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Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger

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{{Neutralität}} Mitte der 70er begannen Siemens AG Siemens-Mitarbeiter in Erlangen, sich mit der Unterstützung der Chefetage, insbesondere des damaligen Personalchefs Eberhard Koffka, unter der Führung ihres Spitzenkandidaten Dietrich Ummelmann zur späteren '''Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger''' ('''AUB''') zusammenzuschließen. Wie ein Großteil ihrer Anhänger kamen sie überwiegend aus den Reihen außer- bzw. übertariflicher Angestellter, schon damals mit dem Ziel, vor allem die Interessen hochqualifizierter Mitarbeiter im Einvernehmen mit dem Management zu vertreten. Aggressive Ablehnung der angeblich ideologisch „verblendeten“ und „ferngesteuerten“ IG Metall und das erklärte Ziel, die Harmonie mit dem Arbeitgeber anzustreben, kamen der Geschäftsführung wie gerufen. Von oben unterstützt und protegiert, wurde Ummelmann 1978 Betriebsratsvorsitzender bei Siemens AG Siemens Erlangen und zog zudem in den Aufsichtsrat ein. 1984 wurde er Leitender Angestellter und musste seinen Sitz im BR räumen. Damit schlug die Stunde seines bereits in den Startlöchern stehenden Nachfolgers: Wilhelm Schelsky, ein Sohn des Soziologen Helmut Schelsky.

Rückenstärkung der Unternehmer
Unter Schelsky erweiterte die AUB ihren Einflussbereich auf andere Unternehmen. Neben unbestreitbaren Erfolgen in der Betriebsratsarbeit ist dies vor allem auf die konsequent arbeitgeberfreundliche Richtung der AUB zurückzuführen. Schon 1986 machte Schelsky dies in einer Rede vor dem CDU-Parteitag in Mainz unmissverständlich klar. Die Arbeit der traditionellen Gewerkschaften könne den Fortbestand der wirtschaftlichen Entwicklung gefährden, so seine Rede. Sie endete mit einem kuriosen Appell des Arbeitnehmervertreters: „Stärken Sie bitte den Unternehmern den Rücken.“

Berufsverband und Lobbyorganisation
1985 wurde die AUB eingetragener Verein. Ihr Name ist: „'''AUB - Die Unabhängigen e.V.'''“. 1986 erfolgte die Anerkennung als Berufsverband, hinzu kommt eine offizielle Eintragung als Lobbyorganisation im Deutscher Bundestag Deutschen Bundestag http://www.bundestag.de/wissen/archiv/sachgeb/lobbyliste/lobbylisteaktuell.pdf. 1989 entstand die Bundesgeschäftsstelle Nürnberg, gefolgt von einem Verbindungsbüro in Bonn, und sukzessive eingerichteten Landesgeschäftstellen in Dresden, Greifswald, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Neustadt/Weinstraße. Bundesweit zählt die AUB heute nach eigenen Angaben rund 32.000 Mitglieder und stellt 19.000 Mitglieder in Betriebsräten (Stand 2006). Die AUB stellt auch Mitglieder in Aufsichtsräten, beispielsweise Hildegard Cornudet bei der Siemens AG [http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/archiv/17.02.2007/3090443.asp tagesspiegel], 17. Februar 2007]. Beim konzerninternen IT-Dienstleister SBS ist sie Betriebsratsvorsitzende [http://www.rhein-sieg-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1171561436805.shtml, Rhein-Sieg-Anzeiger.de], 16. Februar 2007.

