden/Beckum/|Beckum}} {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf}} Kategorie:Ort im Münsterland Kategorie:Kreis Warendorf en:Beckum, Germany eo:Beckum nds:Biäkem nl:Beckum (Duitsland) pl:Beckum ru:Беккум

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