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Alan Keyes

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'''Alan Lee Keyes''' (* 7. August 1950 in Long Island, New York (Bundesstaat) New York) ist ein US-amerikanischer Politiker, politischer Talkmaster und ehemaliger Karrierediplomat. Der ausgesprochen konservative Afroamerikaner ist Aktivist für diverse konservative Themen. Er versuchte mehrmals ein Wahlamt zu erlangen, scheiterte aber bei den Präsidentschaftswahlen 1996 und 2000 sowie bei den Wahlen zum US-Senat 1988, 1992 und 2004.

Kindheit und Studium
Keyes wurde als Kind der Lehrerin Garthina Keyes und des Sergeant der US Army, Allison Keyes geboren. Durch den Beruf seines Vaters bedingt, zog die Familie oft um, er wohnte zeitweise in Georgia, Maryland, New Jersey, New York (Bundesstaat) New York, Texas, Virginia und auch Italien. Er studierte an der Cornell University und der Harvard University, wo er 1979 in Politikwissenschaft promovierte. Aufgrund seines Studiums und einer hohen Losnummer, nahm er nicht am Vietnamkrieg teil. Seine Frau Jocelyn Marcel Keyes lehrte er in Mumbai Bombay kennen. Das überzeugt römisch-katholische Paar hat drei Kinder.

Diplomat
Keyes trat in den Dienst des Außenministeriums und kam 1979 an das US-Konsulat in Bombay. 1980 wechselte er an die Botschaft in Simbabwe, 1981 schließlich zurück nach Washington, wo er im strategischen Stab des Außenministeriums landete. 1983 ernannte ihn Ronald Reagan zum Botschafter bei den Vereinte Nationen Vereinten Nationen. Dort blieb er bis 1987. Er war starker Kritiker der Organisation und verteidigte unter anderem Reagans Auftreten gegen die Sanktionen gegen Südafrikas Apartheidspolitik. Keyes tritt bis heute für einen Austritt der USA aus der UNO ein.

Wahlen in Maryland
Keyes trat zweimal zu den Senat (Vereinigte Staaten) Senatswahlen in Maryland an. 1988 verlor er gegen den Demokraten Paul Sarbanes mit nur 38 % der Stimmen. 1992 gegen die Demokratin Barbara Mikulski mit nur noch 29%. Die zweite Kandidatur erzeugte einen kleinen Skandal, als es öffentlich wurde, dass er sich selbst aus Wahlkampfmitteln ein Monatsgehalt von $8.500 zahlte, was sich insgesamt auf etwa $100.000 summierte.

Präsidentschaftskandidat
Bei den Präsidentschaftsvorwahlen war Keyes chancenlos gegen den republikanischen Herausforderer Bob Dole. Bei den republikanischen Primaries 2000 konnte er sich als einer von drei Kandidaten bis in die Endphase als aussichtsreich behaupten. Zusammen mit George W. Bush und John McCain trat er in mehreren US-weiten Fernsehdebatten auf, hatte letztlich aber keine Chance bei der endgültigen Nominierung der Republikaner. Nach den Wahlkampagnen hatte Keyes $524.169 Schulden.

Medien und politischer Aktivist
Keyes hatte eine eigene Radio- und kurzfristg auch eine eigenen Fernsehshow. In seiner Radioshow "The Alan Keyes Show: America's Wake-Up Call", ebenso wie auf seinen Websites ''Renew America'' und ''Declaration Foundation'' setzt er sich vehement für die Todesstrafe, freien Waffenbesitz und freie Schulwahl mit regierungsunterstützten Privatschulen ein. Er lehnt Abtreibung, Affirmative Action, einen höheren Mindestlohn und weitergehende Rechte für Homosexuelle ebenso emphatisch ab. Keyes ist dafür die Einkommenssteuer durch eine 20-23 % Mehrwertsteuer zu ersetzen. Anders als die meisten Republikaner ist er für einen Austritt aus NAFTA und GATT. In seiner Fernsehshow ''Alan Keyes is Making Sense'' auf MSNBC konzentrierte er sich stark auf den Nahostkonflikt. Er unterstützte stark den Kurs der israelishen Regierung und bekam in dieser Zeit einen "integrity in reporting"-Preis ebenjener.

Umgang mit Rasse
Besonderes Markenzeichen von Keyes ist sein sehr offensiver Umgang damit, dass er schwarz ist. Bei der Präsidentschaftwahl 2000 bezeichnete er George W. Bush als "Massa Bush", da seine Steuerpläne darauf hinausliefen "wie gut oder schlecht die Meister ihre Sklaven behandeln." 1987 verließ er seinen Job beim Außeninisterium unter öffentlichen Beschwerden, er wäre rassistisch misshandet worden. 1992 beschuldigte er seine Partei des Rassismus, als seine Rede beim Parteitag vor der Präsidentschaftswahl nur einen kurzen untergeordneten Platz in der Tagesordnung erhielt. Ähnliche Vorwürfe erhob er, als die Partei seine hoffnungslose Kampagne für einen Senatsposten in Maryland nicht mehr unterstützte.

Senatswahl in Illinois
Keyes wurde überraschend Kandidat für den US-Senat in Illinois gegen den Demokraten Barack Obama bei den Wahlen 2004. Der eigentliche republikanische Kandidat Jack Ryan zog seine Kandidatur zurück, nachdem skandalträchtige Details aus seinem Scheidungsverfahren mit Schauspielerin Jeri Ryan öffentlich wurden. Bei der hektischen Nachnominierung setzte er sich gegen Andrea Barthwell durch. Sie galt als Kandidatin der Parteiführung und des liberalen Parteiflügels, Keyes als Kandidat der Konservativen. Die Wahl war nicht unumstritten. Keyes wohnte bis dahin in Maryland, hatte keine Beziehungen zu Illinois und im Jahr 2000 sogar Hillary Clinton stark dafür kritisiert, dass sie in New York zur Wahl antrat, obwohl sie zur Gegend keine persönlichen Beziehungen hatte. Er meinte, dass sie „den Föderalismus zerstörte“, in dem sie „vorgab Leute zu vertreten“, mit denen sie nichts zu tun hatte. Seine Kandidatur in Illinois rechtfertigte er dann aber andererseits als „Notfall“. Mit seiner Nominierung kam die erste Senatswahl zustande bei der beide Kandidaten Afroamerikaner waren. Weniger ungewöhnlich war, dass sie beide Absolventen der Harvard University waren. Keyes galt von Anfang an als klarer Außenseiter. Illinois ist eine demokratische Hochburg, Obama hatte bereits mehrere Monate Zeit gehabt, Wahlkampf zu führen. Keyes führte einen sehr offensiven und provozierenden Wahlkampf. Er stellte fest, dass es zwischen einem Terroranschlag und einer Abtreibung keinen strukturellen Unterschied gäbe und unterstellte ihren Befürwortern, sie würden die „Position der Sklavenhalter“ vertreten. Schwulen und Lesben unterstellte er „selbstsüchtigen Hedonismus“. Zu diesr Zeit wusste er bereits, dass seine eigene Tochter ebenfalls lesbisch ist. Seinen Konkurrenten bezeichnete er als „dogmatischen akademischen Marxist-Sozialist“, der Infantizid befürwortete. Laut Keyes würde Jesus Christus nicht für Obama stimmen. Anlässlich einer Rede Obamas in einer katholischen Kirche bezeichnete er dessen Positionen als „das Böse“ und „Todsünde“. Katholiken, die ihn wählten, würden sich genauso mitschuldig an diesem Bösen machen, wie Wähler der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NSDAP in Deutschland 1933. Obama gewann die Wahl mit 70% gegenüber 30 % für Keyes. Nach der Wahl weigerte sich Keyes, Obama zu gratulieren, da dieser mit seinen Positionen die Grenze des moralisch zu rechtfertigenden weit überschritten habe.

Werke
* ''Masters of the Dream: The Strength and Betrayal of Black America'' William Morrow & Company, Inc., 1994. ISBN 0688095992 * ''Our Character, Our Future'' Zondervan, 1996. ISBN 0310208165

Weblinks

- RenewAmerica.us
- The Declaration Foundation
- The Declaration Alliance
- Black America's Political Action Committee
- Chicago Tribune profile October 21, 2004
- Citizen magazine - Alan Keyes is making no excuses - May 2002 {{Personendaten| NAME=Keyes, Alan Lee |ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Politiker und Talkmaster |GEBURTSDATUM=7. August 1950 |GEBURTSORT= |STERBEDATUM= |STERBEORT= }} Kategorie:Geboren 1950 Keyes, Alan Kategorie:Mann Keyes, Alan Kategorie:Politiker (Vereinigte Staaten) Keyes, Alan Kategorie:Diplomat Keyes, Alan en:Alan Keyes sv:Alan Keyes

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[Der Artikel zu Alan Keyes stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Alan Keyes zu editieren.
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