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100-Dollar-Laptop

*** Shopping-Tipp: 100-Dollar-Laptop

Bild:LaptopOLPC a.jpg thumb|250px|Der $100-Laptop - Die „Hasenohren“ sind jeweils [[Wireless LAN|WLAN-Antenne und Schutzabdeckung für die Universal Serial Bus USB-Anschlüsse in einem.]] Bild:LaptopOLPC b.jpg thumb|250px|Der $100-Laptop im [[E-Book-Modus.]] Der '''100-Dollar-Laptop''' ist ein robuster Laptop mobiler Computer. Die niedrigen Produktionskosten sollen insbesondere Kindern in der Schulausbildung die Benutzung eines Computers ermöglichen. OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Learning_Vision „Kurzbeschreibung und Ziele des Projekts 100-Dollar-Laptop“] Weitere Bezeichnungen für den 100-Dollar-Laptop sind auch '''XO''', '''Children's Machine''' bzw. '''OLPC''' .OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/2B1:_The_Children%27s_Machine „2B1: The Children's Machine“] - übersichtliche Funktionsbeschreibung des Computers Träger dieses Projekts ist die Non-Profit-Organisation gemeinnützige Gesellschaft „One Laptop per Child“ unter Vorsitz des Massachusetts Institute of Technology MIT-Professors Nicholas Negroponte. OLPC-Wiki: [http://www.laptop.org/ Homepage des Projektes „One Laptop per Child“] Sie wurde nach Abschluss eines Forschungsprojekts am MIT Media Lab gegründet. Leitgedanke des Projektes ist es, durch Zugang zu einem Computer den umfassenden und vielfältigen Zugang zu modernem Wissen zu ermöglichen. „Das Projekt ist kein Laptop-Projekt, es ist ein ''Ausbildungs-Projekt''“.Zitiert: Nicholas Negroponte, Videostream auf TedTalks: [http://www.ted.com/tedtalks/tedtalksplayer.cfm?key=n_negroponte „Präsentation des $100-Laptops durch Nicholas Negroponte“] Der Laptop soll die Grundlage für sogenanntes E-Learning sein, wobei dies in einem weiteren Sinn von den Verantwortlichen verstanden werden soll. Zum einen kann der Laptop als ein Hilfsmedium für den regulären Unterricht verwendet werden (sog. E-Learning bzw. digitale Schulbank), jedoch kann er auch zum Lesen eines Buches (als sog. E-Book) oder als modernes Kommunikationsmittel (netzbasiertes Videokonferenz Videogespräch, VoIP Telefongespräch, Chat) verwendet werden. Schließlich soll die Verwendung von freie Software freier Software, welche die Einsicht in den Quellcode und dessen beliebige Veränderung erlaubt, jedem die Möglichkeit geben, Wissen über die zugrundeliegende Informationstechnologie zu erlangen. Das Projekt wird durch Wissenschaftler und Praktiker aus dem Bereich „Schulausbildung“ und E-Didaktik "digitales Lernen" begleitet. Bekanntester Berater ist MIT-Professor und Erziehungswissenschaften Erziehungswissenschaftler Seymour Papert. Im Rahmen seiner Forschung entwickelte er ein Konzept zur effektiveren Integration von Computertechnologie in den Unterricht. Die Schüler sollten demnach weniger lernen durch Lehre (sog. Instruktionismus Seminar „Lernen mit Neuen Medien“, Univ. Köln, Prof. Pätzold - [http://www.uni-koeln.de/ew-fak/psycho/Petzold/referate/esch.htm Seminararbeit „Lego, Logo und Neues Lernen“]), sondern der Lehrer sollte als Partner die Kinder lehren selbständig zu lernen (Konstruktivistische Didaktik Konstruktivismus). Durch dieses aktive, situiertes Lernen situierte Lernen wird eine neue Qualität des Wissenerwerbs erreicht. OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Constructionist „Constructivism and Playful Learning“] Die Zielgruppe sind Schüler aus Entwicklungsland Entwicklungs-, Schwellenland Schwellen- und Industrieland Industrieländern. Die durch eine hohe Stückzahl erreichte Verringerung der Produktionskosten (sog. Skaleneffekt), wird unmittelbar an die Abnehmer weitergereicht. Es werden zwar Entwicklungs- und Schwellenländer beim Start der Großproduktion besonders berücksichtigt, aber die Vermutung mancher, dass Industrieländer ausgeschlossen sein könnten, ist falsch. OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Ask_OLPC_a_Question_about_Distribution#Availability_-_Can_XXX_in_YYY_get_one_paying_ZZZ_.3F „Ask OLPC a Question about Distribution“] Es bleibt festzuhalten, dass bei Erfolg dieses Projekts der Prozess der digitale Spaltung digitalen Spaltung (sog. „digital divide“) der Industrieländer gegenüber den Entwicklungs- und Schwellenländer langfristig verringert werden würde. Es wird vermutet: Wer Zugang hat zu modernen Kommunikationstechniken, hat bessere soziale und wirtschaftliche Entwicklungschancen. Somit werden auch positive Impulse für die Entwicklungshilfe auf lange Sicht erhofft.

Hardware
Bild:OLPC-Drawing75c.png thumb|320px|Funktionsübersicht des $100-Laptops

Konfiguration Alle Angaben zur Hardware sind dem [http://wiki.laptop.org/go/Hardware_specification OLPC-Wiki, Abschnitt Hardware-Angaben, Stand März 2007] entnommen, soweit nicht anders angegeben.
Der Laptop ist mit einem AMD-Hauptprozessor Prozessor ''AMD Geode (Prozessor) Geode LX-700@0,8W'' mit 433 MHz Taktfrequenz Die Zahl "700" gibt an, dass der Rechenleistung des Geode-Prozessors zumindest der eines Intel Pentium III (Celeron) mit einer Taktfrequenz von 700 MHZ entspricht., einem L1- und L2-Cache mit insgesamt 256 KB Advanced Micro Devices: [http://www.amd.com/us-en/ConnectivitySolutions/ProductInformation/0,,50_2330_9863_13022%5E13057,00.html „AMD Geode™ LX Processor Family“] sowie 256 MB Random Access Memory Hauptspeicher ausgerüstet. Anstatt einer vibrationsempfindlichen Festplatte wird ein stoßfester Flashspeicher mit 1024 MB eingebaut. Zur Ausstattung gehören ferner WLAN und drei USB-Anschlüsse. Weiterhin verfügt er über eine eingebaute Kamera mit einer Auflösung von 640x480 Pixel, ein eingebautes Mikrofon, zwei Lautsprecher sowie Ein- und Ausgang für Audiosignal Audiosignale. Er enthält zwei Touchpad Touchpads, wobei ein Touchpad auch die Eingabe mit einem Eingabestift und somit auch Handschrift-Eingabe unterstützt. Die Tastatur des 100-Dollar-Laptops kann über zwei frontal eingebaute LED Leuchtdioden beleuchtet werden. Damit sind die Tastatur und die Touchpads auch bei Dunkelheit verwendbar, was gerade in abgeschiedenen Wohngebieten ohne Stromversorgung und ohne elektrisches Licht von großem Vorteil ist. Der Energieverbrauch des Laptops konnte drastisch reduziert werden. Solange der Laptop aktiv benutzt wird, verbraucht er lediglich ca. 2,0 Watt. Wenn am Laptop keine Eingaben erfolgen, arbeitet er weiterhin als Netzwerk-Router und verbraucht dabei nur noch ca. 0,25 Watt (Standard-Laptop ca. 20-40 Watt, Desktop-Computer ca. 70-140 Watt). Der Schülerlaptop ist 19,3 cm × 22,9 cm × 6,4 cm groß. Seine Diagonallänge beträgt 11,8 Zoll; damit ist er in die Klasse der besonders mobilen Subnotebooks einzuordnen. Durch seinen umklappbaren Bildschirm kann er ähnlich wie ein Tablet PC verwendet werden. Sein Gewicht beträgt - inklusive Akku - ca. 1,5 Kilogramm. Das Design stammt vom renommierten Herman Miller for Business: [http://www.hermanmiller.com/CDA/SSA/Designer/0,,a10-c80-b35,00.html "Yves Behar"] Schweizer Industriedesigner Yves Béhar.Swissreporter.ch, mit Bericht aus dem Tagesanzeiger, 10.02.2006: [http://www.swissreporter.ch/archivtxt.php?textnr=179 "Dieser PC verleiht Würde"]

Flexibilität
Der Schülerlaptop ist für die flexible Verwendung außerhalb des Klassenzimmers konzipiert.