Gegner der „traditionellen Gewerkschaften“
Die AUB sieht sich nicht als „gelbe Gewerkschaft“, aber weist auf eine eher positive Definition dieses Begriffes hin http://www.aub.de/web/ww/de/pub/organisation/content1336.htm, 14. Juni 2006, CONTENS Software GmbH: Zitat der Definition "gelber Gewerkschaften" aus ''Das moderne Lexikon'', Band 6, Lexikon-Institut Bertelsmann. Die Satzung richtet sich auch heute gegen „Die Gewerkschaften“ http://www.aub.de/web/ww/de/pub/organisation/satzung.htm, 19. Februar 2007, CONTENS Software GmbH. Sie betrieben eine „ferngesteuerte, oft auch parteipolitische Machtpolitik, die unseren Wünschen am Arbeitsplatz, im Betrieb und Unternehmen nicht gerecht wird“. Das Schlagwort von der „ideologiebestimmten Fernsteuerung“ aus fernen „Funktionärszentralen“ dient der AUB als Abgrenzung gegen die im DGB organisierten Gewerkschaften. In der Erklärung „Wer wir sind - was wir wollen“ wurden den Gewerkschaften „verkrustete Funktionärsapparate“, Bürokratie, Bevormundung, „kollektive Gleichmacherei“, „parteipolitischer Gesinnungsdruck“ und die Ausgrenzung Andersdenkender vorgeworfen. Dagegen betonte die AUB in ihrer Werbearbeit stets ihre Konzentration auf die betriebliche Arbeit vor Ort, ohne übergreifende Organisationsstrukturen. Dem steht jedoch entgegen, dass die AUB selbst beispielsweise allein in den letzten zehn Jahren die Landesbeauftragten und sämtliche Landesgeschäftsstellen einführte, statt sich wie zuvor auf Betriebsgruppen zu beschränken. So gibt es in der AUB nun alles, was eine zentral strukturierte Organisation ausmacht: Bundeszentrale, Landeszentralen, Verwaltungsrat, Vorstand, Mitgliedsbeiträge und zentrale Öffentlichkeitsarbeit. Mit der Betreuung ihres Internetauftritts hat die AUB ein externes Unternehmen CONTENTS Software GmbH, 2006: „CONTENS Customers - especially mid sized and bigger companies like Brose, HypoVereinsbank BKK, John Deere, Max Planck, ratiopharm, Siemens TS, T-Mobile and many more“ beauftragt. Im Jahr 2006 feierte die AUB als Erfolg, mehr als 10% aller Stimmen bei Betriebsratswahlen errungen zu haben. Dabei half die Organisation ihren Mitgliedern in einem reichhaltig mit Werbemitteln ausgestattete Wahlkampf. Der Anteil an DGB-Mitgliedern in Betriebsräten sank bei den Betriebsratswahlen erstmalig unter 50%. Als „die andere Gewerkschaft“ http://www.aub.de/web/ww/de/pub/organisation/geschichte.htm, 19. Februar 2007, CONTENS Software GmbH positioniert sich die AUB heute bewusst gegen „traditionelle Gewerkschaften“. Im Jahr 2003 erklärte der AUB-Vorsitzende Schelsky: „In zehn Jahren sind wir in Deutschland der einzige Wettbewerber zum Deutschen Gewerkschaftsbund.“ Dann werde seine Organisation auch politisch stärkeren Einfluß haben Frankfurter Allgemeine Zeitung, ''Konkurrenz für den DGB'', Nr.70, S.24, 24. März 2003.

Hauptaufgabe: Dienstleister für Betriebsräte
Den Status einer tariffähigen Gewerkschaft , wie ihn die Christliche Gewerkschaft Metall im Jahr 2003 erlangte, strebt die AUB zumindestens offiziell noch nicht an. In ihrer Information an Mitglieder im Zusammenhang mit der Verhaftung des AUB-Vorsitzenden Wilhelm Schelsky lautete der ''einzige'' Hinweis auf ihre Leistung http://www.aub.de/web/ww/de/pub/regionen/content2878.htm, 19. Februar 2007, CONTENS Software GmbH;
10. März 2007: http://www.aub.de/web/ww/de/pub/regionen/content2895.htm
: „Die AUB ist seit mehr als zwanzig Jahren ein anerkannter Dienstleister für Betriebsräte in den Betrieben.“

