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Alteburg (Zell)

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Die '''Alteburg''' bei Zell_(Mosel) Zell an der Mosel ist eine ehemalige Römisches_Reich#Der_Beginn_der_Spätantike spätrömische Bergbefestigung im Hunsrück. Sie liegt auf einem Bergsporn im Altlayer_Bach Altlayer Bachtal zwischen Zell und Altlay.

Lage
Die Anlage liegt über dem Tal auf einem Bergsporn, welcher auf zwei Seiten vom Altlayer Bach, auf der dritten von einem Nebenbach umflossen wird. Direkt gegenüber auf der anderen Seite des Tales mündet ein weiterer Seitenbach, der Peterswalder Bach, auch Wallhäuser Bach genannt. Die Talsohle der Bäche liegt bei 170 m über Normalnull NN. Die Höhenlage der Festung reicht von etwa 240 m bis zu ihrem höchsten Punkt bei 246 m. Bergseitig im Südwesten ist sie über einen Bergsattel Sattel mit dem bis auf 400 m reichenden, bewaldeten Talhang verbunden. Der tiefste Punkt des Sattels liegt bei 236 m. Die Alteburg liegt auf der Gemarkung Zell.

Beschreibung
Die dreieckige Anlage war auf einer Höhenlage von etwa 240 m von einer etwa 300 m langen, heute zu einem großen Teil verstürzten Trockenmauer aus Schiefer umgeben. Diese bezog auf der zum Tal reichenden Nordostecke auch bearbeitete Felsklippen mit ein. Sie umfasst einen Raum von etwa 0,33 Hektar ha. Die Innenfläche war dicht bebaut, was durch die Anlage von Terrassen ermöglicht wurde. Auf der der höchsten Stelle befinden sich die Reste eines quadratischen Gebäudes, möglichweise eines Wachturm Wachturmes. Außerdem konnte eine Zisterne nachgewiesen werden. Der Zugang erfolgte von der Bergseite, also von Südwest, über den Sattel, dann entlang der Westflanke zum im Nordwesten gelegen Tor. Dieses war durch zwei sich überlappende Mauerenden mit einer Torgasse versehen. Insgesamt drei Gräben mit einer Breite von bis zu 6 m und einer Tiefe bis zu 2 m sowie eine versteilte Böschung von 8 m Höhe schützten den Sattel, der an seiner schmalsten Stelle eine Breite von rund 30 m hatte, vor Angreifern.

Archäologische Befunde
Rund 1000 Münzen wurden im Laufe der Jahre auf dem Gelände der Altenburg gefunden. Zu erwähnen wären ein Sesterz Doppelsesterz des Postumus sowie ein aus der Zeit zwischen 351 und 353 stammender Solidus des Magnentius. Darüber hinaus wurden mehrere Werkzeuge, Waffen, diverse Gerätschaften und Kleinteile aus Eisen#Eisenfunde Eisen und Bronze, außerdem etliche Glascherben sichergestellt. Deren Zeitstellung lässt vermuten, dass die Anlage in der Mitte des 3. Jahrhunderts, zur Zeit der Aufgabe des obergermanischer Limes obergermanischen Limes, angelegt wurde. Möglichweise wurde dabei ältere, aus Kelten keltischer Zeit stammende Befestigungsreste verwendet. 275 oder 276 wurde sie erstmals zerstört, wohl im Zusammenhang mit den damaligen Germaneneinfall Germaneneinfällen. Ab etwa 300 wurde sie erneut bewohnt. Nach einer erneuten Zerstörung um 355 scheint der Platz nur noch sporadisch genutzt, um 390 endgültig aufgegeben worden zu sein. Die Befunde lassen vermuten, dass die Anlage nicht nur militärischen Zwecken diente, sondern dass in gewissem Umfang auch Ackerbau, Viehzucht, Handwerk und Metallverarbeitung betrieben wurden, also eher eine kleine, befestigte Siedlung war. Schlacken, Reste einer Eisenverarbeitung aus römischer Zeit, ein aus römischer Zeit stammender Stollen bei Altlay sowie weitere Siedlungsreste in unmittelbarer Umgebung der Befestigung und im Tal lassen einen direkten Zusammenhang der Anlage mit Erzbergbau und -verhüttung vermuten.

Literatur
Gilles, Karl Josef (1972): Die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung der Stadt Zell. in: Stadt Zell (Hg.) (1972): 750 Jahre Zell an der Mosel. Zell/Mosel mit den Stadtteilen Kaimt und Merl. Geschichte einer Stadt. Redaktion Gerd Bayer. S. 32ff. Gilles, Karl Josef (1997): Die Geschichte der Stadt Zell-Mosel bis 1816. Schriftenreihe Ortschroniken des Trierer Landes., Band 28, S. 33ff. Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Rheinland-Pfalz Kategorie:Hunsrück

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