=Bildschirm für den Innen- und Außengebrauch
= Der Bildschirm hat eine Diagonale von 7,5 Zoll (entspricht 19,2 Zentimetern). Um den Bildschirm unter verschiedenen Lichtverhältnissen nutzen zu können, existiert zusätzlich zum normalen Farbbild-Modus auch ein Schwarz-Weiß-Modus.Erfinderin des innovativen „dual-mode display“ ist w:en:Mary_Lou_Jepsen Mary Lou Jepsen. Im Farbbild-Modus beträgt die maximale Auflösung 800x600 Pixel, im Schwarz-weiss-Modus 1200x900 Pixel. Im Farbbild-Modus wird der Bildschirm, wie bei LCD-Bildschirm Flachbildschirmen üblich, hintergrundbeleuchtet. Allerdings wird normalerweise das Bild umso blasser, je heller das einfallende Umgebungslicht ist. Im Extremfall ist bei sehr starken Lichteinfall die Erkennbarkeit der Anzeige auf dem Bildschirm minimal. Im schwarz-weiß-Modus wird der Bildschirm nicht mehr hintergrundbeleuchtet. Stattdessen reflektiert er das Umgebungslicht. Durch diese Reflexion (Physik) Reflexion erhöht sich die Auflösung und der Kontrast der Anzeige. Der Bildschirm ist damit auch bei direktem Einfall von Sonnenlicht einsetzbar und die Anzeige sogar noch besser ablesbar.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Screen_design „Screen design - Introduction“] Als Innovation ist nun die Kombination der Anzeige durch Hintergrundbeleuchtung und Reflexion anzusehen. Soweit bei dem verwendeten Display bei eingeschaltetem Farbbild-Modus Sonnenlicht auf den Bildschirm fällt, werden zwar die Farben blasser, weil dann zunehmend - durch die Reflexion des Sonnenlichts - die Anzeige in den Reflexions-Modus übergeht. Allerdings erhöht sich durch die Reflexion auch der Kontrast der (nun Schwarz-weiss-)Anzeige. Zudem steigert sich dann die Auflösung von 800x600 Pixel auf 1200x900 Pixel, was die Lesbarkeit des Bildschirms erhöht. Bei vollem Reflexions-Modus beträgt die Auflösung 200 dpi und ist damit höher als bei 95% aller bisher verwendeten Computerbildschirme. Computerbasierter Unterricht ist damit im Freien möglich. Zudem wird im Schwarz-weiß-Modus, durch das Abschalten der LCD-Bildschirm LCD-Hintergrundbeleuchtung, der Energie Energieverbrauch des gesamten Systems erheblich gesenkt.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Our_technology#How_bright_will_the_display_be.3F „Our technology - How bright will the display be?“] Der Bildschirm verbraucht dann 0,2 Watt, während ein Standardbildschirm durchschnittlich 7,0 Watt verbraucht.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/2B1:_The_Children%27s_Machine „2B1: The Children's Machine“] - übersichtliche Funktionsbeschreibung des Computers

=Regen- und hitzebeständig; robust
= Bild:OLPC-Bottomdrawing.jpg thumb|250px| Auf der Laptopunterseite: Zugang zu [[SD Memory Card|SD-Karten-Slot und Laptop-Akku. Oben befinden sich zwei Ösen für einen Schultergurt bzw. in der Mitte ein Haltegriff.]] Laut den Entwicklern ist der Laptop im geschlossenen Zustand unempfindlich gegenüber Regen und Sand. Die Tastatur des Laptops ist durch eine Gummimembran abgedichtet und dadurch im offenen Zustand unempfindlich gegenüber Flüssigkeiten. Gegen Stöße und Erschütterungen kommt statt einer Festplatte ein stoßunempfindlicher Flashspeicher (sog. Solid State Disk) zum Einsatz. Der Laptop ist durch die Verwendung eines breiteren Gehäuserahmens robuster als Standard-Laptops (2-mm-Gehäuse statt üblicherweise 1,3-mm-Gehäuse) . OLPC-Wiki: [http://www.laptop.org/laptop/hardware/specs..html#Environmental%20specifications "Environmental specifications"]

=Speicher
= Das Betriebssystem belegt ca. 140 Megabyte auf dem Flashspeicher, womit noch ca. 860 Megabyte Speicherplatz für Anwendungen und Daten verfügbar sind. Soweit der Bedarf an einer Erweiterung des Speicherplatzes besteht, können sowohl über den eingebauten SD Memory Card SD-Karten-Slot (siehe Bild „Laptopunterseite“) als auch über die drei USB-Anschlüsse weitere Speichermedien angeschlossen werden. Bereits über den SD Memory Card SD-Karten-Slot ist eine zusätzliche Speichererweiterung auf theoretisch 16 Byte Gigabyte möglich.

Mobilität


Netzwerk


=Technik Alle Angaben sind dem OLPC-Wiki [http://wiki.laptop.org/go/Hardware_specification „Abschnitt Hardware-Angaben, Stand November 2006“] entnommen, soweit nicht anders angegeben.
= Das WLAN verwendet als Übertragungsprotokolle 802.11 802.11b und 802.11 802.11g mit Erweiterung gemäß IEEE 802.11s 802.11s. Durch Verwendung von zwei integrierten WLAN-Antennen (die „Hasenohren“) ergibt sich maximale Übertragungsgeschwindigkeit. Soweit ein Funknetzwerk über sehr große Distanzen aufgebaut werden soll, können die zwei WLAN-Antennentechnik Antennen für bessere Signalqualität ausgeklappt werden. Ein [http://mailman.laptop.org/pipermail/devel/2006-December/003240.html erster Feldtest der WLAN-Reichweite] wurde am 12.12.06 im australischer Busch australischen Busch von Projektteilnehmer James Cameron, Australien durchgeführt. Der Computer kann in einen energiesparenden Ruhezustand übergehen und reduziert damit seinen Stromverbrauch um 66-75 %. Im Ruhezustand verbraucht er nur noch Energie i.H.v. 0,25 Watt (Einheit) Watt. Trotzdem arbeitet er dann weiterhin als Router oder Bridge (Netzwerk) Bridge für das bestehende Netzwerk und stabilisiert damit für die anderen Teilnehmer das gesamte Funknetz.

==Netzwerkprotokolle
== Für das Mesh-Netzwerk müssen zwei Protokoll Protokolle verwendet werden. Als Wireless LAN WLAN-Protokoll wird der IEEE 802.11b IEEE 802.11b/g-Standard verwendet. Das IEEE 802.11b IEEE 802.11b/g-Protokoll beschreibt allerdings nur den Daten-Verkehr innerhalb eines Funknetzwerkes, welches nach dem Prinzip eines kabelgebundenen Ethernet-Netzwerkes arbeitet. Nach diesem Protokoll werden die Daten lediglich zwischen Sender und Empfänger direkt ausgetauscht.Mit gleicher WLAN-Technik arbeitet auch die Bürgerinitiative "Freifunk", vergleiche Torsten Kleinz, "Funk-Kommunen - Öffentliche Netze über private WLANs", c't - magazin für computer technik, 18.11.2006, Heft 20. Bild:OLPC-800px-Frame.jpg thumb|250px|left|[[Interaktion im Mesh-Netzwerk: Übersicht über alle Teilnehmer im Mesh-Netzwerk. Durch Anklicken eines Personenicons wird Kontakt zum Gesprächspartner hergestellt.]] Weiterhin können jedoch Datenpakete von dem einen zum anderen Rechner weitergeleitet werden (sog. „Hops“). Für diese “Hops" muss zusätzlich das Protokoll IEEE 802.11s eingesetzt werden. Die Datenpakete werden dann solange weitergeleitet, bis ein Laptop im Mesh-Netzwerk das Datenpaket dem Empfänger, ein anderer Schülerlaptop oder ein Rechner mit Internetzugang, zugestellt hat. Somit können Laptops, welche sich eigentlich mit ihrem Funksignal außerhalb ihrer gegenseitigen Reichweite befinden, über Vermittlungsstellen miteinander kommunizieren bzw. in das Internet „einklinken“.

