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Alban Nikolai Herbst

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'''Alban Nikolai Herbst''' (Pseudonym für '''Alexander Michael v. Ribbentrop''', * 7. Februar 1955 in Refrath) ist ein deutscher Schriftsteller.

Werdegang
Alexander Michael v. Ribbentrop ist direkter Nachfahre des Friedrich von Ribbentrop Friedrichs v. Ribbentrops. Er wuchs als Sohn einer Säuglingsschwester und eines Vertreters in Traunstein, Braunschweig und Bremen auf. In Bremen absolvierte er eine Berufsausbildung Lehre zum Rechtsanwaltsgehilfen. Nach dem Zivildienst besuchte er ein Abendgymnasium, wo er sein Abitur machte. Er begann ein Studium der Philosophie und veröffentlichte unter seinem Pseudonym erste Werke. Ab 1987 war er als Devisenmakler an der Frankfurt am Main Frankfurter Börse. Daneben gab er die literarische Zeitschrift "Dschungelblätter" heraus. Seit 1994 lebt er als freier Schriftsteller und Rundfunk-Regisseur in Berlin.

Literarisches Werk
Alban Nikolai Herbst, der anfangs Texte in der Tradition des Neuer Realismus Realismus über den Alltag bundesrepublikanischer Kleinbürger schrieb, hat sich inzwischen zum Verfasser von Romanen, Novelle (Literatur) Novellen, Theaterstücken und Hörspielen entwickelt, die mit der Beschreibung von Apokalypse apokalyptischen Zuständen und ihrer steten Vermischung von Traum und Realität zu den bemerkenswertesten Beispielen neuerer deutschsprachiger Fantastik fantastischer Literatur zählen. Von Literaturkritik Kritikern wird ihm teilweise der Vorwurf gemacht, nichts weiter als ein moderner Kolportageautor zu sein. Gegen die Veröffentlichung seines Romans "Meere" wurde 2003 eine einstweilige Verfügung erwirkt, da in dem Werk ein Schlüsselroman gesehen wurde, dessen Inhalt eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten darstelle. Die einstweilige Verfügung gegen den Verlag wurde im Hauptverfahren rechtskräftig bestätigt. Nachdem im März 2007 Autor und Kläger vor dem Berliner Landgericht sich einigten, hatte sich die Einstweilige Verfügung erledigt. Alban Nikolai Herbst hat sich dann, nach Erledigung der Rechtssache, ohne "Anerkennung einer Rechtspflicht" für eine sogenannte "Persische Fassung" erklärt. Das Buch kann nun in dieser leicht geänderten letztgültigen Fassung ungehindert erscheinen. Über die primäre poetische Arbeit hinaus ist Alban Nikolai Herbst auch stark essayistisch tätig, besonders in Hinsicht auf eine nach-postmoderne Ästhetik. Herbst schreibt zudem – etwa für die Komponisten Caspar Johannes Walter und Robert HP Platz – Libretti und widmet auch sonst sein Augenmerk einer Verbindung von Sprache und Musik. Dabei spielen die Hörstücke eine besondere Rolle, die er meist auch selbst inszeniert. In ihnen poetisiert er oft reale Vorbilder (vor allem Städte oder Personen) und vermischt Charakter- und Werkbetrachtung anderer Autoren mit der Zuschreibung nicht selten sogar tragender fiktiver Momente. Keines der Stücke ist Dokumentation, das Dokumentarische wird vielmehr nahezu ausgeschlossen. Das führt zu einem starken Subjektivismus und reduziert den Informationsgehalt auf ein poetisches Feld, das die vorwaltende Skepsis gegenüber objektiver Darstellung in klangliche Schönheit verwandeln zu wollen scheint. In diesem Zusammenhang wird Alban Nikolai Herbst bisweilen der Vorwurf der Geschichtsklitterung gemacht, dem er seinerseits den Vorwurf entgegenhält, eine objektive Darstellung tatsächlicher Sachverhalte sei prinzipiell unmöglich. Dem entspricht sein Verfahren, in die Romane tatsächlich existierende Personen hineinzunehmen und sie wie erfundene Figuren zu behandeln (etwa Hanna Schygulla oder Klaus Kinski in "Wolpertinger oder Das Blau", sowie Sombart in "Buenos Aires. Anderswelt"). Seit "Eine Sizilische Reise" baut Alban Nikolai Herbst auch sich selbst als Protagonisten in seine Texte ein. Insofern scheint der juristische Vorwurf gegen "Meere" sowohl eine real berechtigte Grundlage zu haben als auch das Ergebnis einer konsequent verfolgten Poetik zu sein, die notwendig mit der Realität in Konflikt kommt, allerdings auf die Wahrnehmung von Realität auch direkt einwirken will. In seinen theoretischen Schriften schreibt Alban Nikolai Herbst bisweilen von einer "Realitätskraft der Fiktionen", die er hin und wieder mit seinen Broker-Erfahrungen an der Börse belegt. Insgesamt ist "Vermischung" eines der zentralen Momente seines Werkes. Dies lässt sich sowohl in der manchmal etwas irritierenden Verbindung von Genres (Trash, Gothic Novel, Science Fiction sowie nahezu naturalistischen Schilderungen) als auch an vielen seiner Rezensionen zeigen. Herbst spricht von einem neuen Verständnis von Realismus. Er ist dabei deutlich einerseits von Friedrich Schlegel und Walter Benjamin, andererseits von der Magischer Realismus genannten Strömung der südamerikanischen Literatur beeinflusst, die er auf einen von ihm so genannten Kybernetischer Realismus Kybernetischen Realismus ausweiten zu wollen scheint (zum Beispiel in Thetis. Anderswelt, 1998). Bei aller daraus folgenden Fiktionalisierung besteht er zugleich entschieden auf einer ausgesprochen sexuellen Körperlichkeit, die deshalb um so brutaler wirkt und ihm immer wieder den Vorwurf der Pornographie einträgt. Hin und wieder verwendet er den Begriff Möglichkeitenpoetik. Eine gute Einführung in sein Werk bietet der 2005 erschienene Erzählband "Die Niedertracht der Musik", der 13 Erzählungen aus den Jahren 1972 bis 2004 enthält, die einen Bogen spannen vom anfänglichen Realismus (die den Band eröffnende Erzählung "Roses Triumph") bis zum das spätere Werk bestimmenden Kybernetischen Realismus.

Weblog "Die Dschungel. Anderswelt"
Seit Mitte 2004 führt Herbst mit Redaktionssitz im Hessischen Literaturforum im Mousonturm, Frankfurt am Main, unter dem Titel [http://albannikolaiherbst.twoday.net/ Die Dschungel. Anderswelt.] ein literarisches Weblog, in dem er nicht nur seine aktuelle Arbeit dokumentiert sondern auch mit einer Ästhetisierung und literarischen Reflexion von Alltag und schriftstellerischem Arbeitsprozess praktisch und in Theorie-Fragmenten experimentiert. Dabei wird das Weblog selbst zum fortlaufend weitergeschriebenen Thema [http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/244091/ ständiger Betrachtung und Reflexion].

Mitgliedschaften, Preise
Alban Nikolai Herbst gehörte von 1976 bis 1985 dem Verband Deutscher Schriftsteller an; er ist Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Neben weiteren Stipendium Stipendien erhielt er u.a. folgende Auszeichnungen: 1981 das Niedersächsische Nachwuchsstipendium für Literatur, 1995 den Grimmelshausen-Preis und den Rom-Preis der Villa Massimo, der in Form eines Jahresaufenthalts als Stipendium vergeben wird, sowie 1999 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar. 2000 war er Writer in Residence an der Keio-Universität Tokio. Für 2006 ist er für sein Werk mit einem Jahresaufenthalt in der [http://www.villa-concordia.de/deutsch/htm/index.htm Villa Concordia], Bamberg, ausgezeichnet worden.

Bibliografie
* ''Marlboro'', Hannover 1981 * ''Die Verwirrung des Gemüts'', München 1983 * ''Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger'', Göttingen [u.a.] 1986 * ''Joachim Zilts Verirrungen'', St. Gallen 1986 * ''Die Orgelpfeifen von Flandern'', Frankfurt am Main 1993 * ''Wolpertinger oder Das Blau'', Frankfurt am Main 1993 * ''Eine sizilische Reise'', Frankfurt am Main 1995 * ''Undine'', Frankfurt am Main 1995 * ''Der Arndt-Komplex'', Reinbek bei Hamburg 1997 * ''Thetis. Anderswelt'', Reinbek bei Hamburg 1998 * ''Wer bin ich?'', Notizen zu Paulus Böhmer, Frankfurt am Main 1998 (zusammen mit Wolf Singer, Jehuda Amichai, Werner Söllner und Gerd-Peter Eigner) * ''In New York'', Frankfurt am Main 2000 * ''Buenos Aires, Anderswelt'', Berlin 2001 * ''Inzest oder Die Entstehung der Welt'', Essen 2002 (SCHREIBHEFT Nr. 58, zusammen mit Barbara Bongartz) * ''Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen'', Berlin 2003 * ''Meere'', Hamburg 2003 * ''Die Dschungel. Anderswelt'', literarisches Weblog, fortlaufend seit 2004 * ''Die Niedertracht der Musik'', Köln 2005 * ''Anderswelt, Roman-Trilogie'': Thetis. Anderswelt, 1998, Buenos Aires. Anderswelt, 2001, sowie Argo. Anderswelt, derzeit in Auszügen nur im Netz auf http://albannikolaiherbst.twoday.net/topics/ARGO-ANDERSWELT/ Ein gesamtes Werkverzeichnis findet sich, einschließlich der Hörstücke, Musik-Sprache-Projekte und theoretischen Arbeiten, [http://www.die-dschungel.de/ANH/werke.html dort].

Herausgeberschaften
* ''Dschungelblätter'', Zeitschrift für die deutschsprachige Kulturintelligenz, Göttingen 1985–1989 * ''Ein literarischer Gang an die Börse'', Frankfurt am Main 2000 (zusammen mit Sabine Tost)

Weblinks
* {{PND|120532387}}
http://www.albannikolaiherbst.de/
http://albannikolaiherbst.twoday.net/
- http://www.litlinks.it/h/herbst_an.htm
- http://www.epilog.de/Person/H/Her/Herbst_Alban_Nikolai_1955.htm
- http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19939/1.html
http://www.tisch7-verlag.de/ {{Personendaten |NAME=Herbst, Alban Nikolai |ALTERNATIVNAMEN=Alexander Michael von Ribbentrop (wirkl. Name) |KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller |GEBURTSDATUM=7. Februar 1955 |GEBURTSORT=Refrath |STERBEDATUM= |STERBEORT= }} Kategorie:Mann Herbst, Alban Nikolai Kategorie:Deutscher Herbst, Alban Nikolai Kategorie:Autor Herbst, Alban Nikolai Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Herbst, Alban Nikolai Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Herbst, Alban Nikolai Kategorie:Literatur (Deutsch) Herbst, Alban Nikolai Kategorie:Roman, Epik Herbst, Alban Nikolai Kategorie:Geboren 1955 Herbst, Alban Nikolai

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