Verhaftung des AUB-Vorsitzenden
{{Neuigkeiten}} Im Zusammenhang mit der Verhaftung ihres Beraters Wilhelm Schelsky am 14. Februar 2007 http://www.sueddeutsche.de/,wirm5/wirtschaft/artikel/388/102286, 16. Februar 2007 bestätigte ein Siemens AG Siemens-Sprecher, dass Schelsky seit 2001 unter anderem für Beratungsleistungen und Mitarbeiterschulungen über 14 Millionen Euro erhalten habe. Insgesamt seien mehr als 30 Millionen Euro geflossen. Laut Siemens habe Schelsky aber seine Leistungen als Unternehmensberater nicht ausreichend nachgewiesen, weswegen das Unternehmen Ende 2006 seinen Beratervertrag fristlos gekündigt habe. Schelsky trat 27. März 2007 als Vorsitzender der AUB zurück. Ermittelt wird auch gegen weitere Siemens Führungskräfte, darunter gegen Karl-Hermann Baumann, der bis Januar 2005 den Vorsitz im Siemens Aufsichtsrat hatte.

Mitglied des Siemens Zentralvorstands verhaftet
Zuständig für die Zusammenarbeit mit Schelsky und Schelskys Firmen war bei Siemens Johannes Feldmayer. Er ist seit 2003 Mitglied des Siemens Zentralvorstandes und wurde am 27. März 2007 in Untersuchungshaft genommenhttp://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=200038&_t=ft&_b=1246431. Zuvor war er ab Dezember 2001 Leiter der Strategie-Abteilung. Ermittelt wird wegen Untreue. Anklage wegen Beeinflussung von Betriebsratswahlen kann erst erhoben werden, wenn ein Geschädigter dagegen klagt. Schelsky und Siemens waren bis vor einiger Zeit an zwei Firmen beteiligt: die ML+S GmbH in Greifswald und die NSG Netzwerk-Service GmbH in Feldkirchen bei München, die heute unter dem Namen CANCOM Netzwerk-Service GmbH ihren Sitz in Jettingen-Scheppach hat http://www.nci-net.de, 16. Februar 2007.

Durchsuchungen bei Siemens und bei der AUB
Schelsky wurde nach Durchsuchungen bei Siemens und bei der AUB http://dialog.igmetall.de/Ansicht.73+M5cc611363bf.0.html, 15. Februar 2007 auf Betreiben der Staatsanwaltschaft Nürnberg verhaftet, die ihm Steuerstraftaten zur Last legte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bemerkte [http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E9877540E58E74328A3E1D918059C4C84~ATpl~Ecommon~Scontent.html Frankfurter Allgemeine Zeitung], 16. Februar 2007: „Siemens und die AUB wehren sich gegen Vermutungen, der Konzern habe mit dem Geld für Schelsky letztlich den Berufsverband als Konkurrenz zur IG Metall unterstützt. Die IG Metall fragt sich seit längerem, wie sich die AUB, die selbsternannte Anti-Gewerkschaft mit ihren 32.000 Mitgliedern, trotz konkurrenzlos niedriger Beiträge finanziere.“ (Ein AUB-Mitglied zahlt monatlich höchstens 8 Euro Mitgliedsbeiträge: http://www.aub.de/web/ww/de/pub/mitgliedschaft/mitgliedwerden.htm. Bei DGB-Gewerkschaften sollen Mitglieder monatlich 1% ihres Bruttogehalts zahlen.) Gegenüber der Süddeutsche Zeitung Süddeutschen Zeitung sagte der Anti-Korruptions-Beauftrage von Siemens, Daniel Noa : „Wir weisen ganz klar von uns, dass wir die Betriebsratsarbeit unzulässig beeinflusst haben.“

Unternehmensberatung beim „Aufbau von Betriebsräten“
Schelsky betrieb unter Anderem eine „Gesellschaft zur Qualifizierung von Führungskräften mbH“ und eine „Unternehmens-Infrastruktur-Planung GmbH“. Er „berate auch Unternehmen beim Aufbau von Betriebsräten.“ Sächsische Zeitung, Oktober 2001. Die AUB als ''Konzept'' mit ihrem auch als Unternehmensberater wirkenden Vorsitzenden gibt Unternehmen die Möglichkeit, bei dem Aufbau von Betriebsräten den Einfluss von DGB-Gewerkschaften zu minimieren. In einem im Jahr 2006 bei SAP aufgebauten Betriebsrat erreichten „Die Unabhängigen“ 3% der Stimmen Wahlergebnis der ersten Betriebsratswahlen bei SAP: http://www.sapler.igm.de/news/meldung.html?id=8870. Die zwei stärksten Betriebsratsgruppen haben jedoch ebenfalls ein AUB-ähnliches Konzept. Programmatisch und taktisch AUB-Zielsetzung und Taktik beschrieben in einem einem Wahlaufruf der SAP-Liste „MUT“, 21. Juni 2006: „Ein immenser Faktor für eine erfolgreiche Betriebsratswahl ist eine hohe Wahlbeteiligung. Jede nicht abgegebene Stimme stärkt indirekt die Liste ‚Pro Betriebsrat‘, da diese sicher alle gewerkschaftlich orientierten Kollegen mobilisieren wird. Eine niedrige Wahlbeteiligung käme dieser zugute. Für uns hingegen wäre das schlecht. Daher an Euch alle die große und wichtige Bitte: Motiviert so viele Kollegen wie möglich, zur Wahl zu gehen. Wichtig: Untermauert die Bitte mit dem Argument, dass andernfalls die Gewerkschaftler einen überproportionalen Stimmanteil erhalten. Gerade diejenigen, denen das Betriebsratsthema eher unwichtig ist, die gar keinen wollten, wollen sicher keinen von der IG-Metall beeinflussten Betriebsrat. Das wird schnell überzeugen, diese Erfahrung habe ich gemacht.“ steht beispielsweise die zweitstärkste Betriebsratsliste „MUT“ der AUB nahe. Ihr Vorsitzender ist Klaus Gassmann, ein ehemaliger „Vice President“ aus dem mittleren SAP-Management. Im SAP-Betriebsrat ist er stellvertretender Vorsitzender. Die AUB http://www.aub-karlsruhe.de/Rep2006-12.pdf, Dezember 2006 stellt ihn als Beispiel für ein Betriebsratsmitglied dar, der nun als „Co-Manager“ Vorschläge einzubringt und versucht, Einfluss zu nehmen. Der bei SAP aufgebaute Betriebsrat entspricht dem AUB-Credo „Harmonie statt Klassenkampf“ Das Handelsblatt übernahm dieses Credo in die Titelzeile eines [http://www.handelsblatt.com/news/Karriere/Koepfe/_pv/grid_id/401657/_p/200811/_t/ft/_b/1102402/default.aspx/sap-harmonie-statt-klassenkampf.html Artikels] über das Wahlergebnis.. Besonders auffallend an den Betriebsratswahlen war eine überraschende Kehrtwende der SAP-Betriebsleitung. Nachdem sie zunächst ganz erheblichen Widerstand gegen den Aufbau eines Betriebsrates bei SAP leistete, unterstützte sie den Aufbau plötzlich ab März 2006 http://www.silicon.de/enid/wirtschaft_und_politik/17948.

Siemens Gesamtbetriebsrat fordert Offenlegung der AUB-Finanzierung
Der Gesamtbetriebsrat des Siemens-Konzerns und die IG Metall forderten die AUB auf, ihre Finanzquellen offen zu legen ddp, 20. Februar 2007. Die AUB habe die finanzielle Unterstützung und politischen Verbindung ihres Vorsitzenden jahrelang genutzt. Im Gegensatz zu den Vorwürfen gegen IG Metall-Angehörige bei VW seien die Verfehlungen der AUB keine Einzelfälle, meinte der stellvertretende IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber http://www.capital.de/unternehmen/meldungen/730469.html, 22.Februar 2007, Primärquelle: ARD-Morgenmagazin, 19. Februar 2007. Im Siemens-Aufsichtsrat war das Thema lange bekannt, meinte Huber. „Wir haben im Aufsichtsrat mehrfach dieses Thema angesprochen und wir haben auch gegen die AUB Prozesse geführt.“ http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,467135,00.html, 19. Februar 2007.

Sportwerbung der AUB
Schelsky soll jedoch auch Möglichkeiten gefunden haben, die AUB nicht geldlich zu unterstützen. So warb er zum Beispiel auf eigene Kosten für die AUB mit Trikotwerbung bei Sportveranstaltungen unter Anderem in der Nähe von Standorten von Siemens und Infineon. Traute Jäger (Mitglied im AUB-Bundesvorstand) erzählte der Süddeutschen Zeitung http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/453/102351, 16. Februar 2007, Schelsky habe bei seinem Sport-Sponsoring bescheiden im Hintergrund bleiben wollen und habe deshalb die Trikotwerbung der AUB überlassen. „Er wollte uns etwas Gutes tun.“ In einem Interview mit der Zeitschrift Junge Welt sagte Michael Leppek (IG Metall) http://www.jungewelt.de/2007/02-19/052.php, 19. Februar 2007: „In Forchheim war ein Handballverein im Visier und das Büro des Vereinsvorsitzenden wurde durchsucht, ebenso das Siemens-Sportzentrum in Erlangen. Siemens-Betriebssportmannschaften wurden übrigens mit Trikots ausgestattet, die den AUB-Schriftzug tragen.“

AUB-Siemens betont Unabhängigkeit von AUB-Zentrale
Die AUB-Betriebsratsgruppe des Siemens-Betriebes München-Hoffmannstraße betont am 23. Februar 2007 Distanz zur AUB-Zentralehttp://www.aub-mchh.de, 23. Februar 2007: „Die Bundesgeschäftsstelle Nürnberg und damit auch der Bundesvorsitzender W. Schelsky haben keinerlei Einfluss auf die Arbeitsweise der örtlichen Gruppen, wie z.B. der AUB Mch H. Dies lässt die Satzung der AUB nicht zu und ist ein Grundpfeiler der Politik der AUB.“ Andererseits gehörten zur Arbeitsweise der AUB in „Mch H“ finanziell sehr gut ausgestattete Wahlkämpfe. Die AUB-Zentrale veröffentlichte diesen Standpunkt: „Ein entscheidender Erfolgsfaktor unserer Organisation ist ihre große Flexibilität. Die überregionale Zusammenarbeit gibt uns einerseits die Möglichkeit gemeinsamer Grundaussagen und zentraler Dienstleistungen – ohne andererseits die Lösungsmöglichkeiten in den Betrieben vor Ort durch eine zentralgesteuerte Arbeitnehmerpolitik einzuengen.“http://www.aub.de/web/ww/de/pub/organisation.htm, 19.Februar 2007, CONTENS Software GmbH Bestandteil der Arbeitsweise auch dieser AUB-Gruppe war weiterhin die Ausstattung ihres Wahlkampfes mit vielerlei AUB-Werbemitteln bei den letzten Betriebsratswahlen im Jahr 2006. Außerdem ist eine Übereinstimmung der Aussagen der AUB auf ihren Webseiten mit dem Vorgehen der örtlichen Gruppen einfach beobachtbar, beispielsweise beim Vorgehen gegen DGB-Gewerkschaften. Hierbei helfen Hürden im Betriebsverfassungsgesetzes, die erforderlich machen, dass der Betriebsrat viele seiner Rechte erst nutzen kann, wenn er sie aktiv und von einer Mehrheit im Betriebsrat unterstützt einfordert.

Beeinflussungen von Betriebsratswahlen
Am 13. März 2007 erschienen in der Süddeutschen Zeitung vier Artikel zu der vermuteten Unterstützung der AUB durch Siemens, darunter auch ein Artikel auf der Titelseite. Nach den Erkenntnissen der für diesen Fall in Nürnberg gebildeten Sonderkomission „Amigo“ seien 2,5 Millionen Euro von Siemens über Schelsky zur AUB geflossen. Die Mittel der AUB seien von der Staatsanwalt gesperrt worden. Untersucht werde auch, ob unzulässige Wahlbeeinflussungen von Betriebsratswahlen vorlägen. Peter Blomberg von Transparency International Deutschland hält diese Affäre für „noch fundamentaler“, als die VW-Korruptionsaffäre. In der Sendung „die tagesschau“  http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6510574_,00.html, 13. März 2007 vom 13. März 2007 wollte er Siemens angesichts der noch laufenden Ermittlungen nicht vorverurteilen. Aber er wies darauf hin, dass zwischen dem Versuch, wie einerseits bei VW einen Betriebsrat wohlwollend zu stimmen und andererseits gleich „eine Gegenmacht zur Gewerkschaft“ finanzieren, ein Unterschied besteht. Hätte Siemens der AUB Zuwendungen gegeben, dann führe das „geltendes Recht ad absurdum, weil es das System der Mitbestimmung aus den Angeln“ hebe. Tatsächlich gelang es der AUB mit gut ausgestatteten Wahlkämpfen in verschiedenen Unternehmen - manchmal zusammen mit Koalitionspartnern - Mehrheiten zu erzielen. Damit konnte die IG-Metall dann daran gehindert werden, die Möglichkeiten des Betriebsverfassungsgesetzes voll auszunutzen. Erhärtet sich der Verdacht gegen Siemens, dann hätte Siemens ein unter dem Schutz des Grundgesetzes stehendes Organ in seiner Arbeit beeinträchtigt. Aus den Untersuchungen gegen Siemens wird sich ergeben, ob sich Siemens durch eine Unterstützung der AUB auch in die Betriebsratswahlen anderer Unternehmen eingemischt hat, in denen Mitglieder der AUB oft unter dem Namen „Die Unabhängigen“ antraten.

AUB-OPEL Betriebsgruppe
Schon vor der Verhaftung ihres Vorsitzenden gab es bereits aus der AUB hervorgegangene Gruppen, die sich inhaltlich von der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger unabhängiger machten. Ein Beispiel ist die AUB-Gruppe bei Opel. Über sie konnte man noch im letzten Jahr im Webauftritt der AUB lesen http://www.aub.de/web/ww/de/pub/regionen/gruppen/hessen/aub_opel_r_sselsheim.htm vom 15. August 2006 ist nicht mehr aufrufbar.: „Angesichts der Tatsache, dass trotz eingefahrener Gewinne (siehe Deutsche Bank) Arbeitnehmer/innen ihren Arbeitsplatz verlieren, wollen wir den Gegenpol bilden, zu solchen Machenschaften von Management und Co-Management.“ Die etwas derberen AUB-Hessen sehen hier beim Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz (IG Metall) den Schmusekurs, den man andernorts sonst der AUB vorwirft. So war dann in der die tageszeitung TAZ im Februar 2006 zu lesen http://www.taz.de/pt/2006/02/27/a0129.1/text, 27. Februar 2006 (Artikel nimmt die TAZ nach Ablauf eines Jahres nach Erscheinen aus dem Web.): „Die Führung von Opel und GM Europe geht gemeinsam mit Franz auch juristisch hart gegen die unabhängige Liste ‚Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger‘ (AUB) und deren Betriebsrat Eugen Kahl vor. Für nicht wenige Beschäftigte bei Opel belegt das, dass bei der IG Metall die Nerven blank liegen. Anders als in manch anderem Betrieb ist die AUB bei Opel keine von der Unternehmensleitung geförderte zahnlose Liste in Opposition zur linken http://www.sav-online.de/index.php?name=News&sid=1177&ds=print.htm Kritik bei „sozialismus.info“ innerhalb der IG Metall IG Metall. Auf der Website der vor Jahren mit Unterstützung von Siemens gegründeten AUB, die laut Eigenwerbung ‚Streiks überflüssig machen‘ will, sind der renitente Kahl und seine Leute noch nicht einmal aufgeführt.“

Quellen und Anmerkungen


Literatur
* Goetz Buchholz: ''"Stärken Sie bitte den Unternehmen den Rücken". Politik und Organisation der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsratsangehöriger (AUB)''. IG Metall, Frankfurt 1998

Weblinks
*Website der [http://www.aub.de/web/ww/de/pub/home.htm AUB Zentrale] *Website von [http://www.aub-opel.de/ AUB Opel] mit [http://www.aub-opel.de/forum/index.html Forum] *SWR, Report-Mainz: [http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=2007444/vkv7fc/index.html Ermittlungen um dubiose Millionendeals], 19. März 2007, 21.45 Uhr Kategorie:Gewerkschaft Kategorie:Tarifvertragsrecht Kategorie:Arbeiterbewegung Kategorie:Organisationsform

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[Der Artikel zu Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger zu editieren.
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