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Amateurfunkzeugnis

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Das '''Amateurfunkzeugnis''' ist eine Prüfungsbescheinigung der für den Amateurfunkdienst zuständigen Behörde.

Amateurfunkzeugnis in Deutschland
Das Amateurfunkzeugnis ist der Nachweis der Bundesnetzagentur Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) über eine erfolgreich abgelegte Amateurfunkprüfung. Das '''Amateurfunkzeugnis''' ist Voraussetzung für die Erteilung einer ''Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst'' und gleichzeitiger Zuteilung eines Rufzeichen Rufzeichens. Erst mit dem zugeteilten Rufzeichen darf man die Amateurband Amateurbänder benutzen. Für das Amateurfunkzeugnis wird man in folgenden Prüfungsteilen geprüft: * Technik * Betriebstechnik_(Amateurfunk) Betriebstechnik (Abwicklung des Funkverkehrs) * Gesetzeskunde (z. B. Amateurfunkgesetz, Amateurfunkverordnung, Internationaler Fernmeldevertrag, Telekommunikationsgesetz, Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit EMVG...) * Morsen Morsetelegrafie (freiwillige Zusatzprüfung; insbesondere für Auslandsaufenthalte wichtig) Der jeweilige Prüfungsteil gilt als bestanden, wenn 75 % der möglichen Punkte erreicht wurden. Ab 70 % ist eine mündliche Nachprüfung möglich. Bei der Morsen Morsetelegrafie-Prüfung darf man höchstens vier unkorrigierte Fehler haben.

Aktuelle Amateurfunkzeugnis-Klassen in Deutschland
Die Anforderungen der Prüfung hängen von der Lizenzklasse ab. ;Klasse A: Zugang zu allen Amateurband Amateurfunkbändern mit einer maximalen Sendeausgangsleistung von bis zu 750 W Hüllkurvenspitzenleistung PEP. Diese Klasse entspricht der CEPT#CEPT-Lizenz_im_Amateurfunkdienst CEPT-Lizenz. ;Klasse E: Zugang zu einigen Amateurband Amateurfunkbändern mit einer maximalen Sendeausgangsleistung von bis zu 100 W Hüllkurvenspitzenleistung PEP im Kurzwellen-Bereich, 75 W Hüllkurvenspitzenleistung PEP im Ultrakurzwellen-Bereich und 5 W Hüllkurvenspitzenleistung PEP im 10 GHz Amateurband. Diese Klasse entspricht der CEPT#CEPT-Lizenz_im_Amateurfunkdienst CEPT-Novice-Lizenz. Die Klasse E dient als Einstiegsklasse; es werden in der Prüfung für das Amateurfunkzeugnis, Grundkenntnisse im technischen Bereich geprüft, bei Gesetzeskunde und Betriebstechnik sind die Prüfungen für Klasse A und E identisch.

Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Amateurfunkzeugnisprüfung
In Deutschland bieten die beiden Amateurfunkverbände DARC und Verband_der_Funkamateure_in_Telekommunikation_und_Post VFDB Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Amateurfunkzeugnisprüfung Klasse E und A sowie praktischen Ausbildungsfunkbetrieb an. Außerdem kann man hier auch eine SWL Prüfung ablegen sog. DE-Rufzeichen unter dem mann dann als Short Wave Listener QSL Karten (Funkbestätigungskarten) versenden kann.

Historische Entwicklung der Amateurfunkzeugnis-Klassen in Deutschland
Ausführliche Informationen hierzu bietet auch der Artikel zur Amateurfunkverordnung in der die Amateurfunkzeugnis-Klassen reguliert wurden. ;Klasse 1: Zugang zu allen Amateurband Amateurfunkbändern mit einer maximalen Senderausgangsleistung von 750 W. Rufzeichenpräfix: DF, DH, DJ, DK, DL, DM2 ;Klasse 2: Zugang zu allen Amateurband Amateurfunkbändern mit einer maximalen Senderausgangsleistung von 750 W. In der Zeit vom 15. August 2003 bis zum Inkrafttreten der nächsten Amateurfunkverordnung am 19. Februar 2005 wurde die Benutzung der Kurzwellenbänder geduldet. Rufzeichenpräfix: DB, DC, DD, DG, DM ;Klasse 3: Zugang zum 2-Meter-Band 2-m-Band (144-146 MHz) und 70-Zentimeter-Band 70-cm-Band (430-440 MHz) mit einer maximal von der Antenne abgestrahlten Leistung von kleiner als 10 W EIRP. Rufzeichenpräfix: DO Anmerkung: Seit dem 15. August 2003 durften Genehmigungsinhaber der Klasse 2 sämtliche zur Verfügung stehenden Frequenzbereiche vorübergehend nutzen, da auf der WRC (World Radio Conference) beschlossen wurde, dass die Telegraphieprüfung, welche bislang neben der geforderten Mindestpunktzahl von 75 (Kl. 1 u. 2) von 100 im Bereich Technik/Gesetze/Betrieb der Amateurfunkprüfung bei der BNetzA den einzigen praktischen Unterschied zwischen Klasse 1 und 2 darstellte, für den Kurzwellenzugang nicht mehr zwingend notwendig sein soll. Diese kurzfristige Übergangsregelung wurde in einer Presseerklärung veröffentlicht und damit für mehr als ein Jahr Verstöße gegen die Amateurfunkverordnung toleriert. Diese Übergangsregelung galt bis zum 18. Februar 2005, am nächsten Tag trat eine novellierte Amateurfunkverordnung in Kraft. Vorher gab es bis Mitte der 90er Jahre bereits eine Klasse A (Präfix DH), die zwischen den heutigen Klassen 1 und 2 angesiedelt war. Da diese inzwischen in die Klasse 1 umgewandelt wurde und die neue Klasse A wieder die höchste Zeugnisklasse darstellt, sind keine Verwechslungen zu erwarten. Die anderen Lizenzklassen waren damals: B (entspricht der heutigen Klasse A) und C (reine UKW-Lizenz; brauchte keine Morse-Kenntnisse nachzuweisen; nur eingeschränkte Leistung erlaubt).

Amateurfunkzeugnis in Österreich
In Österreich ist das '''Amateurfunkzeugnis''' ebenso eine Prüfungsbescheinigung über die bestandene Amateurfunkprüfung. Es gibt in Österreich zwei Kategorien: ; Klasse 3: Funkbetrieb im 70-Zentimeter-Band 70-cm-Band bei einer Leistung von 10 Watt ; Klasse 1: Funkbetrieb auf allen Amateurband Amateurbändern mit bis zu 1000 Watt. Bei der Prüfung müssen jeweils drei Fragen aus den Bereichen Technik, Betriebstechnik und Rechtliches beantwortet werden. Diese Klasse entspricht der CEPT#CEPT-Lizenz_im_Amateurfunkdienst CEPT-Lizenz. Mit dem Amateurfunkzeugnis kann man sich ein Rufzeichen zuteilen lassen, dieser Verwaltungsakt nennt sich ''Amateurfunkbewilligung''. Erst mit einer ''Amateurfunkbewilligung'' darf man den Funkbetrieb aufnehmen. {| class="prettytable" |+Leistungsklassen |- class="hintergrundfarbe6" ! Klasse || zulässige Leistung |- |A|| bis 100 Watt |- |B|| bis 200 Watt |- |C|| bis 400 Watt |- |D|| bis 1000 Watt (nur Klubstationen) |} Es kann jede Amateurfunkantenne ohne Berücksichtigung des Magnetfeldes verwendet werden. Die Klasse C darf erst beantragt werden, nachdem eine Anlage der Klasse A oder B problemlos über ein Jahr lang betrieben werden konnte. Klasse D kann nur für Klubstationen beantragt werden. Nach dem Bestehen der Prüfung wird demjenigen nach kurzer Zeit ein Rufzeichen zugeteilt. Lehrgänge zur Prüfungsvorbereitung bietet der Österreichischer_Versuchssenderverband OEVSV an.

Amateurfunkzeugnis in der Schweiz
Prügungen sind beim Bundesamt für Kommunikation abzulegen. Die Prüfungsbereiche erstrecken sich über Technik, Vorschriften, Aufbau und den Betrieb der Funkstation. Lehrgänge zur Prüfungsvorbereitung bietet die Union_Schweizerischer_Kurzwellen-Amateure USKA an.

Literatur
* Eckart K.W. Moltrecht DJ4UF: ''Amateurfunklehrgang TECHNIK für das Amateurfunkzeugnis Klasse E'', Verlag für Technik und Handwerk 2006 ISBN 3-88180-364-5 * Eckart K.W. Moltrecht DJ4UF: ''Amateurfunk-Lehrgang, Betriebstechnik und Gesetzeskunde für das Amateurfunkzeugnis (Klasse A)'', Verlag für Technik und Handwerk 2004 ISBN 3-88180-803-5 * Eckart K.W. Moltrecht DJ4UF: ''Amateurfunklehrgang für das Amateurfunkzeugnis Klasse 1 und 2 (A) - TECHNIK'', Verlag für Technik und Handwerk 2004 ISBN 3-88180-389-0 * Christoph Grandt, Stratis Karamanolis: ''So werde ich Funkamateur'', Elektra Verlag ISBN 3-922238-15-7 * Hans H. Cuno DL2CH: ''Vorbereitung auf die Amateurfunk Lizenz Prüfung'', frech Verlag ISBN 3-7724-5402-X

Weblinks

- Online-Kurs zur Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung
- Online-Amateurfunkprüfungstraining AfuP
- Lernprogramm AFUTrainer
- Amateurfunklehrgänge Deutschland
- Amateurfunklehrgänge Österreich
- Amateurfunklehrgänge Schweiz en:Amateur_radio_licensing_in_the_United_States sv:Amatörradiocertifikat Kategorie:Amateurfunk

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