==Verwendete WLAN-Mikrochips
== Die im Schülerlaptop eingesetzten und für den Netzbetrieb erforderlichen WLAN-Mikrochip Mikrochips werden vom Hersteller Marvell Technology Group Marvell hergestellt. Diese Mikrochip Mikrochips werden mit einer niedrigeren Bitrate von maximal 2 Mbit/s anstatt der üblichen Geschwindigkeit von 5,5 Mbit/s oder 11 Mbit/s betrieben, um den Stromverbrauch zu senken. Zum Zeitpunkt der Entscheidung gab es in Bezug auf Stromverbrauch, Preis und Effizienz keine den Projektanforderungen entsprechende Alternative zu diesem Chip. Marvell verwendet zur Steuerung seiner ARM-basierten WLAN-Mikrochip Mikrochips eine das IEEE 802.11s-Protokoll unterstützende, sogenannte Firmware hardwarenahe Software auf Basis eines nicht-quelloffenen (freie Software Open Source) Microkernels eines Drittherstellers. Infolgedessen handelt es sich bei der gesamten Firmware hardwarenahen Software faktisch um proprietäre Software, die nur nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung eingesehen werden kann, was nach Ansicht einiger Kritiker dem an freie Software freier Software orientierten Gesamtkonzept widerspräche."the Jem Report", 9. Oktober 2006 - Interview mit Richard Stallman und Theo de Raadt (Vertreter freie Software freier Software) bzw. Interview mit Jim Gettys und Jonathan Corbet (Projekt OLPC): [http://www.thejemreport.com/mambo/content/view/286/ „Making sense of the One Laptop Per Child proprietary software row“] Nach Ansicht von w:en:Jim Gettys Jim Gettys, Projektteilnehmer bei „One Laptop per Child“, ist derzeit der verwendete Marvell-Chip technisch nicht austauschbar. Daher muss in diesem Fall der Zustand vorläufig hingenommen werden, soll das Projekt nicht gestoppt werden. Allerdings wird bereits an einem unter der freien Lizenz „GNU GPL“ verwendbaren Microkernel-Ersatz für diesen ARM-basierten Chip gearbeitet. Zusätzlich befindet sich das Projekt in juristischen Verhandlungen mit Rechtsanwälten von Marvell und dessen Kernellieferanten über eine offenere Lizenz bezüglich des bisherigen Microkernel bzw. der darauf basierenden Firmware. Die Linux-Treiber selbst waren von Anfang an GPL-konform.Jim Getty's ramblings, 06.10.2006: [http://www.gettysfamily.org/wordpress/ „Open hardware and the Marvell wireless chip in the OLPC….“]

=Automatische Netzwerkbildung
= Über das mobile Mesh-Netzwerk (auch als mobiles Ad-hoc-Netz bezeichnet) vernetzen sich automatisch die in Reichweite befindlichen Laptops miteinander über WLAN, ohne dass manuelle Konfiguration erforderlich wäre. Damit entsteht ein sog. Local Area Network lokales Netz. Das Zuweisen einer IP-Adresse für das ineinandergreifende Netz erfolgt automatisch. Folglich ist kein Netzwerkadministrator Administrator oder eine zentrale Verwaltung der IP-Adressen erforderlich.

==Spontanes Netz für den Schulunterricht
== Bild:OLPC-mesh network-friends view.jpg thumb|250px| Benutzeroberfläche „Sugar“: Beispiel für ein Netzwerk im Rahmen des Schulunterrichts. Bei raumübergreifenden Unterricht oder gemischten Innen-, Außenunterricht kann jeder Schüler bei Verlassen des Netzwerkes eine Nachricht hinterlassen. Somit würde der automatische Netzwerkaufbau auch die automatische Einrichtung eines Schulnetzwerkes bzw. eines Netzwerkes für eine bestimmte Unterrichtsstunde ermöglichen, ohne vertiefte Computerkenntnisse über Soft- und Hardware. Daten, zum Beispiel verwendetes Unterrichtsmaterial, lassen sich auf dem Flashspeicher ablegen bzw. von dort abrufen. Zudem ist der Laptop, neben dem unmittelbaren Datenaustausch, für netzwerkbasierte Videokonferenz Videogespräche, VoIP Telefongespräche, und Netzwerk-Chat geeignet.

==Internetanbindung
== Soweit ein zentraler Internetzugang in der Schule vorhanden ist können sich die Schülerlaptops über WLAN in das Internet „einklinken“. Damit ist es jederzeit möglich, das Internet als Informationsquelle heranzuziehen. Wissensaneignung soll daher nicht nur auf reine Datenabfrage beschränkt sein, sondern beinhaltet auch die Nutzung des Internets als Kommunikationsmedium (z.B. Soziale Netzwerke, Chat, E-Mail).

==Entstehen eines sozialen Netzes
== Der Laptop ist durch seine geringe Größe und sein geringes Gewicht für Kinder sehr leicht zu tragen. Durch spontane Bildung von beliebigen Netzwerken ermöglicht dieses technische Netzwerk auch die Bildung und Vertiefung von soziales Netzwerk sozialen Netzwerken. Kinder sind damit in der Lage, durch Verwendung und bei Bedarf spontane Neubildung des lokalen, aber mobilen Mesh-Netzwerkes, die Zusammenarbeit und soziale Interaktion untereinander auf neue Art und Weise kennenzulernen. Kinder sollen in der Lage sein, je nach dem zu lösenden Problem und selbst über eine gewisse Distanz, Arbeitsgemeinschaften durch spontane Neuvernetzung zu bilden.Eine Übersicht über Gruppenarbeit im Netzwerk enthält der Artikel von Peter König, c't - magazin für computer technik, 18.11.2006, Heft 20, „Teamwork im Netz - Weltweit und gleichzeitig an denselben Dokumenten arbeiten“, Seite 96-104. Aufgrund seines geringen Gewichts und der erheblichen Reichweite des Funknetzwerkes können sich die Kinder auch außerhalb der Schule miteinander vernetzen. Somit kann soziale Interaktion mittels Netzwerken und damit die Bildung von Wissensnetzen auch außerhalb der Schule erfolgen.Als weiterer positiver Aspekt wird gemäß den Befürwortern von freies Funknetz freien Funknetzen angeführt, dass durch sog. „PicoPeering-Vereinbarungen“ und die gemeinsame Verantwortung eines Wohnviertels für die Funktionsfähigkeit des WLAN-Netzes, die nachbarschaftliche Solidarität und Bürgerinitiative gefördert werden. Vergleiche Artikel zu Freifunk. Die Computertechnik, und damit die technischen Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten, kann auf diese Weise in den familiären Alltag eingebunden werden.

Innovative Energieversorgung
Als ein grundsätzliches Problem stellt sich die Energieversorgung in infrastrukturschwachen Gebieten dar. Obwohl der Computer bereits sehr wenig Energie (ca. 2,0 Watt (Einheit) Watt) verbraucht, sind in der Praxis weitere Wege der Energieversorgung nötig: * bei vorhandenem Stromnetz direkt über einen Stromstecker. Die verwendete Lade-Elektronik kann dabei Spannungsspitzen und sonstige Schwankungen des in den Entwicklungsländern häufig instabilen Stromnetzes kompensieren. * über einen eingebauten, aber auswechselbaren Nickel-Metallhydrid-Akku. Der Akku selbst besteht aus einem Akkupack mit fünf aufladbaren Akkumulator Akkus im Standardformat "AA" (Mignon). Die verwendeten Akkus sind 2000-mal (Standard-Akkus: 500-mal) aufladbar, bis deren Elektrische Kapazität Kapazität (max. 16,5 Wh) auf 50% abgesunken ist, was einer Nutzungsdauer von fünf Jahren entspricht. Bei Bedarf kann der Laptop auch mit Standardakkus oder Batterien im Format "AA" betrieben werden. Daher braucht beim eventuellen Austausch der Akkus keine teure Spezialanfertigung verwendet zu werden, wie sonst bei anderen Laptops üblich.heise online: [http://www.heise.de/newsticker/meldung/82805 „100-Dollar-Laptop geht in die Testphase“]; OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Hardware_specification „Abschnitt Hardware-Angaben, Stand November 2006“] Derzeit wird jedoch auch die Verwendung von Lithium-Eisenphosphat-Akku Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) Lithium-Eisenphosphat-Akkus wurden von der Universität Texas entwickelt und werden nun in Lizenz von Hydro-Québec produziert, vgl. [http://www.sud-chemie.com/scmcms/web/content.jsp?nodeId=6885&lang=de Presseerklärung der Süd-Chemie AG] in Betracht gezogen, welche eine höhere Kapazität haben (max. 22 Wh), aber nicht wie Lithium-Ionen-Akku Lithium-Ionen-Akkus explodieren können.Free Software Magazine, 27.02.2007: [http://www.freesoftwaremagazine.com/blogs/olpc_kicks_off_pycon_2007 "One Laptop Per Child kicks off PyCON 2007"] * über einen am Computer anschließbaren Elektrischer Generator Dynamo. Dieser kann durch die Laptop-Nutzer, also die Kinder selbst, betrieben werden (sog. "human-power"). Dazu wurden verschiedene Strom-Generatoren entwickelt, welche in ihrer Bedienung speziell auf die körperliche Leistungsfähigkeit von Kindern angepasst sein sollen. Die Energieversorgung kann wahlweise mittels Zugseil, Handkurbel oder über Pedale erfolgen; somit kann der Schülerlaptop auch in abgeschiedenen Gebieten eingesetzt werden, wo es keine Stromversorgung über ein Stromnetz gibt. Einminütiges Aufladen soll die Computernutzung für eine Dauer von ca. 10-20 Minuten sichern.heise online: [http://www.heise.de/newsticker/meldung/66279 „Negroponte hofft auf Mitarbeit der Open-Source-Gemeinde beim 100-Dollar-Laptop“]

Software
Es muss für den effektiven Einsatz der Schülerlaptops gewährleistet werden, dass die spätere Softwarepflege und Weiterentwicklung an die spezifischen Bedürfnisse angepasst ist und für den Schuleinsatz in den Abnehmerländern ohne Lizenz-Verstöße erfolgen kann. Die unabhängige Veränderung und Weiterentwicklung der Software würde bei proprietäre Software proprietärer Software jedoch eine Lizenz- und Urheberrechts-Verletzung bedeuten. Folglich wird, soweit möglich, freie Software verwendet.

BIOS
Als BIOS wird LinuxBIOS LinuxBIOS: [http://www.linuxbios.org „Startseite des Projekts LinuxBIOS“] zusammen mit Open Firmware eingesetzt. LinuxBIOS steht unter der freien Lizenz „GNU GPL“, Open Firmware hauptsächlich unter der freien MIT-Lizenz bzw. BSD-Lizenz.

Betriebssystem


=Fedora-Linux
= Als Betriebssystem wird die Distribution „Fedora Core Fedora“ des freien Open-Source-Systems GNU/Linux installiert und basiert auf dem aktuellen 2.6-Linux-Kernel DesktopLinux.com, 07.11.2006: [http://www.desktoplinux.com/news/NS7522088140.html "OLPC taps 2.6.19 kernel for first Linux laptop build"]. Fedora Core Fedora-Linux wird von der Firma Red Hat, einem Entwickler des Linux-Betriebssystems, auf besonders intelligenten Ressourcen- und geringen Stromverbrauch optimiert und damit speziell für diesen Laptop weiterentwickelt.Red Hat Deutschland: [http://www.redhat.de/news/article/317.html „Red Hat verleiht „One Laptop per Child“-Initiative weitere Kraft“] Ziel der Softwareentwickler ist es, die Zeit für einen Kaltstart des Schülerlaptops auf unter eine Minute, vielleicht sogar auf ca. 30 Sekunden zu reduzieren.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/News OLPC - Laptop News, Nr.7] Der Systemstart aus dem Ruhezustand soll, nach Abschluss der System-Optimierung, nur noch 0,1 Sekunde Sekunden betragen.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Hardware_Power_Domains "Hardware Power Domains"]

=Sicherheitsplattform „Bitfrost“ Nachfolgende Angaben sind dem OLPC-Wiki, Abschnitt [http://wiki.laptop.org/go/Bitfrost "Bitfrost"] entnommen.
= Bild:OLPC-GUI Sugar-home view.jpg thumb|250px|"Sugar" in der Einstellung „Zuhause“: Jedes Personenicon (Mitte), und damit jeder Netzwerkteilnehmer ist farblich bestimmt. Jede Anwendung (Rand) ist durch Icon und Farbe unterschiedlich dargestellt. Bild:OLPC- GUI "Sugar" - mesh network - zoom levels.png thumb|250px| Systematischen Einteilung in verschiedene Netzwerk-"Größen" und damit einfache Nutzung des Mesh-Netzwerkes. Bitfrost ist die neuentwickelte Sicherheitsplattform von OLPC. Sie vereinigt verschiedene in der Wissenschaft entwickelte und erfolgreich getestete Sicherheitskonzepte. Bitfrost soll gemäß seiner Spezifikation in der Lage sein, Computervirus Computerviren und Spyware weitestgehend ohne Virenscanner zu bekämpfen. Die Sicherheitsplattform soll folgendes ermöglichen: * Sicherheit bereits beim ersten Start des Computers. * Sicherheit ohne Eingabe von Benutzer-Passwort Passwörtern. * Keine Datenverluste mittels automatischer Netzwerk-Sicherungen. * Garantierte Virenfreiheit der Anwendung vor ihrer Installation. Die Anwendung muss die Virenfreiheit durch eine digitale Signatur nachweisen. Dem Sicherheitskonzept liegen folgende Prinzipien zugrunde: * Uneingeschränkter Zugang des Nutzers zu seinem Computer. * Offenes Design der Sicherheitsplattform. * Maximale Sicherheit ohne Mitwirkung und aufwändige Konfiguration durch den Nutzer. Das Referenzmodell unterliegt gemäß der Free-Software-Tradition einer öffentlichen Diskussion.Eine Beteiligung an der Diskussion ist durch Anmeldung auf der [http://mailman.laptop.org/mailman/listinfo/security "Security Info Page"] möglich. Je nach Einwände der Beteiligten werden möglicherweise bessere Alternativen diskutiert und das Referenzmodell daran angepasst.Einen Zwischenstand der derzeit laufenden Diskussion gibt es im OLPC-Wiki, [http://wiki.laptop.org/go/Correlating_Bitfrost_and_Threats "Correlating Bitfrost and Threats"].

=Benutzeroberfläche „Sugar“
= Das Software-Design wurde auf die Zielgruppe ausgerichtet, d.h. für Schüler ab der Jahrgangsstufe Primarstufe. Unter anderem wurde eine GUI grafische Benutzeroberfläche namens „Sugar“ OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Sugar „Startseite für das Betriebssystem Sugar“] entwickelt, welche die einfache Bedienung aller Funktionen ermöglicht (Vorstellung in einem Videostream, siehe unten). Computernutzung soll sich vorrangig durch Zusammenarbeit der Mitschüler untereinander bzw. zwischen Schüler und seinem Lehrer äußern. Die Design-Vorgaben liegen auf Bereitstellung von „Aktivität, nicht Anwendung“, Bereitstellung von „Werkzeugen des individuellen Selbstausdrucks“ und „Möglichkeit der jederzeitigen Gruppenarbeit“.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/OLPC_Human_Interface_Guidelines „Human Interface Guidelines“] Demnach können „Aktivitäten“ nicht nur durch eine einzelne Person gestartet werden, sondern auch mit anderen im Mesh-Netzwerk geteilt werden. Dazu kann der Nutzer die Aktivität für alle oder einen bestimmten Personenkreis veröffentlichen oder bestimmte Personen fragen, ob sie teilnehmen wollen. Jeder Teilnehmer kann die „Aktivität“ aufnehmen oder beenden. Für den Ideen- und Dateienaustausch wurde ein „Schwarzes Brett“ integriert. Zunächst wird für jede laufende „Aktivität“ ein Schwarzes Brett automatisch eingerichtet. Die hinterlegten Dateien können dann unmittelbar in das gemeinsam erstellte Dokument übertragen werden. Für effektive Zusammenarbeit ist ein Chat Chat-Programm integriert, um Hinweise oder sonstige Informationen mitzuteilen.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/OLPC_Human_Interface_Guidelines/The_Laptop_Experience/Bulletin_Boards „Schwarzes Brett zum Ideen- und Informationsaustausch“] Durch einen übersichtlichen und einfachen Aufbau aller „Aktivitäten“ soll der Schülerlaptop auch geeignet sein für junge und in Informationstechnologie unerfahrene Kinder.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/OLPC_Human_Interface_Guidelines/Design_Fundamentals „Designprinzipien“]

Anwendungen
Wie auch bei einem Standard-PC können jederzeit Anwendungen installiert bzw. deinstalliert werden. Damit der Schülerlaptop ohne aufwendige Einrichtung jedes einzelnen Computers verwendbar ist, wird der 100-Dollar-Laptop mit bestimmten vorinstallierten Programmen in den Abnehmerländern verteilt.

=Installierte Anwendungen
= Bild:OLPC - applications - screenshot of upcoming TAMTAM - user interface.jpg thumb|250px|left|Bedienoberfläche des [[Synthesizer|Musiksynthesizers ''TamTam'' (noch in der Beta-Phase): Verschiedene Tonspuren können gleichzeitig bearbeitet werden und über das Mesh-Netzwerk, etwa an Mitschüler, weitergegeben werden.]] Zur Grundausstattung gehören ein Webbrowser, der zur Darstellung die gleiche Software wie Firefox (die sog. Gecko (Rendering Engine) Gecko-Engine) verwendet. Ebenso wird auf dem Laptop die Textverarbeitung AbiWord OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Getting_involved_in_OLPC Getting involved in OLPC], eine Anwendung zum E-Mail Email-Versand und ein Chat-Programm mit Videokonferenz-Funktion installiert. Der Laptop unterstützt verschiedene Formate zur Anzeige von Dokumenten, Bildern, zum Abspielen von Audio- und Videodateien (u.a. PDF-Dateien, Word-Dateien, ODF-Dateien, JPEG-Dateien, PNG-Dateien, MP3-Dateien, Ogg-Dateien, Video-Flash). Ebenso gehören zur Grundausstattung Neuentwicklungen, etwa für den Musikbereich. Zu erwähnen sind das digitale Musikinstrument „TamTam“ und das Spiel „Musik-Memory“.OLPC- Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Software_components „Software components“] „TamTam“ ist ein Software-Synthesizer Musiksynthesizer, der von Musikern und Software-Entwicklern der Universität Montréal entwickelt wird.Die Softwareentwicklung erfolgt durch die "Faculté de musique de l’Université de Montréal" unter Leitung von Prof. Piché. Siehe dazu [http://tamtam4olpc.wordpress.com/ Homepage des TamTam-Entwicklerteams].. Er kann die Töne von Musikinstrumenten, aber auch von sonstigen Tönen aus der Natur verarbeiten. Es ist für die Zusammenarbeit über das Mesh-Netzwerk konzipiert. Folglich kann ein von einem Schüler begonnenes Musikprojekt jederzeit über das Mesh-Netzwerk, zusammen mit anderen Mitschülern, weiterentwickelt werden. Die entstandene Musikdatei kann ggf. über das Mesh-Netzwerk an andere weitergegeben werden. Das Spiel „Musik-Memory“ ist das Spiel „Memory (Spiel) Memory“, allerdings nicht mit Bildern, sondern mit Tönen bzw. Liedern. Zur Förderung der Kreativität wird ein Malprogramm für Kinder beigefügt. Auf einem digitalen Blatt Papier können die Kinder verschiedene Dinge zeichnen. Das Malen kann dabei alleine oder zusammen mit anderen Kindern erfolgen. Die Kinder sind dabei über das Funknetz miteinander verbunden, d.h. mehrere Kinder können gemeinsam ein digitales "Blatt Papier" bemalen. Logisches Denken soll durch die Anwendung Squeak gefördert werden. Auf dem Schülerlaptop werden dazu einfache, in Squeak entwickelte Bausteine (die sog. EToys) installiert. OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Sugar_EToys "Sugar-EToys"] Diese Bausteine dienen als Ausgangsbasis zum Ausprobieren, Erforschen und zur selbständigen Veränderung und Anpassung der EToys. Erste Erfahrungen mit Squeak konnten schweizerische Schüler sammeln, vgl. Bericht der Zeitung "Glarnerland", 06.03.2006: [http://www.mindclue.ch/fileadmin/infodaktik/scratch-artikel-suedostschweiz-20060306.pdf "Europa-Premiere im Glarnerland"] Auch diese Bausteine können von den Kindern über das Netzwerk getauscht werden. Daneben werden von verschiedenen Community Communities Spiele-Klassiker wie Tetris oder auch Sim City auf den XO übertragen.Gamasutra.com, 06.03.2007: [http://www.gamasutra.com/php-bin/news_index.php?story=13017 "GDC: SJ Klein Asks For Serious OLPC Content"]

=Anwendungen für das Internet
= Zudem wurden von verschiedenen Diensteanbietern weitere Nutzungsmöglichkeiten eingeräumt: Laut einem Interview mit Nicholas Negroponte stellt Google digitale Landkarten zur Verfügung, Ebay ermöglicht die Benutzung von Paypal (System für Micropayment Kleingeldzahlungen) und Skype (Videokonferenz Videogespräch und Voice over IP Telefongespräch über Internet bzw. Chat Internet-Chat). News Corporation News Corp stellt die Videoplattform MySpace zur Verfügung.Die Welt.de: [http://www.welt.de/data/2006/11/21/1118924.html „Interview mit Nicholas Negroponte: “Auch unsere Server werden 100 Dollar kosten"] Diese Inhalte stehen jedoch nicht unter einer freien Lizenz.

Lehrmaterial
Grundsätzliches Hindernis bereitet noch die geringe Verfügbarkeit von geeignetem digitalem Inhalt zur Wissensvermittlung. Da der Schülerlaptop auch für E-Learning innerhalb und außerhalb des Schulunterrichts konzipiert wurde, bedarf es noch ausreichend großer Mengen digitalen Lehrmaterials für die Schule und die unabhängige Weiterbildung.OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Educators „Startseite für die Erstellung und Bereitstellung edukativer digitaler Inhalte“] Eine Bereitstellung von digitalem Unterrichtsmaterial in Verbindung mit dem Mesh-Netzwerk, würde die schnelle Verteilung innerhalb einer Schulklasse bzw. sogar innerhalb einer Schule ermöglichen. Rechtliche Bedenken bezüglich Urheberrechtsverletzungen und ähnliches würde durch die Verwendung flexibler Lizenz freier Lizenzen, wie etwa Creative Commons, ausgeschlossen sein. Als digitales Unterrichtsmaterial kommen folgende Materialien in Betracht:Image:OLPC-View source key.jpg thumb|250px|Grafik der OLPC-Tastatur (Ausschnitt in [[thailändische Sprache|thailändischer Sprache): "Zeige Quellcode"-Taste für direkten Zugriff auf den Quellcode der beigefügten Software.]] # vom Lehrer selbst erstelltes und unter eine freie Lizenz gestelltes Unterrichtsmaterial, z.B. Textdateien, Audiodateien, Bilder, Notation (Musik) Notationen. # freie Fotos von bedeutenden Orten, Personen der Zeitgeschichte, wichtige Ereignisse # freie Musik bzw. Tonaufnahmen von historischen Ereignissen, als digitale Audiodatei. # freie Hörbuch Hörbücher, etwa als digitale Ogg Ogg-Vorbis-Datei (gebührenfreies Format) bzw. als MP3 MP3-Datei (gebührenpflichtiges Format). # freie Video Videos, etwa als digitale Ogg Ogg-Theora-Datei (freies Format) bzw. als MPEG4 MPEG4-Datei (proprietäres Format). # freie E-Book digitale Schulbücher # der eigene Quellcode des Schülerlaptops. Da der 100-Dollar-Laptop freie Software enthält, hat auch jedermann das Recht, den Quellcode einzusehen. Daher wird auch eine sog. "zeige Quellcode"-Taste der Tastatur hinzugefügt. Somit kann jeder Schüler auf einen Tastendruck, soweit er daran Interesse hat, den Quellcode des gesamten Computersystems (d.h. von BIOS, Betriebssysstem und jeder freien Anwendung) ansehen, und damit einen Blick „hinter die Kulisse“ werfen. Für das digitale Content-Management-System Inhaltemanagement wird angedacht, ein Wiki-System zu verwenden, dessen Software ebenfalls unter der freien GNU General Public License GNU-Lizenz steht.Über die Möglichkeiten solcher Wiki-Systeme zum Inhaltemanagement informiert ein Artikel von Erik Möller, c't - magazin für computer technik, 18.11.2006, Heft 20, "Puzzle-Prinzip - Teamwork im Netz mit MediaWiki", Seite 106-109. Dies hätte auch den Vorteil, dass jeder Teilnehmer an dem Projekt mit seinem Wissen, gemäß der Idee von , zum Erfolg beitragen kann. Auf diese Weise könnten freie Unterrichtsmaterialien ausgetauscht werden. Da das gemeinnützige Projekt auf freier Software basiert und somit der Quellcode frei verfügbar ist, arbeiten auch Freiwillige weltweit an der Entwicklung der Software mit.Wiki der OLPC-Software mit Repository: [http://dev.laptop.org/wiki „One Laptop Per Child: Development site“]; OLPC-Softwareentwickler für das GNU/Linux-Betriebssystems (auf Fedora-Basis): [http://fedoraproject.org/wiki/OLPC/Projects „OLPC project development streams“] Es ist festzuhalten, dass ohne die Vorarbeit von freier Software das gemeinnützige Projekt in dieser Form nicht möglich wäre.

Projektverlauf


Erste Forschungsansätze
Bild:Olpc2 cambodia.JPG thumb|250px| Kambodschanische Schulkinder nach Abschluss des Forschungsprojektes im Jahr 2001 Erste Überlegungen bezüglich eines Wissenstransfers in Entwicklungs- und Schwellenländer gingen bereits in den achtziger Jahren von MIT-Professor Seymour Papert aus. Im Rahmen eines Forschungsprojektes brachte er Computertechnologie in ein afrikanisches Dorf und beobachtete, inwieweit die dortigen Kinder, welche vorher noch keinen Kontakt mit dieser Technologie hatten, innerhalb kürzester Zeit lernten, den Computer anzuwenden und durch ihn neues Wissen anzueignen. Im Rahmen dieser Überlegungen entwickelte sich später am MIT die Idee, einen preiswerten Laptop speziell für Entwicklungsländer zu konzipieren. Daraus entwickelte sich später das Projekt ''100-Dollar-Laptop''. Dieses Projekt wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes am MIT Media Lab, Fakultät der Universität MIT in Cambridge (Massachusetts), weiterentwickelt. Weitere Forschung wurde dann im Jahre 2001 zusammen mit einer Dorfschule in Kambodscha betrieben. Es wurde jedem kambodschanischen Kind dieser Projektschule ein damals moderner Laptop für den Schulunterricht zur Verfügung gestellt, um festzustellen, welche besonderen Anforderungen an ein solches Gerät im Rahmen des Schulunterrichts und insbesondere in einem infrastrukturell schwachen Gebiet gestellt werden. Aus diesem Projekt konnte dann geschlossen werden, welches besondere Design ein solcher Schülerlaptop haben sollte.

Spin-off des Projektes „One Laptop per Child“
Als sich abzeichnete, dass das Projekt den Rahmen eines reinen Forschungsprojektes sprengen würde, wurde zu dessen Umsetzung in die Praxis die Non-Profit-Organisation gemeinnützige Gesellschaft ''One Laptop per Child'' (kurz: OLPC) gegründet und von der Universität organisatorisch ausgegliedert (sog. Spin-off). Bild:Kaye negroponte.jpg thumb|left|Pressekonferenz auf der zweiten [[Weltgipfel zur Informationsgesellschaft|WSIS in Tunis (Tunesien), 16.11.2005: Vorstellung des Projekts $100-Laptop durch w:en:Mary_Lou_Jepsen Mary Lou Jepsen, Alan Kay und Nicholas Negroponte.]] Als Non-Profit-Organisation gemeinnützige Gesellschaft ist OLPC nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Vorstandsmitglieder sind unter anderem Nicholas Negroponte (Vorsitzender), Antonio Battro (Chief Education Officer) und Walter Bender (Software and Content). Gemäß dem Kurznamen '''OLPC''' ist es das erwünschte Ziel, jedem Kind für Ausbildung und Unterricht einen Laptop zur Verfügung stellen zu können. Wired News: [http://www.wired.com/news/technology/0,69615-0.html „Negroponte: Laptop for Every Kid“] Somit steht der Begriff ''100-Dollar'' für den anvisierten Produktionspreis bei großen Stückzahlen und wird voraussichtlich Ende 2008 bzw. Anfang 2009 erreicht. Das Projekt erhält seit seinem Start im Jahr 2005 Unterstützung von verschiedenen Partnern aus der Industrie wie etwa AMD, Google, Marvell Technology Group Marvell, Nortel, SES-Astra, News Corporation News Corp und Red Hat.

Projektstart
Im Januar 2005 wurde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) das Konzept zur Entwicklung eines ''Hundred-Dollar-Laptop-Project'' (HDLP) durch Nicholas Negroponte bekannt gegeben. Damals konnte als erster Partner AMD gewonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt wurden jedoch noch weitere Partner für dieses Projekt gesucht. Am 16. November 2005 stellte Nicholas Negroponte gemeinsam mit UN-Generalsekretär Kofi Annan auf dem zweiten Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) in Tunis (Tunesien) erstmals öffentlich funktionsfähige Prototypen des 100-Dollar-Laptops vor. BBC News: [http://news.bbc.co.uk/1/hi/technology/4445060.stm „UN debut for $100 laptop“] Im Rahmen einer Pressekonferenz äußerte sich Kofi Annan wie folgt: „Er [der Laptop] ist eine beeindruckende technische Leistung, in der Lage, fast alles zu tun, was größere, teurere Computer auch können. Er beeinhaltet das Versprechen, große Fortschritte für wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu bewirken. Aber vielleicht am wichtigsten ist die Bedeutung der Wörter „One Laptop per Child“. Es geht hier nicht lediglich darum, einen Laptop jedem Kind zu geben, obwohl auch darin ein gewisser Charme liegt. Die Magie liegt vielmehr darin, dass jedes Kind, jeder Wissenschaftler, jeder Student oder einfach jeder Bürger wieder beteiligt ist. Diese Initiative beabsichtigt Licht in die Dunkelheit zu bringen.“Massachusetts Institute of Technology, news office, 16.11.2005: [http://web.mit.edu/newsoffice/2005/laptop-1116.html "Annan presents prototype $100 laptop at World Summit on Information Society"] In einer Pressemitteilung vom Dezember 2005 gab "One Laptop per Child" bekannt, dass als Laptop-Hersteller die Firma Quanta mit Sitz in Taiwan gewonnen werden konnte. Auf dem Weltwirtschaftsforum im Januar 2006 wurde schließlich die Zusammenarbeit von "One Laptop per Child" mit dem "UN Development Program" bekanntgegeben. UN Dispatch: [http://www.undispatch.com/archives/2006/01/blog_roundup_83.html „Blog Roundup #83“]

Entwicklung und Produktion


=Entwicklung
= Bild:OLPC-First Shipment of Laptops.jpg thumb|Lieferung von ca. 875 $100-Laptops an das MIT im November 2006 für den ersten [[Betatest|Beta-Test.]] Im April 2006 begann der "Alpha-Test" mit der Hauptplatine für die Großproduktion und seinen integrierten Komponenten. Im Juni 2006 wurde dann die konzipierte Hauptplatine (ca. 500 Stück) an alle beteiligten Entwickler für weitere Tests übergeben. Im Sommer 2006 wurde dann die Beta-Testphase gestartet. Dieser begann mit Beta-Test 1 im November 2006. Es wurden 875 Laptops mit allen relevanten Komponenten an die Entwickler sowie für praktische Tests in der Schulklasse (sog. Feld-Test) versendet. Nach Abschluss des Beta-Tests-1 wurden die verwendeten Laptops weiteren mechanischen Belastungstest unterzogen, um zusätzliche Erkenntnisse über die Stabilität und maximale Belastbarkeit von Konstruktion und Design zu erhalten. Mitte Februar 2007 begann dann der Beta-Test 2 zur weiteren Optimierung des Systems. Etwa 2.500 Beta 2-Laptops wurden wieder an Entwickler und zum testweisen Praxiseinsatz in der Schulklasse versendet. Für Mai 2007 ist ein Beta-Test 3 geplant (Stückzahl: ca. 100 Stück), gefolgt von einem Beta-Test 4 im Sommer 2007 (Stückzahl: ca. 200 Stück). Anschließend wird es noch eine kleine Auflage an "pre-production test systems" geben, den sogenannten CTest-1. Auch dieser wird nur in einer Auflage von ca. 200 Stück verfügbar sein.

=Produktion
= Der Start der Großproduktion erfolgt im Spätsommer oder Herbst 2007. Voraussetzung für den Produktionsstart ist jedoch die Bestellung und Bezahlung von fünf bis zehn Millionen Laptops. Bereits jetzt liegen Zusagen von Argentinien (500.000 Schülerlaptops), Brasilien (voraussichtlich eine Million), Libyen (1,2 Millionen) und Nigeria (ebenfalls eine Million Schülerlaptops) vor. MartinVarsavsky.net: [http://german.martinvarsavsky.net/general/educar-update-im-houston-chronicle-von-brett-brune.html Bestellung des argentinischen Educ.ar-Projekts von 500.000 Schülerlaptops]; Tecchannel.de: [http://www.tecchannel.de/news/themen/linux/456553/ Kinder als Tester: Die ersten 100-Dollar-Notebooks gehen nach Brasilien]; futurzone.ORF.at: [http://futurezone.orf.at/produkte/stories/142921/ Gaddafi kauft 100-Dollar-Laptops]; PC-Welt: [http://www.pcwelt.de/news/englishnews/Hardware/52155/ Nigeria buys into $100 laptop concept] Der 100-Dollar-Laptop wird durch den beauftragten Hersteller Quanta Computer Inc. mit Sitz in Taiwan hergestellt. OLPC-Wiki: [http://www.laptop.org/faq.de.html „FAQ - Wer ist der Hersteller des Originaldesigns (ODM) des 100$-Laptops?“] Quanta Inc. ist Auftragshersteller, u.a. auch für Apple-Computer, und fertigt ca. 1/3 Quanta Inc, Standort Aachen: [http://www.quantade.com/ „Homepage des deutschen Standortes“] aller weltweit verkauften Computer. Geplant ist eine Gesamtproduktion von weltweit insgesamt etwa 100 bis 200 Millionen Stück. Die über mehrere Jahre verteilte Gesamtproduktion würde damit lediglich der jährlich weltweit verkauften Anzahl von PCs entsprechen. Die erste Auslieferung wird voraussichtlich an Argentinien, Brasilien, Libyen und Nigeria erfolgen.

Vertrieb
Bild:Lula and 100 dollars laptop.jpg thumb|Der brasilianische Präsident [[Luiz Inácio Lula da Silva mit einem $100-Laptop.]] Einen Laptop mit diesen sehr anspruchsvollen Leistungsmerkmalen zu diesem Preis zu entwickeln war von Anfang an für die Entwickler vom Massachusetts_Institute_of_Technology MIT Media Lab eine große Herausforderung. Möglich ist der Preis von 100 Dollar nur durch die Produktion in großen Stückzahlen und den Verzicht auf teure Vertriebskosten. Insbesondere die Staaten selbst bzw. nichtstaatliche Organisationen sollen diese Laptops in großer Stückzahl abnehmen. Die Verteilung an die Schüler erfolgt dann über das Schulsystem bzw. durch die nichtstaatlichen Organisationen selbst. OLPC-Wiki:[http://wiki.laptop.org/go/Ask_OLPC_a_Question#Availability_-_Can_XXX_in_YYY_get_one_paying_ZZZ_.3F „Rollout, Marketing & Sales“] Es gibt die Idee, einige Zeit nach Start der Großproduktion den Laptop eventuell auch frei verkäuflich zum Privaterwerb, also nicht zum Einsatz in der Schule, anzubieten. In diesem Fall würden die Laptops aber dann zusätzliche Hardware bekommen, wie etwa eine eingebaute Netzwerk-Karte oder mehr RAM. OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Retail#Retail_Sales_on_the_Open_Market „Retail Sales on the Open Market“] Zudem würde ein höherer, evtl. der dreifache Preis verlangt werden. Die anfallenden Überschusse aus diesem kommerziellen Verkauf sollen dann zur Unterstützung der Entwicklungsländer verwendet werden. Es ist noch offen, inwieweit eine Umsetzung dieser Idee erfolgen wird. OLPC-Wiki: [http://wiki.laptop.org/go/Our_market „Our market - Will OLPC spin-off a commercial subsidiary?“] Im Dezember 2006 teilte das Projekt OLPC mit, dass der Selbstkostenpreis des Laptops aufgrund angestiegener Einkaufspreise für benötigte Rohstoffe bei 140 US-Dollar liegt (Stand: Dezember 2006). Die Preise für die Batterie und den Bildschirm seien derzeit höher als erwartet. Der Grund sind starke Schwankungen der Rohstoffmärkte für Nickel (für den Akku), Kupfer (für die Platinen), einiger elektronische Bauteile und Schwankungen des US-Dollar US-Dollars. Nach Ansicht unabhängiger Dritter ist jedoch zu berücksichtigen, dass wegen des derzeit starken Euros der Preis knapp 100 Euro beträgt. Insoweit kann man derzeit den Laptop als 100-Euro-Laptop bezeichnen. Zudem ist davon auszugehen, dass der Preis in US-Dollar bis Ende 2008 allein aufgrund sinkender Hardwarepreise (Stichwort: Mooresches Gesetz Moore's Law) auf 100$ zurückgehen wird. Dieser natürliche Rückgang der Hardwarepreise wird an die Abnehmer weitergereicht. Demnach wird nach Mitteilung der Gesellschaft "One Laptop per Child" ein Laptop im Jahr 2007 bei einer geplanten Stückzahl von ca. 10 Millionen Stück noch ca. 150 Dollar kosten. Ende 2008 wird der Preis bei größeren Stückzahlen noch ca. 100 Dollar, im Jahr 2010 wohl nur noch 50 Dollar kosten.Onlinkosten.de: [http://www.onlinekosten.de/news/artikel/24471 "100-Dollar-Notebook wird ausgeliefert"]

Deutsche Beteiligung am Projekt „One Laptop per Child“
Der Laptop ist nicht nur für Kinder aus Entwicklungsländern konzipiert, sondern für das Lernen eines jeden Kindes – explizit auch in den Industrienationen. Bislang gibt es jedoch noch keine deutsche Beteiligung an dem Projekt. Selbst eine deutschsprachige Version für die im Projekt verwendete Software gibt es nicht. Dabei wäre eine Beteiligung der Industriestaaten an dem Projekt sehr willkommen. Bezeichnend ist, dass der Deutsche IT-Verband mittlerweile irgendeine Beteiligung an einem beliebigen Laptop-Projekt fordert. Demnach soll jeder Schüler der fünften Klasse ein Laptop besitzen, ohne dass mit dieser Forderung irgendein pädagogisches Gesamtkonzept angedacht wird. Die Welt, 14.12.2006: IT-Gipfel, Potsdam: [http://www.welt.de/data/2006/12/14/1144813.html „IT-Branche fordert Notebooks für alle ab der 5. Schulklasse“] Auch ein möglicher Einsatz der $100-Laptops in den Industriestaaten wird in Erwägung gezogen. Eine mögliche Kooperation von Industriestaaten mit den Entwicklungsland Entwicklungsländern wäre dahingehend vorstellbar, dass beispielsweise ein Industrieland wie etwa Deutschland eine Art Patenschaft für ein Entwicklungsland seiner Wahl übernimmt. Wenn deutsche Schulen die Schülerlaptops mit einem gewissen finanziellen Aufschlag bestellen würden, könnten im Gegenzug die Schülerlaptops des betreffenden Entwicklungslandes entsprechend günstiger sein. Auch eine Unterstützung in Form von privaten Spenden ist möglich.OLPC-Wiki: [http://www.laptopfoundation.org/participate/ "Participate"] Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dazu auf dem Technologiegipfel im Dezember 2006 in Potsdam keine Stellung genommen, obwohl es bei diesem Gipfel um eine Thematisierung solcher Fragen ging. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass Fragen der Schulausbildung, und damit auch die Frage des eingesetzten Lehrmaterials, in die Kompetenz der Bundesländer fallen. Ob und inwieweit moderne Informationstechnologie im Schulunterricht angewendet wird, werden wohl die 16 Ministerpräsidenten der Länder jeweils für sich zu entscheiden haben. Derweil sind bereits die ersten Schülerlaptops u.a. für Brasilien und Libyen produziert und verteilt für abschließende Tests.

Kritik
Intel-Chef Craig Barrett sagte im Dezember 2005, dass der Laptop nicht alle Möglichkeiten eines vollwertigen Computers biete und daher ein Gadget (engl. etwa ''technische Spielerei'') sei. Er zweifele am Erfolg des Projekts. Die Presse machte für seine Haltung unter anderem den Umstand verantwortlich, dass die CPU des Laptops von Intels Konkurrenten AMD hergestellt wird.http://www.heise.de/newsticker/meldung/67238 Kritik durch Intel-Chef Craig Barrett, bei heise.de am 11.12.2005 Negroponte wies die geäußerte Kritik zurück ("And in fact, it's not a crippled machine at all."Transcript eines auf podtech.net [http://media.podtech.net/media/2006/11/PID_001412/Podtech_1422-the-100-laptop.html "veröffentlichen Vortrags"] von Nicholas Negroponte). Zudem wies er darauf hin, dass es sich "nicht um ein Laptop-Projekt, sondern um ein Bildungsprojekt handelt".http://www.heise.de/newsticker/meldung/71714 Negropontes Reaktion auf die Kritik durch Intel, bei heise.de am 5.4.2006 Microsoft-Gründer Bill Gates bemängelte im März 2006 die Größe des Bildschirms, das Fehlen der Festplatte und die Handkurbel zur Stromgenerierung ("Himmel, nehmt einen vernünftigen Computer [...] ").http://www.tecchannel.de/news/themen/client/435359/ Kritik durch Bill Gates, bei tecchannel.de am 17.3.2006 Stattdessen stellte er die gemeinsam mit Intel entwickelte 1000-Dollar-Alternative ''Origami'' vor.heute.de, 16. März 2006: [http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/20/0,3672,3912884,00.html Gates-Spott: "Nehmt einen vernünftigen Computer"] Dieser hat ebenfalls einen Sieben-Zoll-Bildschirm, aber keine Tastatur. Stattdessen erfolgt bei dem vorgestellten "Lifestyle-Gerät" die Eingabe mit den Fingern bzw. mit einem speziellen Induktiv-Stift über den sieben Zoll kleinen Touchscreen. CIO weblog, 03.03.2006: [http://www.cio-weblog.de/50226711/microsoft_origami_wird_der_neue_lifestylepc_auf_der_cebit_vorgestellt.php "Microsoft Origami: Wird der neue Lifestyle-PC auf der CeBIT vorgestellt?"] Die Presse mutmaßte, dass die Konzeption des 100-Dollar-Laptops als Linux-System Anlass seiner ablehnenden Haltung war.heute.de, 16. März 2006: [http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/20/0,3672,3912884,00.html Gates-Spott: "Nehmt einen vernünftigen Computer"] Tony Roberts von w:en:Computer Aid International Computer Aid International, äußerte im Juni 2006 Zweifel am Konzept des $100-Laptops. "Sie [One Laptop per Child] wollen eine nicht standardisierte und ungetestete Plattform einführen, die nur an Regierungen verkauft wird." Weiterhin beanstandete er, dass der 100-Dollar-Laptop von anderen Projekten mit ähnlichen Zielen ablenke.http://www.zdnet.de/news/hardware/0,39023109,39144507,00.htm Kritik von Tony Roberts, bei zdnet.de am 21.6.2006 w:en:Computer Aid International Computer Aid International ist ein in London ansässiges Projekt, welches gebrauchte, aber von Firmen gespendete Desktop-Computer repariert und an Entwicklungsländer weitergibt. Pro PC wird eine Kostenerstattung von 39 Pfund (ca. 60 Euro) zuzüglich Kosten für den Versand erhoben.Homepage von Computer Aid International: [http://www.computeraid.org/howwework.htm "How we work - Application procedure for computers"] Auf diese Weise konnten seit 1998 bereits 80.000 Desktop-Computer in Entwicklungsländer verschifft werden. Die indische Regierung lehnte nach anfänglicher Zustimmung im Juli 2006 die Teilnahme am Projekt ab. Staatssekretär Sudeep Banerjee zweifelte am pädagogischen Nutzen des Projekts. Wenn jedes Kind für den Schulgebrauch einen Laptop erhielte, dann würde dies der Entwicklung von Kreativität und analytischen Fähigkeiten abträglich sein.Hindu.com: [http://www.hindu.com/thehindu/holnus/002200607250313.htm "HRD Ministry rejects Plan panel's idea of laptop per child"] Eine Investition des Geldes in traditionelle Schulmittel wie Schulgebäude und Lehrer wäre zudem sinnvoller.http://www.heise.de/newsticker/meldung/75913 Kritik durch das indische Bildungsministerium, bei heise.de am 25.7.2006

Siehe auch
* Simputer * Computervermittelte Kommunikation * 100-Dollar-Server

Weblinks


Videostreams
{{commons|One Laptop per Child}} * Verschiedene Videos über den $100-Laptop auf [http://olpc.tv/ "OLPC.TV"] * Projekt-Präsentation bei [http://www.netevents.tv/docuplayer.asp?docid=75 NetEvents.tv] in Hong Kong, Nicholas Negroponte, 02. Dezember 2006 * Vorstellung der OLPC-Hardware an der [http://stanford-online.stanford.edu/courses/ee380/061004-ee380-300.asx Universität Stanford], Mark Foster, 04. Oktober 2006 * Bericht von eSchool News online, [http://www.eschoolnews.com/marc/player3.cfm?v=67&f=79&cashbuster=1172927731187 "$100 laptop... Billion-dollar idea"], Oktober 2006 * Projekt-Präsentation bei [http://www.ted.com/tedtalks/tedtalksplayer.cfm?key=n_negroponte TedTalks], Nicholas Negroponte, Februar 2006 * Podcast Audiopodcast von Computer Club, Sendung vom 21.08.2006: [http://www.media01-live.de/CC-Zwei-04.mp3 "100-Dollar-Laptop] - Zeit: 12:32 Min. -

Artikel
* Laptop.org: Internetseite des gemeinnützigen Projekts [http://www.laptop.org "One Laptop per Child"] * Eyewitness News, 14. März 2007: [http://www.wthr.com/Global/story.asp?S=6222231&nav=9Tai "Schools look for high-tech bargains"] * Telepolis, 1. März 2007: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24723/1.html "Der MIT-Professor und der digitale Graben"] * ORF Österreich, 19. Februar 2007: [http://futurezone.orf.at/produkte/stories/172847/ "OLPC: Ein Laptop als Bildungsmaßnahme"] * The Sunday Times, 18.Februar 2007: [http://technology.timesonline.co.uk/tol/news/tech_and_web/personal_tech/article1394717.ece "The £50 laptop to change the world"] * Kaywa.de, 30. November 2006: [http://konvergenz.kaywa.com/gadgets/der-erste-100-dollar-laptop-aus-der-naehe.html „Bericht über den ersten Prototypen OLPC-2B1“] * Linuxworld.com, 27. Oktober 2006: [http://www.linuxworld.com/news/2006/102706-childrens-laptops.html „Children's laptop inspires open source projects“] * Heute.de, 16. März 2006: [http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/20/0,3672,3912884,00.html Gates-Spott: "Nehmt einen vernünftigen Computer"] * Bundeszentrale für politische Bildung, B 49-50/2003: [http://www.bpb.de/publikationen/53GSZJ,1,0,Der_UNOWeltgipfel_zur_Wissens_und_Informationsgesellschaft.html "Der UNO-Weltgipfel zur Wissens- und Informationsgesellschaft"] * Heute.de, 03.Januar 2001: [http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,3842,00.html "Eine Welt, digital gespalten"]

Einzelnachweise
Kategorie:Schulunterricht Kategorie:E-Learning Kategorie:Lehrmittel Kategorie:Bildung Kategorie:Lernen Kategorie:Pädagogik Kategorie:Didaktik Kategorie:Computer Kategorie:Lerncomputer Kategorie:Entwicklungshilfe ca:PC de 100 dòlars da:100-dollar-laptop el:$100 laptop en:Children's Machine eo:$100 Laptop es:Computadora portátil de 100 dólares fi:Kannettava tietokone jokaiselle lapselle fr:One Laptop per Child it:$100 laptop ja:The Children's Machine ko:100달러 노트? nl:$100-laptop pl:Laptop za 100 dolarów pt:XO ru:?оутбук за 100 долларов sv:$100 Laptop uk:?оутбук за 100 доларів zh:OLPC

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[Der Artikel zu 100-Dollar-Laptop stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels 100-Dollar-Laptop zu editieren